Zu viel PC-Spiel macht Kinder einsam und krank

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#1
Eric-Cartman

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"Sie pflegen keinen Kontakt mehr mit anderen und haben zu nichts mehr Lust"

Keine Lust auf Hobbys, keine Zeit für Spielkameraden, kein Appetit auf richtiges Essen - wenn Kinder zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, verlieren sie vieles, was eine glückliche Kindheit ausmacht. Computerspiele und Fernsehen können zu einer Sucht mit negativen Folgen werden: «Die Schulleistungen nehmen ab, die Kinder pflegen keinen Kontakt mehr mit anderen und haben zu nichts mehr Lust», sagt Peter Grosch, Geschäftsführer der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg in Schwerin. Da sich die Kinder wenig bewegten, litten sie häufig unter Übergewicht.
Wann aus dem Spiel am Computer Ernst wird, ist schwierig zu beurteilen. Wenn etwas über einen längeren Zeitraum fast ausschließlich getan wird, sei das eine Sucht, sagt Grosch. Klare Definitionen, wie viele Stunden Spielen gefährlich sind, gebe es aber nicht. «Wichtig ist, dass Eltern auf Veränderungen im Verhalten ihrer Kinder achten», sagt der Psychologe Jürgen Detering aus Bremervörde. Wenn das Kind seine Aufgaben in der Familie nicht wie gewohnt erfüllt oder Freunde vernachlässigt, könnten das Alarmzeichen sein.

Wieviel Raum der Computer im Leben von Kindern in Deutschland bereits einnimmt, lässt eine Studie der Berliner Charité ahnen: Bei einer Umfrage unter den sechsten Klassen von vier Berliner Grundschulen gaben rund 80 Prozent der Schüler an, dass sie einen eigenen Computer besitzen. Fast 70 Prozent der befragten Jungen und 44 Prozent der Mädchen haben eine eigene Spielkonsole. Bei 9 Prozent gibt es deutliche Hinweise darauf, dass sie viel mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen, als ihnen gut tut. So gaben die Kinder an, dass sie selbst das Gefühl haben, zu viel vor dem Computer zu sitzen und deshalb mit Freunden und Familie Streit zu haben.

Wenn ein Kind gern am Computer spielt, ist das allein noch kein Grund zur Sorge. «Die Faszination der Spiele hängt mit unseren Reflexen zusammen», erläutert Jürgen Detering. Menschen seien biologisch darauf programmiert, Reize zu verfolgen. «Vor dem Bildschirm entsteht das Gefühl, unmittelbar an etwas beteiligt zu sein». Dort sei es einfacher, ein Erfolgserlebnis zu bekommen, als im wirklichen Leben.

Die Gefahr dabei: «Diese Befriedigung kann dazu führen, dass die Kinder weniger bereit sind, sich den Anstrengungen des wirklichen Lebens zu stellen», warnt Detering. Denn Freundschaften müssen erarbeitet und gepflegt werden, und auch Hobbys sind erstmal mit Mühen verbunden, ergänzt Grosch.

«Die vor dem Bildschirm verbrachten Stunden gehen für die Entwicklung verloren», warnt Detering. Nur im wirklichen Leben lernten Kinder, sich zielsicher und gewandt zu bewegen und so Selbstsicherheit aufzubauen. Das könne die virtuelle Welt nicht ersetzen.

Nach Ansicht des Psychotherapeuten Martin Zobel aus Koblenz ist die neue Form der Spielsuch oft eine Folge von Problemen in der Familie: «Ohne Grund kommt kein Kind zum extremen Computerkonsum.» Besonders anfällig seien Kinder, die unter Vernachlässigung oder einer Trennung der Eltern leiden, und zu Hause nicht ausreichend kontrolliert und gefördert werden. «Viele Eltern bieten zudem ein schlechtes Vorbild, weil sie selbst viel Zeit vor dem Computer und Fernseher verbringen.» Außerdem seien die Eltern oft froh, wenn die Kinder zu Hause sind, sagt Grosch. «Was diese in ihrem Zimmer machen, interessiert sie dann nicht.»

Eltern, die das Gefühl haben, dass ihr Kind zu viel Zeit vor dem Computer verbringt, sollten das Thema ansprechen und dabei Vorwürfe vermeiden. Wenn das Kind seinen Computer mit Händen und Füßen verteidigt, ist das aus Sicht von Martin Zobel ein weiteres Alarmzeichen. Trotzdem sollten Eltern ihren Kindern weder die Spiele noch den Computer wegnehmen. «Generelle Verbote bringen nichts», sagt Grosch. Er rät Eltern, sich die Spiele anzuschauen und mit dem Kind über mögliche Gefahren zu sprechen.

Ein eigener Computer im Kinderzimmer ist nicht immer sinnvoll, sagt Zobel. Auf jeden Fall sollten Auszeiten vereinbart werden, damit die Kinder auf andere Gedanken kommen. «Wichtig dabei ist es, dem Kind andere Beschäftigungsangebote zu machen, etwas mit ihm zu unternehmen und es in das Familienleben einzubinden.»

Kommen Eltern allein nicht weiter, sollten sie eine Sucht- oder Erziehungsberatungsstelle aufsuchen. «Manchmal macht es auch Sinn, das Kind mitzunehmen», sagt Grosch. «Wenn ein Fremder etwas sagt, wirkt es oft viel besser.»

Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de
 
#2
TC Garp

TC Garp

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Gilt das auch für Portalbesucher?

Weil die Welt sich dreht!

TC Garp
 
#3
T

Think different

Gast
das ist jetzt aber sehr paradox zu dem thread hier <span style="color:#000099">(EDIT: ich sehe gerade, dass das in dem thread auch schon angesprochen wurde, siehe beitrag #8)</span>!!! ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich jetzt glauben kann, der eine sagt "hüh", der andere "hott", da kommt man noch ganz durcheinander.
ich glaube aber nicht, dass man sich dabei unbedingt von den freunden "abschirmt", es gibt ja auch so genannte LAN-partys, wo über das netzwerk gespielt wird und da wird auch nicht selten miteinander gesprochen, man hat also kontakt zu anderen menschen.
wenn man allerdings täglich, von morgens bis arbends vorm rechner sitzt ist das wirklich nicht gut!
 
#4
dialunum

dialunum

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Mal eine Sache was extrem paradox ist: Sobald irgendwas neues von Microsoft rauskommt sollen wir alles darüber wissen und jedes scheiss problem lösen können.

Aber wie soll man das machen? Ohne illegal zu werden und: Viele verdammt viele Stunden jedes mal investieren. Microsoft ist mal wieder an allem schuld wie man sieht.

gruß dialunum
 
#5
Fireblade

Fireblade

Grüßt die Winboarder
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ZITAT Keine Lust auf Hobbys, keine Zeit für Spielkameraden, kein Appetit auf richtiges Essen - wenn Kinder zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, verlieren sie vieles, was eine glückliche Kindheit ausmacht. Computerspiele und Fernsehen können zu einer Sucht mit negativen Folgen werden: «Die Schulleistungen nehmen ab, die Kinder pflegen keinen Kontakt mehr mit anderen und haben zu nichts mehr Lust», sagt Peter Grosch, Geschäftsführer der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg in Schwerin. Da sich die Kinder wenig bewegten, litten sie häufig unter Übergewicht.[/b]
Ich denke mal das dies auch die Eltern in Schulld sind,wenn die Kinder nur vor der Kiste glucken.Sowas würde ich meinen nicht erlauben und schon gar nicht allein im Internet surfen.
1-2 Stunden reichen ja am Pc.
 
#6
Creeping Death

Creeping Death

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ZITAT(dialunum @ 24.05.2006, 16:13) Quoted post
Mal eine Sache was extrem paradox ist: Sobald irgendwas neues von Microsoft rauskommt sollen wir alles darüber wissen und jedes scheiss problem lösen können.

Aber wie soll man das machen? Ohne illegal zu werden und: Viele verdammt viele Stunden jedes mal investieren. Microsoft ist mal wieder an allem schuld wie man sieht.

gruß dialunum
[/b]
Mal abgesehn davon, dass ich weder inhaltlich noch sprachlich von dieser Aussage beeindruckt bin, stelle ich Dir die Frage: "Was hat das mit dem Thema zu tun?".
 
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