WLAN: WEP in kaum einer Minute entschlüsselt

Diskutiere WLAN: WEP in kaum einer Minute entschlüsselt im IT-News Forum im Bereich News; Forscher der TU Darmstadt haben ein verbessertes Verfahren zum Knacken der 128-Bit-Verschlüsselung von WEP-gesicherten Funknetzwerken entwickelt...

Eric-Cartman

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Forscher der TU Darmstadt haben ein verbessertes Verfahren zum Knacken der 128-Bit-Verschlüsselung von WEP-gesicherten Funknetzwerken entwickelt. Damit schaffen sie die Ermittlung des Schlüssels in weniger als 60 Sekunden.

Das veraltete WEP (Wired Equivalent Privacy) hat als Schutz vor dem Missbrauch von drahtlosen Netzwerken eigentlich längst ausgedient, denn es kann relativ leicht überwunden werden. Bisherige Angriffe brauchten aber noch zehn Minuten sowie 500.000 bis zwei Millionen abgefangene Datenpakete. Eine Arbeitsgruppe der TU Darmstadt hat diese Werte nun auf unter 100.000 Pakete gedrückt, womit die WEP-Verschlüsselung in weniger als einer Minute geknackt werden kann.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Johannes Buchmann haben Erik Tews, Andrei Pychkine und Ralf-Philipp Weinmann vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt ein Verfahren ausgetüftelt, mit dem sich die einzelnen Bytes des WEP-Schlüssels unabhängig voneinander berechnen lassen. Sie haben mit aircrack-ptw eine Software entwickelt, die auf dem bereits bekannten aircrack-ng basiert.

Die Forscher wollen ihre Arbeit auch am kommenden Wochenende auf dem " Easterhegg 2007 " des CCC in Hamburg vorstellen. Im Gegensatz zum Chaos Communication Congress, der zwischen Weihnachten und Silvester abgehalten wird, besteht das Ostertreffen des Chaos Computer Clubs überwiegend aus Workshops und weniger aus Vorträgen.

Wer in seinem Netzwerk WLAN einsetzt, sollte - wenn irgend möglich - statt WEP das weitaus bessere WPA2-Verfahren einsetzen. WEP gilt inzwischen als obsolet, gegen WPA2 (Wi-Fi Protected Access) sind hingegen keine erfolgversprechenden Angriffe bekannt, falls ein sicheres Passwort verwendet wird.

Quelle: IDG Magazine Media GmbH/PC-WELT Online
 

Keruskerfürst

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Welche Verschlüsselungsmethode wird denn bei WPA2 verwendet?
 

Michel

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Was absolut sicheres wird es nie geben. Man kann es Eindringlingen nur so schwer wie möglich machen. Viel wichtiger ist es, dass man überhaupt sein WLAN verschlüsselt, da man sich sonst auch strafbar macht, wenn das eigene WLAN gehackt wird und von dort aus Schadsoftware ins Netz verteilt wird.
 

pborn66

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hallo, möchte meinen senf auch noch dazu geben :sneaky

die zeit zum hacken von wep-verschlüssellten wlan-netzen lag 2005 schon bei ca 12 sec!!!!!!!!!!

:sing
 

MvSt1234

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Um Dein Netzwerk wirklich richtig abzusichern, mußt Du Dir die entsprechende Verschlüsselung selbst schreiben.

Meine Herren bist Du Wortkarg.

@All: Sicherlich ist keine Verschlüsselung, auch keine selbst geschriebene, im weitläufigsten Sinne als SICHER zu betrachten.

Aber: Bei einem normalen Home-User reicht meistens eine WPA-2 Verschlüsselung völlig aus um sein WLAN zu sichern.
Firmen und/oder öffentliche Hot-Spots hingegen sollten ihre Netzwerke schon eher durch geeignetere Maßnahmen (zusätzliche Sicherungssoftware) sichern.

Es geht ja nicht nur darum Schadsoftware ins Netz zu stellen, sondern auch sie aus dem Netz zu holen (z.B.: Besitz Volksverhetzenden Inhaltes, Kinderporno, etc). Denn dies ist ebenso strafbar.
 

Mike

i7-6700HQ
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@All: Sicherlich ist keine Verschlüsselung, auch keine selbst geschriebene, im weitläufigsten Sinne als SICHER zu betrachten.

Doch, die Frage ist nur was du unter sicher verstehst. Mit unendlich Zeit und technischen Mitteln ist jede Verschlüsselung zu knacken.

Alles was derzeit AES256 oder besser (verschachtelt) verschlüsselt ist gilt "militärisch" als SICHER = Knacken macht mehr Arbeit als es nutzen bringt!
 

Keruskerfürst

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Man verwendet doch keine codebasierten Verschlüsselungsmethoden.
 

Xpl0d3

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Ich würde auch zugern WPA oder WPA2 verwenden, leider kackt dann mein WLan andauernd ab. WEP ist die einzige funktionierende, dafür wohl unsichere Alternative :(
 

MvSt1234

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Ich würde auch zugern WPA oder WPA2 verwenden, leider kackt dann mein WLan andauernd ab. WEP ist die einzige funktionierende, dafür wohl unsichere Alternative :(


Ähnliche Probleme hab ich auch. Mein Belkin-Printserver beherrscht nur WEP.
Und ein Update gibt es nicht, zumindest nicht auf den Seiten von Belkin.
Hab denen jetzt mal ein Mail geschreiben und warte mal was kommt. Wenn es keine andere Verschlüsselungsmethode für meinen Printserver gibt, muss ich mir überlegen, ob ich mir nicht einen anderen hole, der dann WPA kann.
 

Mike

i7-6700HQ
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Da sieht man wieder, dass man gleich Qualitätsware kaufen sollte.
Mein 3Com-OfficeConnect war zwar teuer (~170 €), aber dafür kann er obwohl er 4 Jahre alt ist alle Standards :sing:
 
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