Wireless USB - Ratgeber: Das Ende des Kabelsalates

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Duke

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Wireless USB ist seit Anfang des Jahres auch in Deutschland möglich. Gehört also der Kabelsalat hinter dem Schreibtisch schon bald der Vergangenheit an? Wie kabelloses USB funktioniert, wie sicher es ist und welche Möglichkeiten es bietet, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Kennen Sie das auch: Auf, neben und hinter dem Schreibtisch türmen sich Scanner, Drucker, Festplatten und andere Geräte. Die dazugehörigen Kabel hängen überall herum und laden zum Verheddern ein. Ihr natürlicher Feind ist der Staubsauger. Es könnte sich ja ein Kabel lösen, welches dann nie wieder seinen Stecker findet. Zugegeben: Nicht überall sieht es so aus, doch Kabelsalat gibt es eigentlich überall. Die Lösung oder vielmehr die Zerschlagung des gordischen Knotens könnte Certified Wireless USB (CWUSB) heißen.

Die Technik basiert auf Kurzstreckenfunk. Auf dem so genannten Ultrawideband (UWB) können im Prinzip sämtliche USB-Geräte erreicht werden. Externe Festplatten, Scanner oder Drucker müssen dabei nicht neu angeschafft werden. Einige Hersteller von Netzwerkhardware, etwa D-Link, bieten sogenannte Wireless-USB-Starter-Kits an. Die bestehen aus einem Stecker, der einem USB-Stick ähnelt. Der wird in den USB-Port des Rechners gesteckt. An einem USB-Hub mit vier oder mehr Ports werden dann die Geräte angeschlossen. So müssen Drucker, Scanner oder Festplatten nicht mehr auf dem Schreibtisch stehen.

Relativ hohe Reichweite
Die angeschlossenen CWUSB-Geräte sollten nicht weiter als zehn Meter vom Empfänger, also vom Computer, aufgestellt sein. Müssen längere Strecken überbrückt werden, sollte man sich eher mit WLAN oder LAN ausrüsten. Bei einer Entfernung von zehn Metern werden per CWUSB noch etwa 110 MBit/s übertragen. Optimal ist die Transferrate bei einer Entfernung von höchstens drei Metern: Dann beträgt die Übertragungsrate etwa 480 MBit/s. Das entspricht der Bandbreite von drahtgebundenem USB 2.0.

Übertragen wird normalerweise im Frequenzbereich von 3,1 bis 10,6 Gigahertz. Der Bereich ist in fünf Bandgruppen eingeteilt. Jedes Band ist dabei 528 Megahertz breit. In Deutschland ist die Nutzung seit Januar 2008 freigegeben.

USB im Netzwerk
Wenn Sie mehrere Rechner nutzen und bereits ein Netzwerk aufgebaut haben, könnte der Netzwerk-USB-Hub von Belkin gute Dienste leisten. Das kleine schwarze Kästchen wird an den WLAN- oder LAN-Router angeschlossen. Fünf USB-Geräte können so ins Netzwerk integriert werden. Interessant ist das etwa bei externen Festplatten: Möchten Sie eine direkt am Rechner angeschlossene externe Festplatte von einem anderen PC aus nutzen, muss der Computer auch eingeschaltet sein. Ist die Festplatte am Netzwerk-Router angeschlossen, können Nutzer von jedem Rechner im Netzwerk aus darauf zugreifen. Einzige Bedingung: Auf dem Rechner muss die Hersteller-Software installiert sein. Diese steuert den Zugriff, da nur jeweils ein Nutzer auf das Gerät zugreifen kann.

Sicherheit
Für die Sicherheit von CWUSB-Geräten gibt es drei mögliche Verfahren. Diese richten sich vor allem nach der jeweiligen Rechenleistung und der Anwendung des Gerätes. Die Verbindung mit Geräten mit wenig Leistung wird meist mit einem variablen Chiffrier-Schlüssel abgesichert. Hersteller liefern in der Regel die richtige Software, damit die Schlüssel unkompliziert eingegeben werden können. Das Verfahren mit einem festen Chiffrier-Schlüssel wird normalerweise bei Routern eingesetzt. Der Schlüssel ist dann auf der Unterseite des Gerätes aufgedruckt. Das sicherste und unkomplizierteste Verfahren ist die Public-Key-Methode. Diese Methode arbeitet ähnlich wie PGP mit privaten und öffentlichen Schlüsseln.

Ein weiterer Vorteil in Punkto Sicherheit ist, dass CWUSB-Netze keine große Reichweite haben. Ein Hacker, der in ein solches Netz eindringen möchte, muss schon nah an den Sender heran kommen. Ein Notebook in einem Auto neben dem Haus reicht da meist nicht.

Nachteil: Keine Stromversorgung
Ein Nachteil eines CWUSB-Netzes ist sicherlich die fehlende Stromversorgung der Geräte über den PC. Dies ist zwar bei externen Festplatten, Scannern und Druckern kein Problem, da diese Geräte sowieso über Kabel mit Strom versorgt werden. MP3-Player, Camcorder oder Foto-Kameras werden allerdings häufig über den USB-Port des Computers geladen. Nutzen Sie CWUSB, müssen Sie sich unter Umständen eine Ladestation für das Gerät besorgen.

Vorteile bei mehreren Netzen
Sind in einem Gebäude eine Menge verschiedene WLAN-Netze, die sich gegenseitig behindern – etwa in großen Miethäusern - im Einsatz, könnte Wireless USB für Entlastung sorgen. So könnte man überlegen, ob man Drucker statt über einen WLAN-Printserver über Wireless USB anspricht.
CWUSB im Gerät integriert

Wireless USB per Stick und Hub ist im Prinzip eine Krücke, verlagert es den Kabelhaufen doch eigentlich nur an eine andere Stelle. Experten gehen allerdings davon aus, dass in naher Zukunft bereits Geräte mit integriertem CWUSB-Chip auf den Markt kommen. Dann ist nur noch ein Empfänger am Computer nötig und die Kabel fallen gänzlich weg.

Derzeit gibt es bereits einige Notebooks, etwa von Dell und Lenovo, die mit Wireless USB ausgestattet sind. Wer noch kabelgebundene USB-Geräte nutzt, kann neue Wireless-USB-PCs jederzeit kaufen, da diese noch mit herkömmlichen USB-Ports ausgestattet sind.

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Sardaukar

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Also ich weiss nicht.
Bin ich antiquiert, wenn ich nach wie vor Kabelgebundene Geräte bevorzuge?
 
  • Wireless USB - Ratgeber: Das Ende des Kabelsalates Beitrag #3
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derdjme

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Ich weiß nicht...ein Kabelkanal für alle Kabel beseitigt auch den Kabelsalat, ist billiger ...und einfacher zu "konfigurieren" :D
 
  • Wireless USB - Ratgeber: Das Ende des Kabelsalates Beitrag #5
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Hoolgagoo

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Eher Sicherheitsbewusst, denn alles, was via Funk läuft, kann abgehört/ausspioniert werden.......
 
  • Wireless USB - Ratgeber: Das Ende des Kabelsalates Beitrag #6
the doctor

the doctor

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Ich glaube das es für so einen kabellosen USB-Hub keine große Nachfrage geben wird. Wenn Geräte bald mit CWUSB Chips versehen werden, und zusätzlich einen herkömlichen USB Anschluss Bieten könnte ich mir eine steigende nachfrage dieser Geräte vorstellen.
 
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