Windows Vista: PCs per P2P-Technologie trotz dynamischer IP ständig erreichbar

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#1
Eric-Cartman

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Wer seinen Rechner trotz wechselnden IP-Adressen immer erreichen möchte, wird in Windows Vista dafür eine neue Funktion finden. Über eine P2P-Technologie kann für den eigenen Rechner ein "Internet-Name" generiert werden, über den dieser dann jederzeit erreichbar ist.

In seinem Blog erläutert Microsoft-Entwickler Noah Horton hier eine Funktion in Windows Vista, bei der eine P2P-Technologie namens PNRP (Peer Name Resolution Protocol) zum Einsatz kommt.

Bisher muss man die IP-Adresse eines Rechners kennen, um mit ihm in Kontakt treten zu können. Bei jeder neuen Verbindung mit dem Internet erhält der Rechner vom Provider eine neue IP-Adresse zugewiesen. Wer eine fixe IP-Adresse möchte, muss mit höheren Kosten rechnen oder einen "Dynamic DNS"-Dienst bemühen.

Abhilfe soll in Windows Vista das "Internet Computing Naming" schaffen, das es dem Anwender erlaubt, seinem PC einen festen Namen zu verpassen, über den der Rechner anschließend jederzeit von einem anderen Rechner aus erreichbar ist. Vorausgesetzt, der Rechner ist natürlich online.

Der Anwender hat laut Angaben von Horton die Wahl, einen sichereren oder unsicheren Namen für seinen Rechner zu vergeben. Ein unsicherer Name hat die Form "<Name>.pnrp.net>, während der sichere Name komplexer aufgebaut ist.

Dem Vista-PC einen Internet-Namen verpassen

Wie vergibt man nun an seinem Rechner einen Namen? Dafür hat Windows Vista bislang keinerlei Oberfläche. Stattdessen muss das Befehlszeilen-Skriptingprogramm "netsh" bemüht werden. Dazu muss in Windows Vista die Eingabeaufforderung als Administrator ausgeführt werden (per Rechtsklick auf "Eingabeaufforderung" und im Kontextmenü "Als Administrator ausführen" auswählen. In der Kommandozeile muss dann in dieser Reihenfolge folgendes eingegeben werden:


netsh
p2p
pnrp
peer
set machinename name="0.<NAME>" publish=start autopublish=enable

Bei <Name> gibt der Anwender den für seinen PC gewünschten Namen ein. Wenn man nun in der Eingabeaufforderung

* show machinename

eingibt, dann wird zunächst der Computer-Name in der Form "0.<Name> " angezeigt und es folgt der Text: "Diesen Format-DNS-Namen in anderen Anwendungen verwenden, um auf diesen Computer zu verweisen: <Internet-Name> ". Diesen Internet-Namen sollte man sich aufschreiben und merken.


Was der Internet-Name bringt...

Über den generierten Internet-Namen ist der Rechner nun von jedem anderen Rechner aus erreichbar, ohne dass man dessen IP-Adresse kennen müsste. Voraussetzung ist allerdings, dass der Rechner IPv6 unterstützt, was bei Windows Vista standardmäßig der Fall ist.


Über den Internet-Namen kann der betreffende Rechner angepingt werden, indem in der Eingabeaufforderung einfach "Ping <Internet-Name>" eingegeben wird. Oder man gibt diesen Internet-Namen bei der in Vista enthaltenen Remote-Desktop-Anwendung ein, um bequemer den betreffenden Rechner erreichen zu können.

Wie bereits erwähnt kommt für die Internet-Namen von PCs eine P2P-Technologie zum Einsatz. Mit anderen Worten: Es gibt keinen zentralen Server, der alle Internet-Namen sammelt. Stattdessen kennt jeder Vista-Rechner laut Angaben von Horton immer eine gewisse Anzahl zufälliger Internet-Namen anderer Rechner. Auf der Suche nach einem speziellen Internet-Namen werden alle Rechner solange abgesucht, bis er gefunden wird und der Internet-Name aufgelöst werden und dem gewünschten Rechner zugeordnet werden kann. Weitere Informationen zu dieser Technologie finden Sie auf dieser Microsoft-Website .

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Einige Beispiele: Es lassen sich Applikationen entwickeln, die Verbindung zu Rechnern herstellen, unabhängig von deren aktueller IP-Adresse. Wer ein Online-Spiel hosten möchte, muss seinem Spielpartner nur einmal den "Internet-Namen" seines Rechners mitteilen. Der kann sich dann mit diesem verbinden, ohne jedes Mal eine neue IP-Adresse in Erfahrung bringen zu müssen. Anwender können ihren PC daheim trotz wechselnder IP-Adresse immer erreichen.

Quelle:IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
#2
U

UFC

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Die Idee ist ja nicht schlecht!
Aber wie soll das auch funktionieren?
Also am besten gleich den Internet Namen Reservieren!
Wie sieht es bei einer neu Installation aus?
Welche Daten werden an M$ dafuer gesendet?

Und wie immer, wie sieht es mit der Sicherheit aus?
 
#3
H

historicalx

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Aber wie soll das auch funktionieren?
Wie sieht es bei einer neu Installation aus?
Welche Daten werden an M$ dafuer gesendet?

Und wie immer, wie sieht es mit der Sicherheit aus?
Das sind die Fragen die mich auch interessieren.
Die Frage ist doch auch wann es die ersten Viren/Würmer etc gibt sich eben dieser Methode zur Verbreitung bedienen.
 
#4
B

Bommel260368

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Das Geheimnis liegt hier in der IP-Version. IPv6 ist der Nachfolger von IPv4 und ermöglicht aufgrund seiner Bauart, das jedem angeschlossenen Gerät auf dieser Welt eine einmalige IP-Adresse vergeben werden kann. Somit ist diese IP-Version in etwa mit einem Fingerabdruck vergleichbar.

Kritiker mögen jetzt wieder einwerfen, typisch Microsoft... Aber wer sich mal mit dem Thema IP-Adressen vernünftig auseinandersetzt, wird sehr schnell verstehen, warum man bestrebt ist diesen Weg zu gehen.
 
#5
Cyron

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Das Geheimnis liegt hier in der IP-Version. IPv6 ist der Nachfolger von IPv4 und ermöglicht aufgrund seiner Bauart, das jedem angeschlossenen Gerät auf dieser Welt eine einmalige IP-Adresse vergeben werden kann. Somit ist diese IP-Version in etwa mit einem Fingerabdruck vergleichbar.
Nein, die IP Adresse ist bei den Geräten nicht fix vorgegeben, so war es zwar zwischendurch geplant, aber wurde dann doch durch ein Verfahren ersetzt welches die Mac-Adresse der Netzwerkkarte (die hat auch eine Netzwerkkarte im IP Version 4 Modus) mit einer Zufallszahl würfelt.

Siehe auch auf deiner "Quelle":
Vorher übernahm man die MAC-Adresse des Adapters einfach in die IPv6-Adresse, nun wurde die MAC-Adresse gemäß EUI-64 in veränderter Form in die IPv6-Adresse übernommen. Das änderte jedoch nichts an dem Problem, dass aus der gleichen MAC-Adresse auch immer die gleiche IPv6-Adresse resultiert. Dynamische IP-Vergabe wie bei IPv4 sollte es ja bei IPv6 nicht mehr geben. Datenschützer waren besorgt, dass auf diese Weise der Datenverkehr über eine bestimmte IP-Adresse auf Routern mitgeschnitten werden könnte und beispielsweise für Marketingmaßnahmen oder staatliche Interventionen aller Art verwendet werden könnte. Die IETF definierte deshalb nachträglich die Datenschutzerweiterungen („Privacy Extensions“) gemäß RFC 3041: Die MAC-Adresse wird dabei zunächst mit einer pseudozufälligen Zahl verwürfelt, und aus dem Ergebnis dann eine temporäre global-erreichbare Adresse des Gerätes ermittelt.
Außerdem findet man in der Wikipedia auch sehr einfache einen entsprechenden Artikel über das PNRPProtokoll. :blush

Kritiker mögen jetzt wieder einwerfen, typisch Microsoft... Aber wer sich mal mit dem Thema IP-Adressen vernünftig auseinandersetzt, wird sehr schnell verstehen, warum man bestrebt ist diesen Weg zu gehen.
Und das wäre?

---
Aber wie soll das auch funktionieren?
Warscheinlich ähnlich wie DynDNS nur nicht auf zentralem Server aufbauend sondern auf P2P, was dann eher der DHT.
Wie sieht es bei einer neu Installation aus?
Nun, das hängt davon ab ob man sich bei dem Netzwerk anmelden muss oder nicht oder ob sich das System als BenutzerID mit soetwas einmaligem wie dem CD-Key identifiziert.

Welche Daten werden an M$ dafuer gesendet?
Benötigt werden dazu recht wenig, du kannst ja mal eine Vistabeta installieren und per Sniffer überprüfen was denn, an wen und wann gesendet wird, würde uns sicher alle interessieren.

Und wie immer, wie sieht es mit der Sicherheit aus?
Nun, die Frage wird man wohl erst beantworten können, wenn das System einige Zeit benutzt worden ist und alle Problematiken durchdacht worden sind.

Andere wichtige Frage: Und was ist mit Linux?
Wird das Protokoll öffentlich beschrieben und können auch nicht-Vista-Nutzer dieses System verwenden?


Greetz Cyron
 
#6
B

Bommel260368

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Nein, die IP Adresse ist bei den Geräten nicht fix vorgegeben, so war es zwar zwischendurch geplant, aber wurde dann doch durch ein Verfahren ersetzt welches die Mac-Adresse der Netzwerkkarte (die hat auch eine Netzwerkkarte im IP Version 4 Modus) mit einer Zufallszahl würfelt.
Ja, das stimmt. Aber ich sprach auch von "...vergeben werden kann." Dieses von dir beschriebene Verfahren wird vorerst in der schrittweise Einführung von IPv6 verwandt und ist, nach derzeitigen Stand, nicht als Dauerlösung geplant. Aber wir sollten wohl darüber nicht diskutieren, die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, das geplante Standardeinführungen noch sehr oft verändert wurden. Dies hast du ja auch selber sehr gut mit dieser Aussage erkannt.
Nun, die Frage wird man wohl erst beantworten können, wenn das System einige Zeit benutzt worden ist und alle Problematiken durchdacht worden sind.
Wir werden ja sehen wie es weitergeht...:D
Du sprachst es selber schon an, z.B. Datenschützer, aber auch einfache Menschen wie du und ich... :D Denn Microsoft ist einer der wenigen die diese Einführung mit großem Druck voran treiben wollen.
 
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