Windows 7: Update-Dateien löschen schafft Platz auf der Festplatte

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Jeden zweiten Dienstag im Monat ist der sogenannte Patchday, an dem Microsoft Updates für seine Software verteilt. Betriebssysteme wie Windows 7 oder Windows 8 haben dabei eine gehörige Sammelwut, denn alle Patches, Fixes und was es sonst noch gibt, werden dauerhaft gespeichert. Wenn man diese Daten hin und wieder entfernt, kann man einigen zusätzlichen Speicherplatz auf der Festplatte gewinnen


Wichtig: Um den folgenden Vorgang durchzuführen, muss man in Windows 7 als "Administrator" angemeldet sein. Wie das geht, erklären wir in diesem Ratgeber, wobei ausdrücklich um Beachtung des Warnhinweises gebeten wird. Zudem muss das Service Pack 1 von Windows 7 vorhanden sein, was auf den meisten Rechnern der Fall sein dürfte. Sollte der Vorgang an einer bestimmten Stelle erfolglos verlaufen (dazu später mehr), muss manuell der Patch KB2852386 von der Microsoft-Homepage heruntergeladen werden. Diesen gibt es für 32- und 64-Bit-Betriebssysteme.

Nun zur eigentlichen Anleitung: Im ersten Schritt wird über das Windows-Symbol (roter Pfeil) das Startmenü aufgerufen.


Im Eingabefeld wird mit der Eingabe des Wortes "Datenträgerbereinigung" begonnen (roter Kreis). In der Regel wird schon nach wenigen Buchstaben das gesuchte Ergebnis im oberen Bereich unter "Programme" angezeigt (grünes oval). Ein Druck auf die Eingabe-Taste (Enter) oder ein Klick mit der Maus auf das angezeigte Programm führen zum nächsten Schritt.


Jetzt wird die Festplatte ausgewählt, auf der Windows 7 installiert ist. Dies ist im Regelfall das Laufwerk "C", das vom Reinigungsprogramm auch schon voreingestellt ist. Sollte das Betriebssystem auf einer anderen Partition abgelegt sein, kann diese jetzt über den kleinen schwarzen Pfeil am rechten Rand des Eingabefensters gesucht und ausgewählt werden. Ein Klick auf "OK" startet eine Durchsuchung des ausgewählten Laufwerks, bei der die löschbaren Dateien ermittelt werden. Dieser Vorgang kann mehrere Minuten in Anspruch nehmen.


Nach dem sogenannten Scan wird eine Übersicht der überflüssigen Dateien angezeigt. In dieser Übersicht muss auf der Leiste rechts (blauer Pfeil) nach unten gescrollt werden.


Hier sollte sich als drittletzter Punkt die "Windows Update-Bereinigung" (rotes Oval) finden lassen. Ist dies nicht der Fall, muss das Eingangs erwähnte Patch installiert werden. Ist der Punkt aber vorhanden, wird die gesamte Menge der gespeicherten Updates angezeigt. Auf dem nachfolgenden Bild ist das sehr wenig, da der Vorgang gestern als Probelauf durchgeführt wurde. Dabei wurden allerdings rund 5,5 GB an Daten entfernt. Wenn das Häkchen gesetzt ist, kann mit einem Klick auf "OK" (blaues Oval) ein weiteres Dialogfenster geöffnet werden. Dort wird die eigentliche Bereinigung durch einen Klick auf "Dateien löschen" (grünes Oval) gestartet.


Anschließend werden die ausgewählten Dateien automatisch entfernt, was wieder ein paar Minuten dauern kann.


Abgeschlossen wird der Reinigungsprozess durch einen Neustart des PC. Dabei tauchen sowohl beim Herunterfahren, als auch beim anschließenden Hochfahren, die gleichen oder ähnliche Hinweise auf, wie dies bei der Installation von Updates der Fall ist. Das ist völlig normal und beansprucht nur relativ wenig Zeit. Sobald der Rechner fertig gestartet hat, steht der gewonnene Speicherplatz uneingeschränkt zur Verfügung.

Je nach vorhandener Hardware und deren Konfiguration dauert der gesamte Vorgang zwischen wenigen Minuten (schnelle SSD-Festplatte und Partition mit maximal 100 GB) und über einer Stunde (zum Beispiel bei einer langsamen HDD-Platte und einer Partition von mehreren hundert GB). In jedem Fall geht es aber deutlich schneller als bei Windows 8.1, wo die Bereinigung auf einem vergleichsweise schnellen System bereits 2,5 Stunden gedauert hat. Der Ratgeber dazu findet sich hier.

Meinung des Autors: Gerade bei kleinen Partitionen kann das gelegentliche Entfernen der Update-Dateien einiges an Platz schaffen. Man fragt sich aber schon, warum diese Daten überhaupt aufgehoben werden.
 

Alfiator

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Man fragt sich aber schon, warum diese Daten überhaupt aufgehoben werden.
Warum?Damit man Updates wieder bequem rückgängig machen kann,oder?:knallAndererseits kommen da natürlich schnell einige GB zusammen;muss letztlich jeder selbst abwägen.Ansonsten wirklich schöne (bunte :)) Anleitung auch wenn diese Funktion mittlerweile schon seit über einem Jahr integriert ist (auch bei Win8).
Aber besser spät als nie..;)
 

RWegener

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Weil es schneller geht lösche ich die manuell da die Update Dateien sich in C:\Windows\SoftwareDistribution\Download befinden.Gruß
 
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Prometheus

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Danke. Beitrag sollte in dieser Form in die wiki aufgenommen werden, falls nicht schon vorhanden.
 

karmu

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Also,
ich finde es schon 'grenzwertig', dem einfachen / normalen User zu zeigen, wie er den Admin-Zugang aktiviert.
Und später kommen denn hier die Fragen, wie man sein System flicken kann, weil man als Admin ein wenig 'rumgespielt' hat.

Und das Ganze für die Datenträgerbereinigung,
die das nicht einmal benötigt!

Man kann die auch als 'normaler' User starten, und sich dann die Systemrechte für dieses Tool geben lassen:
Bereinigung.jpg
 
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Jaja, man sollte einfache Menschen nicht mit zu vielen Rechten belasten..
Diese Doktrin kommt mir irgendwie bekannt vor. Welche Diktatur war das noch gleich? - Ach ja, jede!

War die Datenträgerbereinigung zwischenzeitlich mal weg? Die gibt es doch schon mindestens seit XP, wenn nicht länger.
 

Hups

Katzennarr
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War die Datenträgerbereinigung zwischenzeitlich mal weg? Die gibt es doch schon mindestens seit XP, wenn nicht länger.
Aber erst seit Windows 7 gibt es in der Datenträgerbereinigung auch die Möglichkeit der "Windows Update-Bereinigung".
 

karmu

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Jaja, man sollte einfache Menschen nicht mit zu vielen Rechten belasten..
Diese Doktrin kommt mir irgendwie bekannt vor. Welche Diktatur war das noch gleich? - Ach ja, jede!
:thumbdown
Du hast scheinbar überhaupt nicht verstanden, worum es in meiner Aussage geht.
 
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G-SezZ

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Um das unnötige Risiko des Admin-Zugangs, der für diese Aufgabe gar nicht notwendig ist? Da bin ich auch ganz deiner Meinung. Ausgedrückt hast du es aber mehr als unglücklich. Netter wäre es die hier mitlesenden "einfachen" Leute auf dieses Risiko hinzuweisen. Und nicht den Autor offen für zu wenig Bevormundung zu kritisieren. Für die meisten Menschen ist es eine üble Beleidigung die geistige Reife derart in Frage zu stellen.

Es ist auf jeden Fall eine sinnvolle Anleitung. Dass die Updates bei einer einfachen Bereinigung als Nutzer gar nicht entfernt werden, und eine Menge Speicherplatz fressen hatte ich nie bedacht. - Wobei er bei mir aber auch noch nie knapp wurde.
 
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karmu

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Immerhin hat der Autor definitiv etwas falsches geschrieben:
Wichtig: Um den folgenden Vorgang durchzuführen, muss man in Windows 7 als "Administrator" angemeldet sein.
Und darauf habe ich hingewiesen, auch in der Hoffnung, das er das evtl. korrigiert.
(siehe Screenshot, der mal wieder nur als Link dargestellt wird)

Wenn Du das als
üble Beleidigung ihre geistige Reife
siehst, von mir aus.
Die meisten Anderen dürften das nicht so sehen.
 
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G-SezZ

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ich finde es schon 'grenzwertig', dem einfachen / normalen User zu zeigen, wie er den Admin-Zugang aktiviert.
Fändest du es in Ordnung, wenn ich Jemandem in deinem Beisein sagen würde: "Ich finde es grenzwertig ihm zu erklären wie er die Kreissäge einschaltet." Hättest du dann nicht das Gefühl man hält dich für geistig zurück geblieben?
 

Alfiator

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Aber erst seit Windows 7 gibt es in der Datenträgerbereinigung auch die Möglichkeit der "Windows Update-Bereinigung".
Die wurde deutlich später per Windows Update nachgereicht wobei die armen Vista-User wieder mal aussen vor blieben.
Irgendwie arscht es die immer wieder an...:o
 
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