Windows 10 Pro: Ordner ausschließlich mit Bordmitteln verschlüsseln - so gehts

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Der Professional-Version von Windows 10 hat Microsoft ein sehr effektives Tool mit auf den Weg gegeben, mit welchem Dateien und Ordner über Bordmittel verschlüsselt werden können, so dass auf die Hilfe von Drittanbieter-Programmen verzichtet werden kann. Was alles für das Verschlüsseln von Ordnern nötig ist und wie einfach dann die nachfolgenden Schritte auszuführen sind, soll euch dieser Praxis-Tipp erläutern


Windows-Modifikation.jpg


Die Gründe für das Verschlüsseln von Ordnern unter Windows 10 können so mannigfaltig ausfallen, wie es Windows-10-Nutzer gibt. Informationen, die vor neugierigen Blicken verborgen werden sollen, können unter Windows 10, zumindest in der Professional-Version, ganz ohne zusätzliche Software verschlüsselt werden. Was dafür alles nötig ist und wie es funktioniert, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.


Voraussetzungen für das Verschlüsseln von Ordnern unter Windows 10:


Insgesamt müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine Verschlüsselung unter Windows 10 auch mit den bordeigenen Mitteln funktioniert.

  1. Die verwendete Windows-Version muss eine Professional-Version oder höher sein
  2. Die Anmeldung von Windows muss zwingend über ein Microsoft-Konto erfolgen - ein lokales Konto ist hier nicht ausreichend.
  3. Die zu verschlüsselnden Dateien respektive Ordner müssen auf einer Partition oder auch Festplatte liegen, die im NTFS-Format (New Technology File System) formatiert ist, was bei Windows 10 allerdings Standard sein sollte.


Um herauszufinden, ob es sich bei dem Dateisystem um eine NTFS-Formatierung handelt, öffnet den Explorer und führt einen Rechtsklick -> Eigenschaften auf das entsprechende Laufwerk aus, auf welchem sich der zu verschlüsselnde Ordner befindet. Ich erwähne das, da man auf den nachfolgend beschriebenen Weg auch Dateien/Ordner auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte verschlüsseln kann. Mit dem Tasten-Befehl "Win + Pause" lässt sich herausfinden, welche Windows-Version installiert ist.


So einfach lässt sich nun eine Datei oder ein Ordner verschlüsseln:


  1. führt auf die zu verschlüsselnde Datei oder Ordner einen Rechtsklick aus und öffnet im sich öffnenden Drop-Down-Menü die Eigenschaften
  2. im sich nun öffnenden Fenster bleibt ihr im Reiter Allgemein und klickt bei Attribute auf den Button "Erweitert" (siehe Bild)
  3. im neuen Fenster "Erweiterte Attribute" könnt ihr nun beim Punkt "Inhalt verschlüsseln" einen Haken setzen und mit "OK" übernehmen
  4. je nach Ordner-Inhalt kommt nun noch eine Bestätigungsabfrage, ob die Änderungen auch für Ordner, Unterordner und Dateien übernommen werden soll -> bestätigt mit "OK"
  5. Klickt nun noch einmal auf "Übernehmen" und Windows beginnt die Dateien/Ordner zu verschlüsseln, was je nach Ordnerinhalt unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann


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Wenn alles geklappt hat, wird euch der verschlüsselte Ordner in der Kachel-Ansicht mit einem entsprechenden Vorhängeschloss angezeigt, wie im nachfolgenden Bild zu sehen ist. So sieht das auch ein anderer Nutzeraccount auf diesem PC, kann aber im Gegensatz zu dem Account, über den die Verschlüsselung erstellt worden ist, nicht auf diese Datei/Ordner zugreifen. Auch andere Betriebssystem-Typen wie eine der gerne genutzten Linux-Distributionen können zwar erkennen, dass hier ein Datei-Ordner ist, auf diesen aber auch nicht mehr zugreifen. Einzig auf dem Gerät mit exakt dieser Konto-ID, die zur Verschlüsselung verwendet wurde, ist jetzt noch der Zugriff auf die verschlüsselten Dateien erlaubt.


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Achtung: Da Windows selbst für das Verschlüsseln von Ordnern ein Zertifikat benötigt, sollte im Anschluss an die Verschlüsselung über das Benachrichtigungs-Fenster die Option angeboten werden, den Schlüssel zur Codierung auf einem externen Medium wie einem USB-Stick separat zu sichern, da man im Falle eines Betriebssystem-Crashs möglicherweise auch zu den Personen gehören kann, die auf die entsprechenden Ordner keinerlei Zugriffsrechte mehr haben.

Meinung des Autors: Die Verschlüsselung von persönlichen Daten ist neben der externen Sicherung eine weitere Methode, dass diese vor neugierigen Blicken geschützt werden. Die hier verwendete 2.048-Bit-Verschlüsselung ist im Grunde nicht knackbar, trotzdem sollte man aus Sicherheitsgründen dennoch nicht auf eine redundante Datensicherung via USB-Stick / externes Laufwerk verzichten.
 
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