Windows 10: Ende des kostenlosen Upgrade durch Countdown angezeigt - Kommentar

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Microsoft erhöht den psychologischen Druck auf die Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1, denn in der allzu bekannten Aufforderung zum Umstieg auf das neue Betriebssystem läuft jetzt eine Uhr rückwärts. Aus Sicht des Unternehmens und auch der Anwender ist das mehr als verständlich



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In etwas mehr als einer Woche endet die Möglichkeit, ohne Kosten von Windows 7 und Windows 8.1 auf das neue Windows 10 umzusteigen. Bislang hat Microsoft versucht, die Nutzer durch ein immer wieder ungefragt aufpoppendes Fenster zum Umstieg zu bewegen. Ganz erfolgreich war man damit nicht, denn knapp ein Jahr nach der ersten Freigabe läuft Windows 10 "nur" auf jedem 5 Computer weltweit. Daher greift man jetzt zu einem psychologischen Trick, denn seit kurzem tickt gut sichtbar die Uhr bis zum Ende der Upgrade-Möglichkeit (siehe Bild oben). Für den Umstieg bleiben den Nutzern noch etwas mehr als 8 Tage Zeit. Interessant dabei ist, dass sich Microsoft an die Ortszeit der jeweiligen Rechner hält, denn die Installation des Upgrade kann noch bis zum 29. Juli um 23:59 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) durchgeführt werden.

Durch den Countdown wird den Anwendern eindrucksvoll klar gemacht, wie wenig Zeit für den Umstieg bleibt.Und das ist vor allem für die Nutzer von Windows 7 ein mehr als wichtiger Hinweis, denn für ihr Betriebssystem wurde der grundlegende Support bereits im Januar 2015 eingestellt. Mit neuen Funktionen dürfen die Nutzer dieses Betriebssystems, das je nach Quelle immer noch auf 40 bis 50 Prozent aller weltweit genutzten Computer verwendet wird, daher nicht mehr rechnen. Und von denen hat Windows 10 einige zu bieten. Auch im Vergleich mit Windows 8.1 hat das neue Windows 10 einige spannende Neuheiten im Angebot, hier endet die grundlegende Unterstützung im Januar 2018, was ebenfalls absehbar ist.

Doch machen wir uns nichts vor: Microsoft will die Nutzer nicht aus reiner Nächstenliebe zum Umstieg animieren. Vielmehr geht es dem Konzern darum, die Kosten zu senken, indem weniger Updates für ältere Software zur Verfügung gestellt werden muss. Noch wesentlich wichtiger dürfte aber ein anderer Aspekt sein, denn die neue Währung lautet: Daten. Und von denen sammelt Windows 10 deutlich mehr als seine Vorgänger, vor allem dann, wenn die Nutzer das Upgrade blindlings mit den Express-Einstellungen installieren. In diesem Fall wird nämlich in Prinzip jeder Mausklick, jede besuchte Webseite, jede installierte Software und noch vieles mehr an die Server von Microsoft übermittelt, wodurch das Unternehmen natürlich einen sehr guten Einblick in die Vorlieben der Nutzer bekommt - und diese zusammen mit seinen Partnern mit zielgerichteter Werbung bedienen kann. Und zu guter Letzt will Microsoft natürlich auch direkt verdienen, denn mit Windows 10 lassen sich diverse Dienste und Apps nutzen, für die Microsoft dann Geld verlangen kann.

Trotz dieser Bedenken sollten die Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 sehr wohlwollend über den Wechsel nachdenken, denn Windows 10 bietet Zukunftssicherheit durch einen langen Support-Zeitraum. Und ganz ehrlich: nach zahlreichen Aktualisierungen ist Windows 10 inzwischen sehr stabil und deutlich besser als sein Ruf. Und mit dem für den 2. August erwarteten Anniversary Update wird das neue Betriebssystem noch umfangreicher, flotter, sparsamer und insgesamt besser werden. Von daher sollten eigentlich nur diejenigen auf das Upgrade verzichten, denen bei der vorher durchlaufenden Kompatibilitätsprüfung Probleme mit bestimmter Software angezeigt wird.

Meinung des Autors: Der Countdown läuft, denn das kostenlose Upgrade auf Windows 10 ist nur noch kurze Zeit erhältlich. Dabei gibt es viel mehr Gründe, die für den Wechsel sprechen als dagegen. Doch Microsoft hat ein ganz besonderes Interesse, die Nutzer vom Umstieg zu überzeugen - und das sollte keinesfalls unterschätzt werden!
 

holladidadö

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http://www.heise.de/newsticker/meld...-Milliarde-Euro-EU-Strafe-zahlen-1817527.html
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-196_de.htm



Europäische Kommission100000000000010900000083F2518BF1.jpg:up

Pressemitteilung

Brüssel, 6. März 2013

Kartellrecht: Kommission belegt Microsoft mit Geldbuße wegen Nichteinhaltung seiner Verpflichtung zur Gewährleistung einer freien Browserwahl

Die Europäische Kommission hat Microsoft eine Geldbuße in Höhe von 561 Mio. EUR auferlegt, da das Unternehmen seiner Verpflichtung, Nutzern die problemlose Wahl ihres bevorzugten Webbrowsers über einen Auswahlbildschirm zu ermöglichen, nicht nachgekommen ist. Die Kommission hatte 2009 diesbezügliche Verpflichtungszusagen von Microsoft bis 2014 für rechtsverbindlich erklärt (IP/09/1941). In ihrem heutigen Beschluss stellt die Kommission fest, dass Microsoft den Browser-Auswahlbildschirm bei seinem Windows 7 Service Pack 1 von Mai 2011 bis Juli 2012 nicht zur Verfügung gestellt hat. So haben 15 Millionen Windows-Nutzer in der EU den Auswahlbildschirm in diesem Zeitraum nicht in Anspruch nehmen können. Microsoft hat eingeräumt, dass der Auswahlbildschirm in diesem Zeitraum nicht angezeigt wurde.

Der für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsident der Kommission Joaquín Almunia erklärte: „In 2009 stellte die Kommission die Untersuchung hinsichtlich des Verdachts, dass Microsoft seine marktbeherrschende Stellung mit der Kopplung seines Webbrowsers Internet Explorer an Windows missbrauchte, ein. Damals akzeptierten wir die von Microsoft angebotenen Verpflichtungen. Verpflichtungszusagen in Kartellrechts-entscheidungen sind sehr wichtig, da sie eine schnelle Lösung von Wettbewerbsproblemen ermöglichen. Diese Entscheidungen müssen selbstverständlich streng befolgt werden. Ihre Nichteinhaltung ist ein schwerwiegender Verstoß, der mit entsprechenden Sanktionen belegt werden muss.“

Im Dezember 2009 hatte die Kommission Verpflichtungen, die das US-amerikanische Software-Unternehmen Microsoft angeboten hatte, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission bezüglich der Kopplung seines Webbrowsers Internet Explorer an sein marktbeherrschendes PC-Betriebssystem Windows auszuräumen, für Microsoft für bindend erklärt (IP/09/1941, MEMO/09/558 und MEMO/09/559). So hatte sich Microsoft verpflichtet, im Europäischen Wirtschaftsraum fünf Jahre lang (d. h. bis 2014) einen Auswahlbildschirm anzubieten, über den die Nutzer des Betriebssystems Windows über die Wahlmöglichkeiten informiert werden, damit sie unvoreingenommen entscheiden können, welche(n) Webbrowser sie zusätzlich zum oder auch anstelle des Internet Explorer von Microsoft installieren wollen.

Europäischen Windows-Nutzern, die den Internet Explorer als Default-Browser eingestellt haben, stand ab März 2010 der Auswahlbildschirm zur Verfügung. Der Bildschirm erwies sich bei den Nutzern als großer Erfolg: So wurden bis November 2010 insgesamt 84 Mio. Browser über den Bildschirm heruntergeladen. Als die Nichteinhaltung im Juli 2012 festgestellt und dokumentiert wurde, leitete die Kommission ein Verfahren ein (IP/12/800). Vor der Annahme des Beschlusses (IP/12/1149) hatte sie Microsoft im Oktober 2012 ihre Beschwerdepunkte übermittelt.

Dies ist das erste Mal, dass die Kommission einem Unternehmen wegen der Nichteinhaltung eines Verpflichtungsbeschlusses eine Geldbuße auferlegen muss. Bei der Berechnung der Geldbuße berücksichtigte die Kommission die Schwere und die Dauer des Verstoßes, die Notwendigkeit, die abschreckende Wirkung der Geldbuße zu gewährleisten und, als mildernden Umstand, die Tatsache, dass Microsoft mit der Kommission zusammengearbeitet und Informationen bereitgestellt hat, die der Kommission bei der effizienten Prüfung der Sache halfen.

Hintergrund

Stellt die Kommission eine Zuwiderhandlung gegen die EU-Kartellvorschriften fest, wie etwa den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung (Artikel 102 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union), kann sie einen Beschluss nach Artikel 7 der EU-Kartellverordnung (1/2003) erlassen, um die Zuwiderhandlung zu untersagen und Sanktionen zu verhängen. Die Kommission kann eine Geldbuße in Höhe von bis zu 10 % des von dem jeweiligen Unternehmen im vorausgegangenen Geschäftsjahr erzielten Gesamtumsatzes auferlegen.

Nach Artikel 9 der Kartellverordnung hat die Kommission jedoch auch die Möglichkeit, eine kartellrechtliche Untersuchung zu beenden, indem sie die von den jeweiligen Unternehmen angebotenen Verpflichtungen für rechtsverbindlich erklärt. Mit einem derartigen Beschluss nach Artikel 9 wird weder festgestellt, dass ein Verstoß gegen die EU-Kartellvorschriften vorliegt, noch eine Geldbuße verhängt. Der Beschluss verpflichtet jedoch die jeweiligen Unternehmen zur Einhaltung der Verpflichtungszusagen. Seit Inkrafttreten der Verordnung im Jahr 2003 hat die Kommission 29 Beschlüsse nach Artikel 9 angenommen, unter anderem auch einen Beschluss zum Internet Explorer (IP/09/1941).

Hält ein Unternehmen derartige Verpflichtungen nicht ein, ist die Kommission nach Artikel 23 Absatz 2 der Kartellverordnung ermächtigt, Geldbußen von bis zu 10 % des im vorausgehenden Geschäftsjahr erzielten Gesamtumsatzes zu verhängen.

Die Untersuchung der Kommission zur Kopplung von Windows und Internet Explorer hing nicht mit der 2004 abgeschlossenen Microsoft-Kartellsache zusammen, in der die Kommission festgestellt hatte, dass Microsoft seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hatte und in der sie Geldbußen verhängt hatte. Gegenstand dieser Sache waren die Interoperabilität zwischen Windows und Arbeitsgruppenservern und die Kopplung des Windows Media Player an Windows (IP/04/382).

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)

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