Windows 10: bei Problemen Schnellstart-Funktion deaktivieren - so geht´s

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maniacu22

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Nicht wenige Windows-10-Nutzer berichten von unerklärlichen Problemen mit Treibern oder einem nicht mehr zuverlässig startenden beziehungsweise einem einfrierendem System. Auch ein langsamer Bootvorgang, Probleme mit dem Startmenü oder der Taskleiste können Rückschlüsse auf eine aktivierte Schnellstartfunktion geben. Warum diese Funktion solche Probleme bereitet und wie sich diese deaktivieren lässt, sollt ihr in diesem Praxis-Tipp erfahren




Aufgabe und Arbeitsweise der Schnellstart-Funktion

Die schon von Microsoft unter Windows 8 eingeführte Schnellstartfunktion hat die Aufgabe, die Zeit bis zum Systemstart zu verkürzen. Dazu wendet Windows schon beim Herunterfahren einen Trick an, damit der kommende Systemstart erheblich beschleunigt werden kann. Sobald dem Rechner der Befehl zum Herunterfahren erteilt wird, werden alle laufenden Anwendungen sowie die Benutzersitzung beendet. Allerdings wird der Windows-Kernel nicht wie unter Windows-7-Systemen gestoppt, sondern Teile des Arbeitsspeichers sowie ein Abbild des Kernels in einer Datei gespeichert.

Beim nächsten Bootvorgang werden dann der der gesicherte Systemstatus (Speicherabbild, Prozessstatus) aus der hiberfil.sys (die Ruhezustandsdatei) zurückgelesen und gegebenenfalls einige Treiber neu initialisiert. Dadurch muss Windows 10 beim Wechsel in den Ruhezustand deutlich weniger Daten speichern, als dies noch unter Windows 7 der Fall gewesen ist, was den Systemstart und den Bootvorgang im Vergleich zu einem Windows 7-System erheblich beschleunigt.


Vor- und Nachteile beziehungsweise verursachte Probleme der Schnellstart-Funktion

Während die Vorteile in einem deutlich beschleunigtem Systemstart zu finden sind, kann die von Microsoft standardmäßig aktivierte Schnellstart-Funktion auch zu erheblichen Problemen führen. Bei aktivem Schnellstart wird zum Beispiel die Erkennung der Funktionstaste F8 verhindert. Andere Systeme - vorrangig Notebooks fallen in in einen "deep Hibernation"-Modus, bei dem das Windows 10 nicht in den Ruhezustand, sondern einen hybriden Schlafmodus geht. Sobald der Akku anfängt zu schwächeln, wechselt Windows 10 in den Ruhezustand und schaltet die CPU beziehungsweise das gesamte System ab. Sobald das System in diesem Modus wieder gestartet wird, bootet es mit der Ruhezustandsdatei, was einen Zugriff auf das BIOS unmöglich macht, da die dafür benötigten Tasten (F2, F8 oder Entf.) nicht erkannt werden.

Sollte das Windows-10-System eines Nutzers jetzt aber Probleme haben, lässt sich dieses weder mit einer Setup-DVD noch einem Systemreparaturdatenträger booten, da wie erwähnt, kein Zugriff auf die dafür benötigten Tasten erlaubt ist.

Auch berichten immer wieder Nutzer von unerklärlichen Treiberproblemen oder Systemen, die nicht mehr zuverlässig starten oder aus unerklärlichen Gründen einfrieren. Auch langsame Bootvorgänge, Probleme im Startmenü sowie auch der Taskleiste oder auch dem Windows-Store können auf eine aktivierte Schnellstart-Funktionen zurückzuführen sein.


testweises abschalten der Schnellstart-Funktion

Wenn ihr mit einigen der im vorherigen Abschnitt aufgeführten Probleme zu kämpfen habt und nicht mehr weiter wisst, könnt ihr testweise die Schnellstart-Funktion deaktivieren. Um diese in der Systemsteuerung unter Energieoptionen zu deaktivieren, geht ihr wie folgt vor:


  • öffnet die Systemsteuerung entweder mit Rechtsklick auf "Start" oder über den Tastenbefehl "Windows + X" und wählt dann Systemsteuerung
  • um lästiges Suchen zu vermeiden, gebt im Suchfeld rechts oben "Energie" ein und wählt unter den Energieoptionen den Unterpunkt "Netzschalterverhalten ändern"
  • klickt in dem sich daraufhin geöffneten Fenster auf "Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar" (bestätigt je nach Einstellung die Sicherheitsfrage der Benutzerkontensteuerung), wodurch gleich benötigten Einstellmöglichkeiten zur Änderung aktiviert werden
  • entfernt jetzt den Haken im Kontrollkästchen "Schnellstart aktivieren (empfohlen)" und speichert die Änderungen




Jetzt könnt ihr euren Rechner testweise einmal herunterfahren und wieder neu starten. Sollten die vorherigen Probleme damit beseitigt sein, achtet auch nach einem größerem Windows-10-Update darauf, dass die Funktion deaktiviert bleibt. Einige Anwender dieser Funktion haben darüber berichtet, dass ihr System vom Upgrade der Version 1511 auf die 1607 automatisch die Schnellstart-Funktion wieder eingeschaltet bekommen haben.

Meinung des Autors: Obwohl ich bis auf dass ich immer noch auf das Anniversary Update warte, keinerlei Probleme mit Windows 10 habe, brauche ich die Schnellstart-Funktion bei mir nicht deaktivieren. Ich bekomme allerdings mit, wie diese Funktion arbeitet, da mein System innerhalb von 5 -10 Sekunden einsatzbereit ist, was unter Windows 7 (bei gleicher Hardware) nie der Fall gewesen ist. Habt ihr euren Schnellstart aktiviert oder deaktiviert?
 
WalterB

WalterB

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Musste diese * Schnellstart * Funktion bei einigen Notebook und Desktop deaktivieren.
Selber verwende ich diese Funktion nicht da mit dem Einbau einer SSD kein grosser Unterschied mehr beim Booten festzustellen war.
 
WalterB

WalterB

Internet die Zukunft
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Weil die Systeme manchmal beim Start hängenblieben sind, oder die Standbyfunktionen nicht richtig funktionierten und um dann genau zu erforschen ob das Problem mit dem Bios oder Treiber zusammenhing fehlte mir die Zeit. Jedenfalls mit dem ausschalten der * Schnellstart * Funktion waren keine Probleme mehr vorhanden und was will man mehr.
 
G

G-SezZ

Gast
Bei meiner Gaming Kiste kommt es auf ein paar Sekunden Startzeit nicht an, weil das Mainboard sowieso eine Minute braucht bis es durch UEFI und RAID setup durch ist. Ohne Schnellstart fährt der PC dafür schneller runter, und den Unterschied merke ich deutlicher. Auch wenn es eigentlich keine Rolle spielt, mag ich es nicht wenn der PC beim beenden lange braucht. Ist vielleicht ein Tick, aber bevor ich weg gehe will ich sehen dass der Rechner vollständig aus ist.
An der Workstation ist Schnellstart an. Zusammen mit diesem Instant Boot Feature von Asrock komme ich beim Kaltstart in unter 6s auf den Desktop. Das ist schon irgendwie geil.
 
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CeCE

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Also bei mir ist es so, dass ich seit circa 2 - 3 Wochen das Problem habe, dass der Laptop wie auch der Desktop PC komplett ausgehen wenn man mit aktiviertem Schnellstart das erste mal das Windows Logo sieht. Startet man den Laptop/Desktop direkt wieder, läd er normal hoch. Ich vermute, dass es seit einem Update ist oder durch ein Programm, welches ich durch die Adventskalender Zeit geladen hatte. Diese habe ich zwar wieder deinstalliert aber möglicherweise hat sich da auch ein Treiberkonflikt eingeschlichen.Mit deaktiviertem Schnellstart startet der Laptop wie auch Desktop ganz normale aber beide sind für mein Empfinden auch recht langsam am laden.
 
hannibalstgt

hannibalstgt

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Hallo,
diese Anweisung scheint stark veraltet zu sein.
Gilt die immer noch auch unter 1909.
Viele der erwähnten Abschnitte gibt es gar nicht mehr.
Besteht eine Möglichkeit, das zu aktualisieren.
Ich habe häufig das Problem, dass der Desktop Rechner (Win 10 64 Bit V 1909)
entweder beim Hochfahren hängenbleibt, wenn z.B. externe USB 3.0 Festplatten nicht eingeschaltet sind
oder es gibt Probleme beim Herunterfahren und der Rechner auf den Befehl "Herunterfahren" einfach nicht reagiert,
so dass man über den Startkopf (langes drücken) ausschalten muss.

Gruß
Wolfgang
 
Hups

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Katzennarr
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Die Anleitung ist noch gültig.
Bei mir wird "Schnellstart aktivieren" auch nicht angezeigt.
Bei mir liegt es am deaktivieren Schnellstart und der fehlenden Datei hiberfile.sys.
Evtl. hast du denn Schnellstart ebenfalls mal über die Kommandozeile deaktiviert?

Wenn du die cmd.exe mal als Admin öffnest und den Befehl eingibst
powercfg /hibernate on
und dann den Rechner mal neu startest, sollte die Ansicht bei dir wieder wie in der Anleitung oben ausschauen.

Mit
powercfg /hibernate off
und einem Neustart machst du das wieder rückgängig.
 
Skyhigh

Skyhigh

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Kann man auch mit -h abkürzen also

powercfg -h off

ausserdem bietet nicht jedes System auch die Vorraussetzungen für den Schnellstart an. Da wird das einschalten dann verweigert.
__

Mich macht allerdings stutzig das du sagst das der PC hängen bleibt wenn die Platte ausgeschaltet ist.
Da sollte der PC eigentlich gar nix von der Platte wissen.
 
Alfiator

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On Air
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Normal ist es so das wenn Windows glaube 3 Mal am Stück nicht gestartet ist beim nächsten Mal die automatische Reparatur anspringt oder zumindest sollte...
 
hannibalstgt

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.........

Mich macht allerdings stutzig das du sagst das der PC hängen bleibt wenn die Platte ausgeschaltet ist.
Da sollte der PC eigentlich gar nix von der Platte wissen.

Der Ansicht war ich seither eigentlich auch. Aber das ist offensichtlich so.
Ich habe normalerweise 3 HDD 3.5 Zoll Platten über einen USB 3.0 Hub angeschlossen.
Wenn die ohne Strom sind, dann bleibt Windows beim Hochfahren hängen.
Es macht erst weiter, wenn man die externe Stromversorgung der Platten (3.5 Zoll) eingeschaltet hat.
Könnte das daran liegen, dass die USB 3.0 Verbindung zwar schon steht, aber für die Platte nicht
genug Saft vorhanden ist, dass Sie anläuft ?
USB 3.0 liefert ja auch etwas Strom, aber halt für 3.5 Zoll Laufwerke sicher nicht genug.

Zum Netzwerkschalter verhalten:
powercfg -h off
hat es gebracht. Ich konnte danach die Einstellung ändern und "Schnellstart" deaktivieren.
Mal sehen, wie sich das auswirkt.

Gruß Wolfgang
 
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Skyhigh

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Könnte das daran liegen, dass die USB 3.0 Verbindung zwar schon steht, aber für die Platte nicht
genug Saft vorganden ist, dass Sie anläuft ?
USB 3.0 liefert ja auch etwas Strom, aber halt für 3.5 Zoll Laufwerke sicher nicht genug.
Möglich wäre das, sollte aber eigentlich auch nicht so sein. Sind die Platten alle vom selben Hersteller oder Typ?
Hattest du eine der Platten zufällig mal Bootbar?
 
hannibalstgt

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@Skyhigh

keine der Platten war jemals als Boot-Platte eingesetzt. Es gibt darauf keine Windows Bibliothek.
Es sind alles reine Datenplatten. Darauf sind nur Videos, Bilder und (meist PDF-) Dokumente.
Die Platten sind von unterschiedlichen Herstellern: WesternDigital, Seagate und Samsung.
 
hannibalstgt

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Zum Netzwerkschalter verhalten:
Ich konnte danach die Einstellung ändern und "Schnellstart" deaktivieren.
Mal sehen, wie sich das auswirkt.
Offensichtlich nicht sehr positiv.
Mir scheint, alle Speicheraktionen auf Festplatte gehen nun richtig zäh.
Ich werde den Schnellstart wohl wieder aktivieren.

Gruß
Wolfgang
 
hannibalstgt

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Das mit dem Schnellstart (wie der Name schon sagt) sollte sich nur auf den Start von Windows auswirken.Auf den Rest hat das normal absolut keinen Einfluss....:hm
@Alfiator
Scheint aber doch Auswirkungen zu haben.
Ich habe den "Schnellstart" wieder entfernt (meinte aktiviert! - sorry) und nun läuft alles wieder sehr deutlich flotter (Speicherung auf HDD).
Ich habe aber auch die Energie Optionen wieder auf Standard zurückgesetzt. Das sollte aber auch keinen Einfluß haben.
Gruß
Wolfgang
 
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karmu

karmu

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Ich könnte mir höchstens vorstellen, das Win mit aktivem Schnellstart beim Herunterfahren weniger auf die Platte schreibt, weil ja mehr im RAM verbleibt :confused
 
hannibalstgt

hannibalstgt

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Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass Win mit aktivem Schnellstart beim Herunterfahren weniger auf die Platte schreibt, weil ja mehr im RAM verbleibt :confused
@karmu

das wäre durchaus eine Erklärung.

Gruß
Wolfgang
 
Alfiator

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On Air
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..das Win mit aktivem Schnellstart beim Herunterfahren weniger auf die Platte schreibt, weil ja mehr im RAM verbleibt
Nachdem Windows heruntergefahren ist sollte der RAM quasi eher leer sein weil dann eben alles auf der Platte liegt.Deswegen schreibt Windows in dem Fall eher mehr auf das Systemlaufwerk weil es diese Sachen beim nächsten Start nicht erst mühsam neu erstellen muss sondern sie quasi in einem Fluss vom Datenträger lesen kann.Vir allem bei konventionellen HDD´s ist der Vorteil enorm...
 
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Windows 10: bei Problemen Schnellstart-Funktion deaktivieren - so geht´s

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