Windows 10 Anniversary Update 1607 - Microsoft erlaubt bei Neuinstallation Deaktivierung der erzwungenen Treibersignatur

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Microsoft hat seit der Einführung von Windows 10 im vergangenen Jahr die Sicherheit der Kernel-Treiber insoweit verbessert, dass diese über das Windows Hardware Developer Center Dashboard digital signiert sein müssen, was eine Installation verseuchter Treiber zumindest beeinträchtigt hat. Mit dem Anniversary Update - also der Build 1607 - soll diese Voraussetzung nochmals verschärft werden, was im Gegenzug noch mehr Sicherheit bringen soll




Wie unsere Kollegen von Deskmodder herausgefunden haben, wird das in der kommenden Woche auszurollende Windows 10 Anniversary Update eine Neuerung enthalten, welche bei einer kompletten Neuinstallation von Windows 10 eine Deaktivierung zum Erzwingen der Treibersignatur erlaubt.
Das bedeutet soviel, dass im Rahmen einer Neuinstallation - und nur im Rahmen einer Neuinstallation - des Windows 10 Build 1607 (Anniversary Update) kein Kernel-Modus-Treiber mehr geladen wird, welcher durch das Dev-Portal signiert worden ist. Damit möchte Microsoft verhindern, dass verseuchte Treiber das System beeinträchtigen und möglicherweise zum Absturz bringen können.



Bildquelle: deskmodder.de


Da diese Neuerung nur Neuinstallationen von Windows 10 mit aktiviertem Secure Boot mit neuen Treibern betrifft, gibt es noch folgende Ausnahmen, die von der Regelung ausgenommen werden können:


  • PCs, die von vorherigen Windows-Versionen upgegradet worden sind. Diese werden weiterhin Cross-signierte Treiber akzeptieren.
  • PCs, bei denen Secure Boot im BIOS deaktiviert ist.
  • Cross-signierte Treiber, deren Zertifikat vor dem 29. Juli 2016 erstellt worden ist.
  • Damit Windows 10 ordnungsgemäß startet, werden diese Treiber nicht blockiert.


Mit einer zukünftigen Windows-10-Version (vermutlich schon Redstone 2) könnten diese Treiber vom System möglicherweise komplett blockiert werden, wodurch ein ordnungsgemäßer Windows-Start nicht mehr ermöglicht werden könnte.




Meinung des Autors: Für die Sicherheit und die Mehrheit der Windows-10-User sicherlich eine gute Sache. Allerdings dürfte es in Zukunft wohl immer schwieriger werden, nicht signierte Treiber, die zu älterer Hardware gehören, im System einbinden zu können, wodurch gerade Nutzer mit älterer Peripherie das Nachsehen haben dürften.
 
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