Umfrage: Fast jeder Vierte steht vor Burnout

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#1
Eric-Cartman

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24 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte leidet unter Erschöpfungssymptomen durch Arbeitsstress

Rund ein Viertel der deutschen Fach- und Führungskräfte verspüren deutlich körperliche und seelische Erschöpfungssymptome, die sie auf ihren Arbeitsstress zurückführen. Weiteren 32 Prozent geht der erhöhte Druck zunehmend an die Reserven. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des europäischen Online-Stellenmarktes Stepstone, an der sich in Deutschland über 9000 Besucher beteiligten. Demnach kommen nur 44 Prozent der Befragten mit ihrem Arbeitspensum zurecht.

"Durch den unverkennbaren Fachkräftemangel stehen Fach- und Führungskräfte in Deutschland unter enormen Leistungsdruck. Oft durch zu viele Aufgaben überfordert, leiden sie schnell an dem so genannten Burnout-Syndrom. Eine gefährliche Entwicklung für Mitarbeiter und Unternehmen, denn eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist wichtig, um mit motivierten Kollegen einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu erzielen", sagt Stepstone-Deutschland-Vorstand Wolfgang Bruhn.

Die Ergebnisse der Stepstone-Umfrage decken sich mit Untersuchungen des Universitätsklinikums Freiburg, wo emotionale Erschöpfungssymptome durch beruflichen Stress seit Jahren erforscht werden. "Wenn die Arbeitsbelastung steigt und es gleichzeitig an Anerkennung und Wertschätzung für die geleistete Arbeit mangelt, nimmt das Burnout-Risiko dramatisch zu", erklärt Joachim Bauer, Oberarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg.

Im internationalen Vergleich sind die deutschen Fach- und Führungskräfte Negativ-Spitzenreiter. Am besten gerüstet sehen sich Fach- und Führungskräfte in Dänemark, wo 66 Prozent der Befragten angaben, mit ihrem Arbeitspensum bestens klar zu kommen. Ähnliche Einschätzungen ergab die Befragung in den Niederlanden und Norwegen, wo jeweils 62 Prozent erklärten, ihre beruflichen Anstrengungen problemlos zu verkraften.

An der Umfrage von Stepstone in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Belgien, den Niederlanden und Frankreich beteiligten sich insgesamt 21.586 Nutzer.


Jede vierte deutsche Fach- und Führungskraft leidet unter gesundheitsgefährdendem Stress (Bild: Stepstone).

Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de
 
#2
I

imaetz70

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einfache erklärung, die wirtschaft und industrie schreit zwar nach fachkräften aber sind sie da, stellt man sie nicht ein. nur um personalkosten zu sparen.

das sieht man in jeder branche, leider. deutsche fachkräfte wandern zunehmend aus, weil die deutsche wirtschaft einfach niemanden einstellen und entsprechend entlohnen will.

am besten man hat viele qualifikationen und arbeitet für den geringsten lohn, dann ist unsere wirtschaft glücklich. am besten man ist dazu noch 20 jahre jung und hat 25 jahre berufserfahrung... (kleiner scherz..) aber so sieht es in D' leider aus und es wird immer schlimmer. viele schulabgänger fragen sich doch schon lange, warum sollen wir ne ausbildung machen, wenn uns eh keiner einstellt bzw. wenn eingestellt wird, dann meist für einen stundenlohn mit dem keiner seine lebensunterhaltskosten (miete, essen... etc.) bestreiten kann..

Tja D' wenn das so weiter geht, gibts in D' wie vor 100 Jahren schon, Reich und arm und arm hat dann wieder eine 100 Std.Woche wie zu omas zeiten.. der Trend ist wirklich erschreckend, zumal das Durchschnittsalter derzeit bei ca. 45 Jahren liegt und immer weniger Nachwuchs geboren wird...

Und unsere regierung tut nichts um das mal endlich besser werden zu lassen, im gegenteil, sie greift dem bürger noch mehr in die taschen..
 
#3
ShadowThe2nd

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Immer der gleiche Mist.
Die Wirtschaft schreit nach Fachkräften.
Ausgebildet wird nicht oder Ausgebildete werden nicht übernommen (bsw. Deutsche Bank).
Stattdessen wird lieber Outgesourced (bsw. Telekom), oder Erfahrene Fachkräfte werden sogar entlassen um jünger einzustellen, nur um zu merken, das es so nicht klappt (bsw. Deutsche Bank).
Zuguterletzt bekommen ausländische Fachkräfte Greencards, weil diese ja billiger Arbeiten, dann hapert es aber mit der Sprache. Was Nachschulungskosten und eine verlängerte Einarbeitungzeitnach sich zieht.

Ein Problem das sich nur dadurch lösen lässt, das die Firmen Ihre eigenen Fachkräfte ausbilden und auch übernehmen. Woher soll sonst Wissen, Erfahrung und verbundenheit mit dem Unternehmen kommen ??? Vielleicht schaut es im ersten Moment teurer aus, aber im nachhinein rentiert sich das, das dieser Nachwuchs im und um das Unternehmen "Wissen" haben.
 
#4
N

Nichtwirklich

Gast
noch Fragen?
http://www.jungewelt.de/2007/05-29/001.php

Anzumerken an diesem Artikel ist eigentlich nur noch das:
Als NICHT arbeitslos (und damit aus der Statistik raus)
sind alle 1-Euro.Jobber, da sie ja ne "Arbeit" haben. Neben H4.
Als NICHT arbeitslos gelten auch Kranke mit Krankenschein, da sie für eine "Vermittlung" ja nicht zur Verfügung stehen.

Ich glaube nur Statistiken, die ich selber fälsche...
 
#6
N

Nichtwirklich

Gast
wieso?
Wer Arbeit hat, kann froh sein.
Ich stand auch mal vor einem Burnout.
Mein letzter Chef war - sorry - ein S c h w e i n (bitte keine Zensur, ich weiß was ich schreibe...).
Ich habs 8 Monate ausgehalten, dann hab ich mal vorsichtig beim Geschäftsführer nachgefragt, wieso dieser unqualifizierte Kerl diesen Posten hat. Selbst der Kunde, für den wir arbeiteten, verlangte dessen "Entfernung". Über 2 Jahre lang. Nix.
Ich wurde gefeuert. Fristlos.
Das war im August 2004. Und jetzt bin ich Admin für 1-Euro. Nett, oder? Ich belaste die Statistik nicht...

Und das mit der Telekom jetzt....
Ich reg mich da nicht auf. Obermann versucht nur, den aufgeblasenen "Staats-Betrieb" auf marktgerechte Füße zu stellen. Oder wo sonst in der freien Wirtschafft geht ein Call-Center-Agent mit 3000 Brutto bei 34 Wochenstunden nach Hause?
Außerdem gibts bei denen noch das "Beamtenproblem". Wird man die nicht los, gehen eben Angestellte.
Dazu paßt das:
http://www.jungewelt.de/2007/05-26/053.php

für Clix-Faule:
"....
Im Streik bei der Deutschen Telekom drängt die Bundesregierung nach einem Bericht des Handelsblatts vom Freitag Konzernchef René Obermann, gegenüber der Gewerkschaft ver.di hart zu bleiben. Der Bund als größter Aktionär erwarte, daß die angekündigten Sparziele weitgehend erreicht würden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf »Regierungskreise in Berlin«. Zwar seien angesichts des kräftigen allgemeinen Wirtschaftswachstums und milliardenschwerer Dividendenausschüttungen Gehaltskürzungen bei den Mitarbeitern »schwer zu kommunizieren«. Dennoch müsse Obermann jetzt »antizyklisch handeln«, um die Sanierung des einstigen Staatsunternehmens voranzutreiben. »In den nächsten Tagen« solle möglichst klar sein, wie der Streik beendet werden könne, werden die »Regierungskreise« weiter zitiert. »Obermann muß diesen Konflikt mit Gesichtswahrung lösen, sonst ist er kaum noch zu halten.«
............"

und das
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Ren%E9-Obermann-Leitung/589613.html?nv=ct_cb

für Clix-Faule:
"...
Gleichzeitig zahlt die Telekom nahezu ihre kompletten Nettoeinnahmen von gut 3,1 Milliarden Euro als Dividende aus, um die Anteilseigner zu bedienen und den Aktienkurs zu stützen. So etwas machen sonst nur Unternehmen, in denen Heuschrecken- Fonds das Sagen haben. Wer soll das alles verstehen? Eine seriöse, langfristige Strategie jedenfalls sieht anders aus. T-Boss Obermann hatte bei seinem Amtsantritt schonungslos die Schwächen des Konzerns selbst benannt. "Erreichbarkeit, Termintreue und Problemlösung" seien schlicht "unbefriedigend", schrieb er auch an seine Mitarbeiter. "Wir sind ein bevorzugtes Gesprächsthema in den Kneipen der Republik. Es ist seit geraumer Zeit in Mode, sich über uns lustig zu machen." Obermann setzt seine Hoffnung auf einen verbesserten Service und mehr mobile Datendienste. Wohin genau er aber eine schlankere Telekom führen will, hat er bis heute nicht verraten. Das kritisieren mittlerweile auch die Anteilseigner. "Obermann hat in vielem recht, was er sagt", sagt ein Insider beim Telekom-Großaktionär Bund, "aber er hat leider noch nicht viel richtig gemacht."
............"

noch Fragen?
 
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#7
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DDavis

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Man(n) regt sich nur noch mehr auf wenn man das alles durchliest, und es wird spürbar schlimmer!
Nur was können wir tun? Brauchen wir eine Revolution?
 
#8
P

Paule

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wenn die Telekom es so weitertreibt werden die sich selber absägen, da wird keine Hilfe gebraucht ;)
Da ist der Markt effektiver als eine Revolution- zumindest langfristig.
 
#11
Dosenbomber

Dosenbomber

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Also, ich kann behaupten das ich bei einem richtig gutem Unternehmen arbeiten darf. Sie stellen auch Leute ein, die über 40+ sind, okay, sie bekamen nur ein Jahresvertrag, der jetzt bei allen größtenteils verlängert wird. Das unternehmen bricht einen Umsatz-Rekord nach dem anderen, letztes Jahr haben 12 Mrd. Euro Umsatz gemacht, eine Steigerung um über 20%!

Und in den ersten beiden Quatalen setzt sich der Trend weiter fort. Absolut bemerkswert ist, das wir von Metall-Tarif in den besseren Chemie-Tarif wechseln.
Tja... Edelmetalle und deren Produkte sind halt gefragt, Ruthenium (ein bestimmtes Edelmetall) seigt in der Nachfrage weiter an. Zu mal es in der Beschichtung von Festplatten benötigt wird (für höhere Kapazitäten).
 
#12
M

MvSt1234

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Das große Problem ist auch, dass man bei Fehlern schneller vom Chef hört, als wenn man etwas gut hinbekommen hat (Das ist ja auch selbstverständlich wenn man etwas Gutmacht).
Und die Chef erhöhen den Druck merklich. Beim kleinsten Fehler wird mit Jobverlust gedroht.
Das ist nicht grade förderlich für eine ausgeglichene Work-Life-Balance.
Wenn es soweiter geht wie es in den o.g. Berichten steht wird es nicht mehr lange dauern und Deutschland geht den Bach runter...
 
#13
N

Nichtwirklich

Gast
Das "System" an dem Ganzen ist eigentlich sehr einfach.
Wer Arbeit hat, wird ausgebeutet bis zum "get no".
Eine Oberschicht hat momentan die Macht (wozu ich auch die Politiker zähle) und diktiert Gesetze zu ihrem eigenen Überleben.
Was mit dem "Rest" wird, ist denen shit-egal.
Die Schrauben drehen sich weiter.
Und ich würde mir direkt wünschen, daß dieser "Beamten-Staat" demnächst wirklich auseinanderfliegt.
Ich glaub, dann überzieh ich mein Konto und fahre höchstpersönlich nach Bärlin vor den Reichstag.
"Dem Deutschen Volk".
 
#14
M

Marry

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Wie oft hab ich schon davon geträumt... wenn ich in der Regierung wäre.....

Aber das hat wohl jeder.

Habt ihr denn noch nicht darüber nachgedacht auszuwandern?
 
#15
A

AlienJoker

Gast
Bumm - Ausnahmen bestätigen die Regel
 
#16
I

imaetz70

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Man(n) regt sich nur noch mehr auf wenn man das alles durchliest, und es wird spürbar schlimmer!
Nur was können wir tun? Brauchen wir eine Revolution?
eine ist gut.. hier helfen wohl nur ständige revolutionen um der regierung und wirtschaft mal endlich aufzuzeigen, dass durch uns, die arbeitnehmer, nur der laden läuft und nicht umgekehrt.

solangsam hat das nichts mehr mit demokratie und rechtsstaatlichkeit zu tun... bei uns geht es hier nicht mehr um das wohle des volkes, sondern wohl eher um den fast leeren geldbeutel des bürgers und wie man auch noch den rest bekommt...
 
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