Tuning für den Drucker: Durch Kalibrieren zu besseren Farben

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In Ihrem Drucker steckt mehr, als Sie vermuten. Mit der Kalibrierungslösung Colorvision PrintFix Pro schöpfen Sie sein Potenzial aus - für Fotodrucke ohne störende Farbstiche


Das digitale Foto sieht am Bildschirm klasse aus, doch was letztendlich aus dem Drucker kommt, weicht erheblich vom Monitorbild ab. Frust macht sich breit. Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie bearbeiten das Foto so lange am Rechner, bis Sie die Schwächen Ihres Druckers ausgeglichen haben. Das ist zeitaufwändig und kann am Ende doch fehlschlagen. Oder Sie erwerben eine Kalibrierungslösung, um die Farbgebung des Druckers einzustellen. Beispielsweise PrintFix Pro von Colorvision . Das Paket bietet neben der Software ein Colorimeter zum Einlesen der Farben. Die Lösung funktioniert unter Windows 2000, XP und Mac-OS X 10.3. Sie kostet rund 500 Euro. Ein stattlicher Preis. Aber auch eine lohnende Investition?

Erstaunliche Resultate

Wir testeten PrintFix Pro in der Version 1.0 mit verschiedenen Druckermodellen. In jedem Fall arbeiteten die Geräte nach dem Kalibrieren erheblich farbechter als vorher.
Das zeigt sich etwa an den Resultaten des Sechsfarbdruckers Canon Pixma iP6000: Auf der Abbildung links sehen Sie einen Ausschnitt unseres Testfotos vor dem Kalibrieren. Ein deutlicher Rotstich ist erkennbar. Insbesondere am Gefieder der Gänse störte er gewaltig, aber auch Gras und Erde sind zu rot ausgefallen.

Der rechte Bildbereich zeigt das Ergebnis nach dem Kalibrieren. Der Rotstich ist verschwunden. Die Federn der Gänse sind tatsächlich weiß oder haben eine leicht graue Schattierung, die aber nicht ins Rote oder Rosane geht. Auch die Braun- und Grüntöne haben profitiert. Sie entsprechen jetzt dem, was wir uns unter Erde, Gräsern und Halmen vorstellen. Insgesamt hat die Farbharmonie des Bildes deutlich gewonnen.


Klare Struktur mit kleinen Schwächen

Die Bedienerführung stimmt dank einer klaren Schritt-für-Schritt-Abfolge – siehe Screenshot. Der Anwender kann jederzeit nachvollziehen, an welcher Stelle des Vorgangs er sich befindet. Genaue Anweisungen erhält er gleichzeitig bezüglich der Voreinstellungen, die beim Kalibrierungsprozess nicht unerheblich sind. Die Monitorauflösung sollte auf mindestens 1024 x 768 Pixel eingestellt, das Farbmanagement des Druckers deaktiviert, die Druckerdüsen vollständig intakt sein.

AbbildungTrotzdem fanden wir einige Kritikpunkte: Ist das Colorimeter angeschlossen, werden viele Anwender das Gerät selbst erst einmal kalibrieren wollen, bevor es an die Erstellung eines Druckerprofils geht. Die Option gibt es, ist aber nicht in der Hauptroutine integriert. Im Registerblatt „Edit" unter „Preferences" lässt sich das Colorimeter nach Weiß- und Schwarzpunkten einstellen. An selber Stelle wird es auch erst aktiviert – ein etwas verwirrendes Vorgehen, das sich uns nur nach Nutzung der Hilfefunktion erschlossen hat.

Funktionsumfang

Zum Einlesen der Druckerfarben muss zuerst ein Target ausgedruckt werden. Es stehen vier verschiedene Typen zur Wahl. Selbst das einfachste Target bietet 150 Farbfelder – das ist üppig und erfüllt die Zwecke des Hobbyfotografen.

Das Einlesen der einzelnen Farbfelder geht zügig. Am Bildschirm verfolgt der Anwender, in welchem Feld er sich gerade mit dem Colorimeter befindet. Er wird akustisch begleitet, was die Orienitierung zudem erleichtert.

Sind alle Felder eingelesen, zeigt die Software sowohl die „sauberen" als auch die gemessenen Farben an. So lässt sich das Verhalten des Druckers nachvollziehen und die Verbesserung einschätzen.
Der Screenshot verdeutlicht am Beispiel des Epson Stylus C86 den Effekt: Im oberen Teil des Farbfelds sehen Sie die reine Farbe, die zum Drucker geschickt wurde. Im unteren Teil ist die gemessene Farbe abgebildet.

Die Erstellung des eigentlichen Farbprofils funktioniert über Regler. Das fanden wir teilweise ungenau. Es bleibt nichts anderes übrig, als die Änderungen vorzunehmen und anhand eines Probedrucks zu überprüfen. Ein umständliches Verfahren, denn es kann schon eine Weile dauern, bis das passende Ergebnis erreicht ist.

Fazit


Die Kalibrierungslösung hat jedem unserer Testdrucker bessere und damit realistischere Farben entlockt. Selbst Vierfarb-Allrounder profitierten davon. Richtig überzeugende Resultate erreichten wir mit PrintFix Pro allerdings bei Modellen, die mit sechs Farben arbeiten. Hier lohnt sich auch die Mühe, die Prozedur für verschiedene Papiertypen (etwa für mattes oder glänzendes Fotopapier) separat durchzuführen. Die einzelnen Profile lassen sich sowohl in Photoshop laden, als auch als Standard für das Drucken unter Windows definieren.

Insgesamt ist die Lösung für Farbprofis durchaus empfehlenswert. Der Hobbyfotograf muss sich jedoch tief in die Materie einarbeiten und wird die Ausgabe scheuen. So gut der Kalibrierungsvorgang auch strukturiert ist, ohne Hilfefunktion wird sich wohl kein Neuling problemlos zurecht finden. Für den Hausgebrauch ist das Paket übertrieben. Mit einem guten Bildbearbeitungsprogramm werden Sie die gröbsten Störungen an Ihren Bildern auch beseitigen können.

IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT
 
#2
Fireblade

Fireblade

Grüßt die Winboarder
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ZITAT Colorvision . Das Paket bietet neben der Software ein Colorimeter zum Einlesen der Farben. Die Lösung funktioniert unter Windows 2000, XP und Mac-OS X 10.3. Sie kostet rund 500 Euro. Ein stattlicher Preis. Aber auch eine lohnende Investition?
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Wohl demjenigen der es sich leisten kann. :blink
 
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