Thunderbird: Mozilla sucht ein neues Zuhause für den Mail-Client

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Eric-Cartman

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Überraschung für alle Thunderbird-Fans: Thunderbird ist mittlerweile so groß geworden, dass Mozilla sich Gedanken über die Zukunft des Mail-Clients macht. Eins ist klar: So wie bisher wird es nicht weitergehen. Es könnte sein, dass neben der Mozilla Foundation, die sich weiterhin um Firefox kümmern soll, eine Thunderbird Foundation gegründet wird. Alternativ könnte Thunderbird aber auch zu einem Community-Projekt a la Seamonkey degradiert werden.

Der Mail-Client Thunderbird erfreut sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt, weil nach dem Erfolg von Firefox immer mehr Anwender auch Thunderbird eine Chance gegeben haben, zufrieden damit sind und es eifrig nutzen. Dieser Erfolg bringt Mozilla nun dazu, das Konzept zu überdenken, wie es mit Thunderbird weitergehen soll.

In einem Blog-Eintrag wendet sich Mitchell Baker, Chefin der Mozilla Corporation, an die Community und ruft dazu auf, sich gemeinsam Gedanken über die Zukunft von Thunderbird zu machen. Mozilla, so Baker, habe Thunderbird seit der Gründung der Mozilla Foundation aktiv unterstützt. Herausgekommen sei ein solides Produkt, welches sich als gute Alternative für einen offenen Desktop-Mail-Client erwiesen hätte. Auf der anderen Seite stünde allerdings Firefox, das eine enorme Aufmerksamkeit seitens Mozilla benötige. Dadurch erhalte Thunderbird seitens Mozilla nicht die benötigte Aufmerksamkeit und das werde sich auch in absehbarer Zukunft nicht ändern.

Laut Angaben von Mitchell Baker hat sich Mozilla deshalb dazu entschlossen, zu überlegen, wie es mit Thunderbird weitergehen soll. Ziel sei es dafür zu sorgen, der Thunderbird-Community die Möglichkeit zu bieten, ihren eigenen Weg zu gehen.

Die Zukunft von Thunderbird - Drei Modelle zur Diskussion

Derzeit stehen drei Modelle zur Debatte, die Mitchell Baker der Community vorstellt:

Modell 1: Gründung einer Thunderbird Foundation

Analog zur Mozilla Foundation könnte eine weitere Non-Profit-Organisation geschaffen werden, die sich Thunderbird Foundation nennt. Die Thunderbird Foundation könnte sich auch Modelle dazu überlegen, wie mit Thunderbird Geld verdient werden kann. Gelingt dies, dann könnte die Thunderbird Foundation eine kommerzielle Tochtergesellschaft gründen, wie es im Falle von Firefox bereits mit der Gründung der Mozilla Corporation geschah.
Dieses Modell, so Baker, würde die größtmögliche Unabhängigkeit für Thunderbird und dessen Zukunft darstellen. Das Ganze sei allerdings mit einem enormen Organisationsaufwand verbunden, denn zunächst einmal müsste die Thunderbird Foundation gegründet und dafür fähige Leute gesucht werden. Gegen dieses Modell spräche auch, dass sich derzeit relativ wenig Leute um Thunderbird kümmern und sich alles um die Entwicklung dreht, also Entwickler im Mittelpunkt stehen.

Modell 2: Mozilla Foundation erhält neuen Ableger

In dem zweiten Modell würde die Mozilla Foundation einen weiteren Ableger für Thunderbird gründen. Bei diesem Modell sei zwar der Organisationsaufwand geringer, aber es müsste ein zweites kommerzielles Unternehmen gegründet werden, das sich um die Belange von Thunderbird kümmert und den Prinzipien der Mozilla Foundation folgt. Der Nachteil dieses Modells, so Baker, sei die weitere Konzentrierung der Mozilla Foundation auf Firefox, wodurch die Weiterentwicklung von Thunderbird weniger Flexibilität genießen würde.

Modell 3: Thunderbird wird zu einem Community-Projekt degradiert

Bei dem dritten Modell würde Thunderbird zu einem Community-Projekt wie Seamonkey und damit quasi degradiert. Die Entwickler von Thunderbird müssten einen unabhängigen Dienstleister gründen, der sich um die Weiterentwicklung der Software und die Pflege der Community kümmert. Dieses Modell nutzen die meisten Open-Source-Projekte und es wäre einfacher und effektiver, als die Gründung eines neuen Mozilla-Ablegers. „Aber dies als Non-Profit zu gestalten, wäre enorm schwierig“, gibt Baker zu bedenken.

Eine Vorstellung aller drei Modelle findet sich auf dieser Mozilla-Seite mit dem Titel „Die Zukunft von Thunderbird“.

Baker räumt ein, dass man sich derzeit nicht wirklich sicher ist, was das beste Modell für Thunderbird ist. Eine Lösung soll der Aufruf an die Community bringen, ihre Meinung zu dem Thema zu äußern.

Die Community kann ihre Meinung wahlweise im Blog von Mitchell Baker oder im Blog von Scott McGregor. Scott McGregor ist Chef-Entwickler von Thunderbird.

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AlienJoker

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Was kein Geld bringt, fliegt raus...Schade! Ich habe ein wenig Angst um meinen Lieblingsmailclient.
 
#3
Michel

Michel

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Falls es eingestellt werden sollte, steig ich auf Seamonkey um.
 
#5
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Junker82

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War eigentlich grad deswegen froh mit Thunderbird da ich nicht wie bei Seamonkex oder Opera gleich eine ganze Suite drumrum habe.

Der Mailclient von Opera war mir immer etwas umständlich, grade in der Sortierung, auch wenn für mich Opera ansonsten Nummer 1 bleibt als Browser.

Bei Seamonkey warte ich noch ab. Da sollten noch ein paar Entwicklungen kommen ehe der ganz rund läuft. Aber als drittbrowser nach Opera und Firefox immer gut :)
 
#7
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AlienJoker

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Alternativ: windows Live mail, aber da schrecke ich ein wenig zurück
 
#15
DiableNoir

DiableNoir

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Wechselt ihr bei jeder Schlecht-Wettermeldung sofort die ganze Software? Ich würde selber niemals Outlook verwenden.

Aber Thunderbird wird so oder so weiterentwickelt. Es gibt keinen Grund jetzt irgendwie panisch zu werden und gleich zu wechseln. Selbst beim Worst Case, dass es zu einem Community-Projekt wird, gibt es noch mehr als genug Hoffnung, denn es gibt sehr viele TB-Fans die sich der Sache annehmen würden.

Ich denke, man sollte Thunderbird und Sunbird zusammen in ein anderes Team auslagern. Beide Programme gehören quasi zusammen und beide werden zZ einfach zu langsam weiterentwickelt.
 
#16
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Think different

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@DiableNoir:
Das wäre dann schon ein PIM. Zur Zeit ist Thunderbird nur ein E-Mail-Client. Auch keine schlechte Idee!
 
#17
Creeping Death

Creeping Death

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Ich habe schon eine ganze Weile vor dieser Meldung gewechselt.
Outlook ist nun mal die beste Kombination aus E-Mail-Client + PIM.

Ich war es einfach leid, mehrere Programme zu installieren, die zusammen nicht die Leistung von Outlook erbringen. Außerdem synchronisiert sich mein Smartphone nur mit Outlook ;)
 
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