Telekom: Spotify wird künftig bei Erreichen des Datenvolumens gedrosselt - UPDATE

Diskutiere Telekom: Spotify wird künftig bei Erreichen des Datenvolumens gedrosselt - UPDATE im Software News Forum im Bereich News; 29.03.2016, 10:53 Uhr: Die Telekom bietet bei Mobilfunkverträgen die Option "Music Streaming", bei der das Musik-Portal Spotify unabhängig vom...
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Geronimo

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29.03.2016, 10:53 Uhr:
Die Telekom bietet bei Mobilfunkverträgen die Option "Music Streaming", bei der das Musik-Portal Spotify unabhängig vom tatsächlichen Datenvolumen dauerhaft online im Mobilfunknetz genutzt werden kann. Damit ist es in einem Monat vorbei, denn dann entfällt die Trennung der Datenmengen. Für einige Nutzer kann dies gravierende Nachteile und/oder höhere Kosten bedeuten


Das baldige Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung zur Netzneutralität wirkt sich ketzt erstmals konkret auf die Nutzer aus. Bislang war es so, dass in der Option "Music Streaming" Spotify auch dann im Mobilfunknetz genutzt werden konnte, wenn das monatliche Datenvolumen bei der (sonstigen) Nutzung des mobilen Internets erreicht wurde. In diesem Fall wirde das Surfen auf 64 kbit/s im Download und 16 kbit/s im Upload beschränkt, doch die Streams von Spotify kommen nach wie vor ungebremst auf das Smartphone.

Das wird sich allerdings ab dem 28. April 2016 ändern, denn ab diesem Stichtag muss nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens auch der Datenverkehr beim Streamen von Musik gedrosselt werden. Damit ist die mobile Nutzung von Spotify im Prinzip unmöglich. Abhilfe schafft allerdings der Kauf des Options-Pakets "SpeedOn", mit dem der Musik-Dienst wieder seine volle Geschwindigkeit erreicht. Ganz wichtig ist: auch weiterhin wirkt sich die Nutzung von Spotify nicht auf das eigentliche Datenvolumen aus (diese Aussage gilt natürlich nur innerhalb der Option "Music Streaming").

Die Telekom hat im Rahmen der Ankündigung auch einige allgemeine Tipps veröffentlicht, wie Musikhören trotz erfolgter Drosselung weiterhin möglich ist:

  • Im WLAN funktioniert Spotify weiterhin wie gewohnt unbegrenzt. Das gilt auch für HotSpots.
  • Wenn Sie die Option SpeedOn buchen, funktioniert Spotify auch mobil wie gewohnt. Das Streamen belastet ihr gebuchtes Datenvolumen selbstverständlich nicht.
  • Das Anhören von Offline-Playlists oder Alben ist ebenfalls nicht von der Bandbreitenbeschränkung betroffen und funktioniert weiterhin. Tippen Sie dazu bei einem Album auf die Fläche „Speichern“ (l., dieser Schritt entfällt bei Playlists). Daraufhin erscheint die Option „Offline verfügbar“ (m.). Aktivieren Sie diese, werden die Titel dieses Albums/dieser Playlist auf Ihrem Gerät gespeichert und sind jederzeit verfügbar.


Die Kunden der Telekom, die die entsprechende Option gebucht haben, werden auch noch per Brief auf die Änderung hingewiesen werden.

Update, 04.04.2016, 17:09 Uhr: Die angekündigten Maßnahmen der Telekom und vor allem der Verweis auf die Netzneutralität werden inzwischen stark kritisiert und auch bezweifelt. Dies tut heute auch die Verbraucherzentrale Sachsen (VZ Sachsen), die die am 30.04.2016 in Kraft tretende EU-Regelung wie folgt zusammenfasst:
Anbieter von Internetzugangsdiensten müssen ab diesem Datum den gesamten Internetverkehr gleich behandeln – ohne Diskriminierung oder Störung, unabhängig von Sender und Empfänger und unabhängig von den Inhalten. Das hat auch zur Folge, dass etwa Streamingdienste, aber auch jegliche andere Online-Dienste wie Facebook keine Sonderbehandlung mehr bekommen dürfen.
Genau diese Gleichbehandlung sieht man bei den Spotify-Tarifen der Telekom sowie der künftigen möglichen Drosselung aber als nicht gegeben. Katja Henschler von der VZ Sachsen formuliert das so: "Da das Inklusivvolumen aber nach wie vor von der Spotify-Nutzung ungeschmälert bleibt und erst dessen ohnehin erfolgende Drosselung auch Spotify verhindert, hat das mit Netzneutralität sehr wenig zu tun". Ihr Fazit fällt dementsprechend auch recht drastisch aus: "Wenn nun die Telekom behauptet, dass sie mit der Änderung ihres Spotify-Modells dem neuen Netzneutralitätsgebot gerecht werden würde, wird wohl eher der Nutzer für dumm verkauft". Dem ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen...

Meinung des Autors: Netzneutralität ist ein hohes Gut, doch die Auswirkungen können sowohl positiv als auch negativ ausfallen. Letzteres zeigt das aktuelle Beispiel bei der Telekom, wo jetzt der Optionstarif für den Musik-Streaming-Dienst Spotify unter bestimmten Voraussetzungen gedrosselt werden wird. Mit (noch mehr) Geld lässt sich das aber umgehen - schöne neue Welt.
 
C

Castle

Gast
Komisch das sich die Kapazitäten die Angeblich nicht da sind quasi sofort mit Geld ausgleichen lassen.
Netzneutralität ist halt ein Taliban Ähnliches Problem.



Oettinger der alte Fachmann für Digitales hat da schon die richtige Richtung Eingeschlagen. Jetzt sollten noch Downloads Seperat zum Normalen Surfen abgerechnet werden. Fair Use und so. :wut
 
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