Studie: P2P-Nutzer lassen sich durch IFPI-Aktion nicht abschrecken

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#1
Eric-Cartman

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Der nach Angaben des Musikverbandes IFPI "größte Schlage" gegen Musikpiraterie in Deutschland, bei dem 3500 Edonkey-Nutzer angezeigt wurden, lässt den Rest der P2P-Nutzer offenbar kalt. Zwar ging nach der Aktion der den Tauschbörsen zuzurechnende Traffic etwas zurück, inzwischen habe er allerdings wieder sein Ursprungsniveau erreicht, so eine Studie von Ipoque. Auch langfristig geben die Macher der Untersuchung der Industrie keine Chance, dem Problem des illegalen Dateitausches Herr zu werden.

Vor knapp einem Monat hat der Musikverband IFPI Anzeige gegen 3500 Edonkey-Nutzer in Deutschland erstattet ( wir berichteten ). Die ist bislang der Höhepunkt der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen Industrie und P2P-Nutzern, die sich online mit urheberrechtlich geschützten Inhalten versorgen. Das auf Internet-Traffic-Management-Lösungen spezialisierte Unternehmen Ipoque hat nun den Internetverkehr der letzten drei Wochen unter die Lupe genommen und sich speziell auf das Verhältnis zwischen dem Gesamtverkehr und dem Anteil von P2P-Börsen konzentriert. Demnach sei zwar nach der IFPI-Aktion der Anteil des P2P-Verkehrs am Gesamtvolumen um zirka 15 Prozent gesunken, mittlerweile habe er allerdings wieder das Ursprungsniveau erreicht.

Laut Ipoque liegt derzeit der Anteil von P2P-Traffic am Gesamt-Internet-Verkehr in Deutschland zwischen 50 Prozent (tagsüber) und 80 Prozent (nachts). 50 Prozent davon werden Edonkey (vorwiegend Emule) zugerechnet, 45 Prozent Bittorrent und etwa 2,5 Prozent Gnutella.

Für die Studie hat das Unternehmen mit einigen großen deutschen Universitäten sowie deutschen ISPs zusammen gearbeitet, die vorwiegend Privatkunden bedienen. Dabei kamen laut Ipoque anonymisierte Daten von Kunden zum Einsatz, die ihren Internet-Verkehr nicht einschränken. Das Zahlenmaterial repräsentiere zirka 250.000 deutsche Internet-Nutzer und erlaube so Rückschlüsse auf den Anteil von P2P-Traffic im deutschen Internet, so das Unternehmen.

Nach Ansicht von Ipoque sind auch die langfristigen Aussichten für die Industrie nicht gerade rosig. So fühlen sich die meisten Anwender durch Maßnahmen wie verschlüsselte Festplatten sicher, oder sind der Ansicht, dass sie nicht zurückverfolgt werden können. Zudem gehen die Nutzer laut Ipoque davon aus, dass die Aktionen der Industrie vor Gericht keinen Bestand haben werden beziehungsweise als Einschüchterung zu verstehen sind. Zudem würden neue P2P-Börsen, die Anonymität versprechen, bereits in den Startlöchern sitzen. Gelegenheitsnutzer von Tauschbörsen könnten sich aus Sicht des Unternehmens allerdings durch Aktionen der Industrie abschrecken lassen.

Quelle: IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
#2
Fireblade

Fireblade

Grüßt die Winboarder
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ZITAT Zudem würden neue P2P-Börsen, die Anonymität versprechen, bereits in den Startlöchern sitzen. Gelegenheitsnutzer von Tauschbörsen könnten sich aus Sicht des Unternehmens allerdings durch Aktionen der Industrie abschrecken lassen.[/b]

Das war klar das es sowas bald gibt,bzw.gibt es ja auch schon. :blink
 
#3
S

schnydra

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Die Übertragung könnte ja auch mit einem 128bit-Schlüssel oder besser geschützt ablaufen und dann ist nichts mit spionieren.
 
#4
sonnentier

sonnentier

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Es ist ziemlich klar, dass man so eine breite Masse mit solchen Abschreckaktionen nicht komplett bekehren, aus ihrem 'Paradies' treiben kann. Und noch viel weniger konvertieren sie zu Vielkäufern.

ZITAT(schnydra @ 22.06.2006, 20:16) Quoted postDie Übertragung könnte ja auch mit einem 128bit-Schlüssel oder besser geschützt ablaufen und dann ist nichts mit spionieren.
[/b]
Zum einen das, um Man-in-the-middle Angriffe / Abhören unmöglich zu machen.
Zum anderen muss das Mittauschen für 'Fahnder' unnütze sein, damit sie nicht einfach ein bisschen tauschen und alle Verbindungen loggen, die dann ja die Verbrecher sind. Und zwar muss über andere Rechner geroutet werden, sodass die IP, von der man Daten empfängt, nichts aussagt.

Ich hoffe es kommt nie soweit, dass Provider entsprechende Protokolle einfach blockieren (müssen), da entschieden wird, dass diese offensichtlich für Warez und Verschleierung für deren Bezug zugeschnitten sind.
Dann müsste man die Protokolle Verschleiern. Am Ende lässt der ISP nur noch bekannte, erlaubte Protokolle zu - ich hoffe dass soetwas niemals passiert!

In China hat man übrigens schon P2P Protokolle einfach blockiert. Skype auch, ist dort illegal. MP3 sollte auch mal blockiert werden soweit ich weiß. Freenet 0.5 wurde gesperrt. Wir kennen ja auch die tolle Erreichbarkeit einiger Web Server im Ausland und Manipulationen der ausländischen Portale dort. In dem Land macht Freenet wirklich mal Sinn.
 
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