Streit zwischen Skype-Gründern und Ebay bedroht Börsengang

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Janus Friis und Niklas Zennström besitzen noch Teile der VoIP-Software. Im Fall eines Börsengangs drohen sie Ebay mit dem Entzug der Nutzungsrechte. Dagegen hat das Online-Auktionshaus geklagt.
Wie der Nachrichtensender Bloomberg berichtet, streitet Ebay mit den Skype-Gründern Janus Friis und Niklas Zennström um den geplanten Börsengang des VoIP-Anbieters. Demnach soll der Verkauf des Unternehmens gegen ein mit Ebay abgeschlossenes Lizenzabkommen verstoßen.
Dem Bericht zufolge ist das neue Unternehmen der Skype-Gründer Joltid Eigentümer eines Teils der Skype-Software, der an Ebay lizenziert ist. Im Fall eines Börsengangs habe Joltid damit gedroht, Ebay die Lizenz zu entziehen, was zu einer Abschaltung von Skype führen würde. Ebay habe im Gegenzug Friis und Zennström verklagt, um dies zu verhindern.
Nach Ansicht von Randolf Katz, Anwalt der Kanzlei Baker Hostetler, die Technologieunternehmen zu Börsengängen berät, könnte der Rechtsstreit den von Ebay für 2010 angekündigten Börsengang von Skype verzögern. Sollte das Verfahren nicht rechtzeitig beendet sein, könne es zudem einen negativen Einfluss auf den Ausgabepreis der Skype-Aktie haben. "Der Markt hasst Ungewissheit. Der Rechtsstreit existiert und wird in den Preis einfließen."
Einen Antrag Skypes, das Verfahren zu beschleunigen, habe das Gericht abgelehnt, heißt es in dem Bericht. Der Prozess soll nun im ersten Quartal 2010 beginnen. Der Skype-Anwalt Charles Hollander erklärte gegenüber dem Gericht, ein Sieg Joltids hätte katastrophale Folgen. Skype müsse dann das VoIP-Geschäft vorübergehend aufgeben und in einem langwierigen und teuren Verfahren eine Alternative zu dem Code entwickeln, der noch im Besitz der Skype-Gründer sei.
Ebay hatte 2005 Skype für einen Preis von 2,6 Milliarden Dollar gekauft und zwei Jahre später 900 Millionen Dollar auf den Wert des Unternehmens abgeschrieben. Im April hatte das Online-Auktionshaus den Börsengang für das erste Halbjahr des nächsten Jahres angekündigt. Ebay-CEO John Donahoe sieht darin die besten Wachstumschancen für Skype. Den Erlös aus dem Börsengang schätzt er auf zwei Milliarden Dollar. Berichten zufolge sollen Friis und Zennström auch an einem Rückkauf von Skype interessiert sein.



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