SSD-Test: Datenverlust ohne regelmäßige Stromzufuhr bereits nach einigen Tagen möglich

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maniacu22

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SSD-Tests konnten bereits bestätigen, dass die kleinen Flash-Speicher im Langzeit-Einsatz großartige Ergebnisse erreichen konnten, doch waren sie dort im regelmäßigen Betrieb und somit auch an den Strom angeschlossen. Wie sich die schnellen Speicherlösungen abseits von Stromquellen verhalten, hat das Joint Electron Device Engineering Council (JEDEC) untersucht und teilweise erschreckende Ergebnisse zu Tage gefördert




Obwohl SSDs einen sehr guten Ruf genießen, der nicht zuletzt durch den Langzeittest der Kollegen von techreport starken Aufwind brachte, sollte man die Flash-Speicher im Vergleich zu den langsameren und deutlich günstigeren nicht allzu sehr in den Himmel heben, wie eine Untersuchung des Joint Electron Device Engineering Council (JEDEC), einer Standardisierungsorganisation der Elektronik-Branche festgestellt hat. Die Untersuchung, welche von Alvin Cox, Chef der JEDEC und Mitarbeiter beim Speicherspezialisten Seagate, durchgeführt wurde, konnte aufzeigen, dass die Zuverlässigkeit der schnellen Datenspeicher nicht nur von einer regelmäßigen Stromzufuhr, sondern auch von der Umgebungstemperatur abhängig ist, mit welcher die Datenträger gelagert werden.

Insofern eine beschriebene SSD ohne Stromzufuhr gelagert wird, sinkt die Zuverlässigkeit dieser schon einmal drastisch. Kommen jetzt noch Temperaturerhöhungen hinzu, halbiert sich die Zuverlässigkeit die gespeicherten Daten auch behalten zu können mit einer jeweils um 5 Grad Celsius gestiegenen Lagertemperatur.

Besitzer von SSDs für den Consumer-Markt können allerdings leicht aufatmen, da die Probleme vorrangig bei SSDs für den Enterprise-Markt festgestellt worden sind. Letztere gelten zwar als robust und langlebig, aber nur, wenn die von den Herstellern geplante Vorhaltezeit von maximal drei Monaten eingehalten wird - im ausgeschalteten Zustand. Da aber Enterprise-SSDs so konzipiert sind, dass diese in einem Rechenzentrum eingesetzt werden, wo sie einen 24/7-Zyklus durchlaufen und Informationen schnell aufnehmen und auch wieder abgeben müssen, kommt es selten vor, dass diese unnötig auf "Halde" gelegt werden.

Die SSDs für den Consumer-Markt sind wiederum so aufgebaut, dass Privatnutzer problemlos ihre Eigenen Dateien wie Videos, Bilder und Dokumente über Monate nicht anrühren. Hier ist es nur wichtig zu wissen, dass SSDs nicht als externer Backup-Speicher eingesetzt werden, welcher dann möglicherweise über Monate nicht angerührt wird. Zudem können Consumer-SSDs konstruktionsbedingt wesentlich länger Daten ohne Stromzufuhr behalten.

Als Fazit von dieser Untersuchung kann man festhalten, dass selbst die alten HDDs immer noch ihre Daseinsberechtigung haben, besonders wenn diese als externe Backup-Laufwerke eingesetzt werden, die nicht immer am Strom hängen. Lieber die Daten etwas langsamer transferieren, als irgendwann auf fehlerhafte Daten zugreifen zu müssen. SSDs sollten demzufolge als externe Backup-Systeme gemieden werden.

Meinung des Autors: SSDs eignen sich nicht für die externe Datenspeicherung, die möglicherweise über Jahre halten soll. Dafür gibt es immer noch die HDD-Drives, auf denen die Daten nicht nur billiger, sondern auch weitaus sicherer gespeichert werden können. Was für Backup-Lösungen nutzt ihr denn so? NAS, USB-Platte, USB-Stick oder noch ganz klassisch die DVD-RW?
 
Erli

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Erli :coin
 
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Es geht hier um Enterprise SSDs in umgebungen die der Privatanwender kaum hat.

Wer hat denn bitte 55 Grad Idle temp (dei der SSD. Nicht im System)?
Und auf Seite 39 des Originalberichts kann man lesen das dieses Ergebnis nach einen Ausdauertest gemacht wurde der die SSD wie in anderen Tests auch an ihre Grenze der Haltbarkeit bringen soll. Ich wette die Samsung Pro 840 hätte nach ihren 2 Petabyte auch Probleme gehabt.

Und nochmal: Es geht hier um Server. NICHT um Consumer SSDs.
 
maniacu22

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Und nochmal: Es geht hier um Server. NICHT um Consumer SSDs.
wird doch auch im Artikel mehrfach erwähnt. Trotzdem lohnt sich für die wenigsten, ihre Datensicherung auf eine externe SSD auszulagern. Das ist eigentlich der ausschlaggebende Punkt, der hier nochmal erwähnt werden sollte.
 
maniacu22

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ich habe das nie so gemacht, aber kenne einige Probanten, die das definitiv so gemacht haben. Zumal sollte man auch zwischen Datensicherung und Datensicherung differenzieren, für die einen sind daten Bilder, Filme, Musik etc. für andere gehört zur Datensicherung ein ganzes System. ;)
 
Andy

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unnötige Panikmache
Ich habe hier seit zwei Jahren nur noch SSDs, egal ob im Rechner oder als externes Speichermedium.
Noch ne Probleme gehabt.

Klar geht es in dem Artikel vorwiegend um Enterprise Platten, aber auch dort ist denke ich die Sorge unbegründet.
 
WalterB

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Bei uns Zuhause werden alle Backup Daten bei PC und Mac auf externe USB SSD ausgelagert und da kann es bis 7-8 Monate dauern das diese wieder an einem Rechner angeschlossen werden, mit DVD als Speichermedium ist keine gute Lösung.

N.b. dann müsste das Problem auch bei USB Memory Stick vorhanden sein.
 
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Castle

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unnötige Panikmache
Ich habe hier seit zwei Jahren nur noch SSDs, egal ob im Rechner oder als externes Speichermedium.
Noch ne Probleme gehabt.

Klar geht es in dem Artikel vorwiegend um Enterprise Platten, aber auch dort ist denke ich die Sorge unbegründet.
Es geht um SSDs die bei 50 Grad ("wechselnden Temparaturen") gelagert werden und vorher einen Stresstest bekommen haben haben. Zitat Seite 39:

"SSDs are stressed to their stated endurance rating (in TBW) using specified workloads."

Welcher Server Admin würde eine SSD in einem System lassen die ihre Vorgeschriebene Lebenszeit überschritten hat? Selbst normale HDDs werden am besten gewechselt bevor ein Defekt auftritt.

Ich kann auch eine Normale HDD bis ans Limit treiben und dann schreiben "Festplatten gehen total schnell Kaputt und können nix ab!!1!!"

Diese Sache ging durch Netz und wurde vielerorts als Nutzlos Bewertet. Ich finds nur Schade das man daraus so einen Clickbait Artikel macht (Sorry, aber im Titel steht nix von Enterprise SSDs).
 
Andy

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Deshalb sag ich ja.... unnötige Panikmache :ohno
 
maniacu22

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(Sorry, aber im Titel steht nix von Enterprise SSDs).
Besitzer von SSDs für den Consumer-Markt können allerdings leicht aufatmen, da die Probleme vorrangig bei SSDs für den Enterprise-Markt festgestellt worden sind.
das ist also nix ? :knall

Castle, du hast irgendwo recht mit deiner Aussage, dass es vielleicht sinnlose Panikmache ist, dennoch haat dieser Artikel seine Daseinsberechtigung. ;)
 
WalterB

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Was macht Speicherspezialist Seagate, SSD oder HD ? :eh
 
jerrymaus

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Bei mir sind sowohl NAS, USB - Platten und USB - Sticks zur Sicherung im Einsatz. Ich habe allerdings auch noch keine SSD - Laufwerke im System, bin da eher konservativ eingestellt. Ich vertraue Flash - Laufwerken nicht, zu viele USB - Sticks hab ich schon abrauchen sehn. Das ich trotzdem welche zur Datensicherung einsetze ist eine andere Sache, erstens ist diese nie alleinige Sicherung und zweitens werden solcherart Sicherung min. 1 mal im Monat "angefaßt".


gruß


Jerrymaus :sing
 
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Castle

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das ist also nix ? :knall

Castle, du hast irgendwo recht mit deiner Aussage, dass es vielleicht sinnlose Panikmache ist, dennoch haat dieser Artikel seine Daseinsberechtigung. ;)
"SSD-Test: Datenverlust ohne regelmäßige Stromzufuhr bereits nach einigen Tagen möglich"

Genau. Nix. :D

Vielleicht würden Tags helfen.
 
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