Spiele in 8K benötigen 16x mehr Leistung als in Full-HD - erste Benchmarks zeigen Defizite bei AMD und Nvidia - UPDATE

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Für die meisten Gaming-PCs stellt die flüssige Darstellung von aktuellen Spielen in 4K schon eine echte Herausforderung dar. Und obwohl es derzeit mit dem Dell UltraSharp UP3218K nur einen einzigen 8K-fähigen Monitor zu kaufen gibt, der preislich für die meisten Nutzer unattraktiv ist, sind jetzt erste Benchmarks von aktuellen Spielen in 8K veröffentlicht worden, die aufzeigen dass selbst die aktuellen Grafikkarten-Top-Modelle einfach noch nicht in der Lage sind, spielbare Frameraten in 8K zu erzeugen




UPDATE vom 05.09.2017 - 14:27 Uhr

Unter Bezugnahme eines weiteren Artikels von TweakTown wurde bei den Kollegen von 3dcenter.org eine Vergleichs-Tabelle angefertigt, welche den Leistungseinbruch einer MSI GeForce GTX 1080 Ti Lightning Z aufzeigt, wenn die Karte nicht mehr die üblichen Auflösungsstufen FullHD, WQHD oder auch UltraHD darstellen muss, sondern für die immer noch sehr neue und daher seltene 8K-Auflösung herhalten muss.
Während selbst unter UltraHD-Auflösung in den getesteten Games "Far Cry Primal", "Metro: Last Light Redux", "Middle-Earth: Shadow of Mordor" oder auch "Rise of the Tomb Raider" in den Detailstufen sehr hoch respektive ultra noch spielbare Frameraten erzeugt werden können, sackt die Leistung in der 8K-Darstellung derart in den Keller, dass man auch bei einer Hardware-Verdoppelung via SLI oder auch CrossFire immer noch keine spielbaren Frames erwarten darf.
GeForce GTX 1080 Ti Full-HD (1.920 x x1.080) WQHD (2.560 x 1.440) UltraHD (3.840 x 2.160) 8K (7.680 x 4.320)
Pixel-Anzahl 2,07 Mio3,68 Mio (x1,78)8,29 Mio (x2,25)33,18 Mio (x4)
Far Cry Primal (Ultra-Settings) 115 fps97 fps57 fps16 fps
Metro: Last Light Redux (Very High) 172 fps124 fps60 fps12,5 fps
Middle-Earth: Shadow of Mordor (Ultra-Settings) 198 fps152 fps87 fps24,7 fps
Rise of the Tomb Raider (Very High, DX12) 156 fps119 fps65 fps14,4 fps
Performance-Verlust zur nächstkleineren Auflösung --22,9%-45,4%-75,6%
Auch wenn 8K noch neu und die Hardware in Form von entsprechenden Monitoren recht teuer ist, könnten professionelle Anwendungen wie Beispielsweise für die Bild- oder Filmbearbeitung demnächst schon von der Technologie profitieren. Bis der 8K-Standard auch in der Gaming-Welt Einzug halten wird, dürften allerdings noch ein paar Jahre ins Land gehen.


Original-Artikel vom 01.09.2017 - 13:09 Uhr

Auch wenn sich 4K-fähige Monitor mittlerweile preislich in einem erschwinglichen Rahmen befinden, setzt ein Großteil der PC-Spieler immer noch auf Auflösungen von Full-HD (1.920 x 1.080) oder QHD (2.560 x 1.440). Das liegt daran, dass selbst aktuelle Top-Grafikkarten vom Kaliber einer GeForce GTX 1080 Ti, einer GeForce GTX Titan XP oder auch der neuen AMD Radeon RX Vega 64 nur bedingt in der Lage sind, insbesondere moderne Shooter in 4K-Auflösung mit entsprechenden Bildraten wiedergeben zu können.

Die Kollegen von Tweaktown haben jetzt den nächsten Schritt gewagt und Benchmarks in 8K (7.680 x 4.320) durchgeführt, was der vierfachen 4K-Auflösung oder auch der 16-fachen Full-HD-Auflösung entspricht. Für diesen Test ist der bislang einzige auf dem Markt verfügbare 8K-Monitor in Form des Dell UltraSharp UP3218K eingesetzt worden, welcher derzeit für 3.899 US-Dollar auch nicht unbedingt ein "Schnäpple" darstellt. Um die 8K-Auflösung zu erreichen, kamen gleich zwei DisplayPort-1.4-Kabel zum Einsatz, welche den Monitor mit den aktuell schnellste High-End-Grafikkarten befeuerten. Dazu gehören die GeForce GTX 1080 Ti, die GeForce GTX Titan X, die GeForce GTX Titan XP sowie die neue AMD Radeon RX Vega 64 Liquid Cooled Edition, die von einem auf 5 GHz übertakteten Intel Core i7-7700K unterstützt wurde.




Sämtliche Spiele-Benchmarks sind in den jeweils höchsten Einstellungen, also "very high" oder "ultra" getestet worden, wodurch die Frameraten selbst mit der Titan XP keine Ergebnisse erzeugen konnten, die man als "spielbar" definieren könnte. Nachfolgend die einzelnen Ergebnisse zu den Spielen "Rise of the Tomb Raider", "Far Cry Primal", "Shadow of Mordor" sowie "Metro Last Light":









Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Benchmarks wiederholt werden, bei denen dann aber der Intel Core i7-7700K durch einen der neuen 16-Kern AMD Ryzen Threadripper 1950X ersetzt werden wird. Ob diese CPU viel an den Ergebnissen beeinflussen wird, lässt sich allerdings bezweifeln, da die sogenannten Flaschenhälse in den aktuellen Grafikkarten zu finden sind.

Als abschließendes Fazit des Benchmark-Tests schreibt man, dass wir derzeit noch nicht bereit sind, Gaming in 8K vernünftig realisieren zu können. Obwohl die Ergebnisse durch einen SLI-Verbund aus zwei GeForce Titan XP in Verbindung mit einer CPU mit mehr als 4 Kernen deutlich besser aussehen dürften, würde der Anschaffungspreis entsprechender Hardware selbst hochgradige Hardware-Enthusiasten immer noch abschrecken.

Meinung des Autors: Interessant an diesem Benchmark finde ich die Leistung der neuen Radeon RX Vega 64 LC, welche erstaunlich gut mit den aktuellen Nvidia-Topmodellen mithalten kann. Allerdings ist in meinen Augen so ein Benchmark in 8K und Ultra-Settings unnötig verschwendete Rechenpower, da man selbst bei 4K-Auflösung schon die Details, Anti-Aliasing etc. runterschrauben kann und das Ergebnis immer noch besser als in Full-HD aussieht. Auch wenn 8K heute noch als Zukunftsmusik abgestempelt werden kann, wird die Zeit kommen, in der wir das alles als Standard ansehen. Wer hätte vor 10-15 Jahre gedacht, dass Full-HD-Monitore zum Einstiegs-Standard gehören würden?
 
G

G-SezZ

Gast
Die Ergebnisse sind durchweg deutlich besser als ich erwartet hätte.
24fps bezeichnen manche Konsolenspieler sogar als spielbar. :D
 
Thema:

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