Sony PlayStation 4: alle Details der neuen Konsole im Überblick

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Geronimo

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Wie erwartet hat Sony auf einem Event in New York erste Details zu seiner neuen Spielkonsole PlayStation 4 (PS4) bekannt gegeben. Dabei wurde bereits bekanntes bestätigt, aber auch einiges neues vorgestellt. Neben der neuen Hardware stehen vor allem interaktive Funktionen in Rahmen einer umfangreichen Vernetzung im Fokus


Den Auftakt der Veranstaltung im New Yorker Hammersmith Ballroom machte eine aufwendige Mulltimedia-Präsentation, die den gesamten, über 2.000 Zuschauer fassenden, Raum eingenommen hat. In dieser Show wurde ein Rückblick auf die vergangenen zwei Jahrzehnte der PlayStation gegeben, nach deren Beendigung der erste von vielen Präsentatoren die Bühne betrat. Andrew House, Chef von Sony Computer Entertainment, sprach von einem "Augenblick der Wahrheit" und gab erste Informationen zu den neuen Möglichkeiten der PS4, bei der Gamer im Zentrum stehen sollen. Besonderes Merkmal soll die Konnektivität sein, wobei besonders das Teilen von Inhalten im Fokus steht. Erstmals wird die Einbindung der bereits seit Dezember 2011 erhältlichen PS Vita erwähnt. Und dann, neun Minuten nach Beginn der Veranstaltung, fällt erstmals der Name, auf den alle im Saal und vor dem Livestream gewartet haben: PlayStation 4! Damit ist also schon einmal der Name der neuen Konsole bekannt, alle zwischenzeitlich gehandelten alternativen Bezeichnungen wie "Orbis" sind damit vom Tisch.

Als nächster bekam Mark Cerny das Wort. Cerny ist ein Spielentwickler, der unter anderem bei Atari und Sega beschäftigt war und über 30 Spiele (mit)entwickelt hat. Inzwischen ist er als Systemarchitekt bei Sony für die PlayStation 4 zuständig. Seine Aufgabe war es, erste Merkmale der neuen Konsole bekannt zu geben. Ohne näher ins Detail zu gehen werden eine X86 CPU mit 8 Kernen sowie 8 GB RAM als Bestandteile der PS4 genannt, die der Konsole die Leistung von Gaming-PCs verleihen sollen. Ein weiterer Baustein ist eine "Enhanced PC GPU" mit GDDR5-RAM. Insgesamt ermöglichen die Komponenten 2 Teraflops an Rechenleistung . Und dann folgte die erste richtige Überraschung: entgegen den bisherigen Vermutungen verfügt der neue "DualShock 4"-Contoller nicht über einen integrierten Touchscreen, sondern lediglich über ein Touchpad, über das Eingaben und Steuergesten ermöglicht werden. Zusätzlich besitzt der neue Controller eine Lichtleiste, die einer Stereo-Kamera die genaue Position des Controllers übermitteln kann.

Ein weiteres Highlight der neuen Konsole soll ein so genannter Secondary Chip sein, der es ermöglicht, das erste Teile eines Spieles bereits gespielt werden können, während die restlichen Teile noch geladen werden. Dann folgte eine erste Erläuterung der Möglichkeit Spiele über mehrere Geräte hinweg zu spielen und dass der Fokus der neuen Konsole auf Einfachheit, sofortiger Verfügbarkeit und Nutzung sozialer Netzwerke liegt. Weitere Details wird aber erst der nächste Gastgeber verraten.

Dieser war David Perry, ebenfalls Spielentwickler und Mitbegründer des Cloud-basierten Spielservice "Gaikai". Diese Plattform wird bei der neuen PS4 integraler Bestandteil sein, der nach den Worten Perrys nicht weniger als das "schnellste Netzwerk der Welt" ermöglicht. Dazu zählt, dass alle Spiele testweise im PlayStation Store gespielt werden können, die bisherigen Light-Versionen von Spieltiteln sollen zukünftig entfallen. Vielmehr soll ein vollwertiger Test von Spielen möglich sein, in dessen Rahmen die Spiele dann mittels eines Knopfdrucks gekauft werden können. Perry erklärte dann auch eine neue Taste auf dem bereits erwähnten Controller, den neuen "Share Button". Darüber können andere Spieler das aktuelle Spiel verfolgen, dort einsteigen oder unterstützend mitwirken. Dadurch sollen sich beispielsweise Medical Packs auf einen anderen Spieler übertragen lassen oder Screenshots und Spielsequenzen auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Ustream veröffentlicht werden können. Zudem erklärte Perry die neue Funktion des "Remote Play" an einem einfachen Beispiel: wenn ein Nutzer ein Spiel auf dem heimischen TV-Gerät spielt und die Kinder ins Wohnzimmer kommen, können diese den Fernseher einfach für ihre Zwecke nutzen, während der Spieler sein Game auf der PS Vita weiterspielt.

Anschließend wies Perry auf einen ganz wichtigen Punkt hin: die Unterstützung der PS3 bei den neuen interaktiven Diensten und Spielen für die PS4. Diese soll über die Cloud erfolgen, wodurch auch die Nutzer der derzeit aktuellen Konsole auf viele Dienste der PS4 zugreifen können sollen. Zudem stellte Perry ein weiteres Feature vor, nämlich die deutlich verkürzte Boot- und Ladezeit der PS4. Diese soll nämlich direkt nach der Betätigung des Startbuttons einsatzbereit sein, denn die bisherigen Wartezeiten von bis zu drei Minuten würden nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.

Im Anschluss an Perry Auftritt wurden noch etliche neue Spieltitel vorgestellt, die exklusiv für die PS4 entwickelt worden sind. Den Anfang machte der Ego-Shooter "Killzone Shadow Fall", der durch eine beeindruckende Graphik besticht. Nicht weniger beeindruckend ist die anschließende Präsentation der Rennsimulation "Driveclub", die mit ungeheuer realistischen Fahrzeugmodellen aufwartet. Dieses Spiel zeigt, was zukünftig im Mittelpunkt der PS4 steht, nämlich das gemeinsame Spielvergnügen über das Netzwerk. Das Spiel ist für den Teamracing-Modus konzipiert, bei dem mehrere Spieler gemeinsam antreten und gegen andere Mannschaften Rennen fahren. Anschließend zeigte Jaonazhan Blow, Entwickler des Spiels "Braid", dass es durchaus auch ruhiger zugehen kann. Im neuen Spiel "The Witness" steht vor allem das Lösen von Rätseln und Puzzles im Fokus. Danach folgten noch etliche weitere Präsentationen diverser Spielstudios wie Blizzard, die die Leistung der PS4 verdeutlichen sollen. Um den Stand der Technik der PS4 zu veranschaulichen, wurden auch Zahlen genannt: während eine Spielfigur im Jahr 1999 aus lediglich 350 Polygonen bestand, wird diese auf der neuen Konsole aus 30.000 Polygonen gebildet, was einer Steigerung um das 87-fache entspricht.

Am Ende des ziemlich überladenen und über zwei Stunden langen Events machte sich dann aber doch eine gewisse Enttäuschung breit. Trotz vieler Details zur Konsole und etlicher Hinweise auf zukünftige Möglichkeiten war der eigentliche Star des Abends, die neue PlayStation 4, nicht ein einziges mal zu sehen. Zudem gab es keinerlei Informationen über Design, vorhandene Anschlüsse, eventuelle Beschränkungen, verbaute Festplatten, tatsächlichen Marktstart, mögliche Zusatzgeräte, zu erwartende Kosten, Abwärtskompatibilität oder ähnliches. In den nächsten Monaten bleibt also noch sehr viel Luft für Spekulationen rund um Sonys neue PlayStation 4.

Quelle: Livestream
Bildquelle: spiegel​
 
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