Smart-TV - die Möglichkeiten der Zukunft

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Flimmerkiste, Glotzkommode, Glotze – der Fernseher hat im Lauf der Zeit viele Namen bekommen. Trotz des teils abwertenden Charakters und immer wieder aufkeimender Debatten rund um:


  • den Fernsehkonsum bei Kindern
  • die moralischen Grenzen einiger TV-Sendungen

ist inzwischen in fast jedem Haushalt ein Fernseher zu finden. Laut Statistischem Bundesamt besaßen allein im Jahr 2015 von betrachteten 36,65 Millionen Haushalten knapp 98 Prozent ein TV-Gerät. Mittlerweile sind diese mit dem alten Röhrenfernseher nicht mehr vergleichbar

Moderne TV-Geräte sind flach, bis über 70 Zoll Bilddiagonale groß und verfügen oft über eine integrierte Festplatte. Zusätzlich kann in die Geräte eine Webcam eingebaut sein. Wer als Verbraucher heute nach einem neuen TV-Gerät sucht, muss sich mit HD-Auflösung oder 4K – und natürlich dem Smart-TV – auskennen. Letzteres ist in den vergangenen Jahren zu einem Modewort geworden, welches nicht nur Insider und Technikgurus kennen. Was hat es mit dem Smart-TV auf sich? Sind moderne Fernseher dadurch automatisch besser als ihre Vorgänger?


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Die neueste Technik bei Fernsehern sind Smart-TV-Fähigkeiten. 4 k gehört mittlerweile schon zum Standard neuester Geräte und bietet besonders hochauflösende Bilder!


Was ist Smart-TV genau?

Der Begriff Smart taucht heute in vielen Haushaltsbereichen auf – speziell im Zusammenhang mit vernetzten Haushaltsgeräten. Und auf genau diesen Aspekt zielt auch die Bezeichnung Smart-TV ab. Die Fernseher sind technisch so ausgestattet, dass sie in ein Heimnetzwerk eingebunden werden können bzw. ein Zugriff auf das World Wide Web möglich ist. Laut Fernseher.org ist dies bequem durch das Herunterladen einer App möglich.

Auf Knopfdruck lassen sich so Inhalte innerhalb des Heimnetzwerks – etwa von einem Netzwerkspeicher – oder aus dem Netz abrufen. Je nach Ausstattung besteht die Möglichkeit, über das TV-Gerät zu kommunizieren.
Die Hersteller moderner TV-Geräte bieten die entsprechende Ausstattung unter eigenen Labels an, wie:

  • Viera Connect
  • Aquos Net+ oder
  • Android TV.

Die Voraussetzung, um Smart TV vollständig zu nutzen, ist natürlich ein entsprechend schneller Breitbandanschluss. Diese Hürde dürfte in einigen Regionen der Bundesrepublik sicher am schwersten zu nehmen sein. Hintergrund: Gerade im ländlichen Raum ist der Netzausbau nach wie vor nicht sehr weit fortgeschritten.


Vorteile und Entwicklungspotenzial in der Zukunft

Warum sollte ich mit meinem Fernseher nun auch noch ins Internet? Diese Frage ist berechtigt. Klassische Kanäle für den Informationskonsum werden auch in Zukunft dem Tablet oder PC vorbehalten bleiben.
Aber: Bereits heute erlaubt der Anschluss eines TV-Geräts ans Internet den Zugriff auf viele zusätzliche Inhalte. Einige Beispiele sind:

  • Mediatheken
  • Online Videotheken
  • Streamingdienste
  • Videotelefonie.

Darüber hinaus erlaubt die Vernetzung innerhalb des Heimnetzwerks, dass beispielsweise Bilder vom letzten Familienurlaub direkt auf dem Fernseher dargestellt werden.

Und noch etwas ist inzwischen möglich – das Game-Streaming. Hier kommunizieren PC, Eingabegeräte – wie Gamepad oder Joystick – und TV-Gerät miteinander. Die Eingaben übernimmt der PC, die Darstellung erfolgt über das Smart-TV-fähige Fernsehgerät. Beispiele, anhand derer deutlich wird, welches Potenzial Smart-TV bereits hat. Wie kann die Zukunft aussehen?

Entwicklungspotenzial dürfte – mit ziemlicher Sicherheit – in der virtuellen Realität (VR) stecken. Erste serienreife Produkte für den PC sind am Markt eingeführt. In Zukunft wird es sicher auch hier eine Verschmelzung geben. Darüber hinaus zeigt das Thema Remote Control via Smartphone oder Tablet, dass beim Smart TV in Zukunft wahrscheinlich auch die Tastatur wegfallen wird. Eine wachsende Vernetzung elektrischer Geräte, der Fernseher als zentrale Schnittstelle – es sind verschiedene Szenarien denkbar und es wird sicher Überraschungen geben.


Risiken: Vom Smart-TV zum Botnet

Aktuelle Schlagzeilen zum Internet der Dinge – wie in der Süddeutschen Zeitung – zu dem auch Smart-TVs gehören, lassen aufhorchen. Inzwischen lernen Cyber-Kriminelle, wie sie aus den internetfähigen und vernetzten Haushaltsgeräten ein Botnet schmieden. Dieses kann ferngesteuert für Attacken eingesetzt werden. Und zwar ohne dass deren Besitzer es merken. Wer mit seinem Fernseher online sein will, muss dieses Risiko kennen. Die kürzlich erfolgte Attacke zeigt nicht nur, was Hersteller tun müssen. Letztlich ist hier auch der Verbraucher gefragt, der Datenschutz und Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen hat.


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Internet-Anwendungen bequem auf dem Fernseher nutzen. Smart-TV Apps machen es bequem möglich und sorgen somit für jede Menge neuer Optionen. Darüber ist das Entwicklungspotenzial in diesem Bereich sehr groß!


Fazit: Internet und Fernseher wachsen zusammen

Smart-TV – dieser Begriff ist inzwischen allgegenwärtig. Hierbei geht es – wie nicht anders zu erwarten – um vernetzte und internetfähige TV-Geräte. Der Fernseher löst damit zusehends den PC als zentraler Dreh- und Angelpunkt für den Konsum von Netzinhalten ab. Bisher sehen viele Nutzer hier aber nur die Möglichkeit, bequem auf Mediatheken und Filme zuzugreifen. Wie sieht die Zukunft aus? Smart-TV werden mit immer neuen Funktionen punkten. Dazu dürfte auch das Game-Streaming gehören. Gefragt ist – vor dem Hintergrund einer wachsenden Vernetzung – aber auch ein hoher Anspruch an Sicherheit und Datenschutz. Denn eines ist sicher: Die Möglichkeiten der Smart-TV und vom Internet der Dinge loten auch Hacker aus.


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