Sechs Festplatten-Imager im Test

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Karsten Violka

Sicherheits-Klone

Sechs Festplatten-Imager für die Systemsicherung

Indem Sie ein Abbild Ihrer Systempartition anfertigen und es an einem sicheren Ort verwahren, schließen Sie eine wertvolle Versicherung gegen die Folgen von PC­Havarien ab. Sechs aktuelle Festplatten-Imager mussten zeigen, ob man sich auf sie verlassen kann.

Festplatten-Imager sind Systemwerkzeuge, die den Inhalt ganzer Festplatten oder Partitionen in große Abbilddateien sichern. Mit einem Image der Systempartition konserviert man eine Momentaufnahme des installierten Betriebssystems in­klusive aller installierten Anwendungen, Treiber, Einstellungen und Arbeitsdaten.
Wenn Windows oder die Festplatte alle Viere von sich streckt,
lässt sich damit der gesicherte lauffähige Zustand des PC inner­halb weniger Minuten wiederherstellen. Das Image zurückzuspie­len ist meist schneller und beque­mer, als in den Untiefen des Be­triebssystems einer Fehlfunktion nachzuspüren. Sollte die Festplatte ihr Leben aushauchen, baut man einfach eine neue ein und spielt das Image darauf zurück.
Wer im Familien- und Freundeskreis immer wieder Support
leisten muss, reduziert seinen Ar­beitsaufwand mit einem recht­zeitig angefertigten Image enorm und rät dem nächsten verzweifel­ten Anrufer: „Spiel doch einfach Dein Image zurück!" Administratoren schätzen Imager für einer weiteren Einsatzzweck: Sie fertigen Images von vorkonfigurierten Betriebssystemen an, um da­raus mehrere identische Arbeits­stationen zu klonen.

Schnappschuss
Wir haben sechs aktuelle Festplatten-Imager einen anspruchs­vollen Testparcours absolvieren lassen, um zu prüfen, ob sie auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässige Sicherungen erstel­len. An den Start gingen die Win­dows-Produkte Symantec Ghost 10.0, Acronis True Image 9.0, die Shareware Drive Snapshot und das kostenlose DrivelmageXML von Runtime Software. Die Firma Paragon schickte gleich zwei ak­tuelle Imager ins Rennen: Die Version 7 von Drive Backup Pro­fessional und das günstige Exakt Image.
Fast alle Produkte können auch Linux-Systeme sichern, wenn mar das Image vom mitgelieferter Rettungssystem oder von einem parallel installierten Windows aus erstellt. Für Windows-Server bie­ten Symantec, Acronis und Pa­ragon spezielle Versionen ihre Produkte an, die deutlich teure, als die hier vorgestellten Endkundenversionen sind. Technisch macht es eigentlich keinen Unter­schied, ob man ein Image vor einem Server oder einem Desktop-PC erstellt. Der Autor de, Shareware Drive Snapshot velangt dafür lediglich eine etwas höhere Lizenzgebühr.
Schon im Vergleichstest des vergangenen Jahres zeichnete sich ein Trend ab, den die aktuellen Produkte fortsetze Die Hersteller peilen als Zielgruppe nicht nur professionelle Anwender und Administratoren an, sondern möchten auch we­niger versierten Heimanwen­dern regelmäßige Image-Sicherungen schmackhaft mache Zum Stand der Technik geholt es etwa, die Windows-Systempartition im laufenden Betri
es zu sichern und das Image inkrementell aufzufrischen.
Symantec und Acronis vermarkten ihre Imager sogar als Alternative zu herkömmlicher Backup-Software. Während Acronis ein dateibasiertes Backup als zusätzliche Option anbietet, schlägt Ghost 10 dem Anwender nach der Installation vor, auch von Datenpartitionen regelmäßig inkrementelle Images anzuferti­gen. Das mag recht bequem sein - wir halten es aber nicht unbe­dingt für empfehlenswert, die ei­genen Arbeitsdaten mit einem mager zu sichern: Zwar lassen sich aus einem solchen Backup auch einzelne Dateien zurückspielen, das Datenformat der Images st aber sensibel. Wenn nur eine der inkrementellen Image-Dateien beschädigt ist, sind alle spä­teren Backups wertlos - und zwar des gesamten Laufwerks. Diplom­arbeiten, die Excel-Buchhaltung, Erinnerungsfotos und teuer erworbene Mediendateien sollten Sie deshalb besser dateiweise mit herkömmlichen Methoden si­chern, etwa mit einem Brennprogramm oder regelmäßig mit einem einfachen Batch-Skript, wie wir es in c`t 8/03 vorgestellt haben.

Sektorweise
Ein Imager orientiert sich nicht an einzelnen Dateien, sondern lest die Rohdaten der Fest­platte Sektor für Sektor aus. Diese kleinsten Datenhäppchen, die eine Festplatte verarbeitet, sind 512 Byte groß. Ein vollstän­diges Image sämtlicher Sektoren­, wie es etwa das Linux-Kom­mandozeilenwerkzeug anfer­tigt, funktioniert unabhängig vom Dateisystem, mit dem eine -lartition formatiert ist. Solche Komplett-Images dauern aber ange und werden selbst in kom­primiertem Zustand sehr groß und damit unhandlich. Sie ent­nalten außer den Nutzdaten auch alle leeren Sektoren, die Verwaltungsstrukturen und sol­;he Daten, die bereits als ge­oscht markiert und zum Über­schreiben freigegeben sind.
Die hier vorgestellten Imager sind intelligenter und kennen die Interna der wichtigen Datei­systeme. Sie sichern nur die Nutzdaten der belegten Sektoren und komprimieren sie zu­sätzlich. Wer seine Festplatte sinnvoll unterteilt und die eige­nen Arbeitsdateien sowie leicht .om Originaldatenträger instal­erbare Dinge wie Spiele auf separate Partitionen auslagert, soll­e ein Betriebssystem-Image auf einer DVD unterbringen können.
Ein wichtiger Bestandteil jedes mager-Pakets ist ein von CD
bootfähiges Rettungssystem, das den PC auch dann noch startet, wenn das auf der Festplatte ins­tallierte Betriebssystem streikt. Von einem solchen Reserve­system aus lässt sich eine Abbilddatei der Systempartition zurückspielen, wenn nötig auch auf eine fabrikneue Platte. Die Her­steller rüsten ihre Boot-CDs mit verschiedenen Mini-Betriebssystemen aus: Symantec setzt auf Microsofts Windows PE, die Rettungsmedien von Acronis und Paragon bauen dagegen auf einen Linux-Kernel. Drive Snap­shot kann eine Rettungsdiskette mit FreeDOS erstellen, lässt sich aber auch von einer selbst ge­brannten BartPE-CD starten. Eine solche ist auch für Drivelmage XML notwendig. Eine Boot-CD mit Bart PE erstellt die kosten­lose Software PE Builder, deren c't-Edition wir zuletzt auf der Heft-CD der Ausgabe 23/05 veröffentlicht haben.

Um die Wette
Für den Testparcours ließen wir die Imager unter Windows Parti­tionen auf unterschiedliche Spei­chermedien sichern und versuch­ten anschließend, sie mit den mitgelieferten Rettungsmedien wiederherzustellen. Nur wenn der gesamte Ablauf fehlerfrei war, verdienten sich die Imager einen Haken in der Ergebnis­tabelle.
Dabei mussten die Boot-CDs zeigen, ob sie für die getesteten Geräte die passenden Treiber an Bord haben und ob sie auch mit ganz aktueller Hardware zu­sammenarbeiten. Das Mainboard eines Test-PCs war mit Intels Chipsatz 945P bestückt, der eine SATA-Festplatte über eine ICH7­Southbridge ansteuert. Hier tes­teten wir den RAID-1- und den modernen AHCI-Modus.
Obwohl wir unterschiedliche Testsysteme mit Erfolg verwen­det haben, können unsere Er­gebnisse aber nur einen Anhalts­punkt liefern, wie es um die Trei­berunterstützung bestellt ist. Bevor Sie sich auf ein Produkt verlassen, sollten Sie prüfen, ob sein Rettungsmedium mit Ihrer Hardware etwas anfangen kann. Alle Hersteller bieten zeitlich ein­geschränkte Testversionen ihrer Produkte kostenlos zum Down­load an (siehe Soft-Link 0601146).
Die gesicherten Partitionen waren mit den Dateisystemen NTFS und FAT32 sowie den Linux-Pendants ext3 und ReiserFS formatiert. Von allen Dateien er­stellten wir im Vorfeld MD5-Prüf­summen, um nach dem Zurück­spielen zu kontrollieren, ob die Imager womöglich Daten verfäl­schen. Die NTFS-Partitionen rei­cherten wir mit einigen Spezia­litäten wie Sparre Files und Hard Links an, um zu prüfen, wie gut die Imager mit Microsofts kom­plexem und für Entwickler spär­lich dokumentiertem Format zu­rechtkommen.
Als problematisch erwiesen sich dynamische Datenträger, die Windows 2000, XP und der Server 2003 als alternatives Partitionierungsschema anbieten. Sie sind die Grundlage für das Windowseigene Software-RAID sowie NTFS-Volumes, die sich über meh­rere Festplatten erstrecken [c`t 23/05]. Mit so eingerichteten Platten können von den hier getesteten Produk­ten nur Ghost, Drive Snapshot und Drivelmage XML umgehen. Paragon behauptet zwar, die getestete Professional-Ausgabe von Drive Backup beherrsche zumindest einfache dynamische Volumes - auf unserem Testsys­tem blieben die Image-Funktio­nen für dynamische Datenträger aber ausgegraut. Acronis hat eine teure Serverausgabe von True Image im Sortiment, die ver­spricht, auch dynamische Datenträger zu sichern.
Unter Linux bietet der Logical Volume Manager (LVM) eine fle­xible Partitionierungstechnik, die etwa die Linux-Distribution Fe­dora standardmäßig einrichtet. Mit Festplatten, die unter der Obhut des LVM standen, konnte aber keiner der Imager etwas an­fangen. Bestenfalls erkennen sie eine einzige große Partition un­bekannten Typs, die sich als voll­ständige Kopie aller Sektoren in ein Image bannen lässt.

Wo laufen sie denn?
Unter Windows installiert, sichern alle getesteten Produkte die Systempartition im laufenden Betrieb. Das ist nicht trivial, denn für gewöhnlich behält sich das Betriebssystem den exklusiven Zugriff auf einige sei­ner Dateien vor, etwa die der Registry, und verbietet anderen Prozessen den Zugriff. Um diese Autorität zu untergraben, rich­ten die Imager spezielle Treiber ein, die Plattenzugriffe noch unterhalb des Dateisystemtreibers auffangen.
Sobald man ein Image-Backup der Systempartition startet, leert der Imager zunächst die Cache­Speicher des Betriebssystems und bringt das Dateisystem auf der Festplatte in einen konsistenten Zustand. Danach friert der Imager die Partition virtuell ein und beginnt damit, ihren Inhalt in die Sicherung zu übertragen. Währenddessen kann man die Arbeit am PC fortsetzen. Werden Daten gespeichert, während der Imager noch arbeitet, fängt der Treiber den Schreibzugriff ab und prüft zunächst, ob die Original­sektoren bereits im Image gesi­chert sind. Wenn nicht, speichert er sie zwischen, bevor er das Be­triebssystem gewähren lässt.
Vor dem Beginn der Sicherung sollte man tunlichst alle Anwendungen schließen, die kontinuierlich Daten auf die Partition schreiben. Startet man eine Si­cherung, während ein Prozess noch dabei ist, größere Daten­mengen zu schreiben, so wer­den diese nicht vollständig im Image enthalten sein. Der im Image gesicherte Zustand ent­spricht ungefähr dem, als hätte man im laufenden Betrieb den Netzschalter betätigt. Anders als in diesem Szenario ist das Datei­system zwar in einem konsisten­ten Zustand - für komplexe An­wendungen können die Herstel­ler dies aber nicht garantieren.
Wir malträtierten die Live-Sicherung mit einem Lasttest, den keines der Produkte bestand: Eine Windows-Partition füllten wir randvoll mit Testdaten und starteten den Imager. Während die Sicherung lief, löschten wir Dateien und kopierten neue In­halte auf die Partition. Fast alle Imager brachen daraufhin die Sicherung nach einiger Zeit mit einer Fehlermeldung ab.
Nur Drive Snapshot gab nicht auf und brachte das System nach vielen Stunden zum Stillstand, sodass es nur mit einem Neustart wiederzubeleben war; auf einem zweiten Testrechner produzierte es sogar einen Bluescreen. Immerhin blieben die Dateisysteme bei allen Tests unbeschädigt.
Der sichere, wenn auch zeit­raubende Weg ist es, das Betriebs­system herunterzufahren und von einer zweiten Windows-Installation oder den mitgelieferten Rettungsmedien aus zu sichern - Letzteres verweigert allein Norton Ghost. Drive Snapshot und Drive-Image XML können Windows aber auch erst von einer BartPE-CD aus sichern, die der Anwender selbst erstellen muss.

Nur die Unterschiede
Fast alle Produkte im Testfeld können inkrementelle Images anfertigen, die den Platz- und Zeitbedarf für regelmäßige Sicherungen eines Laufwerks er­heblich reduzieren. Dabei nimmt eine neue Image-Datei nur sol­che Sektoren auf, die seit der letzten vollen oder inkrementellen Sicherung geändert wurden. Um solche Images wiederher­zustellen, muss die Software lückenlosen Zugriff auf alle inkrementellen Image-Dateien und das erste Voll-Image haben. True Image bietet zusätzlich die Option, differenzielle Image-Dateien zu erstellen, die stets alle Änderungen im Vergleich zu einer Vollsicherung aufnehmen.
Drive Snapshot kennt ausschließlich differenzielle Images. Auf Wunsch erstellt das Programm zu einem Voll-Image eine kleine Datei mit Prüfsum­men, die es aus Datenblöcken der Originalpartition berechnet. Um ein differenzielles Image an­zufertigen, genügt Drive Snap­shot der Zugriff auf die Prüfsummendatei; das Voll-Image selbst kann währenddessen auf einem externen Medium lagern.
Alle Imager können einzelne Dateien aus einer Sicherung zurückspielen. Die Programme gehen hier zwei verschiedene Wege: Exact Image und Drive Image XML bringen nur einen se­paraten Image-Explorer mit, der den Zugriff auf den Image-Inhalt eröffnet. Die anderen Produkte können den Inhalt eines Image auch als virtuelles Laufwerk unter einem Laufwerksbuchstaben verfügbar machen. Nur damit lässt sich eine komplette Sicherung im Nachhinein mit einem Virenscanner untersuchen.

Backup-Medien
Die Image-Sicherungen ausschließlich auf der Originalfest­platte aufzubewahren, ist keine besonders gute Idee - schließlich möchte man sich damit auch gegen den Ausfall der Platte ver­sichern. Acronis True Image und Paragons Exact Image können dennoch auf Wunsch auf der internen Platte eine versteckte Partition als Speicherort einrich­ten, der exklusiv für die Imager reserviert ist. Dort kann sie zwar niemand versehentlich löschen; vor einer bösartigen Software, die mit Administratorrechten auf die Platte zugreift, sind die Daten aber auch hier nicht geschützt.
Sicher und bequem speichert man Images auf externen Fest­platten. Die FireWire-Schnittstelle unterstützen aber nicht alle Rettungssysteme. Bei einem DOS-basierten System, wie es Drive Snapshot verwendet, klappt bereits der Zugriff auf USB-Laufwerke nur dann, wenn das PC-BIOS die passenden Routinen bereithält.
Damit die Imager direkt auf CD und DVD schreiben können, müs­sen sie ihre eigene Brennsoftware mitbringen. Acronis True Image kann ohne fremde Hilfe nur CDs beschreiben. Um Daten auf DVD zu speichern, muss man zusätz­lich eine Packet-Writing-Software für das Format UDF installieren. Damit bindet Windows DVD­Medien als beschreibbare Wechselmedien unter einem Laufwerksbuchstaben ein. Geeignet sind etwa InCD, das zum Brenn­paket Nero gehört, oder Roxios DirectCD.
Drive Snapshot und Drive­Image XML können selbst keine optischen Medien beschreiben. Wer trotzdem Image-Dateien die­ser Produkte archivieren möchte, muss sie beim Erstellen in pas­sende Stücke aufteilen lassen und ein separates Brennprogramm bemühen.
Besonders bei DVD-Medien ist es wichtig, die Sicherung nach
dem Schreiben zu überprüfen. Unsere regelmäßigen Tests von Laufwerken und Rohlingen zeigen, dass nicht jeder Brenner jeder Rohlingsmarke zuverlässige Ergebnisse erzielt. Wer Images auf einmal beschrei bare DVD-Rohlinge brennt, sollte das im Zweifelsfall nicht der maximalen Geschwindigkeit tun, die der Brenner unterstütztzt.
Leider bietet nur Exact Image eine Option, um die Brenngeschwindigkeit zu reduzieren Wenn Sie mit Ihrem System Schwierigkeiten haben, zuverlässige Sicherungen zu brenn bleibt als Ausweg, das Image die Platte zu sichern und manuell zu brennen.
Bei den wiederbeschreibaren RW-Medien haben sich schnellen 6X- und 8X-Medien noch als unzuverlässig erwiesen [siehe c`t 20/05], auch hier sollte man Brenner einen Gang herunterschalten. Besonders gut eignen sich DVD-RAM-Medien für Ba ups: Sie sind zuverlässiger normale Rohlinge, die Laufwerke verifizieren die geschrieben Daten selbst und sondern defekte Sektoren automatisch. Nur True Image konnte mit Hi von InCD direkt auf DVD-R schreiben.

Korrekturlesen
Wer sich ein Backup-System frisch anschafft, sollte eigentlich ein den gesamten Sicherungs- und Rücksicherungsprozess aspbieren. Idealerweise spielt m die Daten dann auf ein ne Medium zurück und vergleicht sie mit den ursprünglichen. Vielleicht wird nur ein Systemadministrator, der wichtige Firmendaten in seiner Verantwortetuns und einige schlechte Erfahrungen mit Backup-Systemen diesen Aufwand betreiben.
Doch eine grundsätzliche Assuage darüber, ob denn das Backup auf dem Sicherungsdatenträger fehlerfrei angekommen t kann jeder Anwender erwarten nicht nur bei Sicherungen auf oder DVS. Leider bietet keine der getesteten Produkte eine Funktion, mit der sich ein Im nachträglich Bit für Bit mit d Original vergleichen ließe.
Die Hersteller argumentieren durchaus plausibel, eine solche sei bei Images, die im laufen Betrieb erstellt wurden, nicht praktikabel, weil sich auf der Originalpartition diverse Dateien verändert haben, bis das Image fertig gestellt ist. Diese Aussage gilt aber eben nur für Images, die von der Partition des darauf laufenden Betriebssystems ge­zogen werden. Für eine Si­cherung von einem Rettungs­medium oder einer zweiten Windows-Installation aus wäre ein Vergleich indes nicht nur einfach möglich, sondern sehr zuver­lässig und beruhigend - also wünschenswert.
Wenn kein Vergleich geboten wird, dann sollte ein Imager wenigstens seine Dateien mit Prüfsummen anreichern. Damit Kann eine Konsistenzprüfung im Nachhinein verlässlich ermitteln, ob die Image-Daten auf dem Si­cherheitsmedium korrekt sind.
Um die Fehlererkennung auf die Probe zu stellen, beschädig­ten wir Image-Dateien mutwillig mit einem Hex-Editor. Das kos­tenlose Drivelmage XML prüft seine Images leider überhaupt nicht und schreibt auch beschä­digte Sicherungen kommentarlos auf die Festplatte zurück.
Auch die beiden Produkte von Paragon können nicht begeistern: Sie schreiben in der Voreinstellung zunächst keine Prüf­summen in ihre Image-Dateien. Schlimmer noch: Lässt man die Konsistenzprüfung von Drive Backup auf ein Prüfsummenfreies Image los, so meldet sie diesen Umstand nicht und akzeptiert selbst stark beschädigte Dateien als fehlerfrei. Exact Image bietet in der Windows-Oberfläche erst gar keine Funktion an, .im ein Image zu testen, bevor man es auf die Platte schreibt.
Im Optionen-Dialog der Paragon-Produkte befindet sich ein irreführend mit „Archiv NICHT auf Vollständigkeit prüfen" be­schrifteter Schalter, der standard­mäßig aktiviert ist. Erst wenn man -in deaktiviert, fügen die Pro­
gramme den Images beim Erstellen die Prüfsummen hinzu, über die die Konsistenzprüfung von Drive Backup dann auch tat­sächlich eine verlässliche Dia­gnose stellen kann. Dasselbe Problem bemängelten wir schon vor einem Jahr bei der Vorgän­gerversion Drive Backup 6.
Im Testfeld sticht Drive Snap­shot positiv heraus, das einen fehlerkorrigierenden Code verwen­det und in der Lage ist, einen 64­KByte-Block zu reparieren, wenn nur ein einzelnes Byte kaputt ist.

Partitionen
Ein komfortabler Imager sollte seine Sicherungen auch auf leere Festplatten zurückspielen und die nötigen Partitionen selbst anlegen können. Die meisten Produkte bieten bei der Wieder­herstellung an, die Partitions­größe anzupassen, sodass man dem System auf einer neuen Platte gleich mehr Speicherplatz gönnen kann. Manchmal ist es auch nützlich, das Image einer großen Partition auf eine kleinere zurückzupielen - das geht natürlich nur, solange die enthal­tenen Nutzdaten auf der Zielpartition Platz finden.
Den Schrumpfungstest meisterte nur True Image souverän. Wir versuchten, das Image einer NTFS-Partition von 20 GByte Größe, die mit 5,5 GByte frag­mentierten Nutzdaten gefüllt war, auf einer 6-GByte-Partition zurückzuspielen. Damit das gelingt, muss der Imager das Datei­system umstrukturieren. Drive Snapshot kann mit dem DOS­Rettungsmedium Images nur auf Partitionen der originalen Größe zurückspielen.
Schließlich kontrollierten wir, ob das auf eine fabrikneue Festplatte zurückgespielte Windows XP sofort bootfähig ist. Dafür
muss der Imager auch den Mas­ter Boot Record, den ersten Sektor der Festplatte, wiederherstellen. Bei einem Versuch mit Ghost 10 bootete Windows nicht: Der Imager hatte die Startdatei boot.ini angepasst und dort eine falsche Partitionsnummer eingetragen. DrivelmageXML küm­mert sich nicht selbst um den MBR. Um den Klon zu beleben, mussten wir den Befehl fix-mbr der Windows-Wieder­herstellungskonsole bemühen.
Um zu messen, wie schnell die Imager ihren Job erledigen, sicherten wir unter Windows eine zweite Systempartition, die mit MP3-Dateien auf insgesamt 5,5 GByte aufgefüllt war. Als Ziel diente eine weitere interne Fest­platte. Für die Messung stellten wir bei allen Produkten die bestmögliche Kompression ein. Nach nur 7 Minuten und 13 Sekunden ging Drive Snapshot ins Ziel, ge­folgt von True Image, das knapp 9 Minuten brauchte. Als lang­samstes Programm nahm sich Drivelmage XML für seine Auf­gabe 18 Minuten Zeit. Die Kom­pressionsleistung der Program­me unterschied sich nur unwe­sentlich.

True Image 9,0
Acronis True Image 9.0 verspricht mit der Funktion Snap Restore die für die Wiederherstellung eines Images nötige Ausfallzeit dras­tisch zu verkürzen. Die Funktion ist in der aktuellen Version nur für Images einer kompletten Platte verfügbar, die man aus der ver­steckten Partition der „Secure Zone" wiederherstellt.
Für das Snap Restore bootet True Image zunächst den PC und wechselt in das eigene auf Platte installierte Rettungssystem. Von hier aus spielt es nur we­nige Systemdateien zurück, die für den ersten Windows-Start nötig sind. Dem Minimalsystem schiebt True Image einen speziel­len Festplattentreiber unter. Nach wenigen Minuten der Vorberei­tung kann der Imager dieses Sys­tem bereits hochfahren, obwohl das Image noch nicht vollständig zurückgespielt ist. Der Image-Treiber behält die Kontrolle über die Festplattenzugriffe und stellt vom laufenden System angeforderte Sektoren bevorzugt wieder her.
Acronis' Snap-Restore-Funktion hat bei unserem Test funk­tioniert - doch so clever das Verfahren auch sein mag, nicht jeder wird begeistert sein, wenn aus­gerechnet beim Backup und Restore eine deutlich kompliziertere Technik benutzt wird als nötig. Zwar kann man Windows so tatsächlich schneller wieder starten, es dauert aber etwa doppelt so lange, bis der Windows­Desktop erscheint. Auch danach war unser Testsystem noch eine ganze Weile mit dem Zurückspielen beschäftigt und dabei deutlich ausgebremst. True Image lie­fert keinerlei Rückmeldung darü­ber, wie lange der gesamte Vor­gang dauert. Der Hersteller hält das für unnötig, weil der Imager selbst nach einem zwischenzeit­lichen Neustart den Vorgang fort­setzen kann.
Zusätzlich zu den Image-Sicherungen bietet True Image jetzt auch ein dateibasiertes Backup. Diese Funktion haben wir für diesen Artikel aber nicht ausgiebig getestet. Eine weitere Neuerung in Version 9 sind die differenziel­len Images. True Image konnte mit fast allen getesteten Ge­räten umgehen. Sogar die für Backup-Zwecke idealen DVD­RAM-Medien funktionierten, mit zweilagigen DVD-Rohlingen hatten wir allerdings keinen Erfolg. Der Windows-XP-Oberfläche des Rettungsmediums ist es nicht an­zusehen, dass ein Linux-Kernel die Hardware ansteuert. Mit der Boot­CD kann man den vollen Funk­tionsumfang n zen und etwa Images auf e er Freigabe im Netzwerk u auf CD sichern, nicht aber auf DVD.

Drive Snapshot
Drive Snapshot läuft unter Windows ohne Installation und besteht nur aus einer einzigen, etwa 195 KByte großen ausführbaren Datei. So lässt sich der Imager auf einem USB-Stick umhertragen und man kann PCs sichern, ohne sie für die Imager­Installation neu zu starten. Mit dem kostenlosen SysinternalsWerkzeug psexec kann man damit sogar einen PC aus der Ferne via Netzwerk sichern.
Die Oberfläche ist spartanisch, bietet aber schnellen Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Der Imager lässt sich zudem vollständig mit Kommandozeilenbefehlen steuern. Wer Images zu regelmäßigen Terminen erstellen möchte, muss etwa selbst einen Eintrag im Taskplaner erstellen. Eine Brennsoftware ist in Drive Snapshot nicht eingebaut. Der Inhalt eines fertigen Image lässt sich als virtuelles Laufwerk einblenden. Vorbildlich ist die Konsistenzprüfung, die sogar einzelne kaputte Bytes reparieren kann.
Auf seiner Website bietet der Autor ein Installationspaket zum Download an, mit dem sich eine bootfähige Notfall-Diskette mit FreeDOS erstellen lässt. Damit werden aber nur DOS-erfahrene Kommandozeilen-Fans zurechtkommen. Drive Snapshot verlässt sich in dieser Umgebung auf die BIOS-Routinen und konnte damit auf unseren Testsystemen fast alle Anforderungen erfüllen.
Lediglich der Zugriff auf externe FireWire-Geräte blieb ihm verwehrt. Wenn die eigene Netzwerkkarte nicht erkannt wird, muss man den passenden Treiber selbst in die DOS-Diskette einbauen. Sie bringt sogar den Sysinternals-Treiber NTFSDOS mit, so dass sich Images auch von NTFS­formatierten Laufwerken zurückspielen lassen.
Das deutlich komfortablere Rettungssystem für Drive Snap­shot ist eine selbst erstellte CD mit BartPE. Die c't-Edition des PE Builder, die auf der Heft-CD in c't 23/04 zu finden ist, brachte bereits die Vorgängerversion 1.36 von Drive Snapshot als ein Jahr lauffähige Testversion mit. Wer damit unter BartPE Images von optischen Medien wieder herstellen möchte, muss allerdings ein zweites Laufwerk im PC haben: BartPE nimmt den Versuch übel, seine CD aus dem Boot-Laufwerk zu nehmen, um ein anderes Medium einzulegen.
Drive Snapshot brachte als einziges der getesteten Produkte beim Lasttest, mit dem wir die Sicherung des laufenden Systems auf die Probe stellten, Windows zum Absturz. Der Autor hat den Bug nach eigenen Angaben bereits behoben. Als wir unter DOS ein Image von einem Netzlaufwerk zurückspielten, gingen auf dem Ziellaufwerk reproduzierbar ein paar Dateien kaputt; die Ursache für dieses Problem ließ sich noch nicht klären.

Exact Image 7.0
Vom Hersteller Paragon haben wir gleich zwei aktuelle Produkte getestet. Neu im Sortiment ist das günstige Exact Image, des­sen Funktionsumfang im Ver­gleich zu dem seines großen Bruders Drive Backup abgespeckt ist und auf inkrementelle Images sowie Netzwerktreiber verzichtet. Hier begleiten Assis­tenten den Anwender durch alle Arbeitsschritte.
Nach der Installation schlägt Exact Image vor, auf der Platte Platz für eine versteckte Partition freizuräumen, in der sich Images speichern lassen. Die von uns getestete Box-Version mit der Build-Nummer 33 (abzulesen unter „Hilfe/Über') enthält allerdings einen bösen Bug, der eine bestehende FAT-Partition beim Verkleinern reproduzierbar zer­störte. Wenn Sie eine CD mit die­ser Version besitzen, sollten sie bei Paragon tunlichst ein Update herunterladen.
Die Bedienoberfläche ist einigermaßen komfortabel, reicht aber nicht ganz an True Image heran. Der Windows-Software fehlt eine Konsistenzprüfung, mit der sich ein Image nachträglich testen ließe. Deshalb haben wir die Zuverlässigkeit der Soft­ware deutlich abgewertet.
Die Boot-CD stellt ein Linux­ und ein DOS-basiertes Rettungs­system zur Wahl. Mit Letzterem kann man die BIOS-Routinen nutzen, um etwa auf manche Hostadapter zuzugreifen, für die das Linux-System keine Treiber mitbringt. Mit Intels Southbridge ICH7 unseres Testsystems wusste aber auch die DOS-Variante nichts anzufangen.
Die Linux-Version wartet mit einer Oberfläche auf, die sich am Windows-XP-Look orientiert. Ver­wirrend ist hier die Zuordnung von Laufwerksbuchstaben zu Partitionen, die nicht immer der unter Windows entspricht. Wer nicht aufpasst, läuft Gefahr, ein Image auf die falsche Partition zurück­
zuschreiben. Die exakte Nomenklatur der Geräte verbirgt die Oberfläche vor dem Anwender. Über die Kontextmü-Funktion „Zuordnen" kann Partitionen explizit in einem Verzeichnis unter /mnt/diskmr; hängen.

Drive Backup 7.0 Professional
Die Professional-Ausgabe von Drive Backup 7 ist das teuerste Produkt im Testfeld. Die Bedienoberfläche ist nicht so intuitiv wie bei der Konkurrenz und zeigt die Partitionen der angeschlossenen Festplatten redundant als Baumansicht, Liste und in Diagrammform.
Alle Imager-Funktionen erreicht man an beliebiger Stelle über Kontext-Menüs. Die erteilten Befehle führt Drive Backup nicht sofort aus, sondern speichert sie zunächst in einer Liste. Erst mir. einem Klick auf „Ausführen" setzt sie das Programm in die Tat um. So lassen sich leicht mehrere Ar­beitsschritte auf einmal beauf­tragen. Auch Drive Backup bringt auf seinem Rettungsmedium eine Linux- und eine DOS-Variante mit die Ausstattung hat Paragon um Netzwerktreiber ergänzt.
Die ärgerlichen Probleme mit der Konsistenzprüfung von Drive Backup stammen eigentlich vor der Bedienschnittstelle. Sie führen den Anwender jedoch so gründlich in die Irre und damit zum unbemerkten Einspielen defekter Sicherungen, dass auch wir uns ohne Tipps von den Entwicklern nicht hätten helfen können. Wir sahen uns daher genötigt statt der Bedienung die Zuverläs­sigkeit von Drive Backup (wie auch Exact Image) abzuwerten.
Der Hersteller bietet auch eine „Personal-Version von Drive Backup an, die für den Preis vor 50 Euro einen ähnlichen Funk­tionsumfang bietet wie das hier getestete Exact Image. Hier muss man auf Netzwerkunterstützung verzichten und Images lassen sich nicht unter einem Laufwerksbuchstaben ins System einbinden.

Drive Image XML
Der US-Hersteller Runtime Systems stellt seinen Imager Drive Image XML als Freeware zum Download bereit. Das Programm läuft nur unter Windows XP, als Rettungssystem empfiehlt der Hersteller eine Boot-CD mit BartPE. Ein fertiges Plug-in für den PE Builder finden Sie unter dem Soft-Link 0601146.
Für die Sicherung im laufenden Betrieb verwendet der Imager den XP-eigenen Mechanismus der Volume Shadow Copies, den etwa auch das von Windows mitgelieferte Backup-Programm nutzt, um geöffnete Dateien zu sichern. Die Software bietet nur Grundfunktionen - ein großes Manko ist aber das Fehlen einer Konsistenzprüfung. Beschädigte Image-Dateien provozieren beim Zurückspielen keinerlei Fehlermeldung.

Norton Ghost 10.0
Die Version 10 von Norton Ghost hat, wie schon der Vorgänger Ghost 9, nichts mit dem altbekannten DOS-Imager gemein, der in den 90er-Jahren bei vielen Administratoren beliebt war. Symantec hat im Jahr 2003 den Hersteller PowerQuest aufgekauft und dessen Produkt Drive Image 2003 mit wenigen Änderungen unter dem eigenen Label „Norton Ghost" veröffentlicht. In der gelben Schachtel von Ghost 10 findet sich zusätzlich eine CD mit Ghost 2003, das als letzte DOS-basierte Version auch unter Windows 9x lauffähig ist.
Als einziger Imager leistet sich Ghost für sein Rettungsmedium ein original Windows PE von Microsoft, dessen Treiberausstattung vorbildlich ist. Wie bei der Windows-Installations-CD lassen sich zudem Treiber für unbekannte Festplatten-Hostadapter beim CD-Start nach einem Druck auf die Taste F6 per Diskette nachfüttern. Bei der Einrichtung der Windows-Software prüft die In­stallationsroutine, ob die vorhandene Hardware auch vom PE-System aus nutzbar ist und warnt den Anwender, wenn etwas fehlt.
Das Rettungssystem benötigt mindestens 256 MByte Arbeitsspeicher. Selbst auf unserem Testrechner mit 3-GHz-CPU und 1 GByte RAM ließ sich das PE-System nur zäh bedienen und reagierte auf manche Mausbefehle wie in Zeitlupe. Besonders die Wiederherstellung von optischen Medien strapaziert den Geduldsfaden: Um ein auf zwei CDs verteiltes Image zurückzuspielen, forderte uns Ghost insgesamt viermal auf, das Medium zu wechseln. Zudem störte ein Bug: Bei jedem Start von CD stellte Ghost die Systemuhr um eine Stunde zurück.
Ärgerlicher ist es, dass Symantec den Funktionsumfang des Rettungsmediums kastriert hat: Es kann Images ausschließlich wiederherstellen. Es genügt also nicht, einfach die Boot-CD ins Laufwerk zu schieben, um den Urzustand eines frisch installierten PC zu sichern. Wer Windows nicht im laufenden Betrieb imagen will, dem bleibt als Ausweg nur, Ghost auf einem parallel installierten Zweit-Windows zu starten.
Die Windows-Installation spült zusätzlich Microsofts schwergewichtiges NET-Framework auf die Platte. Bevor die Software dauerhaft einsatzbereit ist, muss man sie online aktivieren. Dazu gehen nach Angaben des Herstellers keine schutzwürdigen Benutzerdaten über die Leitung. Wer keinen Internetzugang hat, darf die Freischaltung telefonisch mit einem Automaten aushandeln und insgesamt 49 Ziffern ins Telefon tippen. Danach gilt es, einer ebenso langen Zahlenkolonne zu lauschen, um Ghost damit zu füttern. Immerhin ist dieses Gespräch kostenlos. Nach Angaben des Herstellers lässt sich Ghost auf diese Weise nur fünfmal installieren. Beim sechsten Mal verweigert Symantec die automatische Aktivierung, und man muss den Support um eine erneute Freischaltung bitten.
Nach der Installation begrüßt ein Assistent den Anwender und schlägt einen Backup-Plan vor, um die Systempartition und weitere vorhandene Laufwerke mit Arbeitsdaten regelmäßig inkrementell zu sichern. Dabei wählt das Programm externe Festplatten automatisch als Speicherort aus.
Ghost 10 nennt seine Image­Dateien jetzt durchgehend „Wiederherstellungspunkte" - die freilich nichts mit der Windowseigenen Systemwiederherstellung gemein haben. Anders als die anderen Produkte stellt der Ghost-Assistent bei der Wiederherstellung keine Image-Dateien zur Auswahl, sondern zeigt eine Liste der in der Vergangenheit erstellten Sicherungen. Auf welchem Laufwerk sich die Image­Dateien tatsächlich befinden, ist hier nicht ersichtlich. Ghost prüft auch nicht, ob alle Image-Dateien der Liste verfügbar sind. Hat man zwischenzeitlich ein Image manuell gelöscht, erscheint bei der Auswahl eine Fehlermelung. Manuell lassen sich Abbilddateien nur selektieren, indem man in der Windows-Anwendung aus dem Menü „Tasks" die „Erweiterte Wiederherstellung" aufruft. Für erfahrene Anwender dürften diese Neuerungen eher verwirrend sein.


Fazit
Ein Imager ist nur dann eine wirksame NotfallVersicherung, wenn das Rettungsmedium mit der eigenen Hardware funktioniert und man auf die Backup-Medien zugreifen kann. Unbedingt notwendig ist zudem eine verlässliche Konsistenzprüfung, die fehlerhafte Images identifiziert. Eine solche Prüfung sollte jederzeit, aber auf jeden Fall vor dem Zurückspielen auf die Platte möglich sein. Diese Prüfung ist bei den getesteten Versionen von Exact Image und von Drive Backup für den Anwender quasi nicht nutzbar, beim kostenlosen Drive Image XML fehlt sie völlig.
Als praxistauglich haben sich Norton Ghost 10.0, True Image 9.0 und die Shareware Drive Snap­shot erwiesen. Das Windows­PE-Rettungssystem von Norton Ghost ist vorbildlich - und deshalb ist es doppelt ärgerlich, dass Norton damit nicht auch die Sicherung von Partitionen erlaubt. Sonst bietet Ghost alles Wichtige, wenngleich seine Bedienung hier und da um die Ecke gedacht ist.
True Image 9.0 meisterte die Anforderungen und glänzt mit einer durchgängig intuitiven Bedienoberfläche. Kritik muss sich Acronis dafür gefallen lassen, dass die Windows-Software kein eigenes Brennprogramm für DVDs mitbringt, sondern auf einen Packet-Writing-Treiber wie Neros InCD angewiesen ist.
Auch Drive Snapshot hat fast alle Hürden gemeistert und ist bei der Zeitmessung der Sicherung sogar noch als Erster durchs Ziel gegangen. Wer keine Berührungsängste mit der Kommandozeile hat und auf die Brennfunktion verzichten kann, wird sich mit dem Winzling schnell anfreunden.

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
 

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DerZong

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:deal
Weiterhin immer darauf achten, dass die Quellenangabe dabei ist (insbesondere bei Bildern, wo sie herstammen - auch wenn sie gescannt wurden)
 

Mial

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Hi

der Bericht ist aus der neuen CT ... die hab' ich auch hier liegen ...

Festplatten-Imager: Betriebssystemabbilder sichern - Sicherheits-Klone - S. 146 ff.

cu
:cool
m,-
 
G

Gast23511

Gast
Echt guter Beitrag!

Danke auch für das eingescannte!
 
Thema:

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