Rise of the Tomb Raider - persönliche Eindrücke mit AMDs Radeon Fury X - UPDATE

Diskutiere Rise of the Tomb Raider - persönliche Eindrücke mit AMDs Radeon Fury X - UPDATE im Games-News Forum im Bereich News; Gut zweieinhalb Monate nach der Erstveröffentlichung auf der Xbox One ist "Rise of the Tomb Raider" nun auch für den PC erschienen. Obwohl schon...
Gut zweieinhalb Monate nach der Erstveröffentlichung auf der Xbox One ist "Rise of the Tomb Raider" nun auch für den PC erschienen. Obwohl schon viele Spieler die Xbox-Version aufgrund der Spiel- und auch Grafikumsetzung mit großen Lob überhäufen, wurden in der PC-Umsetzung nochmals einige Schippen drauf gesetzt, wodurch das Spiel einen außerordentlich guten Ruf erhalten hat, der momentan nur durch auftretende Performance-Probleme getrübt werden kann. In diesem Artikel möchte ich euch meine ganz persönlichen Eindrücke schildern, welche nicht nur die Story, sondern auch die Performance ausgiebig beleuchten


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Nachdem ich vom 2013 erschienene Reboot von "Tomb Raider" wirklich begeistert gewesen bin, waren meine persönlichen Erwartungen bezüglich des Nachfolgers namens "Rise of the Tomb Raider" entsprechend hoch. Auch wenn das Spiel mit ein paar wenigen Ecken und Kanten bestückt ist, soll es sich um eines der schönsten, aktuell erhältlichen PC-Spiele handeln.


Story:

Da ich euch das eigene Spielerlebnis nicht durch Spoiler vermiesen möchte, gehe ich nur auf den Start des Spiels ein, welcher sehr fulminant und aktionreich startet. Auf der Suche nach der Quelle der Unsterblichkeit verschlägt es Lara nicht nur nach Syrien, sondern auch nach Sibirien, wo der Hauptteil des Spiels stattfindet. Anders als im ersten Reboot ist Lara bei "Rise of the Tomb Raider" deutlich erwachsener geworden, was sich in einer wesentlich härteren Persönlichkeit wiederspiegelt, die aber das passende Maß an Gefühl in die Story bringt. Wie schon beim Vorgänger haben sich die Storydesigner wieder sehr viel Mühe gegeben, dass einem zu keinem Zeitpunkt langweilig wird - selbst wenn man einfach nur unterwegs ist um neue Materialien für die Fertigung von Gegenständen zu sammeln.


Test-System:


Bevor ich jetzt etwas zur technischen Umsetzung des Spiels mit verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten erzähle, möchte ich euch als erstes das von mir eingesetzte Test-System beschreiben, damit ihr auch wisst, auf welcher Hardwarekonstellation die Eindrücke entstanden sind.


  • CPU: Intel Core i5-3570K (auf 4,0 Ghz übertaktet)
  • GPU: AMD Radeon R9 Fury X mit Crimson-Softwareversion 15.12
  • RAM: 4x 8GB Crucial DDR3-1600 CL8
  • SSD: Crucial MX200 250 GB
  • Monitor: Philips BDM3270 - Auflösung 2.560 x 1.440 Bildpunkte
  • Betriebssystem: Windows 10 Pro 64 Bit (Build 10586.71)
  • FPS-Anzeige-Tool: Fraps (Version 3.5.99)


Anmerkung: Auch wenn andere Benchmarktests auf den deutlich aussagekräftigeren MSI-Afterburner als Analysetool setzen, habe ich Fraps eingesetzt, welches mir und vor allem dem Leser ebenfalls das subjektive Spielempfinden auf einen Blick aufzeigen kann. Zudem zeigen auch Benchmarktests der Kollegen von pcghw sowie computerbase, dass ROTTR auf AMD-Chips noch nicht optimal läuft. Ganz speziell die neuen Fiji-GPUs, wozu auch meine Fury X gehört, sollen gerade in der von mir genutzten WQHD-Auflösung sehr große Performance-Schwankungen aufweisen, was ich auch bestätigen kann und muss. Allerdings ist das Spiel aktuell auch nur für Nvidia-Grafikkarten optimiert - wodurch ein angekündigter aber noch nicht veröffentlichter Patch auch die Leistungsfähigkeit der AMD-Pixelbeschleuniger angemessen fordern sollte.



Technische Umsetzung:

Auch wenn Tomb Raider 2013 schon mit AMDs TressFX-Technologie ausgestattet gewesen ist, um Lara ihre Haare so realistisch wie möglich darzustellen, kann der Nachfolger mit einer erweiterten Version von TessFX bedienlich sein, was sich nicht nur durch mehr einzeln berechnete Haarstränen, sondern auch durch eine verbesserte, wenn auch nicht perfekte Physik belegen lässt. Auch wenn diese Funktion auf dem Test-Rechner einiges an Performance gefressen hat, kann man anhand der nachfolgenden Screenshots schön erkennen, dass die im Spiel unter "PUREHAIR" zu findende Einstellung nur in der höchsten Einstellung wirklich realistisch aussieht. Wie ihr erkennen könnt, kostet diese Einstellung gute 10 FPS zwischen ausgeschalteten PUREHAIR und PUREHAIR auf "sehr hoch", wobei ich der Hoffnung bin, dass ein nachträglicher Patch diesen Performance-Einbruch noch etwas mildern kann.


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Purehair auf "sehr hoch", "ein" und "aus"​



Anmerkung: Bei Tomb Raider 2013 hat die Aktivierung von TressFX fast 50 Prozent Leistung gefordert, wodurch die hier fehlenden 10 Frames schon als deutliche Verbesserung anzusehen sind. Auch die physikalischen Bewegungen der Haare wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert, auch wenn es trotzdem in seltenen Fällen noch vorkommen kann, dass einzelne Haarstränen in den Schultern von Lara verschwinden anstatt auf ihnen zu liegen. Auf die Purehair-Einstellungen sollte dennoch keineswegs verzichtet werden, da diese die Atmosphäre deutlich verbessern und realistischer gestalten.

Beim Thema Kantenglättung habe ich festgestellt, dass die SMAA-Option die für meine Hardware bestmögliche Art ist, zu groben Abstufungen und Treppeneffekten vorzubeugen, ohne dass die Performance zu sehr in den Keller rutscht. Ebenfalls habe ich FXAA probiert, was allerdings so gut wie nichts im Vergleich zu keiner Kantenglättung bringt. Eine der beiden SSAA-Optionen fallen aktuell bei meiner Fury X flach, da das Spiel dadurch unspielbar wird. Und ehrlich gesagt, wirklich schöner ist es beim Ausprobieren der besagten Einstellungen auch nicht geworden. Anisotropische Filterung habe ich zudem von 16-fach auf 8-fach heruntergeregelt, was die aktuelle Performance ebenfalls verbessern kann.

Von den vielen Einstellungsmöglichkeiten ist kaum eine in der Lage, die aktuell nur als mittelmäßig zu bezeichnende Performance mit meinem Setup deutlich verbessern zu können, so dass ich diejenigen ausgewählt habe, die meines Erachtens das schönste Bild machen. Wie die Einstellungen bei mir aussehen, könnt ihr aus folgenden zwei Screenshots ablesen:


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Ob und inwieweit sich die möglichen Grafikeinstellungen und die damit einhergehende Performance nach einem passenden AMD-Patch sowie AMD-Treiberupdate verbessern, kann ich aktuell nicht beurteilen, doch ich gehe davon aus, dass sich diese dann mit der Performance einer GeForce GTX 980Ti messen kann, so wie es auch sein muss.


Spielumsetzung:

Rise of the Tomb Raider kann einem sprichwörtlich die "Kinnlade" auf den Tisch knallen lassen, wenn man sich die grafische Umsetzung und auch die Story ansieht. Grafisch gibt es bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Programmierfehler einfach nichts auszusetzen. Lara ist schön wie nie und der Spieler fühlt sich wie in einem Film, dessen Fortgang er selbst steuern kann. Auch bei der Story lassen sich sehr wenige bis keine Punkte finden, die eine negative Kritik bedürften. Allerdings fällt sehr stark auf, wo Rise of the Tomb Raider seine Wurzeln hat - auf der Xbox One - einer Spielekonsole. Die Portierung zum PC ist sicherlich gut gelungen, doch finde ich das Spiel wie schon den Vorgänger als zu leicht, wenn man das Spiel zum Beispiel mit Tomb Raider IV vergleicht. Wie versprochen gibt es im aktuellen Rise of the Tomb Raider wieder mehr Gräber und damit einhergehend mehr Rätsel zu lösen, wobei ich sagen muss, dass es dem Spieler auch hier deutlich zu leicht gemacht wird. Nutzt man Laras Instinkt-Funktion, erklärt sie in 95 Prozent der Fälle, was genau zu tun ist, wodurch der Rätselspaß auf der Strecke bleibt. Bisher habe ich jedes Rätsel innerhalb weniger Minuten lösen können.


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zum Vergrößern einfach anklicken


Die alten Tomb Raider Teile haben sich in der Community einen Namen machen können, dass man als Spieler die Figur (in diesem Fall Lara) bei diversen Sprungeinlagen sehr präzise zu steuern hat da es ansonsten den sicheren Tod bedeutet hat. Wie auch schon im ersten Reboot aus dem Jahr 2013 ist Tomb Raider deutlich massentauglicher geworden, was seine Vor- aber auch Nachteile mit sich bringt. Selbst in kniffligen Sprungeinlagen ist es mittlerweile fast unmöglich, "daneben" zu springen. Sollte man eine Passage mehrere Male gar nicht meistern können, schaltet das Spiel auf den - ich nenne ihn mal "Noob-Modus" - bei dem alles nur noch in Zeitlupe abläuft, wodurch man seine Sprünge und anderen Aktionen ganz genau planen kann. Da ich das einfach mal ausprobiert habe, konnte ich das oben erörterte Problem mit dem nicht daneben springen genauer analysieren. Sobald Lara zumindest in die richtige Richtung gesteuert wird, landet sie wie von Geisterhand geführt zum Beispiel auf einem schmalen Balken, an dem sie in den älteren Tomb Raider Teilen definitiv vorbei gesprungen wäre. Ich möchte diese Behelfs-Funktionen jetzt nicht schlecht sprechen, aber Fakt ist, dass das Spiel dadurch für jeden schaffbar ist - zumindest in den zwei unteren, wählbaren Schwierigkeitsgraden.


Fazit:

Rise of the Tomb Raider hat das Potential, trotz des aktuell noch fehlenden AMD-Patches, des nicht aktuellen AMD-Treibers und der kleineren Kritiken bezüglich der Spielumsetzung sowie der sehr hohen Systemvoraussetzungen, zu den wichtigsten Spielen des Jahres 2016 zu gehören. Die grafische Umsetzung ist bombastisch und die Story überaus fesselnd, so dass ich das Spiel wirklich jedem ohne Einschränkung ans Herz legen möchte, solange der eigene PC die minimalen oder besser die empfohlenen Systemvoraussetzungen erfüllt.


Update 02.02.2016 12:00 Uhr

Nachdem gestern Abend der neue Crimson Betatreiber 16.1.1 Hotfix zur Verfügung gestellt worden ist, musste natürlich ein kurzer Test folgen, den ich im wohl für Grafikkarten anspruchsvollsten Level, der Sowjet-Basis absolviert habe.

Im Vergleich zum vorherig eingesetzten Crimson 15.12-Treiber schafft es der neue Beta-Treiber die oftmals auftretenden Ruckler in dem Test-Szenario zu beseitigen, wodurch ein wesentlich flüssigeres Spielgefühl zum Tragen kommt. Bezüglich der erreichten Frame-Raten kann ich den Kollegen von Computerbase nur zustimmen, da diese weder merklich höher ausfallen, noch die Einbrüche ernsthaft beseitigt sind.

Rise of the Tomb Raider ist durch den neuen Crimson Betatreiber 16.1.1 durchaus spielbar, auch wenn es immer noch nicht optimal läuft. Das Phänomen mit den Frame-Einbrüchen speziell in der WQHD-Auflösung konnte bisher weder von AMD noch Nvidia durch neue und verbesserte Treiber beseitigt werden. Dadurch liegt es jetzt an den Entwicklern, dieses durch den bereits angekündigten Patch aus der Welt zu schaffen. Wann mit diesem zu rechnen ist, wurde allerdings noch nicht kommuniziert.

Meinung des Autors: Rise of the Tomb Raider ist ein erstklassiges Spiel, welches mit einer richtig guten Story sowie einer grandiosen Grafik zu beeindrucken weiß, die einem Augenschmaus gleichkommt. Allerdings sind die Systemanforderungen meiner Meinung nach unverhältnismäßig hoch, dass selbst AMDs Grafikkarten-Flaggschiff aktuell je nach Szene nur zwischen 20 und 60 FPS pendelt, was kein performantes Spielgefühl aufkommen lässt. Schuld daran ist eine fehlende Optimierung für AMD seitens des Portierungs-Teams, welches aber einen baldigen Patch angekündigt hat. Ob die Fury X dann besser als eine GTX 980Ti performt, ist meiner Meinung nach nicht einmal auszuschließen.
 
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DarkspyLady

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Sieht auch toll aus, also das Spiel, allerdings finde ich, das die "neue" Lara Croft vielmehr Ähnlichkeit mit Ellen Page hat als mit Camilla Ludington
 
  • Rise of the Tomb Raider - persönliche Eindrücke mit AMDs Radeon Fury X - UPDATE Beitrag #3
Eric-Cartman

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Das Game hat nun auch ein DLC bekommen das Heisst Baba Yaga und der Tempel der Hexe auf der Xbox One. Story ist super aber leider viel viel viel zu Kurz!

Muss schon sagen auf dem PC perfekt! Isch persöhnlich finde das Game hammer die story ist wirklich bombastisch hab es auf der XBO durchgezockt mit DLC.
 
  • Rise of the Tomb Raider - persönliche Eindrücke mit AMDs Radeon Fury X - UPDATE Beitrag #4
DarkspyLady

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Prima, dann freue ich mich um so mehr auf Rise of the Tomb Raider :hehe
 
  • Rise of the Tomb Raider - persönliche Eindrücke mit AMDs Radeon Fury X - UPDATE Beitrag #5
maniacu22

maniacu22

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Hab in meiner Collectors Edition auch Baba Yaga dabei und bereits abgeschlossen. Allerdings habe ich von der dazugehörigen Map gerade Mal 38 Prozent erforscht....ergo lässt sich dort auch noch vieles holen. Dass dieser DLC verhältnismäßig kurz ausfällt, tut aber dem Spielspaß keinen Abbruch. Außerdem lässt sich ja auch noch der Schwierigkeitsgrad erhöhen, womit ein erneutes Durchspielen deutlich erschwert wird und somit auch länger dauern wird :D @die tausend Tode sterben :D
 
  • Rise of the Tomb Raider - persönliche Eindrücke mit AMDs Radeon Fury X - UPDATE Beitrag #6
Eric-Cartman

Eric-Cartman

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maniacu22 ich habe 65% erforscht bis jetzt, bin auch noch fleissig dabei :)
Da hast recht den Spiele spaß bremst das Kurze DLC nicht! Es soll ja noch ein DLC Erscheinen :) Wenn man das auf Schwer spielt da hat man wirklich mehr als tauschend Tode :D

Ich kann das Game wirklich jedem Empfehlen und ans Herz legen, es lohnt sich, egal auf Xbox One oder PC!
 
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