Ratgeber: XP als Zweitsystem

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Klein, schlank, stark: Ein Mini-Windows schützt Ihr Hauptsystem und macht Sie flexibel. Mit unseren Tools richten Sie schnell ein zweites, individuelles XP auf USB-Stick oder Festplatte ein.

Ein Zweitwagen ist in der Regel kleiner und sparsamer als das Gefährt, das Sie sonst benutzen. Er eignet sich vor allem für den Stadtverkehr und leistet nützliche Dienste, wenn der PS-starke 20-Liter-Schlucker mal wieder in der Werkstatt steht. Ein zweites System auf dem PC bietet ähnliche Vorteile: In Notfällen haben Sie immer einen Internet-Zugang und eine Textverarbeitung zur Verfügung. Außerdem möchte man einige Programme vielleicht lieber unter einem separaten Windows nutzen - aus Sicherheitsgründen (beispielsweise Online-Banking) oder um das Hauptsystem vor möglichem Schaden zu schützen. Für diese Zwecke könnten Sie Windows XP einfach auf einer anderen Partition oder Festplatte installieren. Allerdings ist dann auch für dieses System eine eigene Aktivierung bei Microsoft erforderlich.
Spannende Alternative: Mit Hilfe spezieller Tools, die wir für Sie entwickelt haben, lässt sich Windows XP oder Vista als Zweitsystem auf der Festplatte oder einem externen USB-Laufwerk einrichten. Das geht ohne CD-Key und ohne Aktivierung. Die Systeme benötigen relativ wenig Platz auf der Platte und lassen sich individuell anpassen. Die Nachteile wollen wir hier aber auch nicht verschweigen: Das Verfahren ist so nicht von Microsoft vorgesehen und daher experimentell. Wir können also nicht mit Sicherheit versprechen, dass es überall problemlos läuft. Vor allem bei neuer oder exotischer Hardware sind möglicherweise Anpassungen nötig. Sie müssen dann beispielsweise die erforderlichen Treiber vom Hardware-Hersteller herunterladen und in das Zweitsystem einbinden.


XP als Zweitsystem
Das Tool PE Builder dient vor allem dazu, bootfähige XP-Rettungs-CDs zu erstellen. Damit lässt sich aber auch ein schlankes XP-System auf einer Festplatte oder einem USB-Laufwerk einrichten. Mit PE Builder PC-WELT XPE-Edition haben wir ein spezielles Paket geschnürt, das bereits für die meisten Anwendungsfälle vorkonfiguriert ist.

Schritt 1: Das sind die Voraussetzungen
Entpacken Sie PE Builder PC-WELT XPE-Edition in das Hauptverzeichnis der Festplatte, beispielsweise nach C:\Pebuilder_XPE. Der Name des Ordners darf keine Leerzeichen enthalten. Bart PE Builder benötigt eine Windows-XP-Installations-CD mit integriertem Service Pack 2 (SP3 wird zurzeit nicht unterstützt). Wenn Sie diese noch nicht besitzen, müssten Sie SP2 in die Setup-Dateien einbinden. PE Builder nimmt Ihnen diese Aufgabe ab.
1. Starten Sie \Pebuilder_XPE\Pebuilder.exe, und gehen Sie auf „Quelldateien, Slipstream“. Tragen Sie in die obere Zeile den Pfad zu den XP-Setup-Dateien ein. Wenn es sich um eine CD handelt, aktivieren Sie die Klickbox „Quelle ist nicht beschreibbar“.
2. In der zweiten Zeile geben Sie den Pfad zur SP2-Datei an, die Sie zuvor über pcwelt.de heruntergeladen haben (265 MB).
3. Die dritte Zeile ist aktiviert, wenn Sie oben eine schreibgeschützte Quelle angegeben haben. Hier können Sie einen beliebigen leeren Zielordner eintragen, er muss allerdings auf einer Partition liegen, auf der etwa 1 GB frei ist.
4. Nach „OK“ startet die Integration. Anschließend erhalten Sie im Hauptfenster von PE Builder als „Quelle“ automatisch den Zielordner der Slipstream-Aktion.
Tipp: Wenn Sie keine XP-CD besitzen, können Sie auch die 180-Tage-Demo von Windows Server 2003 R2 verwenden. Sie benötigen die Standard-32-Bit-Version des Servers.

Schritt 2: Bart PE vorbereiten
Starten Sie Pebuilder.exe aus dem Verzeichnis „C:\Pebuilder_XPE“, und bestätigen Sie die Lizenzvereinbarung. Unter „Quelle“ geben Sie den Pfad zu den Windows-Setup-Dateien an. Am schnellsten arbeitet PE Builder, wenn Sie zuvor den Inhalt der Windows-Installations-CD auf die Festplatte kopieren beziehungsweise den Slipstream-Ordner aus Schritt 1 verwenden. Unter „Zielordner“ tragen Sie beispielsweise „BartPE“ ein. Hier darf kein Laufwerksbuchstabe oder Pfad stehen, damit die Windows-Dateien im Ordner „C:\Pebuilder_XPE“ landen und die Scripts die Dateien dort finden können. Unter Bootmedium aktivieren Sie „nicht erstellen“, da wir die ISO-Datei für eine bootfähige CD nicht benötigen.
Schritt 3: Plug-ins konfigurieren
Klicken Sie auf die Schaltfläche „Plugins“. Über die Liste bestimmen Sie, welche Programmteile das fertige System enthalten soll. Wir haben PE Builder für ein System mit Windows-Explorer, Internet Explorer, Firefox und Thunderbird vorkonfiguriert. Wenn Sie beispielsweise Thunderbird nicht benötigen, klicken Sie in die Zeile „Thunderbird Portable“ und dann auf die Schaltfläche „(de)aktivieren“. Auf demselben Weg können Sie Anwendungen auch wieder dazupacken. Sie sollten aber nur Plug-ins abschalten, die nicht für das System notwendig sind, etwa zusätzliche Anwendungen. Wenn Sie sich über die genaue Funktion nicht sicher sind, belassen Sie besser die Voreinstellung. Sonst besteht die Gefahr, dass das System hinterher nicht startet oder nicht richtig funktioniert.
Einige Plug-ins benötigen zusätzliche Dateien vom Originalprogramm. Ein Beispiel dafür ist der Shareware-Dateimanager Total Commander. Das Plug-in-Verzeichnis „Pebuilder_XPE\plugin\total commander“ enthält nur die Konfigurations-Dateien. Wenn Sie das Tool verwenden möchten, müssen Sie es erst installieren und dann die Programmdateien nach „Pebuilder_XPE\plugin\total commander\files“ kopieren. Als registrierter Benutzer kopieren Sie außerdem die Lizenz-Datei wincmd.key, in das Verzeichnis „files“. Nachdem Sie alles gemäß Ihren Anforderungen eingestellt haben, klicken Sie auf „Schließen“. Sollte ein Plug-in aktiv sein, für das die erforderlichen Dateien fehlen, erhalten Sie einen entsprechenden Hinweis. In diesem Fall rufen Sie Infos und weitere Anleitungen für das jeweils ausgewählte Plug-in über die Schaltfläche „Hilfe“ ab.

Schritt 4: Zusätzliche Treiber einbinden
Standardmäßig stehen für das PE-System nur die Treiber zur Verfügung, die in den Windows-Installations-Dateien vorhanden sind. Neuere Hardware, für die Sie bei Ihrem Windows zusätzliche Treiber installieren mussten, wird daher vom PE-System nicht erkannt. Einen Treiber nachträglich mit Hilfe des Setup-Programms des Herstellers einzurichten ist in der Regel nicht möglich. Um weitere Treiber beim Erstellen des Systems einzubinden, gibt es drei Wege.

Möglichkeit 1:
Am einfachsten ist es, die Treiber in das Verzeichnis „Pebuilder_XPE\drivers“ zu kopieren. Bei dieser Methode unterstützt PE Builder aber nur Netzwerk- und IDE-, SATA- und SCSI-Treiber. Laden Sie sich vom Hersteller der Hauptplatine beispielsweise den für Ihren SATA-Adapter passenden Treiber herunter. Sie benötigen einen Treiber, der sich auch über eine Diskette bei der XP-Installation einbinden lässt. Das Treiberpaket besteht mindestens aus einer INF- und einer SYS-Datei. Kopieren Sie alle Dateien in einen eigenen Ordner (mit beliebigem Namen) in das Verzeichnis „Pebuilder_XPE\drivers\SCSIAdapter“.
Möglichkeit 2: Sie kopieren die Treiberdateien von Ihrem System in die vorbereiteten Ordner unter „Pebuilder_XPE\plugin\xpe“. Dazu verwenden Sie am einfachsten unser Tool pcwMachXPE_HD.exe aus dem PE-Builder-Verzeichnis. Sie müssen es nur starten und auf „Kopieren“ klicken. Der Nachteil bei dieser Methode: Das resultierende System wird durch die zahlreichen Dateien deutlich größer und startet entsprechend langsam.

Möglichkeit 3:
Für einzelne Treiber sind spezielle Plug-ins nötig. Das gilt beispielsweise für Nvidia-Nforce-Netzwerkadapter und Nvidia-Grafikkarten. Für beide haben wir jeweils ein Plug-in vorbereitet („Nvidia Nforce Integrated Ethernet RIS Driver I/II/III/IV/V“ und „NVidia Graphics“). Das Nforce-Plug-in benötigt keine weitere Konfiguration. Für die Grafikkarte müssen Sie die Treiberdateien nur nach „Pebuilder_XPE\plugin\nvidia\drv“ kopieren und dann Nvidia.cmd starten. Die Treiberdateien finden Sie entweder im Verzeichnis C:\Nvidia, oder Sie laden die für Ihre Karte passende Variante über die Website des Grafikchip-Herstellers herunter und entpacken die Dateien beispielsweise mit 7-Zip („Pebuilder_XPE\plugin\7-zip\files\7zFM.exe“).
Wenn keine der drei Möglichkeiten zum Erfolg führt, sind wahrscheinlich besondere Anpassungen für das betreffende Gerät nötig. Mit etwas Glück bietet vielleicht jemand im Internet eine passende Lösung an.

Schritt 5: Neue Plug-ins erstellen
PE Builder PC-WELT XPE-Edition bietet nur eine kleine Auswahl möglicher Anwendungen für das PE-System. Wenn Sie weitere Programme benötigen, können Sie schnell ein neues Plug-in dafür erstellen. Besonders geeignet ist Software, die keine Installation benötigt (portable Anwendungen). Am Beispiel des verbreiteten Instant Messengers Pidgin zeigen wir, wie Sie vorgehen müssen:
1. Erstellen Sie im Plugin-Ordner das Verzeichnis „Pidgin“ und darin das Verzeichnis „Files“.
2. Laden Sie Pidgin herunter, starten Sie die EXE-Datei, und geben Sie als Zielverzeichnis das in Schritt 1 erstellte Verzeichnis „Files“ an.
3. Kopieren Sie als Vorlage die Dateien Firefoxportable.inf und Firefoxportable_nu2menu.xml aus dem Verzeichnis „Plugins\Firefox-Portable“ nach „Plugins\Pidgin“ und benennen Sie die Dateien um in Pidgin.inf und Pidgin_nu2menu.xml.
4. Öffnen Sie Pidgin.inf in einem Editor, und passen Sie alle Bezeichnungen und Pfade sinngemäß an. Ändern Sie „Name=“ und „a=“ für Pidgin, wie Sie es in der Abbildung sehen. Entsprechend verfahren Sie mit der Datei Pidgin_nu2menu.xml.
Starten Sie dann PE Builder, und gehen Sie auf „Plugins“. In der Liste sehen Sie jetzt den neuen, bereits aktivierten Eintrag „Pidgin Portable 2.4.3“.

Schritt 6: Die Installation auf Festplatte
Nach diesen Vorbereitungen klicken Sie auf „Start“. Das Programm erstellt die Systemdateien und legt sie unter „BartPE“ ab. Danach starten Sie pcwBartPEToHD.cmd aus dem PE Builder-Verzeichnis, drücken die Taste <W> und bestätigen mit <Return>. Das Script kopiert das PE-System in das Verzeichnis C:\MiniNT sowie die Anwendungen nach C:\Programs und fügt den Eintrag „Bart PE“ in die Datei Boot.ini ein. Nach einem Neustart sehen Sie jetzt den Windows-Bootmanager und können entweder Ihr bisheriges Windows-System oder Bart PE starten. Das Script pcwDelBartPE.cmd macht die Änderungen bei Bedarf wieder rückgängig.

Windows zum Mitnehmen: Bart PE startet auch von einem USB-Stick. Da das Tool die Festplatten/den Stick formatieren muss, gehen alle enthaltenen Daten verloren. Wenden Sie diesen Tipp also nur auf einen leeren Datenträger an, oder sichern Sie vorher alle enthaltenen Daten. Verbinden Sie den Stick mit dem PC, und starten Sie das Tool PeToUSB.exe aus dem Verzeichnis „Pebuilder_XPE\PeToUSB“. Prüfen Sie, ob unter „Ziellaufwerk“ der richtige Pfad zum USB-Stick eingestellt ist, und korrigieren Sie diesen gegebenenfalls. Aktivieren Sie die Klickbox vor „Erlaube Formatieren“, geben Sie unter „Quellpfad“ den Ordner an, in dem die Bart-PE-Dateien liegen, und aktivieren Sie die Klickbox vor „Aktiviere Kopieren“. Klicken Sie zum Abschluss auf „Start“. Nach dem Abschluss der Kopieraktion können Sie den PC vom USB-Stick booten. Eventuell müssen Sie vorher die Bootreihenfolge im Bios ändern.

Hinweis:
Sie können Ihr Zweitsystem jederzeit über PE Builder verändern und mit pcwBartPEToHD.cmd aktualisieren. Neue Anwendungen fügen Sie entweder über ein Plug-in hinzu (Schritt 5), oder Sie kopieren eine portable Anwendung nach C:\Programs. Ohne Plug-in erscheint aber keine Verknüpfung im Startmenü, und Sie müssen die Anwendung über den Explorer starten.

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