Ratgeber: Windows Inspektion

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Wer bei seinem Auto nicht regelmäßig das Öl kontrolliert, bekommt bald Probleme mit dem Motor. Beim PC ist das ähnlich: Auch er benötigt ab und zu eine Inspektion, damit er weiter schnell und stabil läuft.

Vom Start weg läuft Windows stabil und schnell, die installierten Anwendungen machen auch meist, was sie sollen. Doch im Laufe der Zeit setzt sich Ballast fest, der das System verlangsamen kann und im schlimmsten Fall sogar für Systemabstürze sorgt. Daher sollten Sie regelmäßig nach neuen Treibern und Programmversionen Ausschau halten, nicht mehr benötigte Daten und Anwendungen entfernen, die Registry auf Fehler und ungültige Verweise untersuchen, Autostart und Dienste kontrollieren sowie die Festplatte für mehr Geschwindigkeit defragmentieren. Wir zeigen Ihnen, welche Windows-Bordmittel und Tools Sie benötigen.

Tipp: Vor umfassenden Systemeingriffen sollten Sie die aktuelle Konfiguration Ihres PCs sichern. Das Risiko, bei möglichen Problemen kein Backup zur Hand zu haben, sollten Sie nicht eingehen. Unter „Start, Alle Programme, Zubehör, Systemprogramme“ starten Sie die Systemwiederherstellung. Wählen Sie im neuen Fenster „Einen Wiederherstellungspunkt erstellen“, und klicken Sie auf „Weiter“. Jetzt tippen Sie einen aussagekräftigen Namen für den Wiederherstellungspunkt ein. Danach klicken Sie auf „Weiter“ und „Start“.
1. Autostart verwalten

Viele Programme starten automatisch mit Windows. Das ist aber nicht immer sinnvoll, da Sie die Programme unter Umständen gar nicht brauchen, diese aber wertvolle Ressourcen belegen. Eine Liste mit einigen dieser Programme finden Sie unter „Start, Alle Programme, Autostart“. Um ein Programm aus der Liste zu entfernen, wählen Sie nach einem Rechtsklick den Eintrag „Löschen“. Das ist übrigens völlig bedenkenlos, denn die hier abgelegten Dateien sind nur Verknüpfungen zu den eigentlichen Programmen.Mit der Freeware Code Stuff Starter 5.6 (http://codestuff.tripod.com) verwalten Sie alle Autostart-Einträge, also auch solche, die per Autostart-Gruppe, Windows-Registry oder INI-Dateien bei jedem Windows-Start automatisch ausgeführt werden. Über ein kleines Kästchen vor jedem Eintrag legen Sie fest, ob das jeweilige Programm weiterhin automatisch starten oder vorübergehend deaktiviert werden soll. Einträge lassen sich auf Wunsch auch dauerhaft aus den Autostart-Einstellungen entfernen. Ein einfacher Mausklick auf einen Eintrag zeigt im unteren Bereich weitere Informationen an. Sie sehen auf einen Blick den Dateipfad und können so unbekannte Anwendungen leicht identifizieren.

2. Dienste abspecken
Windows XP richtet rund 80 Dienste ein, die auf jedem PC unbemerkt im Hintergrund arbeiten. Doch kein Nutzer braucht alle eingeschalteten Helfer – ein neuer Dienstplan macht den Rechner sicherer und zugleich schneller. In der Systemsteuerung liefert unter „Verwaltung“ der Menüpunkt „Dienste“ die nötigen Informationen über die eingerichteten Hintergrund-Programme. Mit pcwXPServices können Sie die Performance Ihres Systems merklich verbessern. Das Tool deaktiviert unnötige Dienste und schafft so freie Ressourcen – der Rechner läuft schneller. Sie können die zu beendenden Dienste entweder per Hand auswählen oder eines der vorgegebenen Profile anwenden.


3. Treiber aktualisieren


Das Windows-Update erfasst nicht alle Hardware-Treiber und bietet nur für diejenigen Geräte entsprechende Treiber an, die von Windows schon bei der Installation automatisch erkannt werden. Um den Treiberbestand dennoch ohne umständliche Suche bei den einzelnen Herstellern aktuell zu halten, sollten Sie ein spezielles Update-Tool wie die Freeware Driver Max nutzen. Unter „Updates and identification“ klicken Sie auf „Check for driver updates“. Das Tool untersucht nun die Hardware und gleicht den Versionsstand mit einer internen Datenbank an. Ein Report zeigt ausführliche Details zu den installierten Treibern, etwa die Versionsnummer. Ein Download der aktuellen Treiber aus dem Internet ist derzeit noch nicht möglich. Diese Funktion bieten kostenpflichtige Tools wie Driver Detective (http://www.drivershq.com, 20 Euro).


4. Großer Plattenputz
Festplatten sollten regelmäßig von Ballast befreit werden. Unter „Start, Alle Programme, Zubehör, Systemprogramme“ finden Sie die „Datenträgerbereinigung“. Das Tool analysiert das System und zeigt dann die Möglichkeiten an, Speicherplatz zu gewinnen. Die Vorschläge von Windows akzeptieren Sie mit einem Klick auf „OK“, da es nur temporäre Dateien und Daten entfernt, die nicht mehr benötigt werden. Danach wird das System bereinigt. Die Freeware Sweepi bietet im Vergleich zur Windows-eigenen Datenträgerbereinigung deutlich mehr und erweiterte Funktionen. Das Programm räumt die Festplatte Ihres Rechner auf und bietet zusätzlich eine Vielzahl praktischer Tools. Beseitigt werden etwa Verlaufslisten von etlichen weiteren Anwendungen, Null-Byte-Dateien, verwaiste Links und andere überflüssige Datenreste. Außerdem gibt es Löschoptionen für den Internet Explorer, Mozilla, Firefox, Opera und viele Microsoft-Programme.

5. Festplatte beschleunigen
Eine zunehmende Fragmentierung der Festplatte sorgt dafür, dass Lese- und Schreibzugriffe auf der Festplatte mit der Zeit immer länger dauern. Bei einer solchen Fragmentierung sind Dateien nicht mehr sequenziell auf der Festplatte, also in aufeinander folgenden Sektoren gespeichert, sondern verstreut über die ganze Festplatte. Beim Starten einer Datei muss der Lesekopf dann von einer Position zur nächsten springen, so lange, bis alle Einzelteile zusammengefügt sind. Ein Defragmentierung-Tool wie Jk Defrag ordnet die Sektoren neu an und bietet gleichzeitig mehr Komfort als der in Windows XP eingebaute Defragmentierer. Die kostenlose Jk Defrag GUI kann Optionen des Defragmentierers einschalten, die sonst als Parameter in der Kommandozeile eingegeben werden müssen. Dazu gehören beispielsweise eine Zeitsteuerung, die Auswahl mehrerer Laufwerke sowie verschiedene Defragmentierungsmodi. Im screen-saver-Modus startet Jk Defrag auf Wunsch automatisch in Arbeitspausen und defragmentiert die Festplatte so lange, bis Sie den Rechner wieder nutzen.

6. Programme entfernen
Installierte, aber nicht mehr benötigte Programme verschwenden Speicherplatz und verlangsamen mitunter das System. Zum Entfernen nutzen Sie Revo Uninstaller. Das Tool listet alle installierten Programme auf, mit einem Doppelklick auf einen Eintrag starten Sie die De-Installation. Dabei können Sie aus vier verschiedenen Optionen wählen: „Eingebaut“, „Gefahrlos“, „Moderat“ und „Erweitert“. Verwenden Sie die Voreinstellung „Erweitert“, um nach der eigentlichen De-Installation nach Rückständen in der Registry und auf der Festplatte zu suchen. Wird der Revo Uninstaller fündig, markieren Sie die Treffer und löschen diese. Alternativ verwenden Sie den Jagd-Modus für Software-De-Installationen. Dabei ziehen Sie eine ausführbare Programmdatei oder eine Verknüpfung in das kleine Desktop-Fenster und wählen „Uninstall“ im Kontextmenü aus.


7. Windows-Registry säubern
Windows-Registrierungsdatenbank. Die Freeware Regseeker hilft mit nützlichen Funktionen beim Aufspüren und Löschen ungültiger Einträge. Mit einem Klick auf „Registry säubern“ wird die Windows-Registry untersucht – der Vorhang kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Sie können Schlüssel von der Suche ausschließen. Nach der Analyse werden die fehlerhaften Werte aufgelistet und können einzeln oder komplett gelöscht werden. Bei Problemen spielen Sie ein Backup ein. Langsame Rechner oder Programmabstürze sind oft die Folge falscher oder überflüssiger Einträge in der

8. Auslagerungsdatei aufteilen

Wenn in Ihrem PC mehrere Festplatten stecken, können Sie unter Windows XP die Auslagerungsdatei darauf verteilen und so die Systemleistung verbessern. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Arbeitsplatzsymbol auf dem Windows-Desktop, dann auf „Eigenschaften, Erweitert, Systemleistung, Einstellungen“. Hier wählen Sie die Registerkarte „Erweitert“ und klicken unter „Virtueller Arbeitsspeicher“ auf den Button „Ändern“. Verteilen Sie hier dann die Auslagerungsdatei – am besten auf Festplatten, die weder das Betriebssystem noch häufig benutzte Anwendungen enthalten. Insgesamt sollten 1024 bis 2048 MB für die meisten Anwendungsfälle vollkommen ausreichen.

9. Dateitypen wieder zuordnen
Bei der Installation wird neuer Software oft ein bestimmter Dateityp zugeordnet. So übernimmt ein Multimedia-Player automatisch auch die Wiedergabe von MP3-Dateien, obwohl Sie dafür ein anderes Programm verwenden. Die Zuordnung lässt sich aber nachträglich ändern. Klicken Sie im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf eine Datei des Typs, den Sie neu zuordnen möchten, und wählen Sie den Eintrag „Eigenschaften“. Hier sehen Sie neben „Dateityp:“, um welche Art von Datei es sich handelt, und bei „Öffnen mit:“, welches Programm ihr zugeteilt ist. Ein Klick auf „Ändern“ bringt Sie zum Fenster „Öffnen mit“, das Ihnen einerseits bestimmte Programme empfiehlt, und andererseits die Auswahl aus allen Programmen zulässt. Klicken Sie auf ein Programm in der Liste, oder drücken Sie den Button „Durchsuchen“ für die Auswahl einer anderen Software. Schließen Sie die Veränderung mit einem Klick auf „OK“ ab.

10. Programme up to date
Automatische Updates? Auf den meisten PCs sind zwar zahllose Software-Programme installiert, doch viele von ihnen sind längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. Welche Anwendungen längst überholt sind und dringend aktualisiert werden sollten, findet das Programm Updatestar heraus. Das Tool liefert einen Überblick über alle auf dem Rechner installierten Programme und sucht automatisch nach Updates. Dazu durchforstet Updatestar die Systemdatenbank, ermittelt die installierten Programmversionen und zeigt alles übersichtlich an. Updatestar versorgt Sie außerdem mit Neuigkeiten und Meldungen über die installierten Programme. Liegen sicherheitsrelevante Updates vor, reicht ein Mausklick, um die Software zu laden. Einmal eingerichtet, startet Updatestar auf Wunsch bei jedem Rechnerstart mit. Vorteil: So werden Sie regelmäßig auf Aktualisierungen hingewiesen.

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