Ratgeber: Wann lohnt sich der Umstieg auf Vista?

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Vielen Administratoren ist der Gedanke an einen Umstieg der Firmen-PCs von Windows XP auf Vista ein Graus. Doch oft muss er einfach sein. Wenn gut geplant und vorsichtig umgestellt wird, kann er problemlos vonstatten gehen.

Größere Unternehmen planen den Umstieg von Rechnern und Betriebssystemgenerationen meist schon Jahre im Voraus. Unternehmensanwendungen werden auf Kompatiblitätsprobleme geprüft, die Anwender kurz vor oder nach der Umstellung auf die neuen Plattformen geschult. Diese Verfahrensweise kommt bei kleinen und mittelständischen Betrieben nur selten zum Einsatz.
Der Umstieg auf ein neues Betriebssystem geht häufig mit der Neuanschaffung oder dem Austausch von PCs und Laptops in der Firma einher. Je neuer ein Betriebssystem ist, desto größer ist die Chance, noch Hardware mit dem vertrauten Betriebssystem erwerben zu können. Auch jetzt bieten noch viele namhafte PC-Hersteller ihre Rechnersysteme mit Windows XP an – für viele Unternehmen immer noch erste Wahl, weil man dadurch den Umstieg verzögern und den Umgang mit dem neuen, unbekannten Betriebssystem hinausschieben kann.
Aber wann lohnt sich der Umstieg auf Vista, und was sollte man beachten, wenn er durchgeführt wird? Verhindern kann man den Umstieg kaum – und nur die wenigsten werden sich genug Rechner mit Windows XP auf Reserve anschaffen, um Vista einfach bis zur nächsten Betriebssystemgeneration von Microsoft übergehen zu können.
1. Hardware-Kompatibilität
Vorhandene Rechner auf Vista upzudaten macht nur in den seltensten Fällen Sinn. Die Anforderungen von Vista übersteigen XP-kompatible Plattformen meist deutlich und dieser Umstieg in Form eines Updates bietet keine wirklichen Vorteile. Das Gegenteil ist eher der Fall. Man tauscht ein funktionierendes System gegen ein neues System ein, welches unter Garantie nicht so schnell arbeitet wie das vorherige. Außerdem steht man vor dem Problem, für den PC die passenden Treiber für Vista zu bekommen. Besser ist es, hier gleich neue Hardware anzuschaffen, die für Vista zertifiziert ist – im optimalen Fall ist Vista schon mit den passenden Treibern vorinstalliert.
Aber Hardwarekompatibilität heißt bei Vista nicht nur die passenden Treiber zu dem PC vorzuweisen – was ebenfalls zu berücksichtigen ist, ist die Peripherie in der Büroumgebung. Man sollte vorher sicherstellen, dass die Netzwerkdrucker, Scanner, Kameras, Telefone und andere ins Netz und an den PC angeschlossenen Geräte kompatibel zu Vista und die passenden Treiber vorhanden sind.
Vergewissern Sie sich, dass entsprechende Gerätesoftware zur Verfügung steht, und im optimalen Fall auch an einem PC getestet worden ist. Gerade hier lauern Fallstricke, wenn es beispielsweise darum geht, einen Treiber für einen fünf Jahre alten Plotter ausfindig zu machen, und man zuerst den Hersteller kontaktieren muss, während der Mitarbeiter nicht arbeiten kann. Haben Sie eine Inventarliste Ihrer EDV-Hardware zur Hand, dann prüfen Sie anhand dieser Liste, ob und wo es die passenden Treiber gibt – ansonsten müssen Sie hier andere Lösungen finden.

Software und Netzwerk

2. Softwarekompatibilität

Abgesehen von der Hardwareproblematik ist die verwendete Software meist das größere Problem. Gerade bei einer großen Softwarevielfalt stellt man fest, dass einiges unter Umständen gar nicht mehr geht. Das schließt die Software großer Hersteller nicht aus – AutoCAD läuft erst mit Version 2009 offiziell stabil unter Vista, Adobe gibt erst Creative Suite 3 für die Verwendung von Vista frei.




Das bedeutet im schlimmsten Falle ungeplante Investitionen in neue Software, mit denen man gar nicht gerechnet hat. Es gibt zwar die Möglichkeit, mit Microsoft Tools Dateien des Systems auszutauschen bzw. zu verändern, um die Anwendungen wieder zum Laufen zu bekommen - damit ist aber erheblicher administrativer Aufwand verbunden, welcher bei größeren Updates von Vista wieder fällig werden kann. Hier sollte man schon im Vorfeld anhand einer Software-Liste recherchieren, welche Anwendungen Vista-lauffähig sind. Bei dieser Gelegenheit kann man vorhandene Software-Wartungsverträge in Anspruch nehmen.
Was häufig vergessen wird, sind Netzwerkprogramme wie Virenscanner, Backup-Programme, Remotesteuerungs-Clients – auch hier sollte man auf Vista-Kompatibilität achten.
3. Netzwerkplanung
Generell sollten Sie, wenn möglich, Vista-Umstellungen abteilungsbasiert durchführen. Dadurch können Sie zwar im schlimmsten Falle eben diese Abteilung arbeitsunfähig schalten, andererseits werden durch die gleichen Anforderungen an Hard- und Software identische Problemstellungen auftreten, die dann gemeinsam gelöst werden können. Starten Sie optimalerweise mit einem Test-PC pro Abteilung – so können Sie Probleme schon im Vorfeld diagnostizieren, und der Benutzer kann zur Not auf einen alten XP-Client ausweichen, bis das Problem durch den Administrator behoben ist.
4. Benutzerschulungen
Wenn Hard – und Software stimmen, sollte man den Benutzer nicht vergessen. Vista bringt einige Umstellungen mit sich. Die Oberfläche lässt sich zwar einfach auf XP oder Windows 2000 Layout umstellen – aber das neue Startmenü vereinfacht den Programmstart erheblich. Hier sollte man in Erwägung ziehen, die sinnvollen Neuerungen den Benutzern mit einer Schulung nahe zu bringen, anstatt sie einfach ins kalte Wasser zu werfen.
Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, wird der Umstieg auf Vista nicht so schwer fallen wie angenommen. Durch die stark geänderte Systemarchitektur und die angestiegenen Systemanforderungen werden aber viele Unternehmen den Umstieg so lange wie möglich heraus zögern.

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jerrymaus

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:D @MikeK daß Du Vista "liebst" wußten wir ja schon lange, doch da Du als Sysadmin ( wenn ich das richtig in Erinnerung habe?) arbeitest, dann kannst Du doch wohl aus erster Hand davon berichten!? Hat Deine Firma bereits umgestellt oder plant sie es erst oder seit ihr gar gerade erst dabei auf XP um zu stellen?:D Ich kenne große Firmen, so wie MAN, die haben im Jahr 2001 noch mit Win NT4.0 gearbeitet und sind wohl erst so 2003 oder 4 auf WinXP umgestiegen! Es gab zwar ein paar Experimente mit 2000er (Server/Aplikationsserver/Mailserver) doch der größte Teil war unter NT4.0 und einige Desktops waren sogar noch Win98!
So wie mir damals gesagt wurde, werde man 2000 sogar ganz aus lassen, ob das nun der Fall war entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
So oder änlich war es jedenfalls auch in anderen Betrieben/Firmen, wie z.B. in den Stadtwerken Jena!
Ich denke mal, Vista wird von vielen Firmen/Konzernen ausgelassen und dann wird mit Win7 erst wieder in die IT investiert! Die Zeiten sind hart, nicht nur für Banken, in denen wohl immer noch teilweise OS2/Warp4 zu finden sein wird! Ich denke, wer einigermaßen vernünftig ist und gerade erst auf XP migriert hat, der wird Vista links liegen lassen und erst bei Win7 wieder etwas in die IT stecken!
Wie ist das nun bei Dir? Ich jedenfalls nutze immer noch bevorzugt XP, auch wenn ich Vista Ultimate immer noch auf der Platte habe und auch durchaus "produktiv" nutze!
Wenn Win7 als Beta kommt oder gar als RC, so werde ich es mir natürlich nicht versagen es zu testen, ich weiß allerdings jetzt schon, daß ich wieder enttäuscht sein werde! Leider sind auch hier wieder die lange versprochenen Goodis gestrichen worden und ich befürchte das es ein "verschlimmbessertes" Vista sein wird!



gruß


jerrymaus:sing
 

JumpingJohn

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Ich kann da jerrymaus nur zustimmen, ich arbeite auch in einem Großen weltweit operierenden unternehmen und die umstellung von NT4 und Win2000 (liefen paralell, je nach anschaffungs Zeitpunkt) Rechnern auf XP kam bei uns 2004/5, bislang gibt es noch nicht mal gerüchte das es einen umstieg auf Vista geben wird, wahrscheinlich wird erst wieder zu einem neueren OS gewechselt wenn es wirklich nicht anders geht, das unsere IT Neuerungen versucht aus dem weg zu gehen sieht man unter anderem daran das ich immernoch mim Internetexplorer 6 durchs Netz surfen muss, einzig wichtige Updates kommen monatlich auf den Rechner, allerdings immer mit einem Monat verspätung, da die MS Updates wohl auch erst auf stabilität und funktionalität getestet werden.
 

Mike

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@jerrymaus etc.

meine "Firma" arbeitet mit XP/SP1 aus Netzwerktechnischen Gründen und diverser Software. Die Server sind ohnehin überhaupt nicht auf Windows-Basis.

MEIN privater Bereich ist seit dem ersten Tag auf Vista umgestellt und das gefällt mir.

Das Firmen nicht umsteigen hat ja mehrere Gründe wie z.B. auch die Kosten !
 
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