Ratgeber: SP3-Mängel bei Windows XP beheben

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Ein letztes Service Pack für XP: Aber das Abschiedsgeschenk fällt mager aus und beschert XP sogar neue Probleme. Wir zeigen, wie Sie die Mängel beheben.

Das Service Pack 3 ist da, und mehr XP kommt laut Microsoft nicht mehr nach. SP3 bringt XP zwar auf den neuesten Sicherheitsstand, lässt aber sichtbare neue Funktionen vermissen. Es beschert dem System nebenher auch einige neue Probleme. Lesen Sie hier, wie Sie die Hürden bei der SP3-Installation umgehen. Die gute Nachricht: Windows XP wird noch sechs Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgt. Es loht sich durchaus, mit System die Nachfolger Vista oder Windows 7 auszusitzen. Dazu müssen Sie sich nur zielsicher im großen Pool der XP-Tools und -Freeware bedienen. Viele nützliche System-Erweiterungen kommen Microsoft selbst, nur einbauen wollte sie der Hersteller offenbar nicht. Holen Sie sie auf Ihr System: Die wichtigsten Utilities haben wir für Sie zum Download bereitgestellt.

Bug oder Feature? IE im Fixierbad
Für alle, die SP3 bislang nicht installiert haben, eine wichtige Warnung vorweg: Sollten Sie die Preview des Internet Explorers (IE) 8 auf Ihrem System haben, ist es dringend angeraten, diese vor der Installation des SP3 zu entfernen. Sowohl ein installierter IE 7 wie eben auch die Beta von Version 8 lassen sich nach Installation des SP3 nicht mehr deinstallieren. Beim IE 7 sicher kein Problem - aber die Beta des IE 8 möchte sicher niemand dauerhaft auf seinem System lassen. Wurde das Service Pack 3 bereits allzu voreilig installiert, bleibt nur der folgende, etwas umständliche Weg: Sie müssen erst das SP3, dann die Beta-Version 8 des Browsers de-installieren, anschließend beides wieder installieren - und zwar in der Reihenfolge SP3, dann IE 8.


SP3 ohne optionales Zubehör
Trotz des großen Installationsumfangs von SP3 (Punkt 3) sind weder der IE 7 noch der Media Player 11 oder der Defender enthalten. Immerhin: Sind diese Komponenten bereits auf dem System vorhanden, versorgt sie SP3 mit den aktuellen Patches. Es empfiehlt sich daher durchaus, diese drei Programme vor dem SP3 aufzuspielen (sofern noch nicht geschehen).


Platz sparen: SP3 clever installiert
Wer das Service Pack 3 über das automatische Windows-Update und ohne manuelle Anpassungen einrichtet, benötigt während der Installation bis zu 1,5 GB Platz und verschenkt dauerhaft bis zu 1 GB. Das muss nicht sein: Unsere Tests ergaben, dass sich der Speicherhunger um rund die Hälfte reduzieren lässt - per Offline-Installation. Sie laden also die gesamte SP3-Installationsdatei herunter (etwa über den pcwUltimateLoader) und führen die Installation vom Arbeitsplatz aus durch.Erstaunlich, eigentlich sollte es sich doch umgekehrt verhalten: Schließlich müsste es für Microsoft ein Leichtes sein, beim Online-Update nur die noch nicht enthaltenen Patches nachzuladen und zu installieren.
Radikal verringern lässt sich der Platzbedarf, wenn die Installation komplett darauf verzichtet, Uninstall-Dateien anzulegen. Erforderlich ist dies dann, wenn die Installation des SP3 aufgrund mangelnden Speicherplatzes schwierig oder unmöglich ist. Allerdings müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass es ohne sie keine Möglichkeit mehr gibt, das Service Pack wieder vom System zu tilgen. So geht's: Um SP3 ohne De-Installationsdateien aufzuspielen, muss die Offline-Installationsdatei auf Kommandozeile oder unter "Start, Ausführen" mit Parameter /N gestartet werden. Wer solche Startschalter öfter benötigt, kann auch die kleine Freeware Run With Parameters verwenden. Nach dessen Installation klicken Sie die SP3-Installationsdatei mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü die neue Option "Ausführen mit Parametern". Im Eingabefeld tragen Sie dann "/N" ein und klicken auf "Ausführen" - fertig. Die Installation läuft automatisch durch, ohne Platz für Uninstall-Dateien zu belegen.

Hausputz nach installiertem SP3
Wer Service Pack 3 schon installiert hat oder sein System noch gründlicher säubern möchte, kann die Option "Patch-Uninstall entfernen" des PC-WELT-Tools pcwKillEmAll verwenden. Es löscht die De-Installationsdateien für Patches und Service Packs entweder einzeln oder alle zusammen und schaufelt auf diese Weise mehrere hundert MB frei. Das Script entfernt nicht nur die Uninstall-Dateien, sondern auch alle dazugehörigen Registry-Einträge.
Achtung: Einige Virenscanner erzeugen bei pcwKillEmAll einen Fehlalarm.

Vollblockade für AMD-Rechner
Kurz nach der Veröffentlichung des SP3 häuften sich in Web-Foren Fragen verzweifelter Anwender, deren System in Endlos-Bootzyklen festhing. Die Gemeinsamkeit dieser Systeme: eine CPU von AMD. Die Firma Microsoft sagt dazu nur, man arbeite an einer Analyse des Problems. Ihr Ex-Mitarbeiter Jesper Johansson ist da weiter: In seinem Blog berichtete er schon Anfang Mai von den Problemen, grenzte sie auf zwei Punkte ein und erarbeitete Lösungen, die eine Neu-Installation ersparen. PCs mit Asus-Platine A8N32-SLI Deluxe: Hier kann ein XP3 bei gewissen Konfigurationen nur starten, wenn übliche USB-Peripherie (insbesondere USB-Mäuse) abgekoppelt sind oder - einfacher - beim Booten ein USB-Stick angeschlossen ist. Einige AMD-PCs von Hewlett-Packard: HP liefert diese Systeme offenbar mit einem falschen Treiber für die Stromsparfunktionen aus: Es wird generell die Intel-Version des Treibers verwendet, auch wenn im PC eine AMD-CPU werkelt. Hier gilt es also, den falschen Treiber zu deaktivieren. Halten Sie dazu beim Booten die <F8>-Taste gedrückt, um das Windows-Bootmenü aufzurufen. Wählen Sie dort den "Abgesicherten Modus". Ist Windows gestartet, tragen Sie unter "Start, Ausführen" den nachfolgenden Befehl ein: sc config intelppm start= disabled. Anschließend können Sie XP neu starten. Alternativ können Sie im Bootmenü die Wiederherstellungskonsole aufrufen und dort "disable intelppm" eingeben. Das deaktiviert ebenfalls den Intel-Treiber. Vorsicht: Führen Sie diese Befehle keinesfalls auf einem System mit Intel-Chipsatz aus, da hier der Treiber unbedingt benötigt wird.


DLL stoppt Desktop-Kosmetik
Viele Anwender verschönern XP mit neuen Themes, etwa um einen Vista-Look zu erzielen. Vistamizer, Vista Transformation Pack oder XPize verwenden jedoch Anpassungen, die nicht von Microsoft signiert sind. Um sie benutzen zu können, muss die Windows-Datei Uxtheme.dll gepatcht werden. Das Aufspielen von SP3 setzt die angepasste DLL jedoch wieder auf den von Microsoft für korrekt befundenen Zustand zurück - mit dem Ergebnis, dass XP jetzt erneut nur mit signierten Themes zusammenarbeitet. Die einfachste Lösung wäre nun natürlich, die Datei nochmals zu patchen. Allerdings verweigern gängige Anpassungsprogramme in ihren aktuellen Versionen (etwa UXTheme MultiPatcher in Version 5.5) nach der SP3-Installation den Dienst. Sie melden lapidar: "Falsche Betriebssystem-Version". Inzwischen gibt es aber im Internet eine gepatchte, mit SP3 kompatible Version der DLL . Diese müssen Sie nur noch an die Stelle der Originaldatei in das Verzeichnis \Windows\System32 setzen - was der Windows-Systemschutz aber zuerst einmal blockiert. Auch hierzu gibt es ein passendes Werkzeug im Netz: Hier finden Sie den Replacer, der geschützte Systemdateien austauschen kann. Danach steht einem erneuten Einbinden der liebgewonnenen inoffiziellen Themes nichts mehr im Wege.

XP SP3 nervt im lokalen Netz
Die genauen Ursachen bleiben nebulös: Nicht überall, aber häufig genug erleben Anwender in einem lokalen Netz (LAN) nach der Installation von SP3 eine unangenehme Überraschung. XP nervt jetzt bei jedem Kopieren oder Verschieben von Dateien aus dem Netz mit einer Sicherheitsabfrage. Diese Fragerei lässt sich weder in den Netzwerkeinstellungen noch im Sicherheitscenter deaktivieren. Der Hintergrund: Das Sicherheitszonen-Modell des IE erfasst jetzt alle Rechner im lokalen Netzwerk und behandelt sie als Internet-Server. Intern werden Zugriffsbeschränkungen auf solche Rechner über die Sicherheitszone "Arbeitsplatz" verwaltet, die jedoch in den Standardeinstellungen des IE nicht angezeigt wird und sich nur über einen Registry-Eingriff anpassen lässt. Es geht auch einfacher: Rufen Sie im Menü "Extras" des IE die "Internetoptionen" auf. Markieren Sie auf der Registerkarte "Sicherheit" die Zone "Lokales Intranet", und klicken Sie auf "Sites". Deaktivieren Sie dann den obersten Punkt "Intranetnetzwerk automatisch ermitteln". Die drei anderen Punkte lassen Sie aktiv. In den meisten Fällen werden aus dem LAN zu übertragende Dateien damit ohne Nachfrage durchgelassen.Hilft das nicht, können Sie dem IE die PCs im lokalen Netz explizit als vertrauenswürdige Websites bekanntgeben. Markieren Sie dazu im Fenster "Internetoptionen" auf der Registerkarte "Sicherheit" die Zone "Vertrauenswürdige Sites", und klicken Sie auf "Sites". Im neuen Fenster schalten Sie die Option der Serverüberprüfung (HTTPS) aus und fügender Netbios-Namen der gewünschten LAN-Rechner der Liste "Websites" hinzu.

Die verschwundene Adressleiste
Die optionale Symbolleiste "Adresse", über die sich Web-Seiten, Netzwerk-Adressen und lokale Ordner wie Programme schnell aus der Taskleiste aufrufen lassen, hat viele Freunde. Mit Installation von SP3 wird sie - laut Microsoft aus rechtlichen Gründen - deaktiviert und lässt sich auch nicht wieder einblenden.
Schneller Hack: Wer sich traut, kann sich mit folgendem Hack behelfen:
1. Benennen Sie die Datei Browseui.dll im Ordner System32 um, etwa nach Browseui.SP3.
2. Kopieren Sie dann die Browseui.dll eines älteren XP nach System32. In aller Regel ist es unnötig, die komprimierte Browseui.dl_ mit dem Expand-Tool aus einer XP-Installations-CD zu ziehen. Meist liegt eine ältere Version dieser Datei (Größe: 993 KB) noch auf dem System herum - etwa unter \Windows\$NtUninstallKB947864$ oder unter \Windows\System32\Dllcache.
Allerdings ist nicht gewiss, ob Microsoft noch weitere Änderungen an dieser Datei vorgenommen hat. Spätere Funktionsstörungen mit der älteren Version sind daher nicht auszuschließen.
Ohne Risiko: Für komfortable und risikolose Abhilfe sorgt die Windows Search 4.0. Diese erweitert nicht nur die XP-Dateisuche um eine inhaltliche Indizierung, sondert integriert zudem ein Eingabefeld in die Taskleiste, das Internet-Seiten, Netzwerkpfade oder lokale Ordner aufrufen kann. Zusätzliche Kürzel für Programmaufrufe sind mit dem Sonderzeichen "@" möglich - nach diesem Muster: @n, =notepad.exe Danach startet das Suchfeld der Eingabe "n" den Windows-Editor.

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