Ratgeber: Sicherheit mit Bordmitteln

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Nur ein regelmäßig aktualisiertes Windows-System trotzt den Gefahren aus dem Internet. Zusätzlich sollten Sie mit Benutzerkonten, Rechten und sicheren Passwörtern arbeiten.

Eine Security-Suite mit Virenscanner, Firewall und Spyware-Cleaner ist kein Allheilmittel. Sicherheit verlangt zusätzlich eine hohe Disziplin vom Anwender: So sollten Sie nicht nur das Windows-System regelmäßig aktualisieren und warten. Wechseln Sie unbedingt auch regelmäßig Ihre Passwörter, arbeiten Sie mit eingeschränkten Benutzerkonten, und schützen Sie vertrauliche Daten. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei.
1. Updates einspielen
Regelmäßig veröffentlicht Microsoft neue Treiber, Systemerweiterungen, Bugfixes und Security-Patches, die Sie bequem per Windows-Update aus dem Internet nachladen. Für die Update-Einstellungen klicken Sie unter XP in der Systemsteuerung auf "Automatische Updates" (Vista: "Sicherheit, Windows Update"). Wer es besonders einfach haben und sich nicht um die Aktualisierungen kümmern möchte, wählt die Option "Automatisch". Etwas mehr Kontrolle erlaubt Ihnen die Auswahl "Updates herunterladen, aber Installationszeitpunkt manuell festlegen". Dann können Sie die Updates kontrollieren und beispielsweise während Ihrer Arbeitspausen ausführen.
Installierte Anwendungen: Auch Ihre Software sollte stets auf dem aktuellen Stand sein. Doch wie erfahren Sie, ob beispielsweise neue Versionen von Quicktime, Firefox oder Flash existieren, in denen Sicherheitslücken gestopft wurden? Die Lösung heißt Secunia Personal Software Inspector. Das Gratis-Tool kennt weit über 4000 Programme und schlägt Alarm, sobald eine neue, sicherere Version einer Software vorliegt.
2. Benutzerrechte einschränken
Für bestimmte Aufgaben wie das Surfen im Web oder für bestimmte Nutzer, etwa Ihre Kinder, empfiehlt es sich, ein eigenes Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten anzulegen. Windows verwaltet diesen Typus als Benutzer, im Gegensatz zum Administrator mit uneingeschränkten Rechten. Der Benutzer darf zwar je nach Konfiguration auch Programme installieren, diese gelten aber nur für das eigene Profil. Zudem dürfen Windows-Benutzer keine Änderungen an Systemdateien oder der Registrierungsdatenbank vornehmen, die auch andere Anwender betreffen. ?Diese Restriktionen haben einen positiven Nebeneffekt, da sie den Wirkungskreis von Malware erheblich einschränken.
So geht’s: Ein entsprechendes Konto legen Sie über "Systemsteuerung, Benutzerkonten" an. Über "Start, Ausführen, gp-edit.msc /a" können Sie in den Gruppenrichtlinien die Beschränkungen unter "Windows-Einstellungen, Sicherheitseinstellungen, Lokale Richtlinien, Zuweisen von Benutzerrechten" verfeinern. Entfernen Sie einfach die dort aufgeführten Berechtigungen für den jeweiligen Benutzer.
Tipp: Manche Anwendungen fordern ein Admin-Konto. In diesem Fall sollten Sie wenigstens den Browser mit eingeschränkten Rechten starten. Das geht mit dem englischsprachigen Gratis-Tool Sandboxie.

3. Laufende Prozesse überwachen

Der Windows-Taskmanager listet alle aktiven Prozesse auf – auch solche, die das System standardmäßig versteckt hat. Um zu prüfen, welche Tasks Verbindung zur Außenwelt aufnehmen, blenden Sie über "Ansicht, Spalten auswählen, PID" die Prozess-ID jedes Tasks ein. Dann öffnen Sie über "Start, Ausführen, cmd" eine Kommandozeile und geben den Befehl "netstat -o" ein. Nun werden alle Netzwerk- und Internet-Verbindungen samt der PID und der IP-Adresse des verbundenen Servers oder Clients gelistet. Über den Abgleich der PIDs erfahren Sie, ob etwa aktive Spyware im System steckt. Lokale Tasks: Was lokal laufende Tasks bewirken, die aktuell keine Verbindung ins Internet haben, kann diese Methode nicht aufdecken. Hier hilft der Process Explorer weiter. Das englischsprachige Gratis-Tool nennt die von jedem Task und jeder aktiven Datei vorgenommenen Zugriffe auf die Registry sowie auf andere Dateien, Ordner und Dienste, Ports, Windows-Komponenten und Threads.

4. Systemdienste abschalten

Unnötige Dienste im Hintergrund sind ein Sicherheitsrisiko auf dem PC. Abschalten sichert den Rechner ab und macht ihn außerdem schneller. Wer sich mit der Dienstekonfiguration nicht selbst herumschlagen will, verwendet ein vorgefertigtes Script von der Website www.ntsvcfg.de. Per Doppelklick auf die Datei Svc2kxp.cmd wird es gestartet. Es öffnet sich eine Kommandozeile, in der die vier Möglichkeiten der Diensteinstellungen aufgelistet sind: "(1) LAN", "(2) Standard", "(3) All" und "(4) restore". Mit der zugeordneten Ziffer aktivieren Sie die Einstellungen. Für Einzelplatz-Rechner mit Internet-Anschluss ist "Standard" die erste Wahl. "All" sichert den XP-Rechner nach den auf der Hersteller-Website genannten Richtlinien ab.
5. Autostart kontrollieren
Nahezu jedes schadhafte Programm, das sich auf dem Rechner einnistet, hinterlegt einen Startaufruf in der Registrierdatenbank oder dem Autostart-Ordner. Es ist daher geboten, die Liste der Datei-Aufrufe regelmäßig zu prüfen und zu säubern. Am einfachsten geht das mit dem Systemkonfigurations-Programm, das Sie über "Start, Ausführen, msconfig -6" aufrufen . Die Angaben lassen in der Regel bereits Rückschlüsse auf den Urheber des Programms zu.
Mit Gratis-Tool: Mehr Komfort und zusätzliche Funktionen bietet das englischsprachige Autoruns. Sie erhalten umfassende Infos zu den verschiedenen Autostartpfaden, Treibern und sogar Browser- und Explorer-Erweiterungen. Autostart-Kommandos lassen sich vorübergehend abschalten oder dauerhaft löschen. Autoruns liefert mehr Informationen als Msconfig und listet – falls vorhanden – den Herstellernamen auf. Klicken Sie auf den Eintrag, zu dem Sie weitere Infos benötigen, und starten Sie über das Kontextmenü eine Google-Suche. Alternativ können Sie eine der bewährten Anlaufstellen wie Tasklist.org zur Recherche heranziehen.
Vista: Mehr Sicherheit mit eingeschränkten Rechten
Windows Vista hat mehr und vor allem bessere Security-Funktionen an Bord als XP. So sind Sie dank der Benutzerkontensteuerung bereits vom Start weg sicherer unterwegs als mit einem XP-System. Sie arbeiten unter Vista nur mit erweiterten Rechten, wenn dies zwingend nötig ist.
Für ein Plus an Sicherheit raten wir Ihnen trotzdem dazu, mit eingeschränkten Rechten zu arbeiten. Wechseln Sie dazu in die Systemsteuerung, und wählen Sie unter "Benutzerkonten und Jugendschutz" den Eintrag "Benutzerkonten hinzufügen/entfernen". Legen Sie hier ein neues Konto an, und vergeben Sie ein kompliziertes, sicheres Passwort. Melden Sie sich nun als Administrator ab und mit dem neuen Nutzer und dem eingeschränkten Konto an.

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S

SuperTux

Gast
Für bestimmte Aufgaben wie das Surfen im Web oder für bestimmte Nutzer, etwa Ihre Kinder, empfiehlt es sich, ein eigenes Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten anzulegen.
Wie doof sind die? Man sollte IMMER ein Standardbenutzerkonto nutzen, nicht nur, wenn man den Browser startet. Solange eine Verbindung steht, ist Windows angreifbar. Und E-Mail-Programm, Instant-Messenger haben auch Verbindungen und viele Programme, die prüfen, ob ein Update vorhanden ist. Und Windows selber ist auch angreifbar. Sandboxen sind Schwachsinn.
 
A

AlienJoker

Gast
Naja, Schwachsinn ist etwas hart. Sie haben insofern einen Sinn, als dass der browser das meistgenutzte Einfallstor für Schädlinge ist. Aber dagegen hilft mal wieder ein update bei der Brain.exe. Allerdings fehlt die Installation bei vielen Usern und ein nachträgliches Aufspielen ist oft schwierig.
 
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