Raid 5 mit 4x 2.5" SMR-HDDs nach wenigen Tagen Schrott

Diskutiere Raid 5 mit 4x 2.5" SMR-HDDs nach wenigen Tagen Schrott im Massenspeicher Forum Forum im Bereich Hardware Forum; Hallo zusammen Seit bald 10 Jahren setze ich zu Hause Raid 5 ein. Bis jetzt weitestgehend ohne Probleme und hauptsächlich am Intel-Controller...

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Hallo zusammen

Seit bald 10 Jahren setze ich zu Hause Raid 5 ein. Bis jetzt weitestgehend ohne Probleme und hauptsächlich am Intel-Controller. Lediglich ein paar Mal wurde nach einem Bios-Update das Raid plötzliche nicht mehr erkannt. Nach einer Neuerstellung des Raid-Arrays liessen sich die Daten bzw. die Partition mit einem Recovery-Tool jeweils (erstaunlicherweise) aber wieder problemlos und vollständig zurückholen. Weiss nicht mehr, wie jeweils genau.
Seit längerer Zeit hatte ich ein 2. Raid 5 an einem HighPoint RocketRaid mit 4 gemischten Festplatten. Auch das war bis anhin völlig problemlos. Jetzt gab es eine Aktion und ich wollte diese 2x 4x 2TB Raid 5 am Intel- und RR-Controller durch ein einziges mit 4x 4TB 2.5"-HDDs ersetzen. Das ging jedoch nicht annähernd so problemlos wie die letzten knapp 10 Jahre mit allen bisherigen Disks.

Die neuen Disks sind Seagate Barracuda (Compute) 4 TB 2.5" HDDs, die nach dem SMR-Verfahren arbeiten, um diese Datendichte zu erreichen. Alle stammen aus externen USB 3-Gehäusen, da diese in Aktion sogar billiger waren als vergleichbare, interne 3.5" HDDs.

Jetzt dazu einmal ein paar allgemeine Fragen:

  • Wieso wird bei den meisten HDDs keine Zugriffszeit mehr angegeben? Das ist doch DER Faktor, der die HDDs bei nicht sequentiellen Zugriffen so langsam macht...!?
  • Write Back-Caching ist ja "gefährlich" bezüglich Stromausfall. Jetzt arbeiten die SMR-Disks intern ja neben dem eigentlichen Cache nach einem ähnlichen Verfahren: Daten werden u. U. zuerst in einen Cache-Bereich auf der Platte geschrieben und später bei Langeweile erst richtig in den Datenbereich zurückgeschrieben. Im Gegensatz zum Chip-Cache ist dieser jedoch nicht flüchtig und ich gehe davon aus, dass der Controller das handeln muss, wenn in dieser Zeit der Strom ausfällt, der PC abstürzt, ausgeschaltet oder neu gestartet wird...!?
  • Haben HDDs aus einem externen Gehäuse eine manipulierte Firmware bzw. unterscheiden sie sich in irgendeiner Weise von den "normalen", internen Disks, so dass sich diese nicht problemlos intern an SATA betreiben lassen? Kann das leider nicht nachvollziehen, da sich nicht nach Modell- sondern nur nach Seriennummer nach FW-Updates suchen lässt.

Zuerst wollte ich eruieren, ob die Performance am Intel- oder am RR-Controller besser ist. Das hat sich relativ schnell erledigt. Die Disks sind im R5 am Intel-Controller nicht zu verwenden. Sie laufen bedeutend schlechter als einzeln und es geht sogar so weit, dass sich mehrfach das ganze "Speicher-Management" von Windows beim Datentransfer aufgehängt hat und ich nur noch den Computer neu starten konnte, um weitermachen zu können. Also habe ich sie an den RR-Controller gehängt. Dort schienen sie normal zu funktionieren.
Habe dann alle Daten von den bisherigen Disks darauf kopiert, was auch problemlos ging. Allerdings waren nach ein paar Tagen die meisten Ordner nicht mehr zugreifbar. Nach einem Reboot war das ganze Volume nicht mehr zugreifbar und auch eine Überprüfung oder Reparatur vom Dateisystem war nicht mehr möglich. Im Management wurde der Array-Status jedoch als "normal" angezeigt.

Ich habe im Event-Log per Zufall gesehen, dass da mehrfach etwas stand von "Volume F: aufgrund von Fehlern kurrzeitig offline geschaltet" und irgendetwas von "ESENT", was ich nicht weiss, ob das etwas damit zu tun hat. Mögliche mir bekannte Ursachen könnten höchstens sein, dass ich den PC das ein oder andere Mal resetten musste, weil sich GPU (-Treiber) aufgehängt hatten oder weil ich die Reihenfolge von zwei Disks einmal getauscht hatte, wobei 2. ja eigentlich kein Problem sein dürfte und 1. auch nicht, da in der Zeit ja keine Festplattenzugriffe hätten stattfinden dürfen. Oder sind diese (SMR-) Disks schlicht und einfach aus mir unbekannten Gründen für ein Raid (5) nicht zu verwenden? Das wäre sehr mühsam und schade!
Leider weiss ich nicht, wann es genau aufgehört hat zu funktionieren (in der kurzen Zeit) und bin mir auch nicht sicher, ob ich bei den vorherigen Disks die Reihenfolge auch schon getauscht hatte. Gehe schwer davon aus. Beim Intel-Controller weiss ich's, dass ich das mehrfach gemacht habe und es nie ein Problem war.
Was ich noch weiss ist, dass ich davor mal eine Prüfung und Reparatur vom FS ausgeführt hatte (nach den Resets?). Allerdings weiss ich nicht, ob auch auf dem Raid-Volume oder nur auf der System-Partition. Und das kam mir schon äusserst merkwürdig vor, da ich das System erst kürzlich mit dem Fall Creators Update frisch installieren "durfte" und der PC bis da ja nicht mehrfach abgestürzt ist wie früher teilweise.

Kann ich mich bei der Reparatur vom FS darauf verlassen, dass das danach passt und nicht mehr irgendwelche Ungereimtheiten vorhanden sind?

Auf jeden Fall habe ich die Disks danach einzeln geprüft über die Management-GUI des Controllers, was mehr als ca. 4x 1/3 Tag dauerte. Auf was (alles) genau kann ich nicht einmal sagen aber zumindest sollen keine fehlerhaften Sektoren vorhanden sein.
Gestern hatte ich beim "normalen" Raid 5 einmal auf Verify gedrückt. Da hat er sofort Inkonsistenzen auf den Disks festgestellt und mit dem Rebuild begonnen. Weiss nicht, ob ich jetzt die 200h (!) warten soll, nur um festzustellen, ob das Ganze Erfolg hat oder ob der Controller irgendwelche konkrete Fehler ausgibt oder ob es keine Fehler gibt und am Ende trotzdem nichts geht. Mir scheint, bei einem Defekt allfällige Daten vom Volume zu sichern und das Ganze dann neu zu kreieren und zurückzuspielen oder gleich neu zu kreieren und wieder drauf zu kopieren wäre ohnehin bedeutend schneller und allenfalls sicherer und aussichtsreicher als so ein ewig dauernder Rebuild.
Ich hatte früher bei den vorherigen Disks mal auf Verify gedrückt interessehalber. Ging auch lange (weiss jetzt nicht ob halb so lange wegen der Kapazität oder weniger) aber da ging alles glatt, ohne Fehler o. Ä.

Habe mir auch schon mehrfach ein SW-Raid über Windows überlegt, um Controller-unabhängig zu sein. Allerdings kenne ich mir damit 0 aus und finde bei Google auch nichts, was meine Fragen beantwortet.
Was passiert bei einer Neuinstallation des OS oder bei Umzug auf einen neuen PC? Sind da alle nötigen Infos direkt auf den Disks, so dass Windows das SW-Raid sofort wieder als solches erkennt und wie ist es da mit der Disk-Reihenfolge, Sicherheit und Zuverlässigkeit?

Danke für's Durchlesen des langen Beitrags und hoffentlich einigen hilfreichen und aufklärenden Antworten!
mfg
 

cardisch

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SMR-HDDs sind nicht für ein RAID geeignet, Seagate gibt (afaik) 2400Std/Jahr Nutzung an, also weniger als 8 Std täglich, es handelt sich um Archiv Disks, nicht mehr, nicht weniger. Diese sind auch nicht für ein RAID (Stichwort Vibrationen) geeignet.
Dann kommt dazu, dass man munkelt (ich kann es aber nicht bestätigen), dass in externen HDDs eher die qualitativ minderwertigen oder bereits getauschten HDD verbaut werden und DESWEGEN billiger sind
Und vermutlich ist dein Controller/Windows wegen der Zugriffszeit ausgestiegen, SMR-HDDs haben IMMER höhere Zugriffszeiten, als normale HDDs.
1. Tipp: Ordentliche HDDs holen, um ein RAID aufzubauen
2. Tipp: Ein RAID ersetzt KEIN Backup
3. Tipp: SW RAID aus der Theorie: Als dynamischer Datenträger sollte ein Zurückspielen aus der Theorie heraus funktionieren

Gruß

Carsten
 

K-eBeNe

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und wenn SW Raid, dann per mdadm unter Linux (OMV, FreeNAS usw.)

Der Vorredner hat alles gesagt, die Platten sind keine RAID/NAS Platten, da greift man zu alt bewährten und schon garnicht zu billigen 2,5" HDD´s
 

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Hallo, danke für deine Antwort!

...weniger als 8 Std täglich, es handelt sich um Archiv Disks...
Ja, dafür werden sie auch gebraucht. Als Datengrab im PC, wo nicht immer gleich alles weg ist und / oder wieder mühsam zurückgeholt werden muss, wenn mal eine Disk aussteigt und als grosse, einzelne Partition. Laufzeit hat ja nichts mit Raid an sich zu tun...? Und die können ja nach 10 Min. Spindown machen...
P. S. Diese Disks kann man aber auch einzeln kaufen, um sie als Systemdisk in einem Notebook zu verwenden. Zumindest wird davor nicht gewarnt (ausser vlt. die Dicke). Ausserdem gäbe es ja ansonsten noch die sogenannten "Archive HDDs", was die hier ja nicht sind.

SMR-HDDs sind nicht für ein RAID geeignet
Wegen was jetzt? Wegen der Zugriffszeit?

Diese sind auch nicht für ein RAID (Stichwort Vibrationen) geeignet.
Verstehe ich nicht. Die sind im Computer auf Gummi gelagert, hätten in einem mobilen Gerät um ein hohes Vielfaches höhere Erschütterungen und auch Temperaturen und an diesen Tatsachen ändert sich auch nichts, ob Raid oder nicht.

...dass in externen HDDs eher die qualitativ minderwertigen oder bereits getauschten HDD verbaut werden und DESWEGEN billiger sind...
Wie gesagt, das war eine Tagesaktion. Ansonsten wären sie deutlich teurer gewesen. Deshalb hab ich davon jetzt auch 8 Stück und wenn ich die alle nicht für ein Raid verwenden könnte, wäre das sehr mühsam und ärgerlich! Wäre aber auch eine Sauerei! Zumal externe Disks viel mehr äussere Belastungen erfahren...

Und vermutlich ist dein Controller/Windows wegen der Zugriffszeit ausgestiegen, SMR-HDDs haben IMMER höhere Zugriffszeiten, als normale HDDs.
1. Der Controller ist nicht in dem Sinn ausgestiegen. Zum Aufhängen am Intel kann ich nichts sagen (da ging aber auch nix kaputt wärend den Tests), am RR wurde das Array aber ja als "normal" angezeigt.
2. Wieso haben die höhere Zugriffszeiten beim Lesen? Wie schon erwähnt wird auf die Disks im Normalfall ja auch nicht viel geschrieben...

1. Tipp: Ordentliche HDDs holen, um ein RAID aufzubauen
2. Tipp: Ein RAID ersetzt KEIN Backup
3. Tipp: SW RAID aus der Theorie: Als dynamischer Datenträger sollte ein Zurückspielen aus der Theorie heraus funktionieren
1. Dafür ist es leider zu spät, wenn ich davon jetzt 8 habe...
2. Ja was denkst du, was sonst hier los wäre? Dann würde ich jetzt nicht am Rebuild ausprobieren rumstudieren sondern hätte schnellstmöglich eine möglichst sichere Recovery-Variante versucht.
3. Verstehe das inhaltlich nicht. Wie zurückspielen?

Thx & mfg
 

Fix

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und wenn SW Raid, dann per mdadm unter Linux (OMV, FreeNAS usw.)

Der Vorredner hat alles gesagt, die Platten sind keine RAID/NAS Platten, da greift man zu alt bewährten und schon garnicht zu billigen 2,5" HDD´s

Wie gesagt, das ist ein privater Windows-PC, wo ich eine grosse, schnelle Partition mit "einigermassen etwas Datensicherheit" haben möchte.
Und wie auch erwähnt, in bald 10 J. hatte ich nie ein ernstes Problem und insbesondere kein auf die Disks zurückzuführendes. Immer mit Mainstream-Platten. Zuletzt sogar eines mit einem Mix aus 4 ext. 3.5" 2 TB-Platten unterschiedlichen Alters, Typs und Herstellers. Darunter sogar zwei gefürchtete WD Green!

Und mein PC war die vergangenen Jahre sehr, sehr oft abgestürzt aufgrund fehlgeschlagener OC-Versuche! Was ja beides nicht gerade RAID-förderlich ist. Aber es gab nie ein Problem. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil auf die Platten im Normalfall ja eben auch keine Zugriffe stattfinden.
IRST hat dann nach den Abstürzen schon x-mal ein Verify ausgeführt, im Normalfall ohne einen einzigen Fehler.


P. S. Was passiert, wenn der PC abstürzt, abgeschaltet oder neu gestartet wird und die Daten auf dem SMR Cache-Bereich noch nicht an die schlussendliche Position geschrieben wurden?

P. P. S. Bis vor kurzem wusste ich ja noch nicht mal, dass das SMR-Platten sind und was SMR überhaupt ist und wie das funktioniert...
 

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Ach ja noch als Anmerkung: Auf die 2.5" HDDs wollte ich u. A. umsteigen, weil sie kleiner und leichter sind, wodurch sie u. A. auch bedeutend weniger Lärm und Vibrationen verursachen und deutlich weniger Leistung aufnehmen und dadurch auch viel weniger warm werden. Was ja allen Aspekten förderlich sein sollte...
Jetzt während dem Rebuild-Prozess werden sie gerade einmal 25.5-26.5° warm und brauchen mindestens 30 Watt weniger als alle 3.5" zusammen (und das nicht unter voller Auslastung!) und machen nicht so einen riesen Lärm. Das Lauteste am PC im Idle waren die Festplatten-Vibrationen der grossen Platten. Trotz Gummilagerung...
 

K-eBeNe

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Hallo,

dachte du benutzt die in einem NAS, was da Sinn machen würde, dann denke ich ist das ein FW Problem mit den Platten oder der Wiederanlauf dauert zu lange, das hatte ich auch mal, war in einem NAS, habe dann spindown deaktiviert, dann ging es. (die Platten waren irgendwelche Seagates, sind dann gleich wieder raus geflogen)

Ich benutze mehrere NAS, eines als Arbeitslaufwerk, wo viele Rechner drauf zu greifen ein separates BackupNAS, was selbständig startet, inkrementelles Backup macht und wieder runter fährt.

Alles basierend auf Linux natürlich, die Lesegeschwindigkeit, liegt dank 10G bei 500-600MB/s, Platten sind WD Red im Raid5.
Würde mir das nie wieder antun, mein Datengrab im Arbeitsrechner zu verbauen, viel zu anfällig...
 

XP-Fan

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Hi,

unterstützen die Controller überhaupt diese Festplatten ?
Ich lese da was von 10 Jahren ..... und jetzt neue Generation HDD mit alten Controllern ? Ob das passt.
 

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Nein, ich wollte nicht mehr so viele grosse, schwere, laute Disks mit hohem Stromverbrauch im PC und war eine super Aktion. In den NAS sind WD Red. Wobei da grad so gut Bullshit 0814 sein könnte, so wenig wie die laufen.
Ja, ich habe "nur" 1G LAN und gut 100 MB/s, vom Internetzugriff gar nicht zu sprechen. Während ich im PC mehrere hundert MB/s und die Daten immer dabei habe. Ausserdem habe ich auf dem NAS keinen Platz für solche Daten, welche ich nur auf dem PC und sonst nirgends brauche, da ist eh schon eher voll.

...dann denke ich ist das ein FW Problem mit den Platten oder der Wiederanlauf dauert zu lange, das hatte ich auch mal, war in einem NAS, habe dann spindown deaktiviert, dann ging es.

Zumindest das Problem am Intel-Controller kann mit dem Spindown ja nichts zu tun haben und FW frage ich mich immer mehr, ob die allenfalls doch speziell ist für die ext. Disks mit schnellerem Spindown und Köpfe immer gleich parken oder sonst manipuliert (siehe News unten "SW-Raid"). Kann leider kein FW-Update machen. Entweder gibt's keins oder ich bräuchte die Seriennummer eines normalen, internen Modells. Sch... Seagate!
Habe auch schon mehrfach gehört, gewisse Platten machen Spindown so, wie sie wollen, egal was irgendwo eingestellt ist. Sicher im Zusammenhang mit Seagate, andere k. A.

unterstützen die Controller überhaupt diese Festplatten ?
Ich lese da was von 10 Jahren ..... und jetzt neue Generation HDD mit alten Controllern ? Ob das passt.

Wusste gar nicht, dass Festplatten auch noch Kompatibilitätsprobleme machen können! Ist schon unverständlich bei RAM und bei Grafikkarten sowieso. Sind doch schliesslich alles standardisierte Interface mit standardisierten Datenprotokollen. Bei HDDs habe ich das jetzt aber echt noch nie gehört...
Mit 10 Jahren meinte ich, dass ich vor ca. 10J mein erstes Raid5 mit 4x320GB gemacht habe. Auf einem Intel-Controller. Welche auch noch bis letztes oder vorletztes Jahr mit im Rechner waren, aber das war mir mittlerweile echt zu blöd, so viel Ballast für so wenig Ertrag.

Der Controller ist ein Highpoint RocketRaid 2720SGL. Natürlich nichts teures, kam aber auch nichts teures in Frage. Daran gehen auch SSDs nur leider ohne TRIM-Unterstützung, da die zu faul sind, das bei dem Controller noch schnell in die FW einzubauen....

Komisch finde ich dann aber, dass es mit diesen Platten jetzt sooo Probleme gibt, mit irgendwelchen zufällig zusammengewürfelten aber einwandfrei ging, welche alle aus NAS oder ext. HDDs stammen.


News:

Vorgestern wurde der Rebuild fertig, natürlich erwartungsgemäss ohne sinnvolle Resultate. Der Status war davor "normal" und danach "normal" und die Daten sind nicht zugreifbar. Wär noch interessant gewesen, ob der Controller bei einem neuen Versuch wieder zu Beginn Inkonsistenzen festgestellt hätte oder ob es seiner Meinung nach nach dem Rebuild gepasst hätte. Fehler gab es meines Wissens keine.

Habe jetzt mal über Windows Speicherplätze (Storage Spaces) mit Parität versucht. Resultat: Langsam wie Hölle an RocketRaid und Intel und am Intel mit dem SW-Raid dasselbe Resultat wie mit Intel "HW-Raid 5" - die ganze Windows Speicherverwaltung hat sich beim Crystal Disk Mark (1. Write Test) mehr oder weniger aufgehängt.
Das kann's doch nicht sein! Das darf doch so nicht passieren! Im Controller-Raid Mode kann ich's mir ja eher noch vorstellen, dass der sich da irgendwo verhaspelt aber mit "normalen" Platten in einem SW-Verbund dasselbe Resultat...!?

Traue diesen Disks eh schon von Anfang an nicht so ganz, weil sie sich teilweise komisch und / oder innerhalb derselben Serie unterschiedlich verhalten und v. a. teilweise sehr komische Geräusche machen, was auch nicht bei allen gleich zu sein scheint. Kenne mich damit leider zu wenig aus um zu wissen, wie ich die Disks noch testen könnte. S.M.A.R.T. war ja i. o. und Test auf fehlerhafte Sektoren auch. Aber hatte noch mit keiner einzigen Disk in meiner ganzen Vergangenheit solch ein Problem!
 
G

G-SezZ

Gast
Sag mal, wieso bestückst du den NAS nicht mit ausreichend Speicherplatz, und eventuell einer schnelleren Netzwerkanbindung, und verlagerst die Daten dort hin?
Mir fällt es schwer in der heutigen Zeit auch nur eine einzige Festplatte in einem Rechner zu rechtfertigen. Und dann gleich so ein großes raid, wo doch parallel eine zweite Maschine läuft deren ganze Bestimmung das halten von Daten ist. Ein NAS ist dafür doch um Welten besser geeignet als ein Arbeitsplatz Rechner. Du hast viel besser dafür geeignete Dateisysteme zur Verfügung als an einem Windows Arbeitsplatz. Vollautomatische Backups außerhalb deiner nutzungszeit. Die Lautstärke ist komplett irrelevant wenn du ihn aufstellen kannst wo du willst. Bei einem NAS mit vernünftiger RAM Bestückung können die Zugriffszeiten besser sein als auf eine interne Festplatte.
 

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Sag mal, wieso bestückst du den NAS nicht mit ausreichend Speicherplatz, und eventuell einer schnelleren Netzwerkanbindung, und verlagerst die Daten dort hin?

Verschiedene Gründe:
- Dann müsste ich noch mehr Geld für noch mehr (unnötige) Hardware ausgeben zum hier rumstehen haben...!?
- NAS muss bei mir nicht dauernd laufen sondern nur dann, wenn ich auch bestimmte Dinge brauche
- Ich warte wennschon auf die neuen HDD-Generationen mit deutlich mehr Speicher und/oder günstigeren Preisen
- Brauche kein NAS, um dort Games zu speichern, die nur auf dem PC Sinn machen und Ähnliches bzw. keinen "teuren Speicherplatz" für Daten, die ich immer genau nur dann brauche, wenn der PC läuft. Wenn überhaupt.
- Gewisse Anwendungen haben nicht so gern Netzlaufwerke oder es funktioniert damit gar nicht
- Nach dem Standby / Ruhezustand werden Netzlaufwerke nicht mehr verbunden, da das LAN irgendwie nicht genug früh verfügbar ist

Zu den anderen Punkten:
Das "teure" Synology-NAS ist verhältnismässig einfach arschlahm in den meisten Aspekten! Und braucht für das, was es ist auch relativ viel Strom. Datensicherheit habe ich dort auch nicht. Muss schon mal endlich wegen einem automatischen, regelmässigen Backup schauen. Momentan war das weniger das Problem, da ich die meisten (wichtigen) Daten an mindestens 2 Orten gespeichert habe. Und von wegen Lärm. Die 8TB WD Reg sind schweinelaut. Die nerven wahrscheinlich überall in der Wohnung mehr oder weniger.

Bei einem NAS mit vernünftiger RAM Bestückung können die Zugriffszeiten besser sein als auf eine interne Festplatte.

Hab ich so wohl nicht und will ich erst mal sehen. Ist ja aber für meinen Zweck im Normalfall irrelevant, sonst hätte ich auch gar nie das mit den 2.5" HDDs versucht.


Habe übrigens heute eine Anfrage an den Seagate-Support geschickt und bereits eine Antwort erhalten. Das und v. a. auch vom Inhalt und Umfang her ist es eindrücklich, wenn auch teilweise ernüchternd...

Es tut mir leid, dass Sie Probleme mit Ihren Festplatten haben. Ich weiß wie frustrierend es sein kann, wenn die elektronischen Apparate nicht so funktionieren wie sie sollten.

Nachdem ich Ihre E-mail gelesen habe, ist mir klar geworden, dass Sie 8 USB Festplatten gekauft haben, diese jedoch intern verwenden und sie nicht richtig funktionieren.

Herr Hofer, zuerst muss ich Ihnen leider mitteilen, dass die Garantie der Festplatten nicht mehr gültig ist, denn sie wurden aus ihren Gehäusen geholt.

Um zu versuchen das Problem mit Ihren Produkten zu lösen, bitte ich Sie uns einige Informationen zu senden.

-Wie haben Sie Ihre Festplatten an den Computer angeschlossen? (nicht im RAID).

-Haben Sie es schon mit anderen Kabeln und SATA-Port versucht?

-Können Sie uns Information über die Festplatte mit dem Betriebssystem geben?

-Ist es möglich uns ein Bild zu senden?

Außerdem empfehle ich Ihnen die Festplatten mit unserer Diagnose-Software SeaTools für Windows zu testen. Schließen Sie die Festplatten extern an und wählen Sie den langen Test (Long Generic). Wenn dieser Test nicht bestanden wird, dann können wir sagen, dass die Festplatte kaputt ist.

V. a. der Punkt mit der Garantie würde mich sehr verwundern, wenn das gesetzlich verheben würde...
 
G

G-SezZ

Gast
Dass du keine Garantie hast ist doch glasklar. Oder hast du in irgendwelchen Garantiebestimmungen schon mal gelesen dass der Hersteller garantiert dass du das Gerät öffnen, einen Teil ausschlachten, und in einer anderen Weise verwenden kannst wie angedacht? Auch wenn das bei so einer Festplatte einfacher geht, weil sie vermutlich nur verschraubt und mit Steckern verbunden ist, aber im Grunde ist das genau das gleiche als würdest du ein iPhone öffnen, das Display heraus holen, und an ein Samsung Handy löten.
Ich muss sagen der Support ist wirklich sehr entgegen kommend.
 

Fix

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Das stimmt doch nicht!?? Das mit dem Handy-Display ist was anderes aber solch eine HDD kann ich auch einzeln lose kaufen und darauf habe ich auch Garantie! Externe Festplattengehäuse dito.
Oder bringen wir da Garantie und Gewährleistung bei Hardwaredefekten durcheinander? Kenne den genauen Unterschied nicht mehr, gibt's in der Schweiz so nicht. Aber auf Hardwaredefekte müsste der Hersteller doch nach wie vor von Gesetz wegen Garantie/Gewährleistung geben, so lange ich das nicht beim auseinander nehmen beschädigt habe...!??
 
G

G-SezZ

Gast
aber solch eine HDD kann ich auch einzeln lose kaufen
Hast du aber nicht. Du hast sie aus einem anderen Produkt ausgeschlachtet. Garantie hast du auf das gekaufte Produkt, nicht auf seine ausgeschlachteten Einzelteile. Es sei denn der Hersteller gewährt ausdrücklich eine Garantie auf die lose Platte, was bei einem Laptop, oder einem NAS durchaus der Fall sein kann. Selbst in diesen Fällen hat der Kunde aber oft keine Garantie vom HDD Hersteller, sondern nur vom Laptop Hersteller, der dann wiederum eine Garantie beim HDD Hersteller geltend machen kann.

Eine Garantie ist ein freiwilliger Vertrag zwischen Käufer und meist dem Hersteller. Der Hersteller kann garantieren was er will und zu den Bedingungen wie er will. Der Käufer akzeptiert diese Bedingungen mit dem Kauf. Wenn der Hersteller garantiert dass die Platte 10 Jahre funktioniert, aber nur wenn sie auf einem rosa Seidenkissen mit Lavendelduft gelagert wird, dann sind das seine Bedingungen und wenn die Platte nicht auf dem Seidenkissen liegt ist diese Garantie futsch. Gesetzlich verpflichtend ist er nur dazu sich an das zu halten was vertraglich vereinbart wurde. Will der Hersteller keine Garantie dafür geben dass du die Platte aus dem Gehäuse ausbauen kannst, dann gibt er keine, fertig. Das ist seine freie Entscheidung, der beim Kauf zugestimmt wurde. Oder gibt ein Hersteller 2 Jahre Funktionsgarantie, beschränkt sie aber auf 2000 Stunden Betriebszeit, dann ist die Garantie bei 24/7 Einsatz nach 3 Monaten vorbei. Das war eine Bedingungen der beide Parteien zugestimmt haben.

Die Gewährleistung ist in Deutschland gesetzlich verpflichtend. Sie deckt aber nur Mängel ab die bereits beim Kauf bestanden haben! (Nachbesserungspflicht) Wenn das Produkt plötzlich kaputt geht ist das nur ein Fall für die Gewährleistung, wenn der Defekt auf einen vor dem Kauf bestandenen Mangel zurück zu führen ist. Wenn das Produkt z.B. bei starker Nutzung schon nach 3 Monaten Alterserschienungen zeigt ist das kein Fall für die Gewährleistung.
In den ersten 6 Monaten wäre es in einem potentiellen Gewährleistungsfall am Hersteller zu beweisen dass der Mangel erst nach dem Kauf aufgetreten ist. Nach 6 Monaten findet eine Beweislastumkehr statt, dann muss der Kunde beweisen dass der Mangel schon beim Kauf bestanden hat.
 

K-eBeNe

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Denke wir triften ab, sollche Platten kann man in der Regel nicht lose kaufen, die gibt es auch von WD usw. und werden über unbekannte Wege auf den Markt geworfen, Garantie gibts keine, das kann man bei WD ja schöne per Onlineabfrage nachvollziehen.

Also wird wohl kein Weg an ordentlichen HDD´s vorbei gehen, du musst selbst wissen, was für dich wichtig ist, geiz bringt einen meist nicht weit.
 
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