Programme schneller mit schnellerer CPU?

Diskutiere Programme schneller mit schnellerer CPU? im Mainboard Forum Forum im Bereich Mainboard Forum; Hallo, haupsächlich arbeite ich mit Datenbanken und mit dem Web. Mein PC mit einem AMD A8-3870 und 3000MHz, 16GB DDR3 SDRAM 667MHz ist schon etwas...
#1
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Limbo

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Hallo,
haupsächlich arbeite ich mit Datenbanken und mit dem Web.
Mein PC mit einem AMD A8-3870 und 3000MHz, 16GB DDR3 SDRAM 667MHz ist schon etwas älter. Er hat aber schon eine SSD und eine schnelle Grafikkarte Geforce GTX 750Ti mit 4MB Speicher.
Jetzt arbeite ich mit einer Datenbank-Software, die für Berechnungen und Sortierungen fast 10min benötigt. Da möchte ich schneller werden.

Jetzt habe ich einen AMD Ryzen t 2700X Prozessor mit 8x3700 MHz und ein Gigabyte GA B450M Board mit 16GB DDR4 SSD RAM 3200MHz zum Aufrüsten auf der Wunschliste.
Nach den vergleichbaren Benchmarktest bzw. Benchmarkangaben müsste der neue Prozessor 5,5x schneller sein. bedeutet das dass mein Programm damit die Berechnung 5,5 mal schneller, also in etwa 1,8min fertig ist? Auch der Speicher ist 4,8x schneller, dürfte also auch den Programmablauf nicht wesentlich ausbremsen.
Rechne ich nun 5,5 + 4,8 = 10,3 / 2= 5,15 bedeutet das für mich, dass mein 10min Programmlauf auf dem neuen System 10min / Faktor 5,15 =1,94min = unter 2min abgeschlossen sein sollte. Die Daten sind vor der Berechnung alle auf dem PC abgespeichert !!!
Kann man die Beschleunigung so rechnen oder ist das eine Lachnummer?
 
#2
J

jhkil9

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Es gibt keinen Ryzen t Prozessor. Du meinst wohl Ryzen 7? Und dann kannst du so nicht rechnen. Diese Werte erreichen die Teile nur unter optimalen Bedingungen. Steht der RAM in der Supportliste von Gigabyte? Steht die SSD in der Supportliste? Ist das Gehäuse optimal auf dein Board und die anderen Komponenten angepasst ( Lüfter, Kabelverlegung, usw. ?
 
#3
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Limbo

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Ja, Ryzen 7 soll es heißen.
Der RAM passt von den Spezifikationen, eine Liste habe ich nicht. meine vorhandenen SSDs sind mit SATA Anschlüssen kompatibel.
Ob das Board genau ins vorhandene Gehäuse passt, werde ich vor der Bestellung prüfen und habe auch Rückgaberecht. Im Zweifelsfall ist CSL-Computer nur einen Katzensprung entfernt, falls etwas nicht passt. Solche Upgrades auf neue Boards und CPUs habe ich schon mehrfach gemacht.
Gehäuse und Netzteile musste ich jeweils nur einmal Upgraden. Kabeladapter ect. liefert Distrelec am nächsten Tag an.
Wenn ich so nicht rechnen kann, wie sieht dann die realistische Zeitersparnis aus?
Um von 10min auf 8min zu reduzieren investiere ich das Geld nicht.

Nachtrag: ich stelle gerade fest, dass ich bei der Speicherbgeschwindigkeit einen Fehler habe.
Der alte Speicher ist mit 667MHz pro Riegel angegeben. Durch den wechselsitigen Zugriff auf 2 Bänke erreicht er eine Taktrate von 1334MHz.
Der neue Speicher ist mit 3200MHz angegeben, was aber scheinbar schon der wechselseitigen Zugriff beinhaltet.
Dehalb müsste ich wohl für den Speicher nur einen Faktor von 2,4 rechnen.
Also neue Rechnung 5,5 + 2,4 = 7,9 / 2= 3,95 bedeutet das für mich, dass mein 10min Programmlauf auf dem neuen System 10min / Faktor 3,95=2,53min = etwa 2,5min abgeschlossen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
#4
HaraldL

HaraldL

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Die Rechnung ist genauso sinnvoll und realistisch wie folgende: Wenn ich einmal mit einem Auto das 150 km/h schafft von Hamburg nach Berlin fahre und dann mit einem Sportwagen der 300 km/h läuft, bin ich dann in der halben Zeit dort? Nein. Außer du läßt die Strecke für dich sperren und alle Tempolimits, Baustellen usw. entfernen. Also nur im Labor, nicht in der Realität.

In deinem Beispiel spielen neben den reinen Leistungsdaten der Komponenten einfach noch sehr viele weitere Faktoren rein, Datenbank bedeutet z.B. viele Festplattenzugriffe wo Anbindung, Chipsatz, Treiber usw. eine Rolle spielen. Insbesondere viele Zugriffe auf kleine Datenmengen bedeuten viel Verwaltungsaufwand und können bei ungünstigem Zusammespiel von Anwendung, Treiber, SSD je nach Blockgrößen stark einbrechen. Was helfen schnelle CPU und RAM wenn die Daten nicht schnell genug gelesen oder geschrieben werden können. Oder die Datenbankanwendung wurde so kompiliert daß sie auch mit älteren CPUs funktioniert und nutzt so beschleunigende Features aktueller CPUs gar nicht aus. Und so gibt es noch vieles was Einfluß nehmen kann, was man aber vorab nicht berechnen kann.

Du kannst relativ sicher sein daß der Vorgang schneller ablaufen wird, aber eher nicht so schnell wie die blanke Theorie-Rechnung. Ich schätze jetzt einfach mal mit der Hälfte der von dir berechneten Einsparung bist du schon mehr als gut bedient. Und wenn z.B. die SATA-Anbindung der SSD bisher schon voll ausgelastet war dann gibt es so gut wie gar keine Beschleunigung weil sich dann die neue CPU einfach langweilt während sie auf Daten wartet.
 
#5
L

Limbo

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Vielen Dank, das Beispiel mit der Autobahn leuchtet ein. Wegen der Abstimmung mit den langsamsten Komponenten habe ich ja extra gefragt.
Es wird tatsächlich bei der Datenbank ständig auf die SSD zugegriffen. Da könnte so eine SSD mit Formfaktor M2 und 2200/620 Schreib-Lesegeschwindigkeit auch noch Sinn machen. Die neue SSD ist dann auch 2-4x schneller als die vorhandene SSD.
Ergibt dann eine theoretische Ersparnis von: 5,5 + 2,4 + 3= 10,9 / 3= 3,6 bedeutet das für mich, dass mein 10min Programmlauf auf dem neuen System 10min / Faktor 3,6=2,78min = etwa 2min 45s abgeschlossen ist. Tatsächlich dauert die Berechnung jetzt 11min 05s, später also theoretisch etwa 3min 05s.
Für das Board, CPU, Lüfter RAM und 500GB SSD-M2 müsste ich etwa 620€ ausgeben, das liegt noch in dem Rahmen, den mir die Beschleunigung auf die 1/2 bis 1/3 der bisherigen Rechenzeit Wert ist.
Bevor ich endgültig bestelle werde ich nochmal den Softwarehersteller kontaktieren, welche Erfahrenswerte er mit vergleichbar großen Datenbanken und Recherausstattungen er hat.
Vielen Dank nochmals an Alle, die mir Antworten geben konnten.
 
#6
JollyRoger2408

JollyRoger2408

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Eine PCIs (M.2) SSD wäre jetzt auch meine erste Idee gewesen, allerdings bin ich mir bei genauer Betrachtung nicht mehr sicher, ob sie in deinem Fall eine Verbesserung bringen wird.

Siehe hier:
In der Praxis zeigen sich die Vorteile der schnellen PCIe-SSDs vor allem dann, wenn es um große Dateitransfers geht. Anwendungen werden nur wenig beschleunigt und der Unterschied zu SATA-Modellen ist hier gering. Alltagsanwendungen profitieren vom NVMe-Protokoll kaum.
Quelle: ComputerBase
 
#7
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Limbo

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Inzwischen habe ich mir die Leistung/Auslastung im Taskmanager bei der Arbeit mit der Datenbank angesehen. Es ist tatsächlich so, dass der Prozessor nur zu 20-35% gefordert wird, während bei der SSD zwar auch eine Auslastung von 25% überwiegt, aber regelmäßig Spitzen, etwa alle 4s über die 100% Auslastung auftreten. ( Intenso SATA III High Performance 480GB)

Jetzt ist eine
SANDISK Extreme PRO® M.2 NVMe 3D SSD, 500 GB SSD,
Max. Übertragungsgeschwindigkeit (lesen) 3.400 MB/s , Max. Übertragungsgeschwindigkeit (schreiben) 2.500 MB/s

bestellt. Auch die anderen Komponenten sollen bis Samstag eintrudeln.
CPU Ryzen 7 3,7GHz, Gigabyte B450 AORIUS Pro, 16GB Kit DDR4-3200 CL18. Alles über Ebay für knapp 600€ bestellt.
Außerdem kommt meine vorhanden Geforce GTX 750 Ti Grafikkarte auf das Board. Gehäuse, alle Drives und kräftiges Netzteil ist auch vorhanden.

Vermutlich werden mit der neuen Ausstattung die 100% Spitzen bei der SSD bleiben, aber in kürzeren Abständen auftreten und die neuen 100% werden eine höhere Transferrate haben als mit der bisherigen Intenso SATA III High Performance 480GB.
 
#8
C

cardisch

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Datenbanken = MS Office??... Einen großen Geschwindigkeitsvorteil hättest du dann auch nur mit der 64Bit Edition (aber auch nur aus der Theorie)
 
#9
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Limbo

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Nicht MS-Office sondern spezielle Anwendersoftware vermutlich auf Delphi aufgebaut.
Windows 7 64Bit professionell soll jetzt Windows 10 64/prof. werden.
Mal sehen, wie viel das Upgrade bringt. Später werde ich vergleichen und berichten.
Mein IT-Berater meint um Faktor 3 sollte es mindestens schneller werden und es könnte auch auf Faktor 4 kommen. Künftig würde der RAM Speicher das langsamste Glied sein.
 
#11
Alfiator

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Also diese fixen SSD´s sind extrem schnell bei Kopiervorgängen aber Anwendungen werden nicht so stark beschleunigt wie man es sich vllt erhofft.Da tut´s auch eine etwas langsamere (die natürlich preiswerter ist;muß man abwägen) wenn ich das richtig in Erinnerung habe.Aber der Test wird es zeigen ob das stimmt weswegen wir alle gespannt warten....
 
#12
L

Limbo

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Zwischenstand:
Inzwischen ist das Gigabyte Aorus pro Board, die Sandisk M.2 NVMe SSD und der boxed AMD Ryzen 7 2700X in angegebener Reihenfolge eingetroffen. Nur auf die überfälligen DDR-4 3200MHz warte ich noch.
Der recht große Lüfter ist so hoch, dass er in dem vorgesehenen Gehäuse mit dem Netzteil kollidiert. Mein aktueller PC hat aber ein anderes Gehäuse, wo der Lüfter passt. In diesem Rechner habe ich aber ein schwächeres Netzteil (400W) das ich passend zum Prozessor gegen ein 750W Netzteil tauschen möchte. Das neue Netzteil werde ich am Montag direkt vom Händler abholen.
 
#14
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Limbo

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Das Gehäuse mit dem schwachen Netzteil ist ein Komplettrechner von CSL-Computer gewesen. CSL-400 PFC wird Dir nicht bekannt sein. Da steht auch nur "bis 400W" drauf. :mad
Da ich auch 16 GB auf dem Board habe und DVD, Blueray und HDD-Drives will ich ein kräftiges Netzteil haben, dass stabile Ausgangsspannungen bringt.
Ich könnte auch die Netzteile der beiden Gehäuse tauschen, aber dann hätte ich den Ersatzrechner mit dem schwachen Netzteil.
Die CPUs regeln die Leistung runter, wenn Netzteil oder Board die Spannung nicht stabil halten, oder schalten sogar einzelne Kerne ab.
Diese 750W Netzteile sind zwar auch billige China-Importe, aber das schon vorhandene NT läuft schon 2-3 Jahre stabil und bringt
12V 2x 30A, 5V 22A und 3,3V 22A. Es hat auch 2 zusätzliche 12V-Stecker für das Board und die Grafikkarte.
Zum Händler habe ich nur 6Km. Da hole ich das NT lieber selbst ab, satt zu raten, wie lange Herpes meine Bestellung rumliegen lässt, das Problem habe ich gerade mit dem DDR4-Speicher. Das Hermes-Logistikzentrum ist auch gleich um die Ecke aber die Ware liegt einfach nur rum.
 
#15
Mike

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Es wurde eh schon viel geschrieben. Ich sag nur:
Wenn die Software tatsächlich alle Kerne ansprechen kann (8 bzw. 16 virtuelle) dann sollte man nicht mehr mit 16GB RAM arbeiten, sondern mit 32GB.
Auf Systemen mit Datenbanken habe ich dadurch am meisten Geschwindigkeitszuwachs bemerken können.
Außerdem sollten bei Datenbanksystemen keine normalen CPU verwendet werden.
Bei uns laufen XEON CPUs mit 128GB RAM mit "normalen" HDD (10.000U/min). Für SSD sind die Menge der Schreibzugriffe einfach zuviel.
 
#16
L

Limbo

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Warum soll ich noch mehr Speicher installieren, wenn die jetzt vorhanden 16GB nur zu 25 - 35% ausgelastet sind?
OK, jetzt habe ich auch nur 4 Kerne.
Ich will auch keinen Großrechner aufbauen, sondern einen PC der die Rechenzeit für meine Anwendung von 11:05min auf 3-4min reduzieren.
Mit dem neuen Board und dem Ryzen 7 2700X habe ich einen guten Wert oberhalb der Mitte zwischen aufgewendeten Kosten und erzielbarem Leistungsgewinn gewählt. Jeder weitere Leistungsgewinn würde überproportionale Mehrkosten erfordern.
Ich arbeite auch schon einige Jahre jetzt schon mit der 3. SSD, - die Vierte ist noch nicht in Betrieb-, ohne Ausfälle.
 
#17
Alfiator

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Die Auslastung des RAM lässt sich sehr schön im Taskmanager verfolgen;erleichert die Entscheidung zur RAM Aufrüstung ungemein....
 
#19
L

Limbo

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Hi Roger, das 3G 750W Netzteil habe ich heute schon geholt und es kostet 30€ bei Abholung.
Es hat auch je einen 6pol- und einen 4pol Stecker für die GraKa und extra CPU-Power.
Außerdem neuerdings ein 5-adriges Anschlusskabel für die Laufwerke. Die 5. Ader hat zusätzlich 3,3Volt.
Der andere Kabelstrang ist normal 4adrig, insgesamt 6 Laufwerksstecker.
Die DDR4-RAM Speicher sind noch nicht da.
 
#20
JollyRoger2408

JollyRoger2408

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das 3G 750W Netzteil habe ich heute schon geholt und es kostet 30€ bei Abholung.
Ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Gute 300W PSUs kosten mehr als 30,-. Eine 750W PSU um 30,- ist eine tickende Zeitbombe. Wenn da eine Schutzschaltung zu spät oder gar nicht auslöst, kann die defekt gehende PSU auch die restliche Hardware beschädigen oder zerstören. Ich kann nur dringendst raten, eine vernünftige PSU zu holen.
Hier noch ein wenig Lesestoff zum Thema: PC-Netzteile im Test: Vergleich und Kaufberatung
 
Thema:

Programme schneller mit schnellerer CPU?

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