PlayStation 4 ausgepackt: Die neue Sony-Konsole im ersten Eindruck

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Rund sieben Jahre ist es schon her, seit Sony die Vorgänger-Konsole, die PlayStation 3, auf den Markt gebracht hat. Mit dem heutigen Tag startet nun eine weitere Konsolen-Generation, zumindest für die Europäer. Bereits vor einer Woche kamen die Vereinigten Staaten von Amerika bereits in den Genuss der neuen PlayStation 4. Uns erreichte am heutigen Release-Tag nun auch die neue PlayStation 4. Grund genug für uns, sie euch vorzustellen.


Bereits im Vorfeld gab es einen großen Hype rund um die beiden neuen Konsolen. Nun hat auch die PlayStation 4 von Sony offiziell den Weg nach Europa gefunden. Bereits seit einer Woche ist ja bekanntlich schon die Xbox One vom Konkurrenten Microsoft auf dem Markt. Was so alles im Karton steckt und wie der erste Eindruck der neuen Spielekonsole ist, das verraten wir euch nun.

Lieferumfang

Da ist sie nun also, die neue PlayStation 4. Wirklich spektakulär wirkt die Verpackung nicht. Das soll aber auch nicht unbedingt ein Kriterium sein. Wichtig ist letztlich der Inhalt. Und dieser kann sich dabei durchaus sehen lassen. Neben der eigentlichen Konsole findet man im Inneren auch Kurzanleitungen (diverse Sprachen) sowie auch das erforderliche Stromkabel. Bei der PlayStation 4 ist das Netzteil im Inneren verbaut, so dass lediglich das Stromkabel in der Packung zu finden ist. Auch ein microUSB-Kabel ist zu finden. Wer sein microUSB-Kabel aber irgendwann mal verlegt, der kann auch das Datenkabel vom Smartphone nutzen. Darüber hinaus findet man in der Verpackung auch ein Mono-Headset. Wer allerdings viel und oft online spielt, der dürfte sich über kurz oder lang nach einem geeigneteren Headset umschauen. Eine große Überraschung war das mitgelieferte HDMI-Kabel. Noch bei der PlayStation 3 war dies nicht im Lieferumfang enthalten und musste gesondert gekauft werden. Hier hat Sony also nun mitgedacht.

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Einrichtung

Um in den Spielegenuss zu kommen ist bei der erstmaligen Einrichtung der PlayStation 4 ein Update erforderlich. Bereits vor wenigen Tagen erreichte ein neues Update (1.51) die USA. Auch bei uns steht aber zunächst eine Aktualisierung an. Denn ohne dieses Update können grundlegende und wichtige Funktionen der PlayStation 4 nicht genutzt werden. Dazu zählen etwa Multi-Login, Play as you download, Seconde Screen und auch Remote Play. Doch noch viel wichtiger, ohne diese Aktualisierung können auch keine BluRays bzw. DVDs betrachtet werden oder der Online-Multiplayer-Modus genutzt werden. Es ist also zwingend erforderlich, dass das Update aufgespielt wird. Und hier liegt dann auch schon das nächste Problem. Denn am heutigen Release-Tag werden die Sony-Server glühen. Auch wir haben den Download angestoßen. Doch überraschenderweise verlief das Update auf Version 1.51 erstaunlich und erfreulich schnell, reibungslos und unkompliziert. Entweder haben bei weitem noch nicht alle das Update durchgeführt oder aber Sony hat sich gewappnet und entsprechend die Server-Kapazitäten aufgestockt.

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Hardware & Daten

Gegenüber der Vorgänger-Konsole PlayStation 3 hat sich in Sachen Hardware einiges getan. So werkelt nun ein AMD Achtkern-Prozessor aus der Jaguar-Reihe. Allerdings handelt es sich dabei um keinen echten Octacore-Prozessor sondern vielmehr um zwei Quadcore-Gruppen. Diese teilen sich zusammen jeweils zwei MiB L2-Cache. Zudem gibt es auch für jeden Kern einen 32 KiB großen L1 I-Cache sowie D-Cache. Zudem beherrscht der Jaguar-Prozessor auch die 64-Bit-Technologie. Hinsichtlich der Grafik setzt Sony auf eine Radeon-basierte GPU, die 1,84 TFLOPs leistet. Die Taktrate der GPU wird mit 800 MHz angegeben und basiert dabei auf einem DirectX 11.2+ Feature Set.

Auch der Arbeitsspeicher der PlayStation 4 kann sich durchaus sehen lassen. Zum Einsatz kommt dabei ein GDDR5-Arbeitsspeicher, der es auf eine Bandbreite von 176 GByte/s bringt. Die Größe wird mit acht Gigabyte angegeben. Zudem kommt eine 500 Gigabyte große Festplatte zum Einsatz. Diese 500 Gigabyte können aber nicht gänzlich genutzt werden, ein Teil ist hier bereits belegt.

Die Maße der Konsole betragen 275 x 53 x 305 Millimeter. Beim Vorgänger PlayStation 3 lagen die Abmessungen bei 274 x 98 x 325 Millimeter. Insgesamt ist die PlayStation 4 also ein wenig kleiner geworden. Gewichtsmäßig bringt sie rund 2,8 Kilogramm auf die Waage.

Wie auch schon bei der PlayStation 3 steht auch beim Nachfolger ein BluRay-Laufwerk zur Verfügung. Der Richtigkeit halber erwähnen wir, dass das Laufwerk nur zum Lesen ausgelegt ist, schreiben ist damit nicht möglich. Bei den Anschlüssen können insgesamt zwei USB 3.0-Anschlüsse genutzt werden. Ebenso steht auch ein AUX-Anschluss bereit. Da die Konsole zwischendurch, und auch zu Anfang, einen Internetanschluss benötigt steht sowohl ein Ethernet-Port sowie auch WLAN (b/g/n) zur Verfügung. Um das Bild kümmert sich dabei ein HDMI-Anschluss. Zwar überträgt auch der HDMI-Port Ton, doch auch ein optischer Ausgang (Toslink SPDIF) ist vorhanden. Für eine weitere Funkverbindung sorgt zudem auch noch Bluetooth in Version 2.1.

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Design

Das Design der neuen Konsole ist markant. Das darf festgehalten werden. Dabei wirkt es gar nicht, als sei es der Nachfolger der PlayStation 3. Rundungen sucht man vergebens, das Design ist wieder kantiger geworden. Bereits bei der PlayStation 2 setzte Sony auf ein kantiges Aussehen. Dennoch gibt es auch stylische Elemente der PlayStation 4. So ist ein Teil der Oberfläche matt, wie man es etwa von der PlayStation 3 her kennt. Der andere Teil hingegen ist auf Hochglanz gebracht worden. Das lässt die Konsole edel anmuten. Verglichen mit dem Konkurrenten Xbox One kann die PlayStation 4 auch hochkant aufgestellt werden. Es ist also nicht zwingend erforderlich (wie etwa bei der Xbox One) dass die Konsole flach liegt. Der Hersteller gibt die Empfehlung raus, den optionalen Standfuß zu nutzen. Wir stellen aber fest: Wirklich nötig ist das nicht. Wenn man nicht ständig gegen die Konsole läuft und sie umwirft steht die PS4 durchaus sicher, auch ohne Standfuß.

Controller

Den Controller hat Sony gänzlich neu gestaltet. Die Form erinnert zwar noch an den alten DualShock 3 Controller, der neue DualShock 4 Wireless Controller bietet aber einige neue Features. Zudem liegt der Controller nun besser in der Hand. Auch in Sachen Analog-Sticks hat Sony eine Verbesserung vorgenommen. Diese wirken nun im Gegensatz zum DualShock 3-Controller etwas wertiger und nicht mehr so rutschig. Unserem ersten Eindruck eine deutliche Verbesserung. Mittig zwischen den beiden Sticks findet sich der altbekannte PS-Button wieder, mit dem man etwa wieder ins Menü kommt. Darunter befinden sich zwei Anschlüsse, die gänzlich neu sind. So kann nun über eine 3,5 mm Buchse ein Headset angeschlossen werden, ebenfalls befindet sich dort auch ein „EXT“-Anschluss. Neu sind ebenfalls das TouchPad oberhalb der Analog-Sticks sowie auch der neue Share- und Optionen-Button. Auch ein Lichtfeld wurde dem Controller verpasst. Damit soll der gleiche Effekt erzeugt werden, wie auch beim PS-Move Controller. Nötig sein wird dazu aber die Kamera für die PS4.

Nach wie vor kommt die Sixaxis-Technologie zum Einsatz, wobei man die Präzision des Sensors gegenüber dem DualShock 3-Controller noch weiter verbessert hat. Zudem hat man dem Controller nun auch zwei Vibrationsmotoren spendiert. Spieleentwickler können diese nun also noch effektiver bei Spielen einsetzen, da diese auch getrennt voneinander angesteuert werden können.

Eine weitere Neuerung, und wie wir finden auch sinnvolle Neuerung, ist der Stromanschluss für den verbauten Akku des DualShock 4-Controllers. Dieser wird nun mittels eines microUSB-Kabels gespeist. Man muss nun also nicht mehr zwingend die USB-Buchse an der Front der PlayStation nutzen, um den Controller zu laden. Es sollte auch möglich sein, ein Smartphone-Ladekabel zu verwenden. Bevor man dies aber tut, sollte man die für den Controller erforderlichen Daten vergleichen, andernfalls könnte man den Akku schädigen.

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Oberfläche

Die Oberfläche der neuen PS4 erscheint, verglichen mit der PlayStation 3, anders. Dabei wirkt sie aber nicht überladen oder verspielt. Alles ist im Grunde klar strukturiert und schnörkellos. Die gesamte Oberfläche der PlayStation 4 ist dabei in blau gehalten. Beim Hintergrund hat sich Sony eine kleine Spielerei einfallen lassen, dieser bewegt sich nun in leicht wogenden Bewegungen. Die Xross-Media-Bar, kurz XBM genannt, findet man auf der PS4 nicht mehr. Hier hat Sony nun das Dynamic Menu gebracht. Zwei Leisten findet der Nutzer nun. Die obere Leiste bietet dabei Zugriff auf Freunde, Trophäen und auch die Einstellungen, bei der Unteren wird dann beispielsweise das aktuell eingelegte Spiel angezeigt oder auch den Browser usw. Bei Sony steht auch das Spielen im Vordergrund. Anders als bei der Xbox One gibt es auf der PS4 kein Live-TV.

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PlayStation Network (PSN) / Sony Entertainment Network (SEN)

Wie auch schon bei der Vorgänger-Konsole kommt auch dieses Mal wieder das PlayStation Network zum Einsatz. Wer sich nur im Single Player-Modus aufhält, für den ist PSN nicht sonderlich wichtig. Wer allerdings gern und oft mit mehreren Mitspielern zusammen zockt, der kommt um eine PSN-Mitgliedschaft nicht herum. Wer allerdings schon einen PSN-, respektive SEN-Account besitzt, der kann diesen natürlich auch weiterhin auf der PlayStation 4 verwenden. Um an Multiplayer-Spielen teilzunehmen ist aber nach wie vor ein PS+ Account notwendig. Dieser kostet pro Jahr 50 Euro. Das Sony Entertainment Network umfasst dabei neben Spielen auch Musik und Videos bzw. Filme, die gestreamt werden. Ein cooles neues Feature ist dabei auch Game-DVR. Mit dieser Funktion ist es möglich, Screenshots oder auch Videos des eigenen Gameplays mit Freunden oder der PlayStation Community zu teilen. Ebenso können mit der PlayStation 4 auch Livestreams von Freunden angeschaut werden.

Mit der neuen PlayStation 4 dürfte Sony wieder einmal ein großer Wurf gelungen sein. Man hat an zahlreichen Ecken und Enden Verbesserungen vorgenommen und diese auch gut umgesetzt. Das zeigt sich besonders in der starken Hardware und im neu designten und verbesserten DualShock 4-Controller. Dieser liegt nun deutlich besser in der Hand, die Bedienung fühlt sich vom ersten Moment vertraut an. Doch nicht alles ist super. So kann man den Multiplayer-Modus nur noch nutzen, wenn man eine PS+ Mitgliedschaft hat. Und diese kostet Geld. Im Gegensatz zur Xbox One, die mehr als Entertainment-Konsole denn als Spiele-Konsole verstanden werden soll, setzt Sony mit seiner PlayStation 4 aber verstärkt auf das Spielen. Letztlich entscheidet aber auch das jeweilige Gusto über die Wahl der richtigen Konsole. Eine Kaufempfehlung kann für die PlayStation 4 aber klar gegeben werden.
 
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