Patentstreit: Keine Vereinbarung zwischen Ubuntu und Microsoft

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Eric-Cartman

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Der Streit zwischen Microsoft und der Open-Source-Community um angebliche Patentverletzungen erhitzt von Zeit zu Zeit immer wieder mal die Gemüter. Jetzt dementierte Ubuntu-Unterstützer Mark Shuttleworth Gerüchte über eine Patentvereinbarung zwischen Microsoft und Ubuntu.

"Microsoft, verklag mich zuerst" flehen genervte Linux-Anhänger schon mal, im Gegenzug poltert Steve Ballmer gelegentlich gegen das Betriebssystem mit dem Tux und droht, Linux wegen Patentverletzungen vor den Kadi zu ziehen. Doch ebenso kursieren Gerüchte, nach denen sich Vertreter der Linux-Szene und Microsoft hinter den Kulissen patentrechtlich einigen könnten. Mark Shuttleworth, der Chef der Linux-Schmiede Canonical, die die beliebte Linux-Distribution Ubuntu sponsert, dementierte jetzt das Gerücht, dass sein Unternehmen respektive das Ubtunu-Projekt eine Patentvereinbarung mit Microsoft planen würde.

Mark Shuttleworth schreibt in seinem Weblog, dass "wir es abgelehnt haben, über irgendeine Vereinbarung mit Microsoft zu verhandeln, so lange die Drohung mit nicht näher spezifizierten Patentverletztungen im Raum steht". Shuttleworth bezeichnete jedes diesbezügliche Abkommen als wertlos.

Das Dementi war für Shuttleworths Ansehen in der Linux-Szene durchaus wichtig. Denn der südafrikanische Millionär hatte das Abkommen zwischen Linux-Distributor Novell und Microsoft kritisiert. Da wäre es ihm schlecht zu Gesicht gestanden, wenn er beziehungsweise sein Unternehmen Canonical seinerseits mit Microsoft eine ähnliche Vereinbarung geschlossen hätte. Neben Novell haben auch Linspire und Xandros mit Microsoft patentrechtliche Übereinkommen geschlossen.

Allerdings bezieht sich Shuttleworths ablehnende Haltung nur auf Verhandlungen wegen Patentproblemen. Anders sieht es dagegen aus, wenn es um die Interoperabilität zwischen Linux und Microsoft-Produkten geht. Hier zeigt sich Shuttleworth durchaus interessiert an Gesprächen mit Microsoft, wenn es zum Vorteil von freier Software sein könnte. Der Canonical-Chef hat bei der Zusammenarbeit mit bisherigen Konkurrenten und Gegnern keinerlei Berührungsängste, so hat Canonical auch mit Sun eine Zusammenarbeit beschlossen.

Quelle: IDG Magazine Media Verlag GmbH/PC-Welt Online
 

ShadowThe2nd

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Gegen eine verbesserte Interoperabilität zwischen MS und Linux ist nix gegen zu sagen.
Störend und nervend sind nur die grosstönenden Worte von MS gegen Linux Patente verletzt zu haben ohne irgendwelche Beweise offen zu legen. Die Tatsache das sich einige davon einschüchtern lassen, ist übel und spielt MS nur in die eigene Tasche.
Gibt es denn nicht die Möglichkeit einer Klage wegen Verleumdung gegen MS ?
Wahrscheinlich schon, damit erreichen würde man aber wohl nur wenig.

Dieses ganze herumgehacke auf Linux wird wohl weitergehen solange es keine eindeutigen Urteile gibt. Nur endet sowas meist mit einem Vergleich und die entscheidende/wichtige/nötige Rechtssicherheit, bleibt auf der Strecke.
Wie in der Politik eben (Stichwort Abmahnfalle....) !!!
 

dlonra

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Es geht bestimmt um die Codecs.
Wenn man Automatix startet (Ubuntu) kommt eine Verbotshinweis
für alle USA'ler, dass sie die W32 Codecs nicht installieren dürfen.
Alle ausserhalb der USA dürfen es laut dem Warnhinweis.
 
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