Office-PC 2015: Empfehlungen für jeden Einsatzzweck

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Im Einzelhandel werden unzählige PCs als Office-PC beworben, doch oftmals beinhalten diese Angebote starke Defizite, was die Leistung, die Qualität oder auch in besonderem Maße die Lautstärkeentwicklung betrifft. In diesem Ratgeber möchten wir aufzeigen, worauf es bei einem gut durchdachten Office-PC ankommt


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Vorab möchten wir betonen, dass die Empfehlungen in diesem Ratgeber nur als Basis-Empfehlungen anzusehen sind, da wir nicht jedes Anwendungsgebiet beleuchten können. An unseren Musterlösungen lässt sich mit Sicherheit noch das ein oder andere Detail verbessern, doch waren wir bestrebt, für jedes Anwendungsbeispiel das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Die wohl neben der Rechenleistung wichtigste Eigenschaft für einen Office-Betrieb ist die Lautstärkeentwicklung, die wir auf einem besonders niedriges Niveau gesenkt haben - bei allen Empfehlungen.


Ein Office-PC zeichnet sich durch sein flottes Arbeitstempo bei Programmen wie Microsoft Office, Photoshop, Adobes Creative Suite, CAD-Programmen (2D und auch 3D) sowie diversen Filmschnittprogrammen aus. Da ein Office-PC, der für das Surfen im Internet sowie für die Anwendung von Schreibprogrammen wie Microsoft Office nicht die gleichen Anforderungen wie eine Workstation für Auto-CAD-Programme oder ein Filmschnitt-Center zu erfüllen hat, möchten wir zum Ende diesen Jahres nicht nur eine, sondern gleich zwei Zusammenstellungen empfehlen, die allerdings auch unterschiedlicher nicht sein können.


Der Office-PC für Internet und Anwendungen wie das Microsoft Office-Paket


  • CPU: Pentium G4400, 2x 3,3 GHz, boxed ca. 61 Euro
  • CPU-Kühler: be quiet! Shadow Rock TopFlow SR1 ca. 44 Euro
  • Mainboard: ASUS B150M-A ca. 73 Euro
  • Grafikkarte: keine, für Office und Internet reicht die IGPU völlig aus
  • RAM: Kingston HyperX Fury DIMM Kit 8GB, DDR4-2133, CL14-14-14 ca. 54 Euro
  • SSD: Crucial MX200 250GB, SATA ca. 91 Euro
  • HDD: Seagate Desktop HDD 2TB, SATA 6Gb/s ca. 70 Euro
  • Netzteil: be quiet! Straight Power 10 400W ATX 2.4 ca. 68 Euro
  • Gehäuse: Corsair Carbide Series 100R Silent Edition, schallgedämmt ca. 58 Euro



Summe: 449 Euro


Den Office-PC für die einfachen Aufgaben wie das Surfen im Internet und die Text- sowie Bilderbearbeitung im nicht professionellen Rahmen haben wir mit einem günstigen Pentium-Prozessor der neuesten Skylake-Generation ausgestattet. Mit zwei Kernen á 3,3 Gigahertz sowie der integrierten Intel HD 510-Grafikeinheit steht genügend Power zur Verfügung, selbst drei Displays anzusteuern. Obwohl die mitgelieferten boxed-Kühler mittlerweile recht brauchbar geworden sind, haben wir uns gleich für einen separaten Kühler entschieden der noch leiser arbeitet. Ein Top-Blow-Kühler aus dem Grund, da wir den Office-PC so leise wie möglich machen wollen und dieser dementsprechend auch die Kühlung der Board-Komponenten mit übernehmen soll, was oftmals die Aufgabe von zusätzlichen Gehäuselüftern ist. Da die Speichermodule beim neuen DDR4-Speicher erst ab einer Größe von 4 Gigabyte beginnen, müssen wird ein 8-GB-Kit nehmen, um auch in den Genuß von Dual-Channel zu kommen. Die SSD sowie die Festplatte sind eine Empfehlung aus der Redaktion, hier können natürlich auch andere und günstigere Hersteller bevorzugt werden. Um den leisen Office-PC abzurunden, haben wir uns zudem für ein 400 Watt-Netzteil aus dem Hause be quiet! sowie ein schallgedämmtes Gehäuse von Corsair entschieden, die natürlich beide nicht zu den günstigsten Varianten gehören. Auch hier gilt wieder, dass es sich nur um Empfehlungen aus der Winboard-Redaktion handelt, die natürlich auch individuell angepasst oder durch Modelle anderer Hersteller ersetzt werden können.



Die Workstation für professionelle Anwendungen wie Filmschnitt, Bildbearbeitung sowie AutoCAD (2D und 3D)





Summe: 3.585 Euro


Unser Workstation-PC stellt nur ein Beispielmodell dar, das stellvertretend für die "eierlegende Wollmilchsau" steht. Während Auto-CAD-Programme je nach Version immer noch eine extrem hohe Single-CPU-Leistung benötigen, braucht ein professioneller Filmschnitt-Rechner neben möglichst vielen Rechenkernen zum Rendern natürlich auch eine große Festplattenkapazität, die mit der 4 TB-Festplatte natürlich recht knapp bemessen ist. Festplatten lassen sich allerdings auch im Nachhinein noch ganz nach Belieben austauschen. Für die professionelle Bildbearbeitung stehen mit 64 Gigabyte zudem genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung, so dass jedes Anwendungsgebiet einigermaßen abgedeckt ist. Solch ein Arbeitstier hat natürlich auch seinen Preis, aber in Anbetracht der damit zu erzielenden Ergebnisse sicherlich auch nur eine Firmenanschaffung wie jede andere auch. Wem das schallgedämmte Aluminium-Gehäuse aus dem Hause Lian Li nicht zusagt, kann natürlich auch hier gerne eines nehmen, was eher seinem Geschmack entspricht - diesbezüglich fällt die Auswahl recht großzügig aus.


Fazit:

Beide hier vorgestellten Zusammenstellungen stellen Extreme dar, wie sie größer nicht sein könnten, doch handelt es sich bei beiden PCs um Geräte für produktive Aufgaben. Wie immer handelt es sich hier um Muster-Vorschläge, die natürlich je nach Bedarf auch abgeändert werden können. Obwohl beide Modelle eine unterschiedliche Art von Effizienz aufweisen, dürften beide eines der wichtigsten Merkmale eines Office-PCs erfüllen - ein flüsterleiser Betrieb, bei dem sich der Nutzer weiterhin auf seine Arbeit konzentrieren kann.

Meinung des Autors: Wie versprochen kommt heute ein Ratgeber, worauf man bei der Zusammenstellung eines soliden Office-PCs achten muss, wozu natürlich irgendwo auch Workstations gehören können. Neben der Rechenleistung habe ich hier auch auf eine entsprechende Geräuschdämmung geachtet, da man sicherlich nicht den ganzen Tag neben einer Flugzeugturbine arbeiten möchte, wie sie von einigen Fachhändlern angeboten werden. Da es nicht einfach gewesen ist, die entsprechenden Systeme hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit aufeinander abzustimmen und diese sicherlich auch zwei Extreme wie David und Goliath darstellen, gibt es genügend Gesprächsstoff für eure eigenen Erfahrungen und/oder Verbesserungsvorschläge - ich hoffe, ihr hattet trotzdem Spaß beim Lesen. Eurer Daniel
 
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