O2 legt die Marke BASE neu auf - Statement in eigener Sache

Diskutiere O2 legt die Marke BASE neu auf - Statement in eigener Sache im IT-News Forum im Bereich News; Durch die letztjährige Fusion zwischen O2 und E-Plus wurde auch die Marke "BASE" von Telefónica eingestampft, wodurch alle Base-Kunden mehr oder...
Durch die letztjährige Fusion zwischen O2 und E-Plus wurde auch die Marke "BASE" von Telefónica eingestampft, wodurch alle Base-Kunden mehr oder weniger dazu "überredet" wurden, die tollen O2-Tarife zu nutzen. Jetzt scheint die Marke "BASE" aber wiederbelebt zu werden und das mit Tarifen, welche zwar auf die klassischen Vertriebswege verzichten und nur Online verfügbar sind, dafür aber auch deutlich günstiger als die O2-Tarife ausfallen




Als ich in den letzten Tagen so im Netz gestöbert habe, traute ich meinen Augen kaum, als ich las, dass es wieder neue BASE-Tarife gibt. Nachdem Telefónica im vergangenen Jahr die Fusion zwischen der Marke O2 und E-Plus begonnen hat, wurden ab Februar diesen Jahres auch alle bisherigen BASE-Kunden auf die Premiummarke O2 umgestellt. Telefónica beschreibt das so, dass die bisherigen Kunden der Marke BASE Multi-Kanal-Angebote bevorzugen und zudem Wert auf umfangreichen Service und Beratung legen. Jeder Kunde soll in punkto Tarif, Service und Beratung optimal bedient werden.

Als langjähriger BASE-Kunde, der durch die Fusion zwangsweise auf ein O2-Produkt umgestellt worden ist, kann ich die Vorgehensweise von Telefónica nicht nachvollziehen, ja sie macht mich sogar echt wütend. Als ich im Zuge der Umstellung sowohl mit der BASE- als auch O2-Hotline telefoniert habe, wurde mir immer wieder beteuert, dass die Marke BASE aussterben wird und zukünftig nur noch O2-Produkte zur Verfügung stehen. Da ich im Vorfeld eine BASE Allnet-Flat mit 2 GB Internet-Traffic für 30 Euro hatte und ich mich nicht verschlechtern wollte, blieb mir beim "Zwangs-Wechsel" auf O2 lediglich der "O2 Blue All-in L", welcher den Konditionen des vorherigen BASE-Tarifs am nächsten kam, aber auch 5 Euro mehr kostet. Dafür habe ich zwar einen Gigabyte mehr Datenvolumen, eine zusätzliche Multicard und weitere Dinge, die ich nicht wirklich brauche.

Das für mich aber wichtigste Versprechen, welches O2 durch die Fusion mit E-Plus gegeben hat, dass die Netzqualität deutlich steigen soll, ist in keinster Weise erfüllt worden, eher das Gegenteil ist eingetreten. Während ich mit meinem BASE-Tarif an meinem Wohnort permanent auf den LTE-Verbindungsstandard zurückgreifen konnte und selbst in ländlichen Gegenden mindestens HSDPA+ erreicht habe, was zumindest begrenztes Surfen ermöglicht hat, habe ich seit der Umstellung auf O2 selbst in einer so großen Stadt wie Leipzig oder auch Berlin in den seltensten Fällen LTE und muss mich mindestens aller 14 Tage mit kompletten Verbindungsabbrüchen herumschlagen, was ein Neustarten des Smartphones erfordert, da sonst weder Anrufe noch SMS durch kommen.

Und jetzt, nachdem mehrfach erklärt worden ist, dass es die Marke BASE nicht mehr geben wird, schreibt Telefónica im eigenen Blog "BASE erfindet sich neu". Da muss ich mich als Kunde ernsthaft fragen, wie weit die (Entschuldigung) "Verarsche" noch gehen soll?

Dazu kommt noch, dass die jetzt angebotenen Online-Tarife deutlich günstiger als alle bei der Telekom, Vodafone oder auch dem Schirmherrn O2 vergleichbaren Tarife ausfallen - typisch BASE eben. Die stark kritisierte Datenautomatik entfällt ebenfalls bei diesen Tarifen. Hier einmal eine Übersicht zu den wichtigsten Spezifikationen der neuen BASE-Online-Tarife:


BASE Light
  • All-Net-Flat
  • 2 GB/Monat mit bis zu 21,6 MBit/s (LTE25)
  • Keine Datenautomatik
  • 9,99 € (nach 24 Monaten 14,99 €)



BASE Pur
  • All-Net-Flat
  • 3 GB/Monat mit bis zu 21,6 MBit/s (LTE25)
  • Keine Datenautomatik
  • 14,99 € (nach 24 Monaten 19,99 €)



BASE Plus
  • All-Net-Flat
  • 4 GB/Monat mit bis zu 21,6 MBit/s (LTE25)
  • Keine Datenautomatik
  • 19,99 € (nach 24 Monaten 24,99 €)



BASE Pro
  • All-Net-Flat
  • 5 GB/Monat mit bis zu 21,6 MBit/s (LTE25)
  • Keine Datenautomatik
  • EU-Roaming-Flat (1 GB/Monat)
  • 24,99 € (nach 24 Monaten 29,99 €)



Vergleichbare O2-Tarife, mit mehr "Service" könnt ihr auf o2online-Seite vergleichen.


Fazit:

Das ich persönlich über die Vorgehensweise von O2 aufgebracht bin, ist unschwer zu erkennen. Nicht nur, dass man als langjähriger und zufriedener BASE-Kunde in einen neuen O2-Tarif "gezwungen" wird, sondern dass für mehr Grundgebühr unterm Strich weniger herauskommt. Das Netz ist bewiesener Maßen deutlich schlechter und was bringt mir LTE mit 50 MBit/s, wenn diese in den seltensten Fällen nutzbar sind. Da nehme ich lieber LTE 25 MBit/s, was ich uneingeschränkt (bis auf ländliche Regionen wie z.B. Bayerischer Wald) nutzen kann. Auf die fehlende SMS-Flat in den neuen BASE-Tarifen kann ich auch verzichten, Whatsapp die SMS-Kommunikation ersetzt hat.

Meinung des Autors: Sicherlich hätte ich statt zu O2 zu wechseln auch von meinem Recht der Sonderkündigung Gebrauch machen können, aber wie es so ist, hat man keine Zeit, sich um solch belanglosen Dinge zu kümmern. Über das BASE-Netz konnte man sagen was man möchte, besser als das aktuelle O2-Netz war es allemal, zudem ich mit der Tarifstruktur einigermaßen zufrieden gewesen bin. Das krasseste in den neuen Tarifen ist der Wegfall der Datenautomatik - wenn Datenvolumen aufgebraucht, wird es eben verdammt langsam, aber nicht teurer - so muss das sein. Jeder, der gerne schnell weiter surfen möchte, kann die Pakete ja freiwillig dazu buchen.
 
E

Ex-Base-Kunde

Gast
Danke

Das hier ist der erste und einzige Beitrag den ich bisher zu diesem Thema im Netz finden konnte... ich dachte das Netz sei bereits voll empörter Ex-Base-Kunden. So wie ich.

Das Netz ist auch voller empörter Ex-Base-Kunden, aber ich habe nicht einen Eintrag, Beitrag, sonstiges gefunden, in dem jemand bemerkt, Base ist weiter auf dem Markt und holt sich neue Kunden mit Topangeboten ran, während man die langjährigen Altkunden zu der unfreundlich, teureren, schlechteren (meine Telefonate brechen ständig ab) O2-Schwester geschoben hat, wo sie denn im schlechtesten Fall, wie in meinem, für die nächsten 2 Jahre bleiben müssen.

Mir ist es genauso ergangen wie dem Autor. Die O2 Tarife sagten mir alle nicht so zu, richtig günstig geht es da nur mit Partnerkarte. Will ich nicht.
Warum auch immer bin ich dann auf die Base Homepage gegangen. Und traute meinen Augen nicht. Dort wird um Neukunden geworben, es gibt einen Service Bereich alles wie gehabt... und wie der Autor schon schreibt 1a Tarife. Ohne Verarsche, ohne in Arial 4 geschriebene Hinweise, ab dem 13. Monat wird alles teurer oder sonstige Verschlechterungen für den Kunden.
Habe dann mit einem Base Mitarbeiter gechattet. Ihm beschrieben das ich Kunde war, unfreiwillig zu O2 musste und gerne zurück zu Base möchte. Ich dachte er antwortet was in der Art von, nein, Base gibt es bald nicht mehr, wir nehmen keine Kunden mehr auf, darum mussten sie ja auch zu O2, irgend sowas halt.
Aber nein.
Er chattete, wie lang denn meine Vertragslaufzeit bei O2 sei, und ich müsse halt dort kündigen, könne dann einen Base-Vertrag haben und auch meine Rufnummer mitnehmen.... das übliche halt.
Ich war ziemlich fassungslos. Bin ich immer noch. Das kann doch nicht.

Hab dann einen O2 Mitarbeiter angerufen. War nicht leicht, konnte auf deren Seite keine Nummer finden, konnte im Forum zu dem Thema nichts finden, konnte nirgends mein Anliegen loswerden.
Hab dann einfach im Shop angerufen. (Immer wütender werdend wohlbemerkt.....)
Wollte das von O2 auch noch mal hören, was der Base Mitarbeiter mir sagte, weil ich es nicht glauben konnte.
Und bäääm.... sagt der Typ das gleiche. Fragt mich dann, welchen Base Tarif ich denn gerne hätte, evt. könne man da was machen. Ich antworte: Base Plus + S6 für 34,99 Euro.
Er: Ich kann ihnen das S6 anbieten mit 2 GB und Allnet-Flat für 39,99. Wieviel GB hat Base denn?
Ich: 4
Er: Ja, da müsse ich noch 5 Euro monatlich zuzahlen, dann gingen auch 4 GB.
Ich: ....

Er hat noch freimütig eingeräumt, Base hätte bessere Tarife und Angebote, da können sie nicht mithalten. Aber er glaubt ganz fest daran, dass ich auch bei O2 glücklich und zufrieden werde.

Ich bin wirklich unglaublich sauer. Nun könnte man sagen, ja, kündige ich halt O2 und geh zu Base (das allein ist wirklich schon ein Witz, das kann doch rechtlich alles nicht so sein...) aber (!!!) mein Ex-Base-Vertrag läuft noch bis zum 10.08.16. Kündigungsfrist 3 Monate. Umstellung erfolgte bei mir zum 10.05.16. Das wäre sie gewesen, meine 3monatige Kündigungsfrist die O2 natürlich mitübernommen hat.
Hätte ich gewusst, Base existiert weiter, hätte ich ja vorher bei Base gekündigt um dann wieder zu Base gehen zu können.... aber ich dachte, und so wurde es auch kommuniziert, die gebe es nicht mehr, und da Vodafone und Telekom nicht unbedingt eine Alternative waren hab ich das halt so laufen lassen.

Bin nun für 24 Monate an O2 gebunden. Darum sind die Mitarbeiter auch gar nicht kulant, die wissen ja, ich kann erstmal eh nicht weg.
Das macht mich noch viel, viel wütender.
Und obwohl ich eigentlich weder Zeit noch Lust hab mich mit so einem Mist rumzuschlagen, frage ich mich doch was ein Anwalt dazu sagt. Und überlege einen Termin zu machen.
 

maniacu22

Threadstarter
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Und obwohl ich eigentlich weder Zeit noch Lust hab mich mit so einem Mist rumzuschlagen, frage ich mich doch was ein Anwalt dazu sagt. Und überlege einen Termin zu machen.

Wäre super, wenn du uns hier auf dem Laufenden halten könntest - also was ein Anwalt dazu sagt und wie die Rechtslage dazu ist.
 
E

Ex-Base-Kunde

Gast
Also, habe mit einem Anwalt meiner Rechtsschutzversicherung gesprochen und ihm die Sachlage kurz geschildert. Er meinte, so wie ich es erkläre, wäre das Gebaren von der Rechtslage her nicht okay, und wenn Base weiterhin auf dem Markt sei und Kunden wirbt, wäre es in dem Sinne keine "Übernahme".
Und es müsse dann zumindest definitiv ein Sonderkündigungsrecht bei O2 eingeräumt werden.

ABER das große Problem wäre einen Anwalt zu finden, der sich des Falls annimmt.
Denn es wäre mit sehr viel Arbeit verbunden, es müsse genauestens recherchiert werden, was Telefonica da gemacht hat, ob Übernahme oder Zusammenführung oder was auch immer und mit welchem Wortlaut es den Kunden gegenüber kommuniziert wurde. Außerdem müsste für sämtliche Akten Einsicht gefordert werden.... sprich: viel komplizierte langwierige Arbeit für wenig Output.

Er meinte auch ganz ehrlich, er würde den Fall nicht übernehmen, wegen des hohen Aufwands und schlußendlich ginge es ja in dem Fall nur um ein paar "Kröten". Desweiteren glaubt er, die meisten seiner Kollegen werden das ähnlich sehen. Dennoch wünsche er mir viel Glück.
Ich solle mal fragen, ob die DEVK die Kosten dafür übernehmen würde.

Tja. Nachdem ich das so gehört habe, vermute ich Telefonica weiß darum, also das verärgerte Kunden sowieso keinen Anwalt finden, der Bock hat gegen sie vorzugehen.

Nun bin ich noch ein wenig wütender.

Im Grunde genommen ist dieser Fall aber kein Einzelfall, sondern betrifft eigentlich jeden einzelnen Base-Kunden. Keine Ahnung, ob und wie da eine Sammelklage möglich wäre und falls ja, wie das dann abläuft.

Hab noch mal im Internet geschaut, ein gewisser Thomas Bradler Rechtsanwalt beim Verbraucherschutz NRW hat sich wohl schon öfter mit dem Thema auseinandergesetzt.
Evt. schreib ich da mal AufgutGlück hin...
 

Geronimo

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Ich tippe bei den neuen Verträgen ganz stark auf Überrumpelungstaktik. Wer sich auf die geänderten Tarife partout nicht einlassen wollte und nachdrücklich mit Kündigung gedroht oder ein Sonderkündigungsrecht gefordert hat, wird die alten Leistungen zum alten Preis bekommen haben. Wer vorschnell klein beigegeben hat, wird eben mit den neuen "verbesserten" Konditionen beglückt - und das für ganze 24 Monate oder sogar länger. Sich jetzt darüber aufregen, ist in meinen Augen leider etwas zu spät...
 

Daniel85

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So wie das hier im Artikel und im ersten Kommentar beschrieben ist, hat Telefonica den Vertragsabschluss für einen O2-Tarif mit einer bewusst falschen Aussage "BASE wird es nicht mehr geben" herbeigeführt. Das ist eine arglistige Täuschung im Sinne des § 123 Abs. 1 BGB, und damit ist eine Anfechtung des Vetrags möglich!

Die Falschaussage müsste nur von den Betroffenen bewiesen werden können. Da liegt der Haken. Habt ihr eine solche Aussage schriftlich bekommen? Oder kam da nur ein Anruf in dessen Verlauf der neue Vertrag abgeschlossen wurde?

Falls ersteres, das sollte doch eigentlich in Verbindung mit dem neuen Angebot von BASE ausreichen, um die arglistige Täuschung seitens Telefonica (auch vor einem Gericht) nachzuweisen. Zumindest würde ich auf jeden Fall gegenüber Telefonica / O2 die Anfechtung der Willenserklärung (Vertragsabschluss) schriftlich erklären, mit der Begründung durch die Falschaussage BASE werde es nicht mehr geben arglistig getäuscht worden zu sein. Vielleicht reicht das schon.

Falls letzteres der Fall war: dumm gelaufen, telefonisch schließt man außerdem eben nichts ab. Aber per Telefon wäre es ein Fernabsatzvertrag, wo es das Widerrufsrecht gibt. Ist halt die Frage, ob die Wiederrufsfrist noch läuft (und in dem Zusammenhang, wann die überhaupt zu laufen beginnt in diesem Fall!).

Soweit meine ersten Gedanken hierzu. Natürlich stellen sie keine Rechtsberatung dar und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit, sondern sind meine Ansicht zu dem Thema ;)
 

Spykie23

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Ich gehe mal davon aus das ihr in den meisten Fällen keine Chance habt. Ich bin zwar grundsätzlich zufriedener O2 Kunde, finde es aber nicht richtig wie man hier vorgegangen ist. Wobei ich auch dazu sagen muss, das ich in einem solchen Falle das ganze ohne Recherche auch nicht direkt abgeschlossen hätte.

Das Widerrufsrecht beträgt gesetzlich 14 Tage ab Abschluss bzw zustandekommen des Vertrages. Das setzt O2 auch so um, damit meine ich das O2 keine freiwillige Widerrufsfrist anbietet die 14 Tage übersteigt.

In dem ein oder anderen Fall kann der Kunde jedoch auch Glück haben, da O2 aufzeichnet wenn ein VErtrag zustande kommt, und dort die Einzelheiten auch nochmals wiederholt. Wenn das mit Base dort nochmals genannt wurde, sollte das nachweisen das kleinste Problem sein, da diese Aufzeichnung als deine Unterschrift gilt und somit gespeichert wird.

LG Christian
 
E

Ex-Base-Kunde

Gast
Es wurde in dem Sinne überhaupt nie ein neuer Vertrag abgeschlossen.
Der alte Vertrag wurde einfach auf O2 umgemünzt.

Es gab ein Schreiben (ja, hochoffiziell per Post!) dort steht u.a. :

"Base und O2 gehören zusammen. Gemeinsam mehr Möglichkeiten.
durch den Zusammenschluß von Telefonica Deutschland und der Eplus Gruppe gehören O2 und Base nun zusammen. Damit wir allen unseren Kunden das beste Produkterlebnis bieten können, stellen wir in nächster Zeit alle Base Kunden auf O2 um.
Was bedeutet das für Sie? Sie bekommen einen O2 Tarif mit gleichen Leistungen zum selben Preis wie Ihrem bisherigen Base Tarif. Alles bleibt wie gewohnt....."

Dann kommt noch ganz viel Blabla wie super das alles für mich wäre und ein Willkommensgeschenk von 10fachen Datenvolumen für 2 Monate.
Zum Schluss noch der Hinweis, sämtliche Tarifänderungen oder Buchungen die ich jetzt noch vornehmen würde, können leider nicht bei der Umstellung berücksichtigt werden.

So der Wortlaut. Schreiben vom 04.05.16 keine Ahnung mehr wann es zugestellt wurde, vermutlich 1-2 Tage später, Umstellung dann am 10.05.16 mit dem Hinweis via Sms ich sei nun auf O2 umgestellt und soll mein Handy einmal aus - und wieder einschalten.
Von Widerruf keine Rede, Sonderkündigung nicht möglich.

Base Kunden haben weder am Telefon was zugesagt, noch sich sonstwo was aufschwatzen lassen oder sich irgendwie überrumpeln lassen. Sie hatten lediglich einen Base Vertrag und sind nun bei O2.

Telefonica schreibt dazu am 5. Juli auf https://blog.telefonica.de/:
Die erfolgreiche Marke BASE geht als reines Online-Angebot neu an den Start. BASE ist künftig komplett in der digitalen Welt zu Hause. Die Marke richtet sich konsequent an netzaffine und preisbewusste Neukunden. Für sie sind die neuen, hoch attraktiven BASE-Tarife ab sofort verfügbar. Mit dem Relaunch setzt Telefónica Deutschland die Neuordnung seines Markenportfolios fort.

Rechtlich weiß ich nicht, ob "Neuerfindung" bzw. "Relaunch" ausreicht, als Begründung alle alten Kunden zu O2 geschoben zu haben.
Und das sagte auch der Anwalt, er könne das nicht direkt sagen, da müsse genau geschaut werden, darum so kompliziert, und das macht kein Anwalt für eine Einzelperson die sich da mokiert....
Kann ich ja sogar verstehen.

Sicher, zur Neuerfindung gehört alle Baseshops zu schließen und ab sofort nur noch online auf dem Markt zu sein. Dadurch konnte Telefonica sämtliche Baseshop Mitarbeiter rauszuschmeißen.
Um das begründen zu können muss man natürlich vorher die Kunden loswerden.
Achso, natürlich werden ebenfalls sämtliche Eplus Mitarbeiter entlassen und die Shops geschlossen!!
Bzw. ist das glaube ich schon geschehen.

Habe nun bei der Verbraucherzentrale angerufen und nächste Woche Donnerstag einen Termin dort. Die Dame hat aufmerksam zugehört, Beschwerden durch die Übernahme seien durchaus bekannt.
Das Base weiter bzw. wieder aktiv ist war ihr allerdings nicht bewusst.
Sie meinte, der Anwalt wird sich wahrscheinlich direkt an Telefonica wenden, da es die Dachgesellschaft ist und versuchen dort eine Lösung / Einigung für mich zu finden. Aber dann halt nur als Einzelfall.

Wenn ich einverstanden bin, kann es aber auch weitergegeben werden an deren Pressestelle /Öffenlichkeitsarbeit und wenn sich die Beschwerden zu dem Thema häufen, oder das Handeln von Telefonica sich als nicht korrekt und verbraucherschädigend zeigt, werden dann die üblichen Verbraucherschutzmaßnahmen getroffen.

Aber all das nur, wenn es irgendwo eine Lücke gibt und Telefonica das nicht alles sehr geschickt und in einer rechtlichen Grauzone eingefädelt hat....
 

Daniel85

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ah ok. Eine einseitige Verschiebung zu einem O2-Vetrrag also. Ich würde das trotzdem so sehen, dass das eine einseitige Vertragsänderung ist, die ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Da ein solcher Hinweis bislang unterblieben ist würde ich es so sehen, dass die Frist zur Sonderkündigung noch gar nicht zu laufen begonnen hat und damit auch noch nicht rum ist. Wobei der ganze Vorgang darauf schließen lässt, dass die alles verweigern in der Hoffnung das niemand klagt bzw. niemand einen Anwalt findet. An dieser Stelle nur der Hinweis, dass vor einem Amtsgericht kein Anwalt benötigt wird.

Wenn die Mitte Mai alle Base Kunden umgestellt haben und nur 2 Monate später im Blog von denen selbst geschrieben wird, dass Base neu eröffnet wird, dann können die mir nicht erzählen, sie hätten nur 2 Monate früher nicht gewusst, dass sie Base neu eröffnen wollen! In meinen AUgen beuwsster Betrug zum Schaden der Kunden (der Schaden ist dann hier der höhere Vertragspreis pro Monat über die gesamte Laufzeit des einfach umgestellten O2-Vertrags.
Und ein Tarif mit gleichen Leistungen zu gleichem Preis wie in dem Brief behauptet war es ja wohl laut Threadersteller nicht, was ebenfalls Betrug ist!
 
C

Castle

Gast
Immer wenn ich solche Stories lese bin ich froh das ich keinen Vertrag habe und auch keinen brauche.
Ich hoffe nur das die Geschädigten danach der Telefonica und den dazugehörigen Marken den Rücken kehren.

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Spykie23

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Naja, wenn der Vertrag tatsächlich 1:1 übernommen wurde liegt alles im rechtlichen Rahmen. Und hierzu gibt es jetzt unterschiedliche Aussagen. Wenn dies nicht der Fall wäre, dürfte es trotzdem schwer werden die Kündigung durchzuboxen. Ich denke das sich hier die persönliche Meinung von der rechtlichen klar unterscheiden.

Um eins klar zustellen, ich bin nicht auf Seite von O2, sondern beschäftige mich im Einzelhandel mit ähnlichen Fällen. Was ich hier zusätzlich jedem als Tip dringend mitgebe ist, vertraut nicht zu 100% auf die Aussagen der Verbraucherzentrale. Dort werden (nicht immer und in jedem Fall) häufig Aussagen getroffen, die rechtlich in keinster Weise haltbar sind.

Im großen und ganzen ist O2 kein kleiner Laden, deshalb denke ich werden die auch die rechtliche Seite klar abgesteckt haben vorher. Ich glaube kaum das ein rechtlicher Streit hier erfolg bringen dürfte. Allerdings kann die Masse hier durchaus etwas bewegen. Sucht euch soviele unzufriedene Kunden die es gibt und beschwert euch öffentlich oder direkt bei O2. Zeigt ihnen das ihr dami nicht einverstanden seit. So ist die Chance deutlich höher als mit nem Rechtsanwalt, der nur viel Geld kostet.

Und in diesem Falle würde ich den Anwalt von Ex-Base-Kunde auch als seriös einstufen. Ein unseriöser erzählt euch was alles möglich ist und ist nur darauf aus, Geld zu machen. Dies sind nur Erfahrungen und Tipps die ich dir geben kann, da ich fast täglich in anderen Bereichen so etwas erlebe. Vielleicht kannst etwas damit anfangen.

LG Christian
 

Daniel85

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Immer wenn ich solche Stories lese bin ich froh das ich keinen Vertrag habe und auch keinen brauche.
Ich hoffe nur das die Geschädigten danach der Telefonica und den dazugehörigen Marken den Rücken kehren.

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Amen! Ich bin auch froh, dass ich keinen brauch und keinen hab (brauche und habe zudem ja auch kein "smart"phone).
 
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