Nvidia - PhysX nur ohne ATI-Radeon (Update2)

Diskutiere Nvidia - PhysX nur ohne ATI-Radeon (Update2) im IT-News Forum im Bereich News; Langsam sickert eine Meldung durch das Internet, die eigentlich schon von Ende Juli stammt: Nvidia verhindert seit den Grafiktreibern der...

Duke

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Langsam sickert eine Meldung durch das Internet, die eigentlich schon von Ende Juli stammt: Nvidia verhindert seit den Grafiktreibern der 186er-Generation die Verwendung von PhysX auf eigenen Karten, wenn im gleichen System eine ATI-Karte die Grafik übernimmt. In einer E-Mail an einen Nutzer von NGOHQ.com erklärte ein Support-Mitarbeiter von Nvidia, dass PhysX ein offener Standard sei, den jede Firma für Hard- und Software nutzen könne. Nvidia unterstütze PhysX auf Nvidia-Grafikchips, während diese auch für die Grafik genutzt werden. Aufgrund von Entwicklungskosten, Qualitätssicherung und Geschäftsentscheidungen würde PhysX auf Nvidia-GPUs aber nicht unterstützt, wenn ein nicht-Nvidia-Grafikchip die Grafik übernimmt.

Das war beispielsweise bei Windows XP mit einer Radeon für die Grafik und einer zusätzlichen Nvidia-Karte mit älteren Treibern aber durchaus möglich, mit neuen Treibern nicht mehr. Auch für Windows 7 wird es diese Möglichkeit nun nicht mehr geben. Vista war wegen der Beschränkung auf einen Grafiktreiber dazu ohnehin nicht in der Lage.


Update 2. Oktober 2009

AMD hat die Tatsache, dass Nvidia PhysX auf Systemen deaktiviert, die eine ATI Radeon zur Grafikberechnung verwenden, kommentiert. Dass Nvidia diese Entscheidung kurz vor Erscheinen der Radeon HD 5870 getroffen habe, die eine solche Konfiguration wahrscheinlicher macht, sei nicht wirklich wichtig.

Es gäbe aber einen Unterschied zwischen den Aussagen und dem Handeln von Nvidia. »Sie sagen, dass sie nur das Wohl der Spieler im Auge haben. Doch solche Entscheidungen sind das genaue Gegenteil«, so Neal Robison von AMD gegenüber Icrontic. Erst wenn Spielephysik für jeden verfügbar sei, würden Spiele-Entwickler sie auch als Teil des Spiels und nicht nur für bessere Effekte verwenden. Daher benötige man einen Standard und darum sei DirectX 11 mit Direct Compute so wichtig. Proprietäre Standards wie PhysX würden irrelevant, erklärte Neal Robison. Inzwischen hat AMD bereits die Open Physics-Initiative gegründet, die einen Open-Source-Standard auf Basis von Bullet Physics erarbeitet.
Nvidia hat sich mit seiner Entscheidung, eigene Kunden von PhysX auszusperren, wenn sie es wagen, eine Radeon für die Grafik einzusetzen, wohl selbst keinen Gefallen getan. Reine Nvidia-Systeme gibt es natürlich, doch Spiele-Entwickler können keine Spiele veröffentlichen, die nur auf Nvidia-Karten funktionieren. Damit muss PhysX der Einzug in die grundlegende Spielmechanik und das eigentliche Spiel zwangsläufig verwehrt bleiben - durch eine Entscheidung von Nvidia.



Update 5. Oktober 2009

Ein Nutzer von NGOHQ hat im dortigen Forum einen Patch veröffentlicht, der für Windows 7 gedacht ist und die Maßnahme von Nvidia wieder rückgängig macht. Nach der Installation neuer Nvidia-Treiber soll der Patch ohne vorherigen Neustart installiert und danach der Rechner neu hochgefahren werden.

Anschließend soll PhysX auch mit einer ATI Radeon-Grafikkarte im System wieder auf Nvidia-Karten berechnet werden. Momentan funktioniert der Patch jedoch nur mit Nvidia-Grafikkarten, PhysX-Karten mit der PPU von AGEIA bleiben nach wie vor deaktiviert. Der Entwickler arbeitet aber weiterhin an dem Patch.

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bluefisch200

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Daher benötige man einen Standard und darum sei DirectX 11 mit Direct Compute so wichtig. Proprietäre Standards wie PhysX würden irrelevant, erklärte Neal Robison.
Und das sage ich auch schon lange...und wenn es ATI nicht schafft mit ihrer OpenSource Initiative, dann werden es die Spielentwickler selbst machen...
 

Lyran

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Damit muss PhysX der Einzug in die grundlegende Spielmechanik und das eigentliche Spiel zwangsläufig verwehrt bleiben - durch eine Entscheidung von Nvidia.

Ich verstehe nicht, warum sich AMD und Nvidia nicht auf einen Standard einigen, damit Physik als Spielelement auch weiter entwickelt werden kann. Außer in Sacred 2 (Blätter fallen runter - yeah), UT3 (nur spezielle Level) und Batman gibt es sowieso kaum Spiele die PhysX unterstützen, hätte man sich also auch sparen können und gleich gemeinsam entwickeln. So hätten auch wir als Spieler was davon gehabt.
 
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AlienJoker

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Ihr seht das total falsch. Wer brauch schon ne Story oder ein gutes Spielprinzip, wenn dafür die Blätter physikalisch korrekt fallen???

Lest euch die Kommentare zu Risen bei Amazon durch, das spiegelt diese Mentalität wieder. Die Hauptsache ne Grafik, die den Rechner an die Grenze treibt und Physikberechnung, die eh keiner von Softwareengines wie Havok unterscheiden kann und ein möglichst primitives Geklickere mit dicken Pfeilen, wo man als nächstes hinrennen muss.
 

Lyran

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Crysis bot außer seines Hardwarehungers und der wirklich bombastischen Grafik auch nichts besonderes, trotzdem finde ich es ist nach wie vor ein super Spiel. Auch wenn ichs meistens eher als Tech-Demo zweckentfremdet habe ;)

btt: Aber Physik muss ja nicht immer heißen das am Rest gespart wurde, ein Risen mit guter Grafik und einer Physik Engine die sowohl von ATI als auch Nvidia ausgeführt werden kann wäre klassen.
 
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AlienJoker

Gast
Risen war nur ein Beispiel. Es ist genau wie im Kino, wenn die Leinwand 90 Minuten Explosionen zeigt und dass dann als heißersehnter Nachfolger eines guten Films verkauft wird. "Der teuerste Film aller zeiten", nur am Film selbst (Handlung, Charaktäre) mussten wir dann leider sparen ....
 

imaetz70

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Ich verstehe nicht, warum sich AMD und Nvidia nicht auf einen Standard einigen, damit Physik als Spielelement auch weiter entwickelt werden kann. Außer in Sacred 2 (Blätter fallen runter - yeah), UT3 (nur spezielle Level) und Batman gibt es sowieso kaum Spiele die PhysX unterstützen, hätte man sich also auch sparen können und gleich gemeinsam entwickeln. So hätten auch wir als Spieler was davon gehabt.

das ist so nicht ganz richtig.. physX war ansich schon immer irgendo in den spielen mit drin, nur wurde/wird das meist durch die CPU berechnet, was das ganze ja so leistungsintensiv machte für PC's der damaligen generation.. Ageja hat dann mit karten versucht das von der CPU zu nehmen, was nvidia dann aufgekauft hatte.

die schnittstellensoftware, die das ganze von der CPU genommen hat, war damals eben nur für Ageja-karten nutzbar und somit nun nur für nvidia derzeit.

das auf einer single-karte das physX andererseits die leistung der graka mit belastet und eventuell die FPS nach unten gehen, ebenso wie beim AA, ist aber normal. Deswegen bauen ja einige mehrere karten ein um physX durch eine separate karte berechnen zu lassen.

durch die zusätzliche physX-berechnung werden spiele noch detailierter und schöner, nur eben wurde das früher fast nur durch die CPU berechnet was die gesamtleistung des pc's belastete.

Prinzipiell ist es ähnlich wie in der vergangenheit mit den schönen voodoo-karten und 3dfx...

das nvidia von heut auf morgen NICHT physX für ALLE hersteller frei gibt, obwohl sie es ja öfter mitteilen, liegt daran, dass es mit ihr größtes verkaufskoncept ist und somit "soll" ATI intern nicht das bekommen..

auf lange sicht hin wird sich nvidia damit aber selber schaden..


ob physX durch direct compute und DX11 wirklich überflüssig wird, muss sich in den nächsten monaten erst beweisen.

ich für meinen teil halte das für sehr unwahrscheinlich..

ATI wird sich auf lange sicht wahrscheinlich mit dem programmierer zusammen setzen, der diese sperre im treiber wieder aushebelt.. ;)
 

Lyran

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Darin widerspreche ich dir auch garnicht, für mich geht es um auf der GPU berechnete Physik, die aufgrund eines nicht existierenden Standards meiner Meinung nach noch in den Kinderschuhen steckt. Das es irgendwelche Physikengines gibt ist mir klar. Nur wurden die bisher alle auf der CPU berechnet oder konnten sich nicht durchsetzen (Hawok, PhysX..)
 
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