Nokia Lumia 1520: Test des 6 Zoll großen Smartlet mit Full-HD-Display

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Geronimo

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Das Lumia 1520 ist das erste Mobilgerät mit Windows Phone 8, bei dem sowohl ein Quad-Core-Prozessor als auch ein Display mit 1.920 x 1.080 Pixel zum Einsatz kommen. In wenigen Wochen kommt der kleiner Bruder Lumia 930 auf den Markt, weshalb wir das bereits seit November letzten Jahres erhältliche 6-Zoll-Gerät einem ausführlichen Test unterzogen haben


Irgendwann in den kommenden vier bis acht Wochen wird das bereits vor über einem Monat vorgestellte Lumia 930 auf den Markt kommen, das technisch eng mit dem Lumia 1520 verwandt ist. In beiden Geräten kommt der Vierkern-Prozessor Snapdragon 800 mit einer Taktfrequenz von 2,2 GHz zum Einsatz, der für eine sehr gute Performance sorgt. Identisch ist auch die für Nokia so wichtige Kamera, die jeweils mit bis zu 20 Megapixel aufnimmt und über eine Optik von Carl Zeiss inklusive optischem Bildstabilisator verfügt. Unterschiede gibt es hingegen beim Display, die sich nicht nur auf die Größe beziehen. Im Lumia 1520 arbeitet das 6 Zoll große ClearBlack-Display mit IPS-Technologie , das Lumia 930 wird hingegen ein OLED-Display bekommen. Im neuen Gerät wird aufgrund der kompakteren Bauform auch ein deutlich kleinerer Akku Verwendung finden, der anstelle der 3.400 mAh des Lumia 1520 lediglich über eine Kapazität von 2.420 mAh verfügt. Die Unterschiede zwischen beiden Geräten sind aber gering genug, um mit einem Test des des Lumia 1520 schon jetzt auf die Fähigkeiten des Lumia 930 schließen zu können.

Verarbeitung:

Bereits der erste Kontakt mit dem Lumia 1520 macht deutlich, dass es deutliche Unterschiede zwischen Kunststoff und Kunststoff gibt. Während viele Kritiker die Haptik bei den bisherigen Geräten von Samsung mit ihrem Polycarbonatgehäuse als teilweise billig anmutend kritisieren, gibt es am Nokia-Gehäuse bezüglich der Haptik nur wenig auszusetzen. Die vergleichsweise glatte Oberfläche lässt sich gut greifen, fühlt sich wertig an und ist auch bei längerer Benutzung mit leicht feuchten Händen rutschsicher. Das komplette Gerät ist hochwertig verarbeitet, keinerlei Spalten und Ritzen trüben den ersten Eindruck. Bei genauem Hinsehen bestätigt sich dies, sowohl das Display als auch die Kameralinse sind perfekt eingepasst. Im Gegensatz zu manchen Geräten von Samsung wirkt das Gehäuse sehr solide und gibt auch beim mutwilligen Verbiegen keinerlei Geräusche von sich. Hier muss man den Koreanern allerdings zugute halten, dass sie aufgrund des immer abnehmbaren Akkudeckels im Nachteil sind. Nokia bietet keine Möglichkeit, den Akku zu tauschen, weshalb sich ein verwindungssteifes Gehäuse natürlich wesentlich leichter realisieren lässt.

Display:

Das Display kann in allen Punkten überzeugen. Die hohe Auflösung sorgt für eine extrem scharfe Darstellung, und auch bei den Farben ist Nokia sehr nah am Original. Positiv ist auch der große Betrachtungswinkel und die hervorragende Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung. Dafür gibt es in den Einstellungen sogar einen eigenen Menüpunkt, mit dem die Verbesserung der Lesbarkeit ein- und ausgeschaltet werden kann. Sämtliche Eingaben werden ohne Zeitverzögerung umgesetzt, zudem ist die Displayscheibe relativ unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Nicht ganz so optimal ist jedoch, dass die Scheibe relativ stark spiegelt, was durch das satte Schwarz des Displays besonders ins Auge fällt. Ein weiterer Nachteil ist systembedingt, denn aufgrund der hohen Pixeldichte werden bei besonders textintensiven Internetseiten die Schriften nur sehr klein dargestellt. In den Einstellungen kann aber gewählt werden, ob die mobile Ansicht einer Internetseite geladen werden soll, was die Lesbarkeit deutlich verbessert.

Kamera:

Die Kamera gehört zumindest bei den teureren Lumia-Geräten zum besten, was auf dem Markt zu kriegen ist. Auf die Technik sind wir bereits in der Einleitung eingegangen, weshalb wir uns direkt der Bildqualität widmen. Diese kann in fast allen Punkten absolut überzeugen, denn sämtliche Farben werden satt und farbecht dargestellt. Dabei darf es sogar etwas dunkler sein, denn die Optik des Lumia 1520 ist lichtstark genug, auch bei schwachem Umgebungslicht noch gute Bilder zu gewährleisten. Dies liegt auch daran, dass der optische Bildstabilisator längere Belichtungszeiten ermöglicht, ohne dass es zu Verwacklungen kommt. Der Bildstabilisator kann auch bei Videoaufnahmen überzeugen, er gleicht sogar leichte Schubser im Gedränge eines Konzertes aus. Bei stärkerem Wackeln des Arm kann es jedoch zu ganz leichtem Bildpumpen kommen. Zudem sind manche Bildbereiche in Videos bei schwachem Licht ein wenig verrauscht. Ein zum Vergleich eingesetztes Apple iPhone 5S lieferte hier etwas klarere Bilder, was jedoch eindeutig zu Lasten der Auflösung und auch der In-Bild-Schärfe geht. Letztlich ist jede noch so gute Kamera in einem Smartphone immer ein Kompromiss, weshalb die genannten Kritikpunkte als Jammern auf hohem Niveau zu werten sind.

Ausstattung und Performance:

Nokia stattet seine Smartphones bereits ab Werk mit umfangreicher Software aus. Besonders ins Auge fallen dabei die diversen Kamera-Apps wie Nokia Pro Cam oder Nokia Refocus. Ebenfalls erwähnenswert ist Nokia Drive+, das nicht weniger ist als eine nahezu vollständige und sehr umfangreiche Navigationslösung. Diese ermöglicht sogar, komplette Karten für die Offline-Nutzung im Gerät zu speichern, was besonders im Ausland hilft, Kosten durch permanente Datenabfrage zu vermeiden. Dabei kann das Lumia 1520 mit einem besonderen Vorzug glänzen, denn der Speicher kann mittels externer microSD-Karten erweitert werden. Auf diesen Vorzug werden Käufer des Lumia 930 übrigens verzichten müssen, was absolut unverständlich ist. Zu den positiven Aspekten der Ausstattung gehört auf jeden Fall der gut bedienbare Kameraauslöser, der zweistufig ausgelegt ist und somit das Fokussieren unterstützt. Gerade bei schnellen Objekten könnte die Kamera jedoch etwas schneller auslösen, die Zeit zwischen Scharfstellen und der eigentlichen Aufnahme ist gelegentlich zu lang. Die im Lieferumfang enthaltenen In-Ear-Kopfhörer sind deutlich über dem Durchschnitt und lassen sich dank verschiedenen Silikon-Aufsätze gut tragen, kommen allerdings beim Klang nicht ganz die Qualität der Kopfhörer des iPhone 5S heran.

Bei der eigentlichen Leistung des Lumia 1520 müssen - wie bereits erwähnt - keinerlei Abstriche gemacht werden. Der schnelle Prozessor sorgt für sehr gute Performance, alle Anwendungen werden schnell geladen und liefern in kurzer Zeit die gewünschten Ergebnisse. Das gilt auch für besonders rechenintensive Aufgaben wie grafisch anspruchsvolle Spiele oder die Routenberechnung bei der Navigation. Innerhalb des Testzeitraums kam es jedoch einmal zu einem Aufhängen und einmal zum kompletten Absturz der genutzten App, diese musste anschließend neu gestartet werden. Das ist weniger erfreulich und musste beim iPhone - egal welcher Baureihe - bislang nicht festgestellt werden. Anzumerken ist jedoch, dass es sich bei den Apps um Spiele externer Anbieter handelte, weshalb der Fehler nicht zwangsweise bei Nokia liegen muss sondern auch an der Umsetzung der App liegen könnte. Im Gegenzug konnte das Gerät aber mit einer extrem langen Nutzungszeit überzeugen, was angesichts des großen Displays und der abgeforderten Leistung nicht selbstverständlich ist. Alles in allem gab sich das Lumia 1520 also so gut wie keine Blöße und konnte bei der Leistung in fast allen Punkten überzeugen.

Fazit:

Das Lumia 1520 ist aktuell das beste Smartphone mit Windows Phone, dass es derzeit auf dem Markt gibt. Auf der Habenseite schlagen dabei die tolle Verarbeitung, das sehr gute Display, die umfangreiche Ausstattung, die fast perfekte Kamera, die gute Performance und die lange Akkulaufzeit zu Buche. Negativ fielen lediglich das teilweise vorhandene Bildrauschen sowie die beiden erwähnten Probleme mit dem Spiele-Apps auf. Oftmals wird die Größe des Gerätes kritisch betrachtet, doch das darf dem Smartlet nicht negativ angelastet werden. Viel kleiner lassen sich 6 Zoll nun einmal nicht in einem Gehäuse unterbringen und Käufer des Gerätes dürften von vornherein wissen, auf was sie sich einlassen. Somit bleibt nur ein r4ichtiger negativer Kritikpunkt, und das ist der Preis. Zumindest dann, wenn man von der unverbindlichen Preisempfehlung von Nokia ausgeht, denn diese liegt bei fast schon unverschämten 799 Euro. Doch selbst das ist relativ, denn inzwischen wird das Lumia 1520 bereits zu Straßenpreisen von deutlich unter 500 Euro angeboten. Von daher sollten potenzielle Käufer von Smartlets über den Tellerrand hinausschauen und dem finnischen Allrounder eine Chance geben. Mehr Handy ist für das Geld kaum zu bekommen.
 
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