NAS-Server Marke Eigenbau

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Die Zahl der genutzten IT-Geräte oder Internet-Zugänge je Haushalt oder je Small Office wächst von Jahr zu Jahr. Damit wächst auch die Menge der anfallenden Daten, etwa Videos, Fotos, Anwendungsdaten von Software, Schriftstücke, Backup-Archive und so weiter. Und gleichzeitig wächst die Notwendigkeit, sichere Backups auf redundanten Systemen zu erstellen sowie die Erfordernis, von den vernetzten Geräten auch dann auf Daten zuzugreifen, wenn das jeweils andere Gerät ausgeschaltet ist.

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Wenn immer mehr Daten für lange Zeit gespeichert und verschiedenen Endgeräten zugänglich sein sollen, ist ein NAS eine sehr gute, günstige und sichere Wahl.
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Die zentrale Frage ist also: wie organisiert man die Datenspeicherung? Klar ist schon mal, dass „alte“ Technologien wie CD, DVD, Blue-Ray ungeeignet sind, denn die Speicherung nimmt doch sehr viel Zeit in Anspruch und die Datenträger haben für heutige Verhältnisse eine Kapazität, die wie die der guten alten Lochkarten anmutet – von zweifelhafter Langzeitsicherheit der Daten ganz zu schweigen. Den Cloud-basierten Diensten wird der Datensicherheit wegen mit Skepsis begegnet. Nur wenige Anbieter sind komplett im DACH-Raum zu Hause, wohingegen das Datenschutzniveau bei den Übersee-Anbietern nicht der DSGVO entspricht. Somit enden wir bei einem NAS-Server.

Ein NAS, kurz für Network Attached Storage, dient nicht nur zum Sammeln von Daten, Archiven, Fotos und Videos, sondern kann auch als Dateiserver für kleine Unternehmen, Freiberufler oder im Heimbüro dienen. Der Wert eines NAS wächst schnell. Ein NAS-Server kann als Backup, Zugangsserver für Medieninhalte oder als zusätzlicher Speicherplatz für alle digitalen Geräte eingesetzt werden.

Cloud-basierte Dateiserver sind zwar auch nicht schlecht, sie haben aber durchaus auch Nachteile. Sie eignen sich zum Beispiel nicht sehr gut für die Videobearbeitung. Die Hochladezeit ist sehr lang. Für eine Datensicherung sind sie gut geeignet, aber alles andere, was mit großen Dateien zu tun hat, ist manchmal unpraktisch. Außerdem können Cloud-basierte Server ziemlich teuer werden.

Was ist ein NAS-Server?

Ein NAS-System ist Speichergerät innerhalb des eigenen Netzwerkes, das den autorisierten Usern bzw. Client-Computern ermöglicht, die Daten an einem zentralen Ort zu speichern und abzurufen. NAS-Systeme sind anpassungsfähig und skalierbar und lassen sich ähnlich erweitern, modernisieren und umbauen wie es bei PCs der Fall ist – auch dort ist es schließlich leicht, durch den Einsatz verschiedenster Komponenten einen Rechner weit von seinem Serienzustand zu entfernen und über Jahre modern zu halten.

Ein NAS ermöglicht allen angeschlossenen Geräten mit den entsprechenden Rechten den Zugriff auf die Daten auf den internen Laufwerken sowie auf die installierten Dienste und Programme Ein NAS ist überdies schnell und unkompliziert. Viele NAS werden mit einer Vielzahl von Zusatzprogrammen geliefert, die das Gerät in einen geschützten, stationären Allzweck-Geschäftsserver verwandeln. Es lassen sich Freigaben für einzelne User oder Arbeitsgruppen erteilen oder sogar ein kompletter Media-Center-Computer segmentieren.

Ein NAS ist somit perfekt für kleine Unternehmen und für die Arbeit an entfernten Standorten geeignet. Er kann aber ebenso gut im privaten Haushalt als zentraler Daten- und Medienspeicher fungieren. und kann über Kabel oder drahtlos mit Ihrem Heim- oder Büronetzwerk verbunden werden.

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Der Aufbau eines NAS ist leicht. So leicht, dass er auch im modernen Privathaushalt eine attraktive Option zur Kurz- und Langzeitspeicherung von Daten darstellt.
(stock.adobe.com © duncanandison)

Anleitung zum Bau eines eigenen NAS

NAS gibt es im Fachhandel in großer Variantenvielfalt fertig zu kaufen. Allerdings ist dies zumindest für erfahrenere User nicht zwingend nötig – nicht zuletzt, weil bei einem vorgefertigten NAS die Kosten schnell ausufern können und Funktionen zwangsweise mit-erworben werden müssen, die vielleicht eigentlich nicht benötigt werden. Alle nötigen Komponenten sind auch einzeln erhältlich und können zusammengesetzt werden. Es ist möglich, einen NAS-Server zu installieren, anstatt 20 externe Festplatten zu beschriften und sie in einen sicheren Bereich zu stellen.

Vorteile eines Selbstbau-NAS:
  • Eine günstigere Option
  • Zukünftige Aufrüstung möglich
  • Besseres Verständnis bei der Fehlersuche/beim Auftreten von Problemen
  • Anpassbar an spezielle Bedürfnisse
  • Funktioneller und leistungsfähiger als vorgefertigte Systeme
Um einen NAS-Server einzurichten, sind die richtigen Komponenten auszuwählen. Da sich Computerkomponenten jedoch relativ häufig ändern, sind die genauen Bestandteile nicht so wichtig. Das Wichtigste ist, dass sie die grundlegenden Anforderungen für den jeweiligen Aufbau erfüllen. Hier werden kurz die Teile beschrieben, die benötigt werden:

1. CPU

An die CPU eines NAS-Server werden keine hohen Anforderungen gestellt. Im Gegenteil. Eine gute Multi-Thread-CPU reicht aus und ist vor allem energie- und kostensparend. Für die Datei- und Medienspeicherung reicht ein Atom- oder Pentium-Prozessor aus, während ein Intel Core i3-Prozessor für Streaming, die Nutzung von Plex und die Optimierung für mehrere Benutzer vorzuziehen ist.

2. Speicher

Für je 1 TB Daten sollte ein NAS-Server etwa 1 GB RAM zur Verfügung haben. Dies entspricht bei den meisten NAS-Servern zwischen 16 und 24 GB RAM.

3. Motherboard

Ein NAS-Server, der einen kleineren Formfaktor hat, sollte entweder ein Mini oder Micro Motherboard verwenden. Für das NAS-Array sollte die Hauptplatine über mindestens 6 SATA-Anschlüsse verfügen.

4. Gehäuse

Bei einem NAS-Server ist es das Ziel, die Stellfläche klein zu halten und dennoch genügend Platz für zahlreiche Speicherplatten und leistungsfähige Komponenten zu haben. Wer Schwierigkeiten vermeiden will, entscheidets ich für ein modulares Gehäuse, bei dem sich die Komponenten leicht austauschen lassen - und sollte das Gehäuse persönlich auswählen, anstatt es online zu bestellen.

5. Stromversorgung

Hier genügen vernünftige Komponenten von Markenherstellern. Mehr als 500 W sind nicht nötig, ein Netzteil mit 300 bis 400 W reicht typischerweise völlig aus. Ist dies in der späteren Praxis nicht der Fall, haben die Komponenten wahrscheinlich einen (unnötig) zu hohen Leistungsbedarf.

6. Speicher

Wenn es um Speicher oder RAM geht, sollte man vor allem auf Geschwindigkeit und Kapazität achten. Ein 16-GB-Flash-Laufwerk und Festplatten für die NAS-Datenspeicherung sind für einen NAS-Server geeignet. Die Anzahl der Festplatten, die für die NAS-Datenspeicherung benötigt werden, hängt von der Art der Konstruktion ab. Einige haben zwar die gleiche Menge an Rohspeicher, die nutzbare Kapazität hängt jedoch vom gewählten RAID-Level ab. Für schnelles Caching sollte die Installation einer SSD in Betracht gezogen werden.

7. Das Betriebssystem

Ein weiteres Plus eines solchen Netzwerkspeichers ist es, dass theoretisch und praktisch jede beliebige kostenlose NAS-Software als Betriebssystem eingesetzt werden kann. Der Einrichtungsprozess kann anfangs eine Herausforderung darstellen, je nachdem, wie viel Erfahrung ein User mit solchen Softwarepaketen hat.

Mit der FreeNAS-Plattform, einem freien Betriebssystem, ist die Einrichtung eines NAS-Servers eigentlich recht einfach. FreeNAS ist gut dokumentiert und bietet sogar Details darüber, wie man sein NAS nicht konfigurieren sollte.

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Keine Angst vor Basteleien: Wer prinzipiell (selbst nur nach Anleitung) einen PC aufbauen kann, der dürfte keine Probleme bekommen, sich seinen perfekten NAS zusammenzusetzen.
(stock.adobe.com © Kadmy)

Welchen NAS-Server soll ich wählen?

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von NAS-Servern. Laut ZDNet sind die Server von Synology das beste Angebot, für das man sich entscheiden sollte. Darüber hinaus haben NAS dieses Herstellers eine eigene RAID-Funktion mit höherer Leistung.

Doch auch andere Produkte können bestens funktionieren. Von zentraler Wichtigkeit ist vor allem, dass sie immer über RAID-Fähigkeiten verfügen. Das hilft letztlich bei der Sicherung der Daten, selbst wenn ein Laufwerk ausfällt. Weiter sollte auf eine Vielzahl von Programmen und Add-Ons geachtet werden – insbesondere für die Cloud-basierte Datensicherung.
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