GELÖST Mit Grub von ISO-Image booten?

Diskutiere Mit Grub von ISO-Image booten? im Linux Forum im Bereich Weitere Betriebssysteme; Hi ist es möglich mit Grub von einem ISO-Image, welches sich auf einer ext3- bzw. xfs-Partition befindet zu booten? Es geht um ein mit dem...
DiableNoir

DiableNoir

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Hi

ist es möglich mit Grub von einem ISO-Image, welches sich auf einer ext3- bzw. xfs-Partition befindet zu booten?

Es geht um ein mit dem Acronis MediaBuilder erstelltes Image.

Ich weiß zwar wie man sowas macht, wenn sich im Inneren ein Linux-Kernel befindet, aber hierbei bin ich leider überfragt. :nixweis
 
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TomcatMJ

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Da wirst du wohl ohne Bastelei mit einem File aus der Sysilnux-Suite sowie dem SmartBootManager nicht auskommen. Von Haus aus kann GrUB das nämlich leider nicht, aber machbar ist es über Umwege dennoch.
Ein kleines HowTo dazu wie man sowas dennoch hinkriegt findet sich unter http://gentoo-wiki.com/GRUB/Chainloaded_CD-ROM , wobei das allerdings auf Englisch dort vorliegt.

Bis denne,
Tom
 
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DiableNoir

DiableNoir

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Danke, dass das mit Chainloading funktionieren könnte weiß ich schon. Allerdings habe ich das Problem, dass ich dazu den Startsektor aus dem Image bekommen müsste.

Das wäre prinzipiell kein Problem, allerdings schreibt Acronis so gut wie alle Daten des Images in diesen Startsektor, der dann viel zu groß ist (~150 MB) bzw. anscheinend die RedBook-Spezifikationen überschreitet. Kurz gesagt: Er lässt sich nicht extrahieren. :(
 
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TomcatMJ

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[ ] Dir ist bekannt was ein Startsektor eines Datenträgers ist

(Seit wann gibt es Medien mit c.a. 150 MB Blocksize? ;) *scnr*)
 
Travel-pc

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Hallo,

wenn du eine Boot-cd von Acronis hast, dann untersuche diese Daten .

Acronis unter Windows in ein Verzeichnis gebannt enthält folgende "interessante" Dateien:

kernel.dat (664.755 Bytes)
ramdisk.dat (10.097.107 Bytes)

Die ramdisk.dat mit 7zip entpackt bringt folgendes zum Vorschein:

initrd (21.859.008 Bytes)

[das kennen wir doch irgendwoher ;-) ]

Nun müssen wir es nur noch auf eine für den Grub lesbare Partition in ein Verzeichnis schaffen und die Einträge in der menu.lst vornehmen:

Title Acronis Image
root (hd0,X)
kernel /Verzeichnis/kernel.dat quiet vga=791 ramdisk_size=100000
initrd /Verzeichnis/initrd /S

für X bitte die Partition eintragen auf der die Dateien liegen.
Verzeichnis :-) sollte klar sein.
vga= XXX 791 steht für 1024x768, oder nach belieben anpassen.


Könnte das dir weiterhelfen ??

;-)
 
DiableNoir

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@Travel-PC

Die Dateien sind mir erst jetzt aufgefallen. Das könnte es sein, was ich gesucht habe. :aah

Die Frage ist jetzt zwar ob ich Inhalte des DiscDirectors und von TrueImage einfach so kombinieren kann oder nicht...mal sehen vielleicht funktioniert es. ;)

:danke



[ ] Dir ist bekannt was ein Startsektor eines Datenträgers ist

(Seit wann gibt es Medien mit c.a. 150 MB Blocksize? ;) *scnr*)
Jo, das war eben das Problem. Fast sämtliche (!) Daten der CD befinden sich in diesem Bereich. (Also nicht einfach eine versteckte Session, oder ähnliches) Wahrscheinlich will Acronis eben nicht, dass man da was ändert. Anders kann ich mir dieses Vorgehen nicht wirklich erklären.

Frag mich aber nicht wie die das gemacht haben oder ob das noch innerhalb der Spezifikationen liegt. :wacko

Aber von Blocksize, war nie die Rede. ;)
 
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TomcatMJ

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Jo, das war eben das Problem. Fast sämtliche (!) Daten der CD befinden sich in diesem Bereich. (Also nicht einfach eine versteckte Session, oder ähnliches) Wahrscheinlich will Acronis eben nicht, dass man da was ändert. Anders kann ich mir dieses Vorgehen nicht wirklich erklären.

Frag mich aber nicht wie die das gemacht haben oder ob das noch innerhalb der Spezifikationen liegt. :wacko

Aber von Blocksize, war nie die Rede. ;)
Ein Startsektor ist nichts anderes als die Bezeichnung des ersten Sektors eines Mediums oder einer Partition und hat immer die Blocksize die Standardmäßig für das jeweilige Medium vorgesehen ist. Bei einer Harddisk also 512 Byte bei einer festplatte, 2352 Byte Brutto von denen in einem ISO 9660 Dateisystem 2048 Netto übrigbeiben bei einer CD oder DVD udn da hier ja vom Startsektor die Rede war war damit automatisch auch von Blocksize die Rede, auch wenns dir offenbar bisher nicht geläufig zu sein schien ;)
Ich bezweifel deswegen einfach ma daß deine Daten allesamt im Startsektor Platz gefunden haben, denn dann wäre die CD einfach etwas overkill für die Datenmenge gewesen da die Daten dann auch auf eine Diskette gepasst hätten;) denn immerhin passen auf eine Diskette mehr als 2048 Byte,eher so an die 1,44 MByte...

Bis denne,
Tom
 
DiableNoir

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@TomcatMJ:
Mir geht nicht ganz auf, wie mir das bei meinem Problem weiterhelfen soll.

Du mischst auch hier alles mögliche zusammen. Es mag wohl sein, dass als Startsektor oft der erste Sektor gemeint ist. Nen' es von mir aus Bootbereich, oder Startsektor + Bootimage, das ist hier unerheblich...denn es war klar was gemeint war. Wenn du eine Acronis-Software besitzt kannst du dich ja selber davon überzeugen. ;)
 
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TomcatMJ

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Du mischst auch hier alles mögliche zusammen. Es mag wohl sein, dass als Startsektor oft der erste Sektor gemeint ist.
Andersherum wird ein Schuh draus. Startsektor+Bootsektor sind gemäß den diversen Dateisystemspezifikationen festgelegte Begriffe für den ersten Sektor eines Mediums in Form des Sektors der mit der Nummer 0 gekennzeichnet ist. Bei CD-ROM/DVD-ROMs ist das der Sektor, der von ISOLINUX oder den El-Torrito spezifikationsgetreuen Bootloadern zuerst genutzt wird und im Falle von Festplatten der MBR (für das RAW-Device=Die Platte als Ganzes) bzw. PBR (für die jeweilige Partition) ist. Dort drin wird überhaupt erst festgelegt wo das jeweils genutzte Bootsystem den Rest seines Bootstraploaders zu suchen hat, denn die meisten Bootstraploader sind heutzutage zu groß um komplett in den Startsektor zu passen. Du zählest dagegen den Datenbereich fälschlich zum Startsektor hinzu, der dazu eine den Spezifikationen widersprechende Größe haben müsste die er aber mit Sicherheit nicht haben wird.

Das was deinem Vorhaben da für eine einfache Lösung per Offset-Einstellung für den GrUB Chainloader im Weg steht, ist einfach die Tatsache, daß du auf einen CD-ROM Bootloader zugreifen willst, aber statt einem echten CD-ROM eben eine Imagedatei auf einer Festpatte nutzen willst. Daher geht das nur über Auspacken der Dateien und umgehen des Bootloaders aus dem ISO-Image, Konvertierung des ISO-Images in ein Festpattenimage (so wie es z.B. für FreeBSD Installationsmedien unter http://syslinux.zytor.com/wiki/index.php/DiskImageCreation gezeigt wird) oder eben mit Hilfe eines Wrappers wie dem SmartBootManager ,den man wiederum in GrUB einbinden kann wie ja bereits in dem ersten von mir gezeigten Link http://gentoo-wiki.com/GRUB/Chainloaded_CD-ROM behandelt wird.
Und das ist eben vollkommen unabhängig davon, ob die zu nutzende ISO-Imagedatei nunmal Arconis, Symantec, PowerQuest, Linux, UNIX, Solaris, Windows oder sonstwas für Software ansonsten bereitstellt.
Bei einem Festplattenimage kann man wie im oben genannten Link gesagt per MEMDISK den dort dann vorhandenen Bootoader Chainloaden oder eben mit einem Offset im Chainload-Aufruf von GrUB arbeiten ofern man die genaue position auf der Festplatte kennt (=die Blocknummer bei entsprechender Blocksize des Wirtsdateisystem an der sich der Bootloader der Diskimagedatei befindet) und wenn es bei einer CD-ROM nicht geht diese auszupacken und dann mit einem Kernel sowie einer iniitalen RAMDISK Datei (=initrd oder wie auch immer diese Datei dann gerade konkret genannt wird) zu arbeiten, dann benötigt man eben einen Wrapper der dem System anstelle des ISO-Images ein Laufwerk mit eben diesem Inhalt vorgaukelt.
Wie gesagt, diese Vorgehensweisen sind dabei genersich und noch nicht einmal Betriebssystemabhängig, daher spielt es dabei keine Role daß ich keine Arconis Software besitze und ich Windows auch nicht wirklich (außer zum Testen meines MosNis) benutze sondern eigentlich fast ausschließlich mit Linux, BSD und Soaris agiere da diese Systeme im Gegensatz zu Windows eben meine Anforderungen erfüllen (bin halt Netzwerker;) )....denn ich finde ein System ist genau dann das richtige wenn es die Anforderungen die man dran stellt erfüllt oder deren Erfüllung zu vertretbaren Kosten ermöglicht. Würde ich z. B. eine Branchenlösung benötigen die es nur auf Windows gibt, dann wäre das eben das System meiner Wahl.

So wie es aussieht benötigst du aber den Wrapper ja nicht,denn Travel-PC gab ja schon den entscheidenen Hiweis auf den Kernel und die ramdisk die du beide für Grub nutzen kannst sobald du das ISO-Image einfach in ein Verzeichnis ausgepackt hast und für den Kernel die Datei kernel.dat und die Datei ramdisk.dat auspacst und die darin enthaltene Datei initrd als initrd in GrUB angibst.
Dabei bleibt nur die Frage ob die Dateien kernel.dat und ramdisk.dat nun wirklich mit 7zip gepact wurden oder nicht doch mit gzip,denn wenns mit letzterem gepact worden sein solte, dann müssen die Dateien nichteinma ausgepackt werden,da GrUB mit gzip komprimierte Kernel und initrd Dateien direkt ansprechen kann. Wenn sie jedoch mit 7zip gepackt wurden,dann muss man sie erst auspacken damit GrUB drauf zugreifen kann.

Bis denne,
Tom (der hier nun nur mal diese Begriffsvermischungen mit Startsektor+Datenbereich klären woillte damit eventuelle dadurch später aufkommende Fehler vermieden werden können)
 
Thema:

Mit Grub von ISO-Image booten?

Sucheingaben

neogrub iso-images

,

iso-dateien direkt aus GRUB booten

,

iso datei mit grub starten

,
iso grub einbinden
, grub chainload iso, grub windows iso

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