Microsofts April-Patchday bringt 11 Updates wobei vier 4 kritische Lücken geschlossen werden

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Noch am gestrigen Abend hat Microsoft im Rahmen des April-Patch-Days elf Updates ausgerollt, von denen vier für die Schließung kritischer Lücken verantwortlich sein sollen. Unter anderem sind die üblichen Verdächtigen wie Office, Microsoft .NET Framework und wieder einmal der Internet Explorer betroffen, wobei letzterer auch in der Windows 10 Technical Preview eine Fehlerbereinigung bekommen hat




Das Update-Pack des April-Patchday sollte laut Microsoft nach möglichkeit so schnell wie möglich eingespielt werden, da Office von einer Sicherheitslücke betroffen wäre, die bereits unter regelmäßigen Angriffen stünde. Die Updates stehen wie üblich, entweder über Microsofts Download-Center oder auch die automatische Update-Funktion von Windows bereit.

Zu den vier Updates, die für die Schließung von kritischen Sicherheitslücken zuständig sind, zählen die folgenden:

Kumulatives Sicherheitsupdate für Internet Explorer (3038314) MS15-032
Dieses Sicherheitsupdate behebt Sicherheitsanfälligkeiten in Internet Explorer. Die schwerwiegendste dieser Sicherheitsanfälligkeiten kann Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Benutzer eine speziell gestaltete Webseite mit Internet Explorer anzeigt. Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeiten erfolgreich ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der aktuelle Benutzer erlangen. Benutzer mit Konten, die über weniger Systemrechte verfügen, sind davon möglicherweise weniger betroffen als Benutzer mit Administratorrechten.

Sicherheitsanfälligkeiten in Microsoft Office können Remotecodeausführung ermöglichen (3048019) MS15-033
Dieses Sicherheitsupdate behebt Sicherheitsanfälligkeiten in Microsoft Office. Die schwerwiegendste Sicherheitsanfälligkeit kann Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Benutzer eine speziell gestaltete Microsoft Office-Datei öffnet. Ein Angreifer, der die Sicherheitsanfälligkeiten erfolgreich ausnutzt, kann beliebigen Code im Kontext des aktuellen Benutzers ausführen. Benutzer mit Konten, die über weniger Systemrechte verfügen, sind davon möglicherweise weniger betroffen als Benutzer mit Administratorrechten.

Sicherheitsanfälligkeit in HTTP.sys kann Remotecodeausführung ermöglichen (3042553) MS15-034
Dieses Sicherheitsupdate behebt eine Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Windows. Die Sicherheitsanfälligkeit kann Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Angreifer eine speziell gestaltete HTTP-Anforderung an ein betroffenes Windows-System sendet.

Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Graphics-Komponente kann Remotecodeausführung ermöglichen (3046306) MS15-035
Dieses Sicherheitsupdate behebt eine Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Windows. Die Sicherheitsanfälligkeit kann Remotecodeausführung ermöglichen, wenn ein Angreifer einen Benutzer erfolgreich dazu verleitet, eine speziell gestaltete Website zu besuchen, eine speziell gestaltete Datei zu öffnen oder eine Datei in einem Arbeitsverzeichnis zu öffnen, das eine speziell gestaltete Enhanced Metafile-Bilddatei (EMF) enthält. Ein Angreifer kann Benutzer jedoch nicht zum Ausführen einer solchen Aktion zwingen. Ein Angreifer muss Benutzer vielmehr zu diesen Handlungen verleiten. Zu diesem Zweck werden Benutzer normalerweise dazu gebracht, auf einen Link in einer E-Mail-Nachricht oder einer Instant Messenger-Nachricht zu klicken.

Alle weiteren Sicherheits-Updates können auf dieser Seite in Erfahrung gebracht werden.

Meinung des Autors: Und wieder ist der Internet Explorer im Update-Zyklus mit inbegriffen. Das soll jetzt keineswegs negativ klingen. Die IE-Nutzer können ja eigentlich froh sein, dass sich Microsoft mit so einer mütterlichen Zuneigung um den alternden Browser kümmert. Alles in allem ist die Update-Politik von Microsoft aber recht lobenswert, da es im Grunde auch keinen "Stillstand" geben darf.
 
G

Gast12345

Gast
Servicepacks

Ich finde es sehr gut, das Microsoft regelmäßig auch ältere Systeme noch viele Jahre mit Sicherheitsupdates unterstützt, was andere Betriebssysteme (die sich gerne als Alternative zu Windows hinstellen) leider nicht machen. - Die Quittung dafür haben sie ja auch bekommen, Windows ist auf dem Desktop seit Jahrzehnten ohne Wenn und Aber die Nr. 1. Vom Hype für andere OS ist zumindest dort schon seit Jahren keine Rede mehr. - Ideal würde ich es finden, wenn Microsoft wieder "Servicepacks" anbieten würde, wie früher, was bei einer Neuinstallation nämlich wirklich hilfreich wäre.
 

maniacu22

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Ideal würde ich es finden, wenn Microsoft wieder "Servicepacks" anbieten würde, wie früher, was bei einer Neuinstallation nämlich wirklich hilfreich wäre.

Versteh ich nicht. Microsoft bietet seit Windows 7 keine Service-Packs mehr an, da sich alles durch spätere, wöchentliche oder auch monatliche Updates realisieren lassen soll. Sicherlich ist man, wenn man Windows 10 zwei Jahre nach Release neu installieren möchte, ertmal eine ganze Zeit lang mit dem Download von Updates beschäftigt, was mit den Service-Paks in Form einer kompilierten ISO nicht notwendig gewesen ist. Aber man hat festgestellt, dass die Entwicklung so schnell geht, dass die Kunden mit regelmäßigen Updates besser fahren, als aller halben Jahre ein Service Pack herausbringen zu müssen, das zwei Wochen nach Release auch blos wieder veraltet gewesen ist. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Aber in einer Welt, in der selbst in Deutschland weit über 90 Prozent der Rechner ans Internet angebunden sind, sollte die "neue" Updatepolitik eigentlich kein Problem mehr darstellen.
 

juergen1

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Ich kann das schon nachempfinden.
Wenn man Windows neu installieren muß, müssen erst die ganzen Updates nachinstalliert werden.
Dabei passiert es mehr oder weniger oft, daß sich Updates nicht in einem Rutsch runterladen und installieren lassen, eventuell der Rechner in einer Dauerboot-Schleife hängen bleibt, oder Updates immer wieder zum Download angeboten werden, obwohl sie schon längst installiert sind.
Da ändert auch die beste Internet-Leitung nichts daran.
Wünschenswert wären bei jedem Patch-Day z.B. Updatepacks.
Man lädt die Datei, klickt sie doppelt an, und alle neuen Updates sind binnen weniger Minuten installiert, ohne nervigen Neustarts.
Aber so, ist doch ein normales Arbeiten während der Updatephase fast nicht mehr möglich, die CPU fast durchgehend bei 100 %.

Ganz unabhängig davon, die Probleme die durch die installierten Updates entstehen können, und Rechner lahm legen, was nicht nur hin und wieder mal vorkommt, sondern dies fast schon zur Routine gehört.
Die ganze Updatepolitik gehörte wirklich mal auf den Prüfstand, generalüberholt.
 

WalterB

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Bei jeder Neuinstallation sei es Windows 7.0 oder 8.1 braucht es nachträglich fast 2 Stunden bis alle Update installiert sind und das können manchmal einige GB sein.
 

microsoft

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Die Quittung dafür haben sie ja auch bekommen, Windows ist auf dem Desktop seit Jahrzehnten ohne Wenn und Aber die Nr. 1.

Na gut, da gibts noch andere Gründe warum sich Windows (in einer früheren Dekade) so rasch verbreitet hat. Da ist nicht die Ursache der regelmässigen Updates.
 

maniacu22

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Na gut, da gibts noch andere Gründe warum sich Windows (in einer früheren Dekade) so rasch verbreitet hat. Da ist nicht die Ursache der regelmässigen Updates.

Hat sicherlich auch großteils an Microsofts Preispolitik sowie Programmkompatibilität sowie Programmaktualisierung (Software) gelegen. Während beispielsweise Apple schon damals zu horrenden Preisen verkauft hat und viele Programme oder auch Spiele erst Jahre später portiert worden sind. Bei den Linux-Distributionen siehts ganz ähnlich aus, und hier kommt noch dazu, dass die meisten Linux-Nutzer sowieso als "Nerds" bezeichnet werden "müssen", da der Umgang damit wesentlich komplexer als mit MacOS oder auch Windows ausfällt.

Alles in allem hat sich Windows über die Jahrzehnte zu einem Betriebssystem entwickelt, welches im Grunde für den Einsteiger, als auch für den fortgeschrittenen Nutzer gleichermaßen gedacht ist, wobei die Preispolitik wie gasagt auch einen entscheidende Rolle gespielt hat. Die Updatepolitik hat m.E. weniger mit dessen Entwicklung zu tun, das machen auch die anderen wie Apple oder SuSe, nur dass dort die Updates in wesentlich geringeren Zeitabständen nötig gewesen sind. MacOS ist damals wie heute teilweise auch noch, für ganz spezielle Hardware zugeschnitten, Windows bekommst du eigentlich auf jedem x-beliebigen Rechner zum Laufen, selbst emuliert auf einem Mac. Letzteres wird sich mit Windows 10 noch mehr ausweiten, da hier bekanntlich die Plattformen ineinander über gehen sollen. Bestes Beispiel für "Windows läuft überall" ist der Beitrag, in welchem es Nerds hinbekommen haben, auf einem ehemaligen Geldautomaten ein Windows mitsamt Doom zum Laufen zu bekommen.

Durch eben diese Vielschichtigkeit bleibt es nicht aus, fast täglich Updates rauszuwerfen, damit Windows auf möglichst jeder Hardware mit möglichst wenigen Fehlermeldungen lauffähig bleibt.
 

Alfiator

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Man kann sich ja ein passendes Installmedium basteln welche sämtlich Updates integriert hat.Damit zum Beispiel....

Vorteil unter Win8:Nach dem Zurücksetzen spart man sich viele Updates.....
 
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