Microsoft SQL Server 2008 Lizenzierungsmodell

Diskutiere Microsoft SQL Server 2008 Lizenzierungsmodell im Datenbanken Forum im Bereich Datenbanken; hallo zusammen ich verstehe das mit dem lizenzierungsmodell und den cal beim sql server 2008 nicht ganz. es gibt da ja zu kaufen versionen mit 1...
#1
Fix

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hallo zusammen

ich verstehe das mit dem lizenzierungsmodell und den cal beim sql server 2008 nicht ganz.
es gibt da ja zu kaufen versionen mit 1 cpu lizent, und z.b. versionen mit 10 clients die sich preislich enorm unterscheiden.
wenn der sql server nun für eine webanwendung verwendet wird, wo mehrere benutzer darauf zugreifen, dann zählen diese nutzer nicht als clients, oder? als clients zählen nur die benutzer, die sich direkt mit dem sql server verbinden, sehe ich das richtig?
dann wäre die version ohne cpu lizenz sondern mit cal die richtige, sehe ich das richtig?

danke im voraus...
 
#2
DerZong

DerZong

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Hast du schon auf der folgenden Seite geschaut? Da werden die einzelnen Unterschiede eigentlich erklärt:

http://www.microsoft.com/germany/sql/2008/licensing-faq.mspx

Prozessorlizenz:
Hier benötigt man je Prozessor, auf der der Server ausgeführt wird, eine Lizenz (Also physische Prozessoren, nicht einzelne Cores). Die Anzahl der parallelen Zugriffe spielt hierbei keine Rolle
Serverlizenz + CALs (sowohl Geräte- als auch Benutzer-CAL):
Für jeden parallelen Zugriff auf den Server benötigt man eine CAL-Lizenz - Wahlweise pro Gerät (hardwareseitiger Rechner) oder unterschiedliche Benutzer

Und zu deiner Frage, wie einzelne Zugriffe übers Web zählen:
Wenn du weißt, wie viele Benutzer parallel auf deinen Server zugreifen, kann die CAL-Variante die günstigere sein. Wenn dieser "Wert" aber eher variabel ist oder eine recht hohe Anzahl zugreifen, dann ist die Prozessorlizenz eigentlich die bessere Wahl.

Aber um hier genauere "Empfehlungen" geben zu können, müsste man schon etwas mehr über deine Anforderungen erfahren bzw. wissen, was du im Großen und Ganzen vor hast.
 
#3
Andy

Andy

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wenn der sql server nun für eine webanwendung verwendet wird, wo mehrere benutzer darauf zugreifen, dann zählen diese nutzer nicht als clients, oder? als clients zählen nur die benutzer, die sich direkt mit dem sql server verbinden, sehe ich das richtig?

JEDER Benutzer, der irgendwie auf den SQL-Server zugreift, benötigt eine Lizenz.
Deshalb ist für einen SQL-Server, auf dem über Web aus dem Internet zugegriffen wird sicher die Prozessor-Lizenzierung die einige wahre Lösung.

Weil theoretisch könnten über Web ja tausende Benutzer gleichzeitig zugreifen !!!
 
#4
Fix

Fix

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Hallo Zong

Auf der Seite war ich noch nie. war nur auf einer anderen Seite von MS, wo ich auch nicht schlauer wurde.
Das mit der Prozessorlizenz habe ich verstanden, ist aber ein Stück teurer, als die CAL-Version.
Und ist z.B. bei dieser version schon eine server-lizenz dabei oder muss man da noch mehr dazu kaufen?

Und du sagst:
Für jeden parallelen Zugriff auf den Server benötigt man eine CAL-Lizenz.
Da parallele Aktionen im eigentlichen Sinne bei einem Computer ja gar nicht möglich sind (mal abgesehen von Multicore) braucht man ja sowieso nie mehr als eine Lizenz :D


Nein Spass beiseite...

Ich weiss nicht ob es da ein Missverständnis gab. Es gibt KEINEN Benutzer, der über das Web (direkt) auf den SQL-Server zugreift. Es gibt nur Benutzer, die über das Web auf eine Web-Applikation zugreifen.
Diese Web-Applikation läuft ja bereits schon wieder auf dem Server, d.h. es gibt nur die Webapplikation die vom selben Server aus auf die Datenbank zugreift. Und dazu kommt noch, dass solch eine Webapplikation im Normalfall ja nur Bruchteile einer Sekunde auf die Datenbank zugreift bzw. eine Verbindung hat, und die danach ja sofort wieder weg ist.

Hoffe wir verstehen uns jetzt richtig.

Das kann ja nicht sein, dass man z.B. für ein Forum wie dieses hier, das auf einem MS SQL-Server laufen würde, theoretisch hunderte CALs braucht!?
 
#5
S

software-dude

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Tja, die technischen Tricks und Spitzfindigkeiten, um an Lizenzen zu sparen. Leider wissen das auch die Hersteller und haben daher ihre Lizenzbestimmungen entsprechend formuliert. Gut verständlich ist es bei Oracle gelöst. Dort gibt es den Begriff der

Oracle Named User Plus Lizenz

Ein Named User ist eine benannte Person (Herr Maier) oder ein benanntes Gerät (der Temperaturfühler im Kühlhaus 27). Wie der Zugriff technisch gelöst ist, spielt keine Rolle. Jeder Mensch und jedes Gerät, das unmittelbar oder mittelbar auf eine Oracle-Datenbank zugreift, braucht eine Named User Lizenz. Also nix mit Applikationsserver/Webserver in der Mitte.

Ähnlich ist es bei Microsoft. Den Named Usern entsprechen die User-CALs. MS hat jedoch auch Device-CALs, welche in manchen Situationen günstiger sein können. Ein Beispiel:

Ein Kunde wollte bei uns ein paar Oracle-Lizenzen für eine Lager-Lösung kaufen. Es war eine Spedition, die am Lagereingang 5 Handscanner rumliegen hatte. Die Idee war nun, dass jeder Fahrer die Einlieferung selbst macht, indem er den Scanner über den Strickcode zieht. Oracle bestand darauf, dass Prozessor-Lizenzen erworben werden. Begründung:

Der Scanner ist ein Eingabegerät, vergleichbar mit einer Tastatur. Jeder fahre, der den Scanner in die Hand nimmt, braucht also eine Lizenz. Da der Kunde aber nicht alle Fahrer kannte und damit benennen konnte, bleib nur die Prozessor-Lizenzierung.

Der Kunde hat schließlich sein System auf MS-SQL-Server portiert, da dort 5 Device CALs ausreichend waren.

In dem hier beschriebenen Fall müssen meiner Meinung nach Prozessor-Lizenzen erworben werden. Jedenfalls wäre es bei Oracle so und auch bei IBM und vielen anderen Datenbank-Herstellern. Übrigens bietet Oracle auch die kostenlose Express Edition zum Download an. Ich glaube IBM hat auch so was. MS? Weiß ich nicht. Die Express-Edition ist zwar auf 4 GB Speicher etc. beschränkt, was bei kleineren Anwendungen jedoch selten Problem darstellt. Vorteil der kostenlosen Lösungen von kommerziellen Anbietern gegenüber den Open Source Produkten ist die Möglichkeit der einfachen Migration auf die Bezahlt-Versionen, wenn das System wächst.
 
#6
H

heronimus

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Hallo zusammen...

ich bin gerade über den Eintrag hier gestoßen. Ich habe ein ähnliches Problem mit dem MS SQL Lizenskonzept.

Wir müssen für einen Partner und seine Webanwendung eine VM bereitstellen. der enduserkreis ist beschränkt und daher war klar, dass wir eine cal-lizensierung pro enduser machen (da diese von unterschiedlichen endgeräten auf die webanwendung zugreifen werden)

bis hierher wäre alles klar...

jetzt kommt das problem. die VM soll laut partner 2 virtuelle CPUs haben (wieso verstehe ich selbst nicht ... )

muss ich jetzt aufgrund der 2 virtuellen CPUs eine prozessorlizensierung machen oder spielt es bei der Cal-lizensierung keine rolle auf wievielen virtuellen prozessoren diese anwendung läuft???

bitte dringend um hilfe :D sonst verzweifel ich!!!!
 
#7
S

software-dude

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Hallo zusammen...

ich bin gerade über den Eintrag hier gestoßen. Ich habe ein ähnliches Problem mit dem MS SQL Lizenskonzept.

Wir müssen für einen Partner und seine Webanwendung eine VM bereitstellen. der enduserkreis ist beschränkt und daher war klar, dass wir eine cal-lizensierung pro enduser machen (da diese von unterschiedlichen endgeräten auf die webanwendung zugreifen werden)

bis hierher wäre alles klar...

jetzt kommt das problem. die VM soll laut partner 2 virtuelle CPUs haben (wieso verstehe ich selbst nicht ... )

muss ich jetzt aufgrund der 2 virtuellen CPUs eine prozessorlizensierung machen oder spielt es bei der Cal-lizensierung keine rolle auf wievielen virtuellen prozessoren diese anwendung läuft???

bitte dringend um hilfe :D sonst verzweifel ich!!!!
Nicht verzweifeln. Lohn sich nicht. Wenn Du mit CALs lizenzierst (Server/Client-Lizenzierung) dann ist die Anzahl der Server und Prozessoren unerheblich. Egal ob virtuell oder physikalisch, egal ob ein Server viele Prozessoren hat oder viele Server vielen Prozessoren haben. Keine Regel ohne Ausnahme. Je nach Server-Editionen müssen Prozessor-Beschränkungen eingehalten werden. Der SQL Server Standard unterstützt beispielsweise maximal 4 CPUs. Man könnte bei Dir jedoch prüfen, ob die Prozessorlizenzierung vielleicht sogar günstiger ist. Dann brauchst Du nämlich keine CALs.

So wie ich Deine Umgebung verstehe, brauchst Du also einen Server und x CALs.

OK?
 
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Microsoft SQL Server 2008 Lizenzierungsmodell

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SQL Server 2016 läuft auch bei falscher Lizenzierung

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