Microsoft schließt zweiten Linux-Deal ab

Diskutiere Microsoft schließt zweiten Linux-Deal ab im IT-News Forum im Bereich IT-News; Vereinbarung mit Xandros ähnelt der von Novell Microsoft und der Linux-Anbieter Xandros haben bekannt gegeben, künftig auf technischem und...
#1
Eric-Cartman

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Vereinbarung mit Xandros ähnelt der von Novell

Microsoft und der Linux-Anbieter Xandros haben bekannt gegeben, künftig auf technischem und rechtlichem Gebiet zusammen zu arbeiten. Innerhalb der kommenden fünf Jahre wollen beide Unternehmen daran arbeiten, die Interoperabilität ihrer Server-Software und das System-Management zu verbessern.

Im Zuge dieses Vertrages muss Microsoft außerdem den Xandros-Kunden eine Vereinbarung anbieten, wonach diese kein geistige Eigentum von Microsoft verletzen. "Diese Vereinbarung macht es unseren Kunden einfacher, einen Mix aus Xandros- und Microsoft-Software zu verwenden", sagt Xandros-Chef Andreas Typaldos. Hierbei verwies er darauf, dass Xandros auch alsbald einen Konverter vertreiben wird, der Dokumente im Open Document Format in Microsofts Open XML übersetzt.

Nach dem Abkommen von Novell mit Microsoft ist dies ein weiterer Schritt von Microsoft, um die Linux-Gemeinde vertraglich an sich zu binden. Allerdings wollte sich Typaldos nicht dazu äußern, wie die neue GPL3 die Bedingungen der Partnerschaft zwischen Microsoft und Xandros beeinflussen wird, wonach selektive Patentvereinbarungen verboten sind. Eine Ausnahmeregelung hierzu gibt es bislang nur für Novell. "Wir sind uns der neuen Auflagen durch die GPL3 völlig bewusst. Wir werden uns aber trotzdem weiter darauf konzentrieren, unseren Kunden bestmögliche Interoperabilität zu bieten und bei zukünftigen Entwicklungen flexibel zu bleiben", lautet sein Statement dazu.

Microsoft bestätigte, dass es sich bei dieser Vereinbarung und bei denen mit Novell und Zend-Technologies um eine strategische Ausrichtung handelt.

Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de
 
#2
Bullayer

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Mal sehen, was aus Linux wird, wenn Microsoft noch mehr Deals abschließt...
 
#5
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Xandros und Novell werden auf Microsoft-Standards umsteigen und dann werden wie Windows

Distributionen wie Gentoo oder Debian werden sich von MS nicht zu Verhandlungen oder Partnerschaften "zwingen" lassen und das ist auch gut so.

Dieser "Konverter" von Open Document Format in OpenXML ist die größte Verarschung, denn MS müsste einfach nur einmal standardkonform sein und einen offenen Standard einhalten, anstatt immer wieder eigene zu machen um möglichst viele Kunden an sich zu binden und zu zwingen MS Produkte zu kaufen.
 
#7
M

MvSt1234

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Wie setzt man seine Konkurrenz außer Gefecht?

Man schließe solche Verträge.
M$ existiert doch nur weil Bill Gates schlau genug war Knebelverträge zu verkaufen um seine Position zu stärken.
Da dies jetzt ohne Weiteres nicht mehr möglich ist, versucht M$ es halt auf dem neuen Weg.....
 
#8
DiableNoir

DiableNoir

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Es liegt eher daran, das M$ endlich zugibt, das Linux eine ernst zu nehmende Konkurrenz ist.

Man sollte aber auch dabei beachten, das dieser Deal wie bei dem mit Novel die Linux-Gemeinde vor Patentklagen schützt. Der Deal mit Novel beinhaltet auch zB dass M$ davon absieht Patentklagen gegen Hobby-Programmierer durchzuführen.

Außerdem können die Deal-Teilnehmer auch die Patente der anderen Seite verwenden. (Sogar neu enstandene Patente!)


Allerdings ist da ein große Problem: Die GPLv3. Sie untersagt ausdrücklich den Abschluss von Patentabkommen dieser Art.
 
#9
Bullayer

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Es liegt eher daran, das M$ endlich zugibt, das Linux eine ernst zu nehmende Konkurrenz ist...
Das wird M$ niemals öffentlich zugeben. Ist ja auch kein allzu große Konkurrenz, wenn man sich die Prozentzahlen von Windows und von Linux ansieht. Linux ist halt nichts für 0815-User, die nur ein bisschen surfen und mailen wollen.
 
#10
DiableNoir

DiableNoir

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Also der Deal sagt eher was anderes. M$ ist mit den beiden Deals bestrebt, bessere Virtualisierung von Linux und Windows zu erreichen. Im Falle von Novel sind sogar Virtualisierungslösungen geplant bei denen Bundles von Linux und Windows kombiniert verkauft werden sollen.

Im Servermarkt und bei Unternehmenslösungen sieht es eben schon länger ganz anders für M$ aus und da ist die fette Kohle zu bekommen, nicht im Home-Bereich.

Sicher würde Ballmers niemals sowas direkt sagen, aber die Deals sind sehr wohl offizielle Eingeständnisse.
 
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