Microsoft - Richter verbietet Verkauf von Word (Update 2)

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Duke

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Ein Richter in den USA hat Microsoft zu einer Zahlung von 290 Millionen Dollar an die Firma i4i verurteilt, da Microsoft ein Patent im Zusammenhang mit dem XML-Format vorsätzlich verletzt haben soll. Gleichzeitig sprach der Richter ein Verbot von Microsoft Word in den USA aus, sofern die Textverarbeitung in der Lage ist, .xml-, .docx- oder DOCM-Dokumente zu öffnen. Das Verbot tritt in 60 Tagen in Kraft.

Während Microsoft noch keine Stellungnahme dazu abgegeben hat und vermutlich weitere Rechtsmittel ausschöpfen wird, hat der Aufsichtsratsvorsitzende von i4i gegenüber cnet erklärt, er nutzte Word selbst jeden Tag und wolle weder das Geschäft von Microsoft noch die ganzen Nutzer von Word schädigen. Dennoch hält er das Urteil für hart, aber fair.


Update 20. August 2009

Microsoft will laut The Register den Verkaufsstopp für Word nicht hinnehmen und hat vor einem US-Berufungsgericht eine Aufhebung beantragt. Laut Microsoft habe man keine Patente verletzt, doch selbst wenn Microsoft in einer Berufungsverhandlung Recht erhalte, würde bisher der Verkaufsstopp 60 Tage nach dem erstinstanzlichen Urteil wirksam.

Der wirtschaftliche Schaden, der durch den Verkaufstopp entstehe, sei unmöglich wieder aufzuholen, da das gesamte Office-Paket und nicht nur Microsoft selbst betroffen sei. Auch die vielen Geschäftspartner von Microsoft, beispielsweise Best Buy, Dell und HP, wären von dem Urteil betroffen und sehen sich massiven Verkaufseinbrüchen gegenüber. Auch dies soll das Berufungsgericht bei seiner Entscheidung über die Aufhebung berücksichtigen, so Microsoft.


Update 21. August 2009

Microsoft hat laut DailyTech über sein Rechtsanwälte-Team sogar damit gedroht, den Verkauf von Office zeitweise komplett einzustellen, wenn der Verkaufsstopp von Word nicht bis zu einer Entscheidung in der Berufungsverhandlung aufgehoben wird. Dabei müsste Microsoft anscheinend nur ein Feature in Word deaktivieren und könnte dann Office in einer minimal veränderten Version weiterverkaufen.

Doch Microsoft scheint sich nach wie vor im Recht zu sehen. Falls nicht, könnte ein Verkaufsstopp einen Boom für Alternativen wie Open Office auslösen.

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Hups

Hups

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Und weil es gerade so schön läuft:

Microsoft muss sich mit zwei weiteren Klagen wegen angeblicher Patentverletzungen durch seine Produkte auseinandersetzen. Nach Word sind nun Windows XP und Vista sowie Windows Mobile und Windows CE betroffen.

Jetzt dürft ihr mal raten, wo die Klagen eingereicht wurden :thumbdown
 
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HWFlo

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Auf der anderen Seite ist es schon richtig das solche Sachen geklärt werden.
Das einzige was man bemängeln könnte ist der Ort an dem die Klagen eingereicht werden.
Aber auch da kann man niemandem was vorschreiben.
 
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Olos

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290 Millionen Dollar Strafe? In was für einem Verhältnis steht das denn bitte? Vielleicht wird demnächst noch der Verkauf von Windows 7 richterlich verboten.

Ich finde ein Verbraucher sollte nicht unter sowas leiden.
 
JumpingJohn

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EU?

Naja, ganz ehrlich es sollten nur Klagen zu Produkten eingereicht werden dürfen die weniger als 1 jahr auf dem Markt sind! Es kann doch net sein das MS stress wegen XP, Vista und Word bekommt nur weil irgendjemand sich nach ner halben ewigkeit meldet weil sein Patent verletzt wurde, das hätte derjenige auch direkt nach bzw. kurz release der entsprechenden Software machen können!
 
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Nur wegen 2 anderen Dateitypen die geöffnet werden können finde ich 290 mio Dollar strafe viel zu viel!
 
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Gast261112

Gast
290 Millionen Dollar Strafe? In was für einem Verhältnis steht das denn bitte? Vielleicht wird demnächst noch der Verkauf von Windows 7 richterlich verboten.

Ich finde ein Verbraucher sollte nicht unter sowas leiden.

Vollkommen richtig. Auch Microsoft muss sich an bestehende Gesetze halten.

Nur wegen 2 anderen Dateitypen die geöffnet werden können finde ich 290 mio Dollar strafe viel zu viel!

Das sind US $ 1.00 Pro Verkauftes Exemplar. Dabei sollte man nicht vergessen, Gates 50 Milliarden $ schwer, Ballmer 20 Milliarden $ schwer, die gesamte Microsoft Führungsriege befindet sich in den Top 500 der reichsten Menschen der Welt.
Zum Geld, der Konzern Microsoft hat einen Umsatz von 50 Milliarden im Jahr, das sind 50.000 Millionen. Alleine der Zinsgewinn vom Microsoft Festgelder wird auf 2 Milliarden Pro Jahr gerechnet. Das sind 2000 Millionen US $, pro Jahr.
Microsoft Mitarbeiter in Redmond lebt wie die Fürsten oder man kann auch sagen wie erfolgreiche Diebe.

Die Strafe ist viel zu niedrig.
 
WalterB

WalterB

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War bei diesem Problem nicht auch Open Office betroffen ?

Walter

:confused
 
Andy

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Vollkommen richtig. Auch Microsoft muss sich an bestehende Gesetze halten.

Genau.
Und deshalb erst mal die Berufungsverhandlung abwarten.
Es gibt nämlich auch Experten, die der Meinung sind, das dieses Patent von i4i gar nicht verletzt wurde.
Wir können so etwas doch ohnehin nicht beurteilen. Oder weißt du wie das Patent konkret aussieht und wie die beanstandete Technik konkret im Office implementiert wurde?


Das sind US $ 1.00 Pro Verkauftes Exemplar. Dabei sollte man nicht vergessen, Gates 50 Milliarden $ schwer, Ballmer 20 Milliarden $ schwer, die gesamte Microsoft Führungsriege befindet sich in den Top 500 der reichsten Menschen der Welt.
Zum Geld, der Konzern Microsoft hat einen Umsatz von 50 Milliarden im Jahr, das sind 50.000 Millionen. Alleine der Zinsgewinn vom Microsoft Festgelder wird auf 2 Milliarden Pro Jahr gerechnet. Das sind 2000 Millionen US $, pro Jahr.
Microsoft Mitarbeiter in Redmond lebt wie die Fürsten oder man kann auch sagen wie erfolgreiche Diebe.

Die Strafe ist viel zu niedrig.

Was bitte hat das Privatvermögen nun mit der Strafe gegen Microsoft zu tun?
Wenn dann wird die Firma bestraft und nicht die Privatperson. Ist ja schließlich keine GmbH.
Und was bitte können die von dir angesprochenen Mitarbeiter von Microsoft dafür? Und woher weißt du wie die Mitarbeiter in Redmond leben? Warst du schon dort?


Wir leben doch nicht im Mittelalter, wo es noch Hexenverfolgung gab:thumbdown
 
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Darz

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OpenOffice bzw. Sun sagt nein, aber da OO auch docx(Open XML) Dokumente öffnen kann muss es auch betroffen sein...

Eingentlich ist OpenOffice auch betroffen, aber i4i wird kein Geld bekommen, weil OO eine Freeware ist.:D Es geht eigentlich nicht ums "Patent", sondern ob man bei einer Klage Geld bekommt wird.:sneaky

Gruß Jan:D:D:D
 
Andy

Andy

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Ich kann mich nur nochmal wiederholen.
wir haben alle viel zu wenig Einblick um uns da ein Bild davon machen zu können.

Vielleicht haben die Jungs von OpenOffice das DOCX Format irgendwie andere implementiert und es ist deshalb das Patent nicht direkt betroffen

:nixweis
 
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Chase

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bluefisch200

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Vielleicht haben die Jungs von OpenOffice das DOCX Format irgendwie andere implementiert und es ist deshalb das Patent nicht direkt betroffen

Es geht ja um das Format selbst und zwar um die Trennung von Aussehen und Daten eines Dokumentes in einer gewissen Form und da kann OO auch nichts anderst machen wenn sie DOCX öffnen wollen...sehr fraglich für mich...
 
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