Microsoft offenbar in SCOs Angriffe gegen Linux verwickelt

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Eric-Cartman

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Der Chef des einstigen Investors Baystar Capital erklärt vor Gericht, ein Microsoft-Vice-President habe ihm Sicherheiten für eine Investition von 20 Millionen Dollar in die Unix-Company zugesagt.

Bereits früher aufgetauchte Vermutungen, Microsoft habe SCO in seinem Krieg gegen Linux finanziell zumindest indirekt munitioniert, haben sich erheblich erhärtet. Im Gerichtsverfahren der Unix-Company gegen IBM hat Lawrence Goldfarb, Gründer und Managing General Partner des Investors Baystar Capital, wie jetzt bekannt wurde, schon am 13. September eine belastende Aussage gemacht.

Unter Eid erklärte Goldfarb, der damalige Microsoft-Vice-President Richard Emerson habe ihm Sicherheiten für eine Baystar-Beteiligung an SCO in Höhe von 20 Millionen Dollar versprochen. Emerson war seit dem Jahr 2000 bei Microsoft verantwortlich für Corporate Activities, worunter auch Übernahmen, Fusionen und Partnerschaften fielen. Er berichtete direkt an Microsoft Chef Steve Ballmer. Emerson verließ Microsoft am 30. August 2003, laut Goldfarb wurde er gefeuert. Sechs Woche später investierten Baystar und die Royal Bank of Canada (RBC) 20 beziehungsweise 30 Millionen Dollar in SCO.

Baystar sorgte sich alsbald um seine Investition, so Goldfarb. Denn es sei schnell klar geworden, dass die Gelder vor allem zur Bezahlung der SCO-Anwälte aus der Kanzlei von David Boies im Verfahren gegen IBM gebraucht würden. Außerdem habe sich der SCO-Aktienkurs nicht wie erhofft entwickelt, die Firma habe Geld verbrannt und ein schlechtes Unix-Geschäft hingelegt.

Bei Microsoft wollte man von Baystar nichts mehr wissen. Inzwischen hatte der Open-Source-Apostel Eric Raymond mit dem Dokument "Helloween X" eine E-Mail vorgelegt, die Hinweise darauf enthielt, dass Microsoft hinter der Baystar-Investition stecken könnte. Goldfarb: "Microsoft hörte auf, Telefonanrufe und E-Mails zu beantworten." Microsoft bestreitet auch nach den neuen Informationen, bei der Baystar-Investition Einfluss ausgeübt zu haben.

Um aus der Investition wieder herauszukommen, musste Baystar zunächst im Mai 2004 die SCO-Anteile des Partner RBC übernehmen und sie frei verkaufen. Im folgenden Monat schlug der Investor auch seine eigenen SCO-Anteile los. Angesichts des inzwischen kollabierten Aktienkurses der Unix-Company wurde das Investment für Baystar zu einem Millionengrab. (ls)


Quelle:IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
#3
J

joe-icebaer

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zwar hatte man da so ne Vermutung....

nur führt dies nicht gerade zu einem Vertrauen zu einer Firma namens MS.

Monopole führen immer zu einem Haifischbecken
und sollten duch aktives Handeln der Verbraucher und Nutzer verhindert werden.

Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste
 
#4
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Gearfried

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zwar hatte man da so ne Vermutung....

nur führt dies nicht gerade zu einem Vertrauen zu einer Firma namens MS.

Monopole führen immer zu einem Haifischbecken
und sollten duch aktives Handeln der Verbraucher und Nutzer verhindert werden.


Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste
Alle Usoors, bei denen täglich eine WGA Meldung erscheint tun und handeln doch schon aktiv :sing :blush :D
 
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