Microsoft, Mozilla & Co.: Der Browser-Krieg ist beendet

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#1
Eric-Cartman

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Vorbei die Zeiten, in denen eine Browser-Version die nächste jagte und versuchte bei den Anwendern mit immer neuen Funktionen zu punkten. Vorbei also der Browser-Krieg. Diese Ansicht herrschte jedenfalls beim Treffen von Entwicklern von Mozilla, Microsoft, Opera und Google. Statt mit immer neuen, funktionsreicheren Browser-Version aufzutrumpfen, wolle man sich künftig darauf zu konzentrieren, die Browser in den Gebieten zu verbessern, die notwendig sind, damit Browser eine Plattform für immer leistungsfähigere Web-Applikationen werden.

Vertreter aller großen Browser-Entwickler und Google waren sich bei einem Treffen darüber einig, dass der so genannte Browser-Krieg beendet ist. Bei dem Treffen nahmen Vertreter von Microsoft, Mozilla, Opera und Google teil. Es fand anlässlich der O´Reilly Web 2.0 Expo in San Francisco statt. Alle Browser-Hersteller wollen sich künftig darauf konzentrieren, ihren Browser zu einer besseren Entwicklungsplattform werden zu lassen.

Alle am Treffen beteiligten Parteien waren sich auch darüber einig, dass man künftig nicht mit immer neuen Features punkten will, sondern dass man die Kräfte eher darauf konzentrieren will, dafür zu sorgen, dass die Browser in den Punkten verbessert werden, die notwendig sind, damit in den Browsern neue Generationen von Internet-Applikationen laufen können. Allein das zu erreichen, und da waren sich ebenfalls alle Parteien einig, sei eine Herausforderung.

Charles McCathieNevile, Chief Standards Officer bei Opera Software, betonte, dass jetzt, nachdem das Web zu einer großen Plattform geworden sei, auch die Notwendigkeit bestehe, sich miteinander auszutauschen. Früher dagegen gab es Communities, die Dinge aufbauten und früher oder später aufeinandertrafen und aneinandergerieten. Das sei jetzt passe.

Für Google nahm Chris Wetherell an dem Treffen teil, der an der Entwicklung des Google Reader News Aggregator mitarbeitet. Er betonte, dass er Browser mag, weil er dort Probleme lösen kann, ohne lernen zu müssen, wie man eine Software installieren muss. Zu den größten Herausforderungen gehöre es allerdings das Problem zu lösen, dass viele Web-Applikationen problemlos auch parallel laufen können, wie es bei Desktop-Applikationen bereits der Fall ist.

Seitens der Mozilla Foundation war Brendan Eich bei dem Treffen anwesend, der zustimmte, dass noch Arbeit zu leisten sei, damit in Javascript entwickelte Applikationen besser laufen und nicht abstürzen können. So wie Javascript heutzutage genutzt werde, so Eich, sei es schwer, den Browser dafür zu optimieren. „Wenn eine Web-Applikation abstürzt, dann hat man ein großes Problem, denn das kann wie ein Sicherheitsleck ausgenutzt werden“, sagte Eich. Dem stimmte auch McCathieNevile zu, der hinzufügte, dass es im Gegensatz Applikationen, die unter Betriebssystemen laufen, keine echten Sicherheitsmodelle und Sicherheits-Infrastruktur für das Web gäbe.

Microsoft wurde durch Chris Wilson, Platform Architect für den Internet Explorer 7, bei dem Treffen vertreten. Wilson erläuterte, dass das Problem bei der Erstellung eines Sicherheitsmodells für das Web sei, dass es zwar Entwickler gäbe, die Anwendern einen leichten Weg bieten möchten, Inhalte zu übertragen, es aber auch andere Entwickler gibt, die Applikationen erstellen wollen, die einen restriktiveren Zugang bieten. Der Clou sei es, ein Sicherheitsmodell zu entwickeln, das auch wirklich für Milliarden von Anwendern geeignet ist. Viel Arbeit also – und das für alle Browser-Entwickler. Und sicherlich eine Arbeit, die besser miteinander, als gegeneinander geleistet werden kann.

Quelle: IDG Magazine Media GmbH/PC-WELT Online
 
#2
F

Freak-X

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Der Krieg ist erst vorbei, wenn einer der Hersteller alle Anderen Hersteller platt gemacht oder gekauft hat.
 
#3
Michel

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Das ist wie früher im kalten Krieg, als alle nur den Weltfrieden wollten und deshalb immer größere Atombomben gebaut haben.
 
#4
Eric-Cartman

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Der Krieg ist erst vorbei, wenn einer der Hersteller alle Anderen Hersteller platt gemacht oder gekauft hat.
wieso musss es denn immer so heissen?

Sie doch froh das die Drei sich mal vertragen ;)

und mal miteinander anstatt gegeneinander!

So können Sicherheitslecks vermieden werden
 
#5
Michel

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wieso musss es denn immer so heissen?

Sie doch froh das die Drei sich mal vertragen ;)

und mal miteinander anstatt gegeneinander!

So können Sicherheitslecks vermieden werden
Glaubst du wirklich daran?

Zugegeben, das Mozilla-Projekt und Opera haben geringere kommerzielle Interessen als MS, aber es ist trotzdem immer noch eine Prestigesache, wer den besten Browser hat.

Außerdem ist es vorteilhaft für den User, wenn die Drei ständig versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen.
 
#7
P

PraesidentEvil

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Ich finds gut!
Das könnten sich so "Parteien" wie SPD und CDU auch mal vornehmen!
Gemeinsam und nicht Gegeneinander!
 
#8
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DOS-Hexer

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Ich halte Sicherheit und Kompatibilität für das wichtigste, also sollte man das Treffen positiv sehen. Andererseits, welche Funktionen hätten wir wenn es keien Konkurenz gegeben hätte?
 
#9
P

PraesidentEvil

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Tja Konkurrenz belebt das Geschäft...ohne dies würden wir wohl noch am PC kurbeln um ihn anzumachen :D
 
#14
DiableNoir

DiableNoir

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Ein globales Sicherheitssystem...na das hört sich eher nach einem Wunschtraum als nach einer konkreten Vorstellung an.

Aber die Sache mit JavaScript ist schon war. Ich denke mal dass diese Script-Sprache eher schon zu viel auf dem Buckel hat und frage mich wieso nicht an die Entwicklung einer neuen (Wieso Script?-) Sprache gedacht wird, die sich besser programmieren und optimieren lässt...und vor allem mal alles mitbringt was man sich von einer modernen Sprache erwartet.

Noch besser wäres eben, wenn diese Sprache dann teilweise Serverseitig (Kritische Daten, Session-Verwaltung,..) und teilweise Clientseitig (GUI) ausgeführt wird. Natürlich ginge das nur mit erheblichen Aufwand, da Browser und Webserver diese Sprache unterstützen müssten...aber glaube diesen Aufwand wäre es auch wert. Vor allem würde es Kooperation und einen offenen Standard verlangen.
 
#15
C

cozi

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Es betrifft ja nicht nur Javascript, es betrifft alle sicheheitsrelevanten Bereich im Web - da finde ich es grundsätzlich schon gut, dass die grossen Anbieter der Browserwelt sich mal anfangen "zusammenzuraufen" - wenn was dabei rauskommt, haben wir alle wieder was davon...

Grüße, COZi
 
#16
Fireblade

Fireblade

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Vertreter aller großen Browser-Entwickler und Google waren sich bei einem Treffen darüber einig, dass der so genannte Browser-Krieg beendet ist.
Da bin ich mal gespannt,glaub da nicht so recht dran.
 
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