Microsoft ICE Bedienung und Bildqualität im Test

Diskutiere Microsoft ICE Bedienung und Bildqualität im Test im Erfahrungsberichte (Software) Forum im Bereich Made by WinBoard-User; Nachdem ich die News gelesen hatte hab ich mir es nicht nehmen lassen die "kleine, schnelle und kostenlose" auch mal zu testen. Zum Test verwende...
Cyron

Cyron

SPONSOREN
Threadstarter
Mitglied seit
25.12.2004
Beiträge
3.280
Alter
30
Standort
far beyond /dev/null
Der Knaller an dem kleinen, schnellen und kostenlosen Tool ist,
dass es nicht nur nahezu Alles vollautomatisch, schnell und kostenlos
erledigt, sondern dazu noch mehrdimensional.
D.h., dass auch Panoramen aus mehrreihigen Bilderserien erstellt
werden können, ohne dass auf exakte Aufnahmewinkel, Orientierung,
Drehung der Einzelaufnahmen geachtet werden muss.

Quelle und Download bei Microsoft
Nachdem ich die News gelesen hatte hab ich mir es nicht nehmen lassen die "kleine, schnelle und kostenlose" auch mal zu testen.

Zum Test verwende ich zwölf Aufnahmen die Freihand mit der Nikon D40 und 18-55 Nikkor. Die Auflösung beträgt 2000x3008 Pixel und Systembedingt enthalten die 16-bit Tiff-Dateien nur 12-bittige Bilddaten.

Der erste Eindruck nach dem Start ist erstmal ernüchternd, viel Bunt und wenig Funktionen offenbart einem graue Schaltflächen gewohntem Auge diese Oberfläche.
Der erste Versuch der Oberfläche mitzuteilen - wie mit jedem Standardprogramm möglich - man würde nun gerne Bilder für das Panorama laden scheitert am fehlenden Menüpunkt. Das man nur - für Notebookbesitzer ohne Maus - mühsam über einen Dateimanager die Bilder hineinziehen kann stellt eine Hürde da die besonders bei häufigem Gebrauch negativ auffallen dürfte.

Nachdem die Bilder im Explorer erspäht, markiert und in das Programmfenster abgelegt wurden erscheint eine vielsagende Fehlermeldung

"Application Error

Microsoft ICE was unable to stitch together any of the given source images.

Unbekannter Fehler (0x80004005)"

was freundlich und klar ersichtlich darauf hinweißt, dass Microsoft ICE leider keine Tiff-Dateien mit ZIP-Komprimierten Daten entgegen nimmt. So wächst die Datenmenge die die Quelldaten in dem getesteten Fall benötigen von 338 auf 413MB.

Der Import läuft sehr schleppend voran, wenn man das zügige Arbeitstempo von PTGui oder Hugin gewohnt ist.

Das Analysieren geht sehr zügig und bewegt sich etwa auf dem Niveau von PTGui. Leider kann hier nicht Manuell eingegriffen werden wie bei Programmen für Fortgeschrittene Benutzer. Sämtliche Parameter für die Projektion sowie die Entzerrung und den Stitchingprozess selbst werden durch das Programm automatisch festgelegt und können auch nicht weiter beeinflusst werden. Lediglich die eine rudimentäre Horizontentzerrung sowie eine Drehfunktion des gesamten Panoramas ist Implementiert. Diese Funktioniert jedoch tadellos, sofern die Quelldaten einigermaßen akkurate Stitchingergebnisse ermöglichen.

Die so entstandenen Panoramen leiden unter Detail-Schärfeverlust und wirken verwaschen. Im Endeffekt ist dadurch etwa 1/3 bis die Hälfte des nativen Auflösungsvermögens verschenkt, dadurch das ICE anscheinend auf einfache billineare Filter für die Berechnung zurückgreift.

Des Weiteren ist die Ausgabe ins Tiff-Format (der Rest wurde nicht getestet) unveränderbar auf 8-Bit pro Farbkanal beschränkt.

Fazit:
ICE bietet bei ähnlicher Arbeitsgeschwindigkeit akzeptable Ergebnisse für gewöhnliche Digicam-Benutzer die sich eine einfache Bedienungsoberfläche wünschen und ab und an Panoramen erstellen wollen. Hier fallen die Handicaps nicht ins Gewicht. Ambitionierte Hobbyphotographen werden nur bedingt mit dieser Software glücklich, da die Bildqualität den höheren Ansprüchen nicht gewachsen sein dürfte.

Folgend noch zwei 100% Zuschnitte von erstellten Panoramen, erst PTGui dann ICE.





Ich würde mich über Rückmeldung freuen :blush

LG Cyron
 
Zuletzt bearbeitet:
Cyron

Cyron

SPONSOREN
Threadstarter
Mitglied seit
25.12.2004
Beiträge
3.280
Alter
30
Standort
far beyond /dev/null
Hi Seppjo,

Hugin hab ich im Fließtext schon erwähnt, beide hab ich schon verwendet, allerdings hatte ich mit Hugin immer Probleme wenn die Panoramen nicht so gut geschossen wurden und auch wenn nur einzelne Ecken übereinander passen und nicht ganze Streifen am Rand.

Das Ergebnis kann dann aber überzeugen, besonders mit EnBlend oder SmartBlend - letzterer ist allerdings ein ernormer Rechenaufwand.

LG Cyron
 
S

seppjo

Gast
@Cyron,
genau das ist ja das Problem begraben. Die müssen ja ein Perspektivenkorrektur errechnen. Durch diese werden von einem der beiden Bilder die Pixel größer oder kleiner. Genau das erzeugt die Streifen an den Rändern. Die gute Software musterst die groben Pixels aus. Die anderen rechnen auf Verlust der Bildqualität weiter.

>>Je größer die Streifen an den Rändern desto besser die Qualität der errechneten Panoramabilder.

>>Oder wie du schon geschrieben hast. Alles automatisch, aber auch mit einem entsprechenden Verlust.
 
Cyron

Cyron

SPONSOREN
Threadstarter
Mitglied seit
25.12.2004
Beiträge
3.280
Alter
30
Standort
far beyond /dev/null
Es ging bei mir nicht um den Qualitätsverlust der Entzerrung, sondern darum das sich Hugin bzw. das darin verwendete Autopano(-SIFT) schwer tut bei Bildern die nicht viel Überlappung besitzen, besonders wenn die Überlappung nur an den Ecken besteht wie bei Mehrreihigen Panoramen zwischen Bildern aus verschiedenen Reihen.

Der Qualitätsverlust hält sich bei guten Algorithmen wie Spline oder Bicubic in Grenzen. Rein Theretisch bietet Sync 1024 übrigens die besten wenn nicht das bestmögliche Ergebnis was natürlich keine Bildinformationen die es nicht gibt ersetzt, aber es interpoliert die Fehlenden Informationen am besten.


LG Cyron
 
S

seppjo

Gast
Die Besten Ergebnisse dürfte immer noch Vektorisieren haben :D Letztendlich ist es egal welches System es ist. Wenn keine Pixel da sind handelt es sich nur im verschiedene Verfahren zu faden. Was nicht unbedingt der knaller ist und auch mit Qualitätsverlust verbunden ist. Sowohl an den Rändern als auch bei der Überlappung ist die Perspektivenkorrektur am grössten und somit auch die Pixelkalkulation am unschärfsten. Stimmt also genau mit dem überein wie ich es erklären wollte. Hab mich wohl schlecht ausgedrückt.
 
Thema:

Microsoft ICE Bedienung und Bildqualität im Test

Sucheingaben

content

Microsoft ICE Bedienung und Bildqualität im Test - Ähnliche Themen

  • Wunderlist wird Anfang Mai 2020 eingestellt - So migriert man Wunderlist zu Microsoft To-Do

    Wunderlist wird Anfang Mai 2020 eingestellt - So migriert man Wunderlist zu Microsoft To-Do: Der Online-Dienst Wunderlist ist sehr beliebt und so ist es für so manchen sicher ein Schlag, dass nun wohl am 06. Mai 2020 das Aus kommt, da...
  • Microsoft outlook income mails

    Microsoft outlook income mails: Hallo Seit neuestem empfange ich meine mailtexte im outlook mit "chinesischen" Zeichen (oder andere Zeichen) anstelle der deutschen Umlaute. Wie...
  • Microsoft Store funktioniert nicht

    Microsoft Store funktioniert nicht: Hallo Community Ich habe soeben mir einen neuen PC zusammengestellt und es verlief alles gut bis ich die Control Panel Software von nVidia aus...
  • Microsoft Fotos lässt den Rechner heiß laufen

    Microsoft Fotos lässt den Rechner heiß laufen: Hallo, das Problem scheinen ja einige zu haben: die App "Fotos" läuft andauernd im Hintergrund. Bei mir mit durchgängig ca. 40% CPU-Last, was...
  • Tägliches Anmelden beim Microsoft Konto auf dem Laptop

    Tägliches Anmelden beim Microsoft Konto auf dem Laptop: Hallo Zusammen, seit einiger Zeit sagt mir mein Laptop praktisch täglich, dass es ein Problem mit der Anmeldung beim Microsoft Konto gibt...
  • Ähnliche Themen

    Oben