Micron beginnt mit 18-nm-DRAM-Produktion, welche steigende Marktpreise im zweiten Halbjahr auffangen könnte

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Der Speicherchip-Hersteller Micron hat mit der Serienfertigung von DRAM-Chips i 1x-Nanometer-Technik begonnen (18 Nanometer). Da sich die Produktionsanlage allerdings immer noch im Umbau befindet, ist mit größeren Stückzahlen allerdings nicht vor dem zweiten Halbjahr 2017 zu rechnen, wodurch dann die aktuell immer mehr steigenden Marktpreise aufgehalten und bestenfalls revidiert werden könnten




Die aktuelle Preisentwicklung bei DRAM-Modulen kann alles andere als positiv bewertet werden, gerade so kurz vor der Einführung von AMDs neuen Ryzen-CPUs. Auch wenn laut den Kollegen von digitimes Micron als einer der Serienfertiger von DRAM-Chips damit begonnen hat seine Produktion auf die neuen Chips auf die 1x-Nanometer-Technik (18 Nanometer) umzustellen, so befinden sich die Produktionsanlagen derzeit noch im Umbau, womit die volle Produktionskapazität folglich noch nicht erreicht werden kann.

Die bisherige Strukturbreite, mit welcher Micron seine DRAM-Module hergestellt hat, liegt bei 20 Nanometern. Somit liegt Micron zeit-technisch hinter seinem Konkurrenten Samsung, welcher die Umstellung der Fertigung seiner 1x-DRAM-Chips bereits Anfang vergangenen Jahres eingeleitet hat. Da Samsung seine Produktionskapazitäten allerdings hauptsächlich auf den mobilen Sektor ausgelegt hat, bringt die mit AMDs bevorstehenden Ryzen-CPUs erhöhte Nachfrage an DDR4-Chips die aktuellen Preise zum explodieren.

Dennoch gibt sich Micron optimistisch, dass die Produktionsumstellung in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein dürfte, so dass das die Produktionskapazität der neuen Anlagen ihr geplantes Niveau erreichen werden und die erhöhte Nachfrage an DRAM-Chips bedient werden kann.

Auch wenn durch diese Entwicklung mit einer Stabilisation der DRAM-Preise ab dem zweiten Halbjahr gerechnet werden kann, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage darüber möglich, ob diese dann auch wieder fallen werden.

Meinung des Autors: Die Weltmarkt-Preise wurden schon immer großteils durch Angebot und Nachfrage reguliert, weshalb auch die DRAM-Preise zum aktuellen Zeitpunkt in die Höhe schießen. Durch AMDs neuer Zen-Generation denken viele PC-Anwender über ein Upgrade ihres PCs nach, welches aber auch den neuen DDR4-Ram beinhaltet. Somit ist die Nachfrage höher als es das Angebot einhergehend mit den Produktionskapazitäten zulässt. Kleiner Tipp an alle Diejenigen, die über ein Upgrade nachdenken: Kauft euch zum aktuellen Zeitpunkt nur die absolut notwendige Anzahl an DDR4-Speicher und rüstet im zweiten Halbjahr nach. Oktober-November dürften dann die Preise wieder in Regionen kommen, in denen man über eine Anschaffung nachdenken könnte.
 
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