Megaupload vor Comeback - Zugriff auf alte Accounts angekündigt - viele Fragezeichen

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Geronimo

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In der vergangenen Woche hatte Kim Dotcom angekündigt, einen neuen Speicherdienst ins Leben zu rufen. Inzwischen sind weitere Details bekannt, und die dürften viele seiner alten Kunden freuen: angeblich wird Megaupload wieder auferstehen. Dadurch sollen die früheren Nutzer wieder Zugriff auf ihre Daten bekommen. Viele Details sind aber noch offen


Bei seiner Ankündigung in der vergangenen Woche hatte der als Kim Schmitz geborene Kim Dotcom erste Details zum Start seines neuen Cloud-Service angekündigt. Demnach sollte jeder Nutzer 100 GB Speicherplatz erhalten. Zudem soll es eine On-The-Fly-Verschlüsselung, die Möglichkeit zur Synchronisation der Daten auf mehreren Geräten sowie keinerlei Einschränkungen beim Datentransfer geben. Es wurde dabei auch vermutet, dass der Dienst in seiner Basis-Version kostenfrei sein wird, wohinter aber wohl noch ein großes Fragezeichen steht.

Inzwischen wurden weitere Details bekannt. Demnach wird es sich um einen Relaunch des früheren Megaupload handeln, das im Januar 2012 in einer aufsehen erregenden Aktion geschlossen wurde. Als Starttermin des neuen alten Dienstes wird der 5. Jahrestag der zwangsweisen Stilllegung genannt, was bedeutet, dass es am 20. Januar 2017 losgehen wird. Im Zuge des Neustarts sollen die "meisten Megaupload Konten neu aufgesetzt" werden und zudem "Premium Privilegien" erhalten. Bei den verwendeten Techniken soll es sich um eine völlige Neuentwicklung handeln, wobei Kim Dotcom verspricht, dass keine Legacy-Codes genutzt werden. Laut den Ankündigungen sollen "keine Server in den Vereinigten Staaten oder Domains unter US-Kontrolle" zum Einsatz kommen. Die Bezahlung der fälligen Abos soll in der umstrittenen und schlecht nachverfolgbaren Internet-Währung Bitcoin erfolgen. Und auch einen neuen Namen wird es wohl geben: MegaNet. Wer Kim Dotcom auf Twitter folgt, soll zudem die Möglichkeit erhalten, über einen Coupon als Beta-Tester zu fungieren und einen frühzeitigen Zugriff auf den Dienst zu bekommen.

Die zahlreichen Aussagen werfen allerdings durchaus Fragen auf. Das fängt bereits bei der Finanzierung an, denn wenn den im ersten Schritt angestrebten 100 Millionen Nutzern jeweils (theoretische) 100 GB an Kapazität zur Verfügung stehen sollen, dann erfordert das eine gewaltige Infrastruktur, die es ganz sicher nicht zum Nulltarif gibt. Wie der finanziell inzwischen sicher nicht mehr auf Rosen gebettete Dotcom die notwendigen Summen aufbringen will, ist unklar. Unklar ist auch, wie der Zugriff auf die früher gespeicherten Daten erfolgen soll. Das ist einerseits ein rechtliches Problem, denn die entsprechenden Festplatten befinden sich wohl teilweise noch in den Händen der Justiz. Hinzu kommen mögliche technische Probleme, denn einige IT-Experten hatten bereits vor geraumer Zeit darauf hingewiesen, dass die Daten aufgrund der jahrelangen Lagerung ohne Stromversorgung und unter nicht unbedingt optimalen Bedingungen möglicherweise unrettbar verloren sind.

Es bleicht also abzuwarten, ob die Ankündigungen von Kim Dotcom - darunter auch die, es wieder zum "Tech Milliardär" zu schaffen - tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Und wie lange das Abenteuer dann dieses mal gut geht.

Meinung des Autors: Kim Dotcom ist nicht nur ein Mann der Tat, sondern auch der Worte. Und davon gibt es aktuell reichlich, denn es wird nicht weniger als ein nahezu vollständiger Neustart des ebenso umstrittenen wie geschlossenen Speicherdienstes Megaupload angekündigt. Jetzt bleiben etwas über 5 Monate, um die vollmundigen Ankündigungen auch umzusetzen. Wer glaubt daran?
 
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