Manipulierter Prozessor öffnet Hintertür

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Die Suche nach ausnutzbaren Software-Schwächen war gestern - Forscher hacken Prozessoren, um Zugang zu einem Computersystem zu erlangen. Es ist zwar ein aufwendiger, aber prinzipiell gangbarer Weg.

Wissenschaftler der Universität von Illinois, USA, haben einen Computer-Chip manipuliert, um eine verdeckte Hintertür in ein System zu öffnen. Was im Labor klappt, dürfte in der Praxis weit schwieriger sein, führt jedoch im Erfolgsfall zu einer kaum entdeckbaren Zugangsmöglichkeit. Die Forscher haben einen reprogrammierbaren Leon3-Prozessor eingesetzt und lediglich 1340 von mehr als einer Million Schaltkreisen verändert. Die Ergebnisse ihrer Arbeit haben sie auf einer Sicherheitskonferenz in San Francisco vorgestellt.

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Die Leon-Prozessoren basieren auf dem als Open Source verfügbaren Design der Sparc8-CPUs von Sun Microsystems, die in vielen mittleren und großen Server-Systemen des Herstellers werkeln. Leon-CPUs sind nicht sehr verbreitet, werden jedoch zum Beispiel in der internationalen Raumstation ISS eingesetzt. Die Forscher in Illinois verwenden einen Leon3-Prozessor in einem Rechner, auf dem Linux läuft.

Die Forscher haben den Chip so umprogrammiert, dass er eine speziell präparierte Firmware in seinen internen Speicher lädt. Ein Angreifer stößt diesen Vorgang mit einem speziellen Netzwerkpaket an. Das Betriebssystem untersucht das Paket und verwirft es - der manipulierte Prozessor lädt dabei jedoch den Inhalt des Pakets als neue Firmware. Der Angreifer kann danach über ein Zugangspasswort die Kontrolle über das installierte Betriebssystem übernehmen.

Samuel King, Assistenzprofessor im Fachbereich Informatik der University of Illinois at Urbana-Champaign, und seine Mitstreiter wollen nun eine Software-Lösung entwickeln, mit der solche Hardware-unterstützten Hintertüren entdeckt werden können. In der Praxis stellt sich einem Angreifer zunächst jedoch das Problem, wie er einen manipulierten Prozessor in das Zielsystem bekommt.

Es sind verschiedene Szenerien vorstellbar, die meist darauf hinaus laufen die Lieferkette neuer Hardware zu infiltrieren. Eine Person, die an geeigneter Stelle auf dem Weg von der Fabrik zum Kunden arbeitet, könnte den Original-Chip gegen eine veränderte Version austauschen. Im besten Fall befindet sich diese Person in einer Position, in der sie feststellen oder bestimmen kann, welches Gerät an welchen Kunden geliefert wird. Neben Computersystemen kommen auch Netzwerkgeräte wie Router in Frage.
Der Aufwand ist zwar erheblich, kann jedoch etwa in der Wirtschaftsspionage durchaus lohnend sein. Wenn es darum geht der Konkurrenz einen Auftrag in Millionenhöhe weg zu schnappen, kann ein Unternehmen schon einmal eine sechsstellige Summe investieren. Das US-Verteidigungsministerium zeigt sich jedenfalls besorgt und warnt vor den Gefahren, die durch eine Verlagerung der Chip-Produktion ins Ausland ausgehen können. Hat jemand "China" gesagt?

Quelle und ganzer Bericht bei PC-Welt.de
 
#2
M

MoZ

Gast
Diese News sollte wohl nicht zu groß rauskommen! wenn das herr schäuble hört weiß ich das es in deutschland bald nur noch solche manipulierten CPU's zu kaufen gibt.
 
#3
Hups

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Katzennarr
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Und dann werden die Preise für die alten Prozessoren in die Höhe steigen.
Muss ich gleich mal schauen, ob ich noch ein paar alte Schätze finde ;)
 
#5
I

imaetz70

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ist aber schon krass, was die ami's da alles so erforschen.

wenn das mal so raus kommt, haben wir alle ein problem, denn wer will das erkennen, dass er nen modifizierten chip hat.

die sollten mal lieber was nützliches erforschen und erfinden, was der menschheit das leben verbessert und vorallem auch finanziell erleichtert um das leben lebenswerter zu machen. ;)
 
#6
C

cc-max

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Falls jemand braucht: Ich habe hier noch einen manipuations freien Pentium 1 MMX, 2 Pentium 3, 1 486er von intel 1 486er von amd 1 pentium 2 mobile und einen 600mhz celeron.
 
#7
S

Speedy2017

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Zu hause ^^ Wo sonst ??? :-p
wer weiss vielleicht ham wir ja schon alle manipulierte cpu´s und die ham das halt einfach rausbekommen und nachgemacht XD *panikverbreitentu*

ne aber schon ne krasse sache was alles geht ... aber ich will echt nich wissen was das gekostet hat so nen mist zu erforschen! Hätte man bestimmt was sinnvolleres mit anfangen können!
 
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