Linux testen, aber welches?

Diskutiere Linux testen, aber welches? im Linux Forum im Bereich Linux; Ich würde gerne mal ein Linux System ausprobieren ohne dies gleich installieren zu müssen. Aber jetzt gibt es ja mittlerweile so viele Systeme das...
#1
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aswe

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Ich würde gerne mal ein Linux System ausprobieren ohne dies gleich installieren zu müssen.
Aber jetzt gibt es ja mittlerweile so viele Systeme das ich mich frage: welches ist den jetzt das Beste in punkto
Stabilität, Funktionsumfang und einfach zu bedienen?

Freue mich über Ratschläge und Tipps.

Danke
 
#2
Hups

Hups

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Die meisten (alle ?) Linuxdistributionen gibt es als Live-System.
Alternativ kannst du dir auch VirtualBox installieren und darin dann Linux-Systeme probieren.
Ich fand damals Ubuntu ganz nett.
 
#3
automatthias

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Ubuntu ist ganz gut, aber Linux Mint ist etwas besser, weil es auf Ubuntu basiert, aber absichtlich noch einsteigerfreundlicher gemacht ist.
Es gibt verschiedene Ausgaben, von denen für Anfänger "Cinnamon" am schönsten sein dürfte (die Unterschiede betreffen i.W. den Window-Manager und die grafische Darstellung)

Falls Du keine Live-CD findest, gibt es hier eine Anleitung, wie man sich selber ein LiveSystem basteln kann. Ansonsten, wie von Hups vorgeschlagen, in eine VM.
 
#5
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aswe

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Erstmal Danke für eure Tips. Das mit der VM ist natürlich eine gute Idee. Ich sehe mir die Sachen mal genauer an
und werde hier berichten.
 
#6
Hups

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Für z.B. VirtualBox findest du hier fertige VDI-Images, die du dann einfach in VirtualBox einhängen kannst.
Bei allen angebotenen Images scheint Benutzername und Passwort identisch zu sein.
Username: osboxes
Password: osboxes.org

Dadurch hast du dir die Installation gespart und kannst direkt das System testen.
 
#7
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Dambo

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Mit VMs hast Du den Vorteil, daß Du die verschiedenen Versionen unmittelbar in Fenstern nebeneinander vergleichen kannst.
Danke, @Hups für die Website mit den VDI-Images! Kannte ich noch nicht, scheint sehr brauchbar zu sein.

Linux Mint wird als sehr gut geeignet für Windows-Umsteiger beschrieben (siehe automatthias in #3).
Ich hab es vor kurzem bei einem Freund auf einem alten Laptop installiert. Mein Freund (er ist alles andere als ein Computernarr) findet sich gut damit zurecht und ist geradezu begeistert, was der schon tot geglaubte alte Laptop alles kann, zum Teil sogar schneller als sein neuerer Windows-PC.

Linux Mint gibt es in mehreren Varianten der Benutzeroberfläche, u.a. Cinnamon, MATE, Xfce. Experten diskutieren darüber, welche die beste ist - um dann üblicherweise abzuschließen: es ist Geschmackssache. Mit VMs kannst Du ja direkt vergleichen. Hinsichtlich Rechenleistung gibt es geringe Unterschiede: Cinnamon braucht die meiste Rechenleistung (für optische Effekte - um nicht zu sagen: Spielereien, wie etwa aufklappende Fenster etc.), Xfce ist am genügsamsten.

32-bit oder 64-bit:
64-bit ist empfohlen und sollte auf den meisten ab 2008 produzierten Rechner funktionieren (wenn nicht, startet es nicht). 32-bit sollte jedenfalls funktionieren.

Dokumentation Installation und Benutzung (deutsch, englisch, ...):
https://www.linuxmint.com/documentation.php

Linux Mint ISO-Dateien (Linux Mint 18.3 je ca. 1,8 GB) zum Herunterladen:
https://www.linuxmint.com/download.php

Zum Testen der Live-Systeme und für die Installation hab ich mit YUMI einen bootfähigen USB-Stick erzeugt und mehrere ISO-Dateien draufgepackt (solange Platz ist auf dem USB-Stick). Der YUMI-USB-Stick fragt dann beim Boot, welches System gestartet werden soll.
Mit den Live-Systemen kannst Du ausgiebig testen. Manche Einstellungen werden allerdings nicht gespeichert.
Eine "richtige Installation" kannst Du innerhalb der Live-Systeme über ein Symbol am Mint-Desktop starten, auf Wunsch als Parallelinstallation (Multi-Boot) mit Windows. Wenn das Windows-Dateisystem auf der Festplatte in Ordnung (d.h. chkdsk meldet keine Fehler) und genügend Platz vorhanden ist, sollte es die Installationsroutine auch schaffen, die für Linux nötigen Partitionen auf der Festplatte anzulegen (sonst kann man abbrechen).
 
#8
G

G-SezZ

Gast
Die meisten (alle ?) Linuxdistributionen gibt es als Live-System.
Für sehr sehr wenige! Linux Distros gibt es wie Sand am mehr. Wenn du anfängst zu zählen kommt eine neue bevor du fertig bist. Ein ganz kleiner Anteil davon kommt als Live System. Theoretisch könnte man sich aus jeder eine Live Version machen, aber das wäre dann auch schon wieder eine eigene Distro für sich. ;)


Stabilität, Funktionsumfang und einfach zu bedienen?
Diese drei Punkte gehen weit auseinander. Konzentriere dich für den Anfang nur auf Einsteigerfreundlichkeit, alles andere ist erstmal uninteressant. Ubuntu und Mint sind dabei durch das Paket Management, und die Tatsache dass sie so weit verbreitet sind, und man für alles maßgeschneiderte HowTos findet, ganz vorne. Für dich wird der Unterschied in erster Linie in der Desktop Umgebung liegen. Probier die verschiedenen Versionen einfach mal aus. Kubuntu ist Windows mit dem KDE Desktop wohl noch am ähnlichsten, Ubuntu mit Unity am weitesten davon entfernt. Mint Cinnamon und Mate sind irgendwo dazwischen. Und dann gibt es noch die Minimalisten wie xfce, etc., Zweckdienlich aber nicht gerade spannend für jemanden der auf Linux als Desktop System umsteigen möchte. Unity ist völlig anders als alle anderen Desktop Umgebungen, man mag es oder hasst es.

Ich würde auch zu einer virtuellen Maschine raten, falls es die Hardware zulässt. Es ist einfach angenehmer sein Windows im Hintergrund laufen zu haben. Da kannst du nebenbei Musik, oder Videos laufen lassen, Internetseiten bleiben geöffnet während du z.b. die VM oder den X neu startest, von einer Distro zur anderen wechselst, usw.

Ich weiß gar nicht mehr wann ich in Linux eingestiegen bin, das muss Ende der 90er gewesen sein. Ich habe so einige Distros in der Popularität steigen und fallen sehen. Knapp 10 Jahre habe ich ausschließlich Linux benutzt, bis Windows für die Arbeit notwendig wurde. Heute benutze ich hauptsächlich Debian ohne Desktop und Grafikserver, weil es nur genau das können muss was Windows nicht kann.
Linux mit Desktopumgebung ist bei mir selten geworden seit man Windows 10 pro fast umsonst hinterher geworfen bekommt. Ich habe zwar auf jedem PC noch eine Mint VM, aber starten tue ich die eigentlich nie. Ich komme nicht besonders gut damit zurecht zwischen zwei Systemen hin und her zu wechseln, das nervt mich. Da ich nicht auf Windows verzichten kann, verzichte ich eben auf Linux als Desktop System. Ich war immer ein Fan von KDE, bis die mit diesem Plasma Blödsinn angefangen haben. Seitdem trifft auch kein Linux Desktop mehr meinen Geschmack zu 100%. - Windows noch viel weniger, aber das hat andere Vorteile.
 
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#9
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aswe

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Vielen Dank für eure zahlreichen Tipps und Anmerkungen. Ich werde auch erstmal ein Linux entweder als Live oder in einer VM testen, da ich wegen der Arbeit um Windows nicht herumkomme.

Ich werde davon berichten
 
#10
Keruskerfürst

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Ich habe in meinem Rechner 2 SSDs.
Eine für Windows und eine für die beiden Linux Distros.
 
#11
lajoe

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Hänge mich da mal dran, hab mir das Mint xfce Iso runtergeladen und mit rufus auf einen Stick gebracht.
Startet hier auf einer Z420 sowohl als Uefi als auch Legacy, lässt sich aber aus der Live-Version nicht installieren.
Weiß jemand woran das liegen kann?
Habe eine leere Hdd genommen, anschließend verschiedene Formatierungen versucht, aber wenn ich den Button "Install Linux Mint" drücke, tut sich einfach nichts.
Auch unter Settings-> Language keine Reaktion...
Irgenwie vergeht einem da bereits wieder die Lust, den Schmarrn zu testen :wut

edit:
Habe noch mal neu angefangen, diesmal mit Mint Cinnamon, sha verglichen-> passt.
Iso mit Rufus auf Stick->booten->aus der Live lässt sich jetzt installieren -> mitten drin "Error" -> neu starten, im bootmenu lässt sich ja auswählen "check Integrity of the medium" -> error found in 1 files -> das Ganze von vorn...
Stick sauber formatieren (nicht schnell) ->Rufus (log abgespeichert)-> "check Integrity of the medium" -> error found in 1 files -> jetzt kanns mich mal! :kotz:kotz:kotz
 
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#12
Keruskerfürst

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Ich würde mal Etcher einsetzen, um den Stick zu erzeugen.
 
#13
lajoe

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Bin gerade dabei die entpackte Iso mauell drüber zu kopieren, melde mich später nochmal.
 
#14
Alfiator

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Etcher hat es hier total vermasselt;immerhin kam der Hinweis das es in die Hose gegangen ist....
 
#15
Keruskerfürst

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Ich würde das Iso Image auf eine DVD schreiben und davon booten.
 
#18
Alfiator

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Ähm,zu den Images gibt es normal immer Hashes;wenn die stimmen ist das Image sauber....
 
#19
Keruskerfürst

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Was jetzt?

Etcher hat auch bei mir auch nicht funktionert, ich brenn mal eine DVD, wenn die dann auch nicht geht, muss das Image etwas haben...
Alles nur zur Verwirrung der Russen.
 
#20
lajoe

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Ähm,zu den Images gibt es normal immer Hashes;wenn die stimmen ist das Image sauber....
Wie #11 schon geschrieben passt der Hash...
Installation von DVD hat jetzt geklappt....-> "jetzt neu starten" ich natürlich "OK" -> jetzt hängt er schon ca. 15min. an dem grünen LM mit den Punkten drunter... (die laufen aber)
 
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