Kopierschutz ade - Kolumne: DRM auf dem Rückzug?

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Pvt.Caparzo

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Sind Online-Aktivierung und DRM auf dem Rückzug oder bringen die Anbieter nur neue Kopierschutz-Methoden in Position?

Die Zeit der Online-Aktivierungen neigt sich dem Ende zu! Nun, dass ist vielleicht etwas zu weit gegriffen. Doch immerhin zeigt ein Blick auf die kommenden Herbsthits erfreulicherweise, dass viele davon auf überzogene Kopierschutzmethoden verzichten. Risen und Dragon Age: Origins werden keine Online-Aktivierung benötigen, Need for Speed: Shift und Fifa 10 nicht, Tropico 3, Wolfenstein und Operation Flashpoint: Dragon Rising ebensowenig. Eine DVD-Abfrage und der klassische CD-Key sind schon das höchste der Überprüfungsgefühle.

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Das ist ein Zeichen dafür, dass die negative Stimmung, die einigen Anbietern in den vergangenen Monaten von Seiten der Spieler -- ich sage bewusst noch nicht Kunden -- entgegenschlug, nicht spurlos an denen vorbei gegangen ist. Das dürfte ein entscheidender Grund für die zahmere Gangart sein. Trotzdem sind die Imageprobleme, die sich Firmen wie beispielsweise Electronic Arts mit unverhältnismäßigen Kopierschutzmaßnahmen eingehandelt haben, sicher nicht die einzige Erklärung für diese vermeintliche Trendwende.

Spiele wie Risen, Need for Speed: Shift und Fifa 10 richten sich an ein breites Publikum, darunter viele Computerlaien. Kunden also, die vielleicht nicht viel Ahnung von ihren Systemen haben, die aber inzwischen sehr wohl wissen, dass man beim Thema Datenschutz vorsichtig sein sollte und bei eventuellen Spionageprogrammen lieber ein Tick zu misstrauisch ist. Will man sich diese Spieler, die noch am ehesten Kunden sind, vergraulen, indem man ihnen Angst vor dem Produkt macht? Wahrscheinlich nicht.

Dem Markt kann es nur gut tun, wenn der gefühlte Krieg zwischen Spielern und Anbietern endlich ein Ende nimmt. Raubkopien verhindern die DRM-Systeme sowieso nicht, das hat das zurückliegende Jahr gezeigt -- siehe zum Beispiel Spore, das trotz Online-Zwangsanmeldung hunderttausende Mal heruntergeladen wurde,

Womöglich verschiebt sich aber auch nur das Schlachtfeld. Denn wo die Hersteller einerseits allzu deutliche DRM-Maßnahmen herunterfahren, verstärken Sie andererseits ihr Interesse an einer Kontenbindung - also daran, dass die Spieler sich mit ihrem Spiel bei Plattformen wie Steam oder Games for Windows Live anmelden. Das ist vorerst bei einigen Anbietern meist freiwillig, wird aber durch Lockangebote reizvoll gemacht; so wird man bei Dragon Age wie auch schon bei Die Sims 3 Zusatzinhalte nur dann herunterladen können, wenn man sich bei Electronic Arts registriert. Durch eine solche Bindung an ein Konto lassen sich Spiele einerseits nur noch schlecht weiterverkaufen. Andererseits enthält zum Beispiel Games for Windows Live bereits die technische Option, die Echtheit der Spiele in Zukunft zwangsweise online zu überprüfen.

Das Thema Kopierschutz ist also noch lange nicht entschärft, auch wenn sich die Lage für den Moment zu entspannen scheint. Bleibt nur zu hoffen, dass all jene, die immer wieder über den Kopierschutz meckern und ihn als vermeintliches Kaufhindernis nennen, nun tatsächlich in die Läden gehen, um die Spiele zu kaufen.

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HWFlo

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Das klingt doch insgesamt erfreulich.
 
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