Karriere in der Informatik - Viele Wege ein Ziel

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Wer eine Karriere in der Informatik starten möchte, hat die Qual der Wahl: Die Vielzahl an unterschiedlichen Tätigkeiten zieht viele Möglichkeiten nach sich, eine solche Karriere zu starten. Einige beginnen sie mit dem Studium der Informatik an der Universität, andere mit einer Ausbildung zum Fachinformatiker – und wieder andere mit einer Weiterbildung in einer Programmiersprache. Aber welche Sprache ist am besten? Was braucht es über das Lernen einer Programmiersprache hinaus für eine erfolgreiche Karriere in der Informatik?

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Karrierestart mit einem Studium, einer Ausbildung oder einer Weiterbildung boosten​

Wer gerade das Abitur gemacht hat, kann direkt mit dem Studium der Informatik beginnen, entweder an einer Universität oder einer Hochschule. Letzteres bietet bessere Perspektiven für einen schnellen Einstieg in die Industrie nach dem Bachelor, wer hingegen den Master an einer Uni macht, dem steht eine Karriere in der Forschung eher offen.

Auch eine Ausbildung führt zum Ziel: Fachinformatiker programmieren Software in der IT-Branche oder in anderen Branchen, z.B. im Anlagenbau. Eine Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und biete beste Berufsaussichten: Hohe Jobsicherheit bei viel Abwechslung, Verantwortung und einem guten Gehalt.

Quereinsteiger haben sich Kenntnisse mitunter selbst angeeignet​

Viele Interessierte an einer Informatik-Karriere stehen jedoch längst nicht mehr mit einem Bein in der Schule, sondern sind berufstätig und haben bereits eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium hinter sich. Der Quereinstieg ist bei der Informatik so einfach wie in keiner anderen Branche – nicht nur bedingt durch die hohe Nachfrage nach Fachkräften, sondern auch auf Grund der Inhalte, die digital und damit online zugänglich sind. Eine Online Weiterbildung ermöglicht das Lernen neuer Programmiersprachen und Programmierparadigmen. Wer es sich zutraut, lernt als Autodidakt über YouTube-Tutorials und eigene Projekte, möglichst in Gruppen.

Das Lernen einer Programmiersprache ist nur eine Seite der Medaille​

Informatiker können programmieren, ja. Aber das alleine ist nur eine von vielen notwendigen Fähigkeiten für eine Karriere in der Informatik. Am besten wird das beim Betrachten der Studieninhalte des Studiengangs Informatik deutlich: Zwar gehört dazu auch explizit das Lernen von mehreren Programmiersprachen wie Java oder C++. Zum großen Teil besteht der Studienplan aber auch aus Mathematik, Logik und Algorithmen, Datenstrukturen, Software-Architektur und Soft-Skills wie Rhetorik, IT in Unternehmen und vielem mehr. Dies alles sorgt für die Ausbildung eines Problem-Lösungs-Verständnisses, wie es bei einem Ingenieur vorausgesetzt wird – auch bei einem Software-Ingenieur.

Wenngleich nicht nur Software-Ingenieuren eine Karriere in der Informatik offensteht, so braucht es doch mehr als das reine Programmieren. Denn woher soll überhaupt bekannt sein, was programmiert werden muss? Der Kunde wird einem das jedenfalls meist nur unzulänglich mitteilen. Informatiker programmieren nicht nur Software, sondern müssen interdisziplinär kommunizieren, um informationstechnische Probleme zu identifizieren und eine adäquate Lösung vorzuschlagen – und ggf. zu schreiben bzw. zu programmieren. Diese Interdisziplinarität ist ein Vorteil für Quereinsteiger bzw. für Berufstätige, die ihre Kenntnisse um IT-Inhalte erweitern.

Hohes Entwicklungspotential eröffnet gute Karrierechancen​

Ein Blick auf einschlägige Fachmagazine wie Golem.de offenbart: IT-Fachkräfte sind begehrt und werden gesucht. Auch das ifo Institut zeigt nach einer Auswertung der Stellenangebote über LinkedIn im Jahr 2020, dass die Zahl der Jobangebote in der IT-Branche von März bis Mai angestiegen ist, verglichen zum Vorjahr. Mitten in der Corona-Krise, während andere Branchen Jobs abbauen. Es steht also außer Frage, dass die Karrierechancen im IT-Bereich überaus gut stehen. Aber warum ist das so?

Die Antwort auf diese Frage liefert ein Blick auf die technologische Entwicklung der aktuellen Zeit: Es ist die Zeit der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Autonomen Fahrzeuge, der Smart Homes und Smartphones. Die Zeit der Raumfahrt und der Kryptowährungen. Die Zeit der digitalen Transformation.

Und die ist in vollem Gange: Besonders die KI hat die Möglichkeit, unsere Gesellschaft derart umzukrempeln, wie es die industrielle Revolution mit der Ablösung der Arbeitskraft vom Menschen an die Maschine gemacht hat – nur dass diesmal nicht die körperliche, sondern die geistige Arbeitskapazität durch Maschinen vervielfacht wird. Menschen mit IT-Hintergrund profitieren von diesem digitalen Wandel wie keine anderen und dürfen sich über eine große Nachfrage nach IT-Fachkräften freuen, die dank Wachstum und langjähriger sowie verzögerter Ausbildung die nächsten Jahre bis Jahrzehnte sehr wahrscheinlich nicht vom Angebot eingeholt werden wird.

Wo führt die Karriere hin? Ein Blick auf die Möglichkeiten​

Das erwähnte Entwicklungspotential zeigt auf: Informatiker können heute in praktisch jeder Branche arbeiten, von der Raumfahrt bis hin zur Höhlenforschung, von der Agrarwissenschaft bis hin zur Schwerindustrie und von der Bildung bis hin zur Politik. Es gibt kaum eine Branche und ein Unternehmen, in welchem es keine Arbeit für IT-Fachkräfte gibt. Ein prägnantes Beispiel ist die produzierende Industrie, die sich auf dem Weg zur digitalen Fabrik nicht nur technisch weiterentwickelt, sondern ihre Geschäftsmodelle anpassen muss.

IT Security ist nur ein Ziel von vielen​

Darüber hinaus kommen neue Bedrohungen hinzu: Neben Krieg, politischer Instabilität, Diebstahl, Abmahnungen und allerlei anderen Gefahren des Unternehmensalltags sehen sich Firmen seit einigen Jahren auch im Mittelstand vermehrt Bedrohungen aus dem Web ausgesetzt. Hacker versuchen an Unternehmensgeheimnisse zu gelangen oder die Produktion lahmzulegen. Eine passive und aktive Gefahrenabwehr im Rahmen einer vollumfänglichen IT-Security wäre die Antwort darauf – die jedoch nicht viele Unternehmen geben können, auch in Ermangelung der entsprechenden Fachkräfte. Die Karriere in der Informatik führt damit dahin, wo man möchte: Das Ziel ist die Arbeit in der IT-Security in einem Unternehmen? Kein Problem. Doch lieber Bundeswehr oder Geheimdienst? Kein Problem. Wer etwas Friedliches machen möchte, kann stattdessen in der Medizintechnik aktiv werden und dort KIs auf das Erkennen von Erkrankungen aus Abbildungen von medizinisch-bildgebenden Verfahren trainieren (CT, MRT, Ultraschall, …) oder sich der Programmierung von medizinischen Geräten widmen. Wirtschaftsaffine arbeiten hingegen in Banken, Versicherungen oder bauen mit einem Unternehmen in der IT-Branche ERP-Software. Es könnte ewig so weitergehen: Beispiele für mögliche Karrierepfade gibt es genug.
 
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