JPG - Kompressionsfaktor beibehalten

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klaus123

klaus123

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Hallo. Ich möchte eine JPG bearbeiten und ohne Veränderung des Kompressionsfaktors wieder speichern. Aber ganz gleich mit welchem Programm (ob IrfanView oder PSP) ich die JPG bearbeite und speichere, das Programm will immer den Kompressionsfaktor anwenden, den es das letzte mal angewendet hat. Ungünstig. Denn woher weiß ich, ob das die Bildqualität nicht noch weiter herabsetzt, oder vielleicht sogar die Datei unnötig heraufsetzt? Klar, ich kann auf TIF umsteigen, aber Speicherplatz zu verschenken habe ich auch wieder nicht ...
 
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smiffle

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Das Problem bei jpeg ist, dass es bei jedem erneuten Speichern zu Qualitätsverlusten kommt.

Unter psp gibt es zumindest die Möglichkeit, bei "Speichern unter" bzw. "Kopie speichern" unter Optionen den Komprimierungsfaktor auf niedrig festzulegen.

Besser ist es jedenfalls, mit verlustfreien Formaten wie TIFF, BMP, TGA oder PNG zu arbeiten.

Bildqualität ist halt immer eine Frage des Speicherplatzes.
 
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Ronny

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Mit "PSP" meinst Du PaintShop Pro? Wenn ja...

Bei PaintShop Pro kann man in jedem Fall den Kompressionsfaktor (von 1 bis 99) bestimmen. Da man aber nicht sicher sein kann, dass die Bestimmung des Faktors bei unterschiedlichen Programmen auch zu gleichen Ergebnissen führt, würde ich z. B. in PSP in mehreren Versuchen verschiedene Faktoren wählen und dann den nehmen, bei dem die Dateigröße nicht oder nicht wesentlich größer ist als beim Original. Natürlich sollte auch eine anschließende optische Prüfung des Bildes bei einer Vergrößerung vorgenommen werden.
 
klaus123

klaus123

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@Ronny deine Idee den Kompressionsfaktor versuchen so einzustellen, daß der Speicherplatz der gleiche ist, ist grundsätzlich nicht schlecht, aber ist das nicht ein bißchen Fuddelkram?

Was ich nicht verstehe ist, wenn ich eine ZIP-Datei entpacke, den Inhalt ändere, und wieder zusammenpacke, dann ändert sich doch auch nichts ander Qualität oder Dateigröße. Wie kommt es dann, daß JPG beim Speichern nicht die Qualität so lassen kann wie sie ist?
 
DerZong

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Grundlegendes Problem dabei ist aber, dass beim Komprimieren von Dateien bei ZIP sich an den Daten selber nichts ändert. Bei JPEG-Dateien hingegen hat man immer ein Verlust an Daten, sobald irgend eine Komprimierung eingestellt wurde. Dieser Verlust an Daten ist jedoch nicht wieder umzukehren. Je nachdem, um was für ein Bild es sich dabei handelt, kann es sogar so sein, dass die Qualität des Bildes auch bei gleichbleibender Komprimierungs-/Qualitätsrate immer schlechter wird.

Wenn du letztendlich nur geringe oder gar keine Verluste durch das Speichern erreichen möchtest, führt leider kein weg daran vorbei, entweder die Qualität prinzipiell auf hoch zu stellen, oder aber ein verlustfreies Speicherformat zu wählen.

Was spricht denn gegen das von dir angesprochene TIF-Format? TIF erlaubt das komprimieren der Rohdaten (also nicht der Bildinformationen) - ähnlich wie durch ZIP (wobei hier jedoch i. d. R. LZW als Komprimierungs-Algorithmus zum Einsatz kommt). Dadurch sparst du Platz, hast aber trotzdem kein Bildverlust ;)

Aber um hier wirklich brauchbare Empfehlungen geben zu können, müsste man schon wissen, in welchem Umfeld du die Bilder brauchst/weiterverarbeitest/abspeicherst und in welchen "Größenordnungen".
 
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Ronny

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Wie wäre es denn mit *.png?
Das ist aber doch auch ein Format, das komprimiert. Das Problem der Qualitätsverschlechterung durch wiederholtes Speichern dürfte also grundsätzlich dasselbe sein.


@klaus123

Was ich nicht verstehe ist, wenn ich eine ZIP-Datei entpacke, den Inhalt ändere, und wieder zusammenpacke, dann ändert sich doch auch nichts ander Qualität oder Dateigröße. Wie kommt es dann, daß JPG beim Speichern nicht die Qualität so lassen kann wie sie ist?
Das kannst Du nicht mit einer Bildkomprimierung vergleichen, denn bei letzterer bleibt das Bild an sich ja betrachtbar. Es werden allerdings Inhalte unwiederbringlich entfernt. Die Archiv-Komprimierung dagegen verwendet vollkommen andere Algorithmen, die eine "Verkleinerung" der Daten nur temporär erzeugen und deswegen in der Lage ist, die Daten wieder Byte-genau zu reproduzieren. :blush
 
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Ronny

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@seppjo

Wow, danke! War mir wohl im Laufe der Jahre abhanden gekommen. :D
 
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seppjo

Gast
@Ronny2,
es gibt einige klassische Bildformate die noch auf soliden alten Packverfahren beruhen. (GIF, PNG) Als ich selbst noch Grafikprogramme geschrieben hab nutzten wir auch solche.
jpg... kam alles erst später.
Zuerst schienen diese Deltakompressionen mit Qualitätsverlust als eine optimale Lösung.
Vorteil:
-Wenig Speicherverbrauch
-vernünftige Bildqualität
Nachteil:
-verliert bei jeder Weiterbearbeitung an qualität
-erst bei 100% qualität und höherem Speicherverbrauch an der Originalqualität

Da zwischenzeitlich viel Speicher und große Datenträger zur Verfügung stehen kehrt man langsam wieder zu den Roots zurück. Jedoch haben professionelle Grafiker sowieso weiterhin diese Formate genutzt. Bei vektorisierten Grafiken ist natürlich das Speichern der Vektoren am Sinnvollsten. Bild muss dann halt neu gerendert werden.
Eigentlich so ähnlich wie der Unterschied zwischen MP3 & WAV. Eine verlustfreie Kompression ist mir bei Audio nicht bekannt. Jedoch drüfte man ab 256kbit in einer kaum mehr hörbaren Region sein.
 
I

Indako

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Hallo klaus123

ich benutze viel ThumpsPlus zum bearbeiten von Bildern. Dort ist beim speichern die Nutzung der Orginalqualität per Häkchen bereits voreingestellt. Diese kann man übernehmen oder bei gewünschter Größenänderung auch nicht.


Use original quality. Check this option to use the JPEG quality from the original image
 
Thema:

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